Vor einer Weile hatten wir bereits berichtet, dass google Maps nun die Kolumbien Landkarte im Detail anzeigt. In den meisten Großstädten können dank der Straßenbeschriftungen auch Adressen gut gefunden werden. Allerdings ist es recht umständlich eine konkrete Adresse zu finden.
Abhilfe leistet nun mapas.com.co, auf der Webseite könnt ihr eine Stadt auswählen und die gesuchte Adresse angeben. Der Anbieter zoomt dann automatisch an die richtige Stelle, sehr praktisch das ganze, solltet ihr euch bookmarken.
Hier ein Überblick über die Nachrichten und ein Update aus der Blogosphäre:
Bau des größten Turms Lateinamerikas startet in Sabaneta
Sabaneta liegt im Norden von Medellin, direkt oberhalb des Ortskerns wird derzeit kräftig gebaut. Vor kurzem sind zahlreiche Apartmentgebäude fertig gestellt worden, ein neues Einkaufszentrum funktioniert seit zwei Monaten und im Februar beginnen nun die Bauarbeiten für “El Faro”. Es soll der höchste Turm Lateinamerikas werden (obwohl laut Wikipedia derzeit ein noch höherer Turm in Santiago de Chile gebaut wird). Das Gebäude soll 225 Meter hoch werden, eine optische Übersicht gibt es in diesem Diskussionsforum, Henry Madrid von der die Arbeiten durchführenden Monarca Gruppe gibt hier Details:
Unbekannte verschenken Geld in Villavicencio (Llanos)
Davon träumt so mancher. Derzeit werden die Einwohner in den armen Stadtteilen von Villavicencio von Unbekannten beschenkt. Laut den Aussagen kommen die Spender in grauen und roten Jeeps angefahren und verteilen Summen von 300.000 Pesos bis zu 2 Mio Pesos (100 bis 650 Euro). Nach Aussagen der Beschenkten handelt es sich nicht um Falschgeld. Der Polizei haben sie bislang keinen Schein übergeben, wohl aus Angst, ihn nicht mehr zurückzubekommen. El Pais hat die ganze Story (spanisch).
Nachtrag: mittlerweile hat spiegel.de die Story aufgegriffen…
Die Nahrungssicherheit der dezimierten indianischen Völker und der Kleinbauern Kolumbiens werden von der Regierung ignoriert. Sie hat die Freisetzung von genetisch verändertem Mais in vier Departamenten des Landes genehmigt, obwohl das Umweltministerium das Genehmigungsverfahren für unzureichend erklärte. Weder die ökologischen noch die sozioökonomischen Aspekte, die im Cartagena Protokoll für biologische Sicherheit (auch von Kolumbien ratifiziert) geregelt werden, waren berücksichtigt.
Die Indianische Völker wie die Zenu (etwa 5.360 Familien), die sich als „Kinder vom Mais“ verstehen und im „Resguardo San Andres de Sotavento“ im nordwesten Kolumbiens leben, haben vor zwei Jahren ihr Land frei von genetisch verändertem Organismen erklärt. Aber die genehmigte Freisetzung von drei in Labors entwickelten Maissorten der Grosskonzernen Monsanto und Dupont werden auch gerade in der Nähe dieser indianischen Gebieten angebaut. Continue reading ‘Nahrungssicherheit indianischer Völker in Gefahr’
Für alle unter euch, die vorhaben Kolumbien auf eigene Faust zu bereisen: Bitte nimmt diesen einen Ratschlag mit auf den Weg: Nimmt bei Nachtfahrten auf alle Fälle einen Schlafsack oder eine dicke Decke mit in den Bus…
Mit Philipp ging es letztes Wochenende an die Karibik nach Cartagena. Weil wir vermeintlich wussten, worauf wir uns einließen nahmen wir auch brav lange Hosen und dicke Fleecejacken mit. Aber die Nachtbusse Medellin - Cartagena brachen bislang alle Rekorde, trotz Fleece froren wir die ganze Nacht und zogen uns beide eine Erkältung zu. Also macht es besser und nimmt euch direkt Schlafsäcke mit in den Bus (und gibt sie auf keinen Fall mit dem Hauptgepäck ab).
Übirgens: Bislang kann mir kein Kolumbianer eine Antwort darauf geben, warum die Busse so dermaßen unterkühlt sind, jeden Passagier nervt es, aber keiner regt sich auf. Wisst ihr warum die Temperaturen so niedrig sind?
Gestern Abend war ich zu einer hochinteressanten Veranstaltung der kolumbianischen Regierung eingeladen. Die Institution “Accion Social”, ein direkt dem kolumbianischen Präsidenten untergeordnetes Organ, das sich um die soziale Entwicklung und internationale Kooperation kümmert, stellte ein neues Projekt vor.
Die kolumbianische Tageszeitung El Tiempo hat einen genauen Plan des Köhler-Besuchs in Kolumbien veröffentlicht.
Montag 12.03.07
- Ankunft am Abend am Flughafen El Dorodo in Bogota
- Empfang mit militärischen Ehren und mit dem kolumbianischen Außenminister Fernando Araujo
Dienstag 13.03.07
- Treffen mit dem kolumbianischen Präsidenten Alvaro Uribe im Regierungspalast Casa de Nariño
- Empfang durch den Bürgermeister von Bogota und Übergabe des Goldenen Schlüssels der Stadt
- Mittagessen mit deutschen und kolumbianischen Unternehmern, Gesprächsthema “Soziale Verantwortung von Unternehmen”
- Besuch des kolumbianischen Kongresses und Rede vor dem Plenum
- Besuch des Obersten Gerichtshof und Gespräche mit den Richtern
- Besuch der Alstadt Bogotas
- Besuch des Fernando Botero Museums
- Abendessen auf Einladung des kolumbianischen Präsidenten Uribe
Einer der kolumbianischen Nationalhelden wird heute 80 Jahre alt. Zu seinem Geburtstag sind heute daher alle Augen auf Gabo - so wird er in Kolumbien liebevoll genannt - gerichtet. Anlässlich seines Geburtstages kündigte die kolumbianische Regierung an sein Geburtshaus wieder aufzubauen und ein Museum einzurichten. Kultusministerin Elvira Cuervo de Jaramillo stellt dazu 500.000 USD aus ihrem Haushalt zur Verfügung.
Gabo selbst war zu seinem Geburtstag nicht auf den Feierlichkeiten, es wird vermutet, dass er seinen Geburtstag gemeinsam mit Freund Fidel Castro in Kuba verbracht hat.
Eine Übersicht über sein Leben und seine Werke gibt es bei Wikipedia.
Der Tayrona-Nationalpark bei Santa Marta an der kolumbianischen Karibikküste wird von uns hier, die in Kolumbien leben, immer zu den schönsten Plätzen des Kontinents gezählt. Seine Flora und Fauna, seine spektakulären Palmenstrände, die riesigen, verstreut liegenden Steine, kleine Traumbuchten mit ruhigem Meer wechseln mit wilden Straenden und hohem Wellengang ab und dicht dahinter dich sich auf fast 6.000 m erhebende Sierra Nevada de Santa Marta - das höchste Küstengebirge der Welt - sind wirklich phantastisch. Nun hat die englische Tageszeitung The Guardian, genauer gesagt einer Ihrer Redakteure, die Strände des Tayrona-Nationalpark zu den zweitschönsten der Welt gewählt.
Die größte kolumbianische Küstenstadt steht einmal im Jahr im Zentrum der Aufmerksamkeit. Barranquilla ist die Hauptstadt des kolumbianischen Karnevals. Gefeiert wird wie in Deutschland auch von Samstag bis Dienstag vor dem Aschermittwoch. Allerdings finden die meisten Aktivitäten am Wochenende statt mit den größten Umzügen.
Damit sind die Gemeinsamkeiten mit dem deutschen Karneval aber auch schon fast aufgezählt, hier ein paar wesentliche Unterschiede: Continue reading ‘Karneval in Barranquilla’
In einem Artikel der LA Times geht es um die Zukunft von Cartagena und was die US-Amerikaner damit zu tun haben. Es ist schon erstaunlich, wie viele us-amerikanische Hotelketten sich in letzter Zeit in Cartagena niederlassen. Aber nicht nur das, es wird auch gerne als Alternative für Miami für Rentner gesehen. Die Infrastruktur ist sehr gut, es gibt hevorragende Apartments in einer der schönsten Städte der Karibik: Cartagena. Und besonders vorteilhaft: das Leben ist (noch) sehr preiswert. Alles gute Gründe, warum das Ausland (und vor allem das nordamerikanische) derzeit heftig in Cartagena investieren. Alleine 60 Apartmentblocks werden derzeit in Boquilla, einer Strandzone in unmittelbarer Nähe zur Altstadt gebaut. Der Ort ist wohl jetzt schon der Ort mit den höchsten Hochhäusern im Land und hat sein ursprünliches Erscheinungsbild komplett verloren. Da muss man sich wohl auch um den Strand keine Sorgen machen, der derzeit alles andere als schön ist, man kann ja nachhelfen…
Und was sagt die Regierung dazu?
Ausländische Investitionen ist das, was das Land benötigt und auch Tourismus ist ein wachsendes Geschäft (alleine letztes Jahr 12% Wachstum). Zum Glück hat man die Zeichen der Zeit erkannt und setzt vor allem auf Playa y Sol (Strand&Sonnen) Kundschaft aus dem Ausland. Oder ist die Denke doch ein wenig kurzfristig?
Immer wieder sind wir auf der Suche nach aktuellen Nachrichten in Kolumbien gewesen. Kaum ein anderes Land weckt so viel Interesse, leider gibt es kaum ein Informationsangebot auf deutscher Sprache. Dieser Blog soll Abhilfe leisten mit aktuellen Nachrichten aus Kolumbien.
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Martin am 31. August 2008: Eddi, habe ich auch gelesen. So, wenn die Schreiber solcher Artikel ueber Kolumbien vermitteln soll, was kann da wohl fuer ein Schrott dabei herauskommen. Und das nach soviel Berichterstattung in deutschen Medien.... Eddi am 31. August 2008: Heuet bei Spiegel Online: “Journalist” Bernd Musa kann Paramilitärs nicht von Guerilla unterscheiden: “Die Vereinten Nationen, Amnesty International und Human Rights Watch haben die kriminellen Taten der... Saulo am 29. August 2008: Hallo an alle, gespannt habe ich eure Kommentare gelesen, bevor ich mich selbst zum Film äußere. Vorab eine Anekdote, ich habe mir den Film zwei (!) mal in Frankfurt in der deutschen Fassung angesehen. Es hiess beim... CARLO am 29. August 2008: @ man man man: ich weiß nun nicht, auf was für einem hohen Roß du sitzt, um zu meinen, die Leute hier im Blog in solch einer total unqualifiziert frechen Art und Weise zu kritisieren, belehren und maßregeln zu... bjoern wellna am 28. August 2008: hallo andre, ich lebe seit etwa drei jahren in kolumbien region medellin ! dein stellenangebot finde ich intereressant. ich bin 43jahre jung, habe drei fincas u.a.mit kaffee, bin verheiratet mit einer wunderbaren... Novarelo am 28. August 2008: Muss ich auch noch mal loswerden hier: Ich fand den Film ja wie gesagt, sehr spannend und konnte mich sehr gut mit diesem Thema indentifizieren - immer wenn man meint ein Land wie unseres zu verstehen, liegt man am... Novarelo am 28. August 2008: @man man man mag sein, dass wir hier zwanghaft sind und ein bisschen besserwisserisch, wenn das so ist passt du auf jeden Fall sehr gut rein. Auf sinnfreies Genöle kann ich allerdings gut verzichten. Geh einen Trinken... Eddi am 28. August 2008: So so, die freie Meinungsäußerung macht den Blog kaputt? Hinter den zwei Begriffen stecken zwei unterschiedliche Ideologien, wie mit Farc und Paras umgegangen werden soll. Das ist nicht weniger kontrovers als in...