Archiv für die Kategorie 'Kolumbien heute' Page 2 of 4



Merkel sieht Uribes Politik positiv

Die Bundeskanzlerin erfüllte sich ihre eigene Erwartung, Kolumbiens Realität nicht über Schlagzeilen und distanzierten diplomatischen Berichten sondern aus erster Hand näher zu kommen. Die Bilanz ihrer vielen Treffen mit kolumbianischen Gesprächspartnern stellt die von der Regierung Uribe erzielten Fortschritte hervor.
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Merkel in Kolumbien I

Nach dem Gipfeltreffen EU-Lateinamerika in Lima steht nun Kolumbien auf Merkels Programm. Während ihres 24 stündigen Staatsbesuchs, will sie sich einen persönlichen Eindruck über dieses Land machen. Wie aus der deutschen Delegation zu erfahren war, sei es der Bundeskanzlerin sehr wichtig andere Informationen über Kolumbien zu erhalten, als die, die bisher sowohl sie als auch ihre Amtsvorgänger über die Medien und den offiziellen Berichten der Botschaften erhalten haben.

So ist ihre Agenda auch dicht besetzt mit Besuchen in denen sie sich sowohl über politische als auch kulturelle und wirtschaftliche Themen informieren wird. Wie von der deutschen Delegation zu erfahren war, stehen die Themen Para-Politik, FARC, Entführte (Ingrid Betancourt), Kolumbiens Sicherheits-Politik “Seguridad Democrática” sowie eine gemeinsame Bekämpfung des Drogenhandels auf ihrer Liste.

Sie trifft sich daher mit Alvaro Uribe, ihrem Gastgeber; mit Samuel Moreno, Bürgermeister Bogotas und politischen Gegenspieler Uribes; mit dem Oberstaatsanwalt Mario Iguarán, der sie über die Prozesse gegen die Paras informieren wird.

“Die Opfer existieren und reden, ihnen müssen Garantien und uneingeschränkte Aufmerksamkeit geboten werden. Diesen Prozesse zu fördern und zu unterstützen ist eine konkrete Angelegenheit der sich der deutsche Staat verpflichten kann.”, lautete es aus dem Kanzleramt. Daher wird bei dem Treffen mit dem Oberstaatsanwalt eine Zusammenarbeit über 3,2 Millionen EUR abgeschlossen werden. Mit diesen Mitteln sollen Anwälte für Justicia y Paz ausgebildet werden und die Einrichtungen der Anwälte besser ausgestattet werden.

Mit dieser Hilfe bekundet Merkel ihre Unterstützung der Politik Uribes. “Eine Anerkennung des Gewonnenen in der inneren Sicherheit und das Vertrauens aus dem Ausland betreffend”, wie es aus Berlin hieß.

Außerdem trifft Merkel mit Monsenior Henao, dem Leiter der Kampagne für den Frieden zusammen, mit Elkin Patarroyo, dem Entdecker der Malaria-Impfung; Ana Teresa Bernal von der Kommission für Wiedergutmachung, dem Gewerkschafter Carlos Artur Rodriguez u.a.

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Reyes Computer nicht manipuliert

Zur Zeit überreicht der Generalsekretär des Interpol die Ergebnisse der Untersuchung der Computer, die Besitzt des gefallenen FARC-Führer Raul Reyes gewesen sein sollen. Nach einer längeren Erklärung, wie es dazu kam, dass Interpol den Auftrag zur Analyse der Geräte übernommen habe und wie sicher gestellt wurde, dass die Interpol-Prüfer die Inhalte der Dokumente nicht bewerten konnten und daher auch nicht beeinflussen werden würden, erklärte er, dass die einzige Aufgabe der Interpol darin bestanden habe, fest zu stellen, ob die Computer manipuliert wurden. Diese Manipulation könnte durch nachträgliche Entfernung oder Hinzufügung (nach dem 01.03.08) von Dokumente oder Veränderung der Dokumente gegeben sein. Es war nicht Aufgabe des Interpol den Inhalt der Dokumente zu bewerten.

Das Ergebnis der Untersuchung stellt fest, dass der Inhalt der Speicher nicht manipuliert wurde. Einzige Manipulation am Computer fand statt, als die kolumbianischen Behörden den Inhalt der Computer herunter luden.
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Justicia y Paz: Gescheitert oder Neu-Orientierung?

Nach der Auslieferung des Para-Führers “Macaco” an die Justiz der USA, folgten gestern (13.05.08) in den frühen Morgenstunden weitere 14 Chefs der ehemaligen rechten Terrorgruppe AUC in die Vereinigten Staaten von Amerika. Damit überraschte die kolumbianische Regierung nicht nur die Öffentlichkeit, sondern die Ausgelieferten selbst, die in der Nacht aus ihrem Schlaf gerissen und benachrichtigt wurden, dass ihre Ausreise in USA bestimmt worden sei und sie nach einem kurzen Anruf bei ihren Familien auf zu brechen hätten. Damit ist fast die gesamte Führung der AUCs in den USA.

Seit dem fragt sich Kolumbien: Ist Justicia y Paz gescheitert? Was wird aus der Reparation der Opfer? Wie geht es mit der Para-Politik weiter?

Gestern gab Alvaro Uribe eine Erklärung (spanisch) seiner Entscheidung ab.
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Aerobus statt Metro?

In Bogota gibt es seit Jahren die Diskussion um eine Metro. Das Bussystem Transmilenio (funktioniert ähnlich wie die S-Bahn in Deutschland mit eigenen Spuren, Haltestellen etc.) reicht längst nicht für das hohe Verkehrsaufkommen aus.

Außerdem besteht ein inoffizieller Wettstreit zwischen Medellin, die eine Metro haben, und Bogota - ähnlich wie zwischen Köln und Düsseldorf :-)… und so gewann der neue Bürgermeister Bogotas auch die Wahl, weil er sich für eine Metro einsetzen möchte.

Heute schlägt ein Journalist des “El Tiempo”, eine interessante Variante vor: den Aerobus - eine elektrische Schwebebahn. Diese soll wesentlich kostengünstiger sein als eine Metro, weit aus umweltschonender, mehr Passagiere transportieren können und zudem nimmt sie keinen Platz auf der Straße weg, der eigentlich sowieso nicht vorhanden ist, um noch Metroschienen zu bauen.

Hier ein paar Fakten:
Der Aerobus
* transportiert bis zu 40.000 Passagiere in der Stunde
* fährt bis zu 100 km/h
* kann bis zu 50 m über der Straße fahren
* kostet nur 20 Mio. USD pro Meile (im Vergleich U-Bahn 300 Mio. USD)

Wir sind gespannt, ob das wirklich eine Möglichkeit für Bogota ist - auf jeden Fall wären wir Medllin dann einen Schritt voraus :-)
Oder was meint Ihr? Seid Ihr für eine Metro, das Ausbauen des Transmilenio-Systems oder wie kann man das Verkehrschaos und die Luftverschmutzung in Bogota sonst lösen?

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Eurocine

Heute beginnt in Kolumbien zum 14. Mal das Festival Eurocine. Das “Wanderkino” beginnt in Bogota und wird bis zum 11. Mai in 5 Städten Kolumbiens - Medellin, Cali, Manizales und Barranquilla - Filme aus 13 europäischen Ländern zeigen.

Gezeigt werden hauptsächlich alternative Filme in kleinen, gemütlichen Kinos.

Nach Frankreich, hat Deutschland die meisten Filme im Programm des Eurocine: 5 an der Zahl, darunter “Requiem” und “Die Austernprinzessin”.

Hier könnt Ihr das Programm für alle Städte sehen.

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San Andres wieder ein Grenzproblem Kolumbiens?

San Andres InselMitte März 2008 erklärte der nicaraguanische Präsident Daniel Ortega, 200 nautischen Meilen als spezielle ökonomische Fischfangzone für sein Land. Damit wird der gewöhnliche Meridian 82, die Meergrenzzone die seit 1928 im Vertrag Esguerra-Barcenas zwischen Nicaragua und Kolumbien vereinbart wurde überschritten.

Überdies hatte sich in Dezember 2007 der Internationale Gerichtshof in Den Haag zum ersten Mal angesichts den Antrag von Nicaragua geäußert, sechs Jahre nach dem Nicaragua die Souveränität über die Inseln von San Andres, Old Providence und Santa Catalina im Jahr 2001 bei ihm verlangte und damit den Vertrag von 1928 für nichtig erklärte. Der Internationale Gerichtshof erklärte sich zuständig in diesem Fall, bestätigte die Gültigkeit des Vertrages von 1928 im Sinne der kolumbianischen Souveränität über den Archipel, lehnte aber den 82en Meridian als Meeresgrenze ab, ohne sich endgültig über die ökonomische Meeresgrenzzone zwischen beiden Ländern zu äußern.
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Paz sin fronteras - Frieden ohne Grenzen

Paz sin fronterasMusik und eine Flaggen einen Kolumbien, Venezuela und Ecuador

Nach der Achterbahnfahrt, die Kolumbien mit seinen Nachbarländern Ecuador und Venezuela in den letzten zwei Wochen erlebt hat, gab es gestern ein riesiges Zeichen des Friedens.

Während Venezuela vor einer Woche die Grenzen zu Kolumbien schloss und Ecuador seiner Wut über die Grenzverletzung des kolumbianischen Militärs Luft machte, kam dem Musiker Juanes eine Idee, wie er auf seine Art die Menschen einen kann. Musik kennt keine Grenzen und so verkündete der kolumbianische Künstler seinen Willen, ein Friedenskonzert zu organisieren.

Und gestern war es dann soweit: 90.000 Menschen unter einer symbolträchtigen Bühne – die Brücke Simon Bolivar, die Kolumbien und Venezuela bei Cucuta miteinander verbindet. „EINE Flagge … für eine bessere Welt“ singt Juanes in „Bandera de Manos“ – genau das sah man neben den weiss-gekleideten Kolumbianern und Venezolanern – die Flagge mit den Farben aller 3 Länder.

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Paz sin fronteras - sei live beim Konzert dabei!

HIER oder HIER gehts zum Konzert - LIVE!!!!!

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Gedenken an Gewaltopfer Kolumbiens

demo_small.jpgUnter dem Motto „Für die Verschwundenen, für die Vertriebenen, für die Ermordeten und für die Entführten“ fanden heute, in 20 kolumbianischen und weiteren 60 Städten weltweit, Demonstrationen zum Gedenken an die Opfer des Paramilitarismus und der Gewalt in Kolumbien statt. Allein in der Haupstadt Bogota gingen mehrere zehntausend Menschen auf die Strasse. Darunter auch die kürzlich von der Farc freigelassenen Luis Eladio Pérez, Gloria Polanco y Orlando Beltrán sowie Gustavo Moncayo (Friedensläufer) Insgesamt gingen in Kolumbien über 1 Millionen Menschen auf die Straße, um ihr Empfinden über den jahrelangen Konflikt laut auszurufen.

Das kolumbianische Volk hat heute einmal wieder (nach der Riesen-Demo im Februar) deutlich gezeigt, dass es die Gewalt und die leider immer noch anhaltenden Verletzungen der Menschenrechte durch ALLE bewaffneten Akteure entschieden ablehnt und dass sich der öffentliche Protest gegen die Gewaltakteure mehr und mehr formiert.

Leider blieben die Märsche gegen Gewalt und in Gedenken an alle Gewaltopfer in Kolumbien nicht gewaltfrei.

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