Tag-Archiv für 'Kultur'

Travel Paraiso

Seit ca. 10 Tagen läuft ein neuer kolumbianischen Film in den hiesigen Kinos: Travel Paraiso. Die Verfilmung des Bestsellers von Jorge Franco, das auch auf deutsch erschienen ist:

Reina und Marlon haben die Nase voll vom Elend in Medellín. Mithilfe der zwielichtigen Agentur »Paraíso Travel« wollen sie den amerikanischen Traum, den sueño gringo,verwirklichen und sich im gelobten Land eine gemeinsame Zukunft aufbauen. Doch kaum sind die beiden in New York angelangt, verirrt sich Marlon im Labyrinth der Straßen und wird von der anonymen Großstadt verschluckt. Auf der Suche nach seiner großen Liebe Reina lernt er die Kehrseite des amerikanischen Traums kennen: die illegalen Einwanderer und ihren Balanceakt zwischen Erfolg und Scheitern. Nur die verzweifelte Hoffnung, Reina eines Tages wiederzufinden, bewahrt ihn davor aufzugeben.

Der Film ist gelungen und gibt einen interessanten Eindruck über das Leben in einer Großstadt aus Sicht eines Immigranten, hier der Trailer zum Film:

Kolumbianischer Film bei den Oscars

“La Corona” (Die Krone) wurde in der Kategorie bester Kurz-Dokumentarfilm für die größte Filmauszeichnung der Welt, den Oscar, nominiert.

Der Film von Isabel Vega zeigt das etwas andere Leben der Insassinen des Frauengefängnisses “El Buen Pastor” in Bogota. Hier tragen die Frauen anstatt Uniformen, ihre gewohnte Kleidung, es gibt einen Schönheits-Salon und ein Fitness-Studio.

Wer schon einmal in Kolumbien war, weiss wie bedeutend Schönheit hier ist und dass es der Volkssport Nummer 1 ist, eine Schönheitskönigin zu wählen. So auch im Frauengefängnis von Bogota.

2 Monate lang begleitete das Kamera-Team die Frauen, jeden Tag 4 Stunden. Jedoch wurde der Film auch mit einem traurigen Ereigniss überschattet, denn kurz nach Beendigung der Dreharbeiten wurde die Gewinnerin des Schönheitswettbewerbs ermordet.

Liebe in Zeiten der Cholera – der Film

Vor ein paar Tagen war es soweit: “Liebe in Zeiten der Cholera” hatte seine Welturaufführung beim “Festival do Rio” in Rio de Janeiro. Bis der Film in Deutschland landen wird, müssen wir allerdings noch eine Weile warten, der Start ist für den 18.02.2007 vorgesehen. Wann der Film in Kolumbien in die Kinos kommt ist noch unklar. Es ist eine Verfilmung des gleichnamigen Buches von Gabriel Garcia-Márquez aus dem Jahr 1985. Der Film spielt um die Jahrhundertwende. Florentino Ariza (gespielt von Javier Bardem) ist als junger Mann in Fermina Daza (Giovanna Mezzogiorno) verliebt, eine Liebe die er lange nicht vergessen wird.

Gedreht wurde der Film vor allem in Cartagena in Kolumbien. Nachfolgend der Trailor (auf englisch) und ein kurzer Bericht zu den Dreharbeiten vor Ort.

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Jorge Celedon – Esta vida

“Wie schön ist doch das Leben” wird in den Radios in Kolumbien auf und ab gespielt. Zurecht :-) Besser kann ein Künstler kaum die kolumbianische Lebensfreude gar nicht in ein Lied fassen. Lange Rede kurzer Sinn, hier der Song:

Und hier noch der Liedtext: Continue reading ‘Jorge Celedon – Esta vida’

Fernando Boteros Dicke in Berlin

100_2433.JPGAb dem 25. September stellt der beliebte kolumbianische Künstler Fernando Botero seine “Dicken” im Berliner Lustgarten aus.

Nach New York, Paris und Madrid sollen jetzt auch in Deutschland die Werke des wohl wichtigsten Repräsentanten zeitgenössischer Kunst aus Lateinamerika zu bestaunen sein.

Die Krönung, ein 15 Tonnen schweres rundliches Pferd, dass vor dem Brandenburger Tor stehen soll, sorgt schon jetzt für Aufregung im Bundestag, da einem Künstler einer der spektakulärsten Straßenräume – ohne erkennbare Kriterien – zur Verfügung gestellt wird.

Das eigens für diesen Platz kreierte Pferd stellt tür Botero die Bewegung und den Aufbruch dar und ist deshalb an diesem geschichtsträchtigen Ort perfekt platziert. Hinter seine Skulpturen steckt dennoch keine politische oder soziale Aussage. Die Betrachter sollen sich einfach nur an der Schönheit und der Harmonie der Formen erfreuen.

Fernando Botero hofft, dass auch nach der 2-monatigen Ausstellung einige seiner Werke in Berlin bleiben.

Kolumbien – die vielen Seiten der Leidenschaft

„Colombia es pasión – Kolumbien ist Leidenschaft“. Leidenschaft ist ein Wort mit vielen Gesichtern. Und Geschichten. Ebenso wie es Kolumbien und seine Menschen sind. Leidenschaft umfasst einen weiten Bogen an Gefühlen, von glücklichen bis zu tieftraurigen. Ebenso wie viele Geschichten aus Kolumbien und über seine Menschen. Sie gehen immer unter die Haut.

Wir wollen diesem Spannungsfeld der Leidenschaft nachgehen und zu erklären versuchen, warum die Menschen in Kolumbien so herzlich sind und gleichzeitig dieses Land zu den gewalttätigsten auf Erden gehört.

Liegt es an der kolumbianischen Geschichte, an der Politik, an dem Schicksal der Minderheiten, an den weiten Entfernungen in diesem Lande, an der üpigen und manchmal grausamen Natur, etc…? Kurzum wie Leben und erleben die Menschen in Kolumbien.

Wir wollen Ihre Geschichten erzählen.

Wir wollen aber auch die Geschichten von Kolumbianern erzählen, die an dieses Land und seine Menschen glauben und die mit Leidenschaft und Courage ihre eigene Zukunft und die weiterer Menschen auf die Beine stellen, von Vierteln oder Dörfern, die ihre eigenen Wege aus dem Kreislauf der Gewalt und Armut finden,

Wenn Ihr Kolumbianer mit einer außergewöhnlichen Biografie kennt, Menschen die Zeugen bedeutender Ereignisse waren oder deren Arbeit sich mit Schicksalen von Vertriebenen, Benachteiligten, Hilfeleistungen oder den kreativen Umgang mit kolumbianischen Eigenarten befasst, danke ich Euch, wenn Ihr mir Ihre Kontakdaten zusendet. Ebenso wenn Ihr uns Eure eigene Geschichte erzählen wollt.

Bitte schreibt an: macenly@hotmail.com

oder wählt: Telefon: +57 1 253 06 38

Esto huele mal

“Lügen haben kurze Beine” würde der Kinofilm wohl in Deutschland treffend betitel werden. Der kolumbianische Film, der derzeit durch die Kinos streift, ist eine Komödie und dreht sich um viele Lügen rund um eine 3er Beziehung. Ricardo betrügt seine Frau Elena seit einem Jahr. Immer wieder müssen wichtige Abendessen mit Geschäftspartnern als Lügen herhalten um sich Zeit für eine Affäre zu schaffen. Dummerweise gibt er seiner Frau an, dass er am 07. Februar 2003 mit Argentiniern im Nogal Club verabredet sei, an diesem Abend gibt es jedoch eine Bombenexplosion im Club (dieser Anschlag ist keine Fiktion). Seine Frau – die vom Attentat erfährt bangt um das Leben ihres Mannes. Ricardo muss sich nun etwas einfallen lassen um seine Affäre zu verdecken und ihr glaubhaft zu machen, dass er sich im Club befand und den Anschlag überlebte.

Eine sehr gelungene Komödie, die es nicht nur schafft, dass Publikum zu erheitern, sondern ganz subtil den Zuschauern ihre eigenen Schwächen vorlebt. Die Story basiert übrigens auf einer wahren Geschichte Lüge. Wirklich: sehr empfehlenswert.

Feria de Flores – Blumen soweit das Auge reicht

Einmal jaehrlich feiert Medellin die “Feria de Flores”. Urspruenglich ging es darum, dass die Bauern aus dem Umland festlich die Blumen in die Stadt brachten und zur Schau stellten. Mittlerweile ist aus dieser Parade ein fast zwei Wochen andauerndes Festival geworden. Zahlreiche Konzerte, Ausstellungen und Events finden in allen Stadtteilen Medellins Stadt. Insgesamt 180 Veranstaltungen. Und die Paisas – die Buerger Medellins – sind stolz auf ihr Fest. Direkt in mehrfacher Ausgabe landete das Festprogramm in meinem elektronischen Posteingang.

Der Hoehepunkt ist aber weiterhin die “Blumenparade”, etwa drei Stunden lang werden die Blumen in liebevoll zusammengestellten Gestecken durch die Stadt getragen. Diese Parade war dreifach beeindruckend: zum einen natuerlich die Blumen selbst, dann die Leistung der Traeger, die die Gestecke tragen und zu guter Letzt die Paisas, wie sie die Traeger anfeuern und die Blumen beklatschen. Nachfolgend ein kurzes Video, so dass ihr euch ein Bild machen koennt:

Zur Galerie mit weiteren Fotos der Feria de Flores!

Liste kolumbianischer Filme und Dokumentarfilme

Maria voll der GnadenChristian, ein Teilnehmer einer Kolumbien-Rundreise vom letzten Jahr schrieb mir heute folgendes:

Ich lese regelmäßig eure Berichte und freue mich immer über neue Nachrichten aus Locombia. Bei uns gibt es leider nur wenig Infos. Vielen Dank für euer Engagement!

Vielen Dank! So ein Feedback motiviert ungemein. Die meisten lesen ja leider nur mit und wenige hinterlassen Kommentare…

Habt ihr mal über eine Liste von deutsch- oder englischsprachigem Filmmaterial im Blog nachgedacht? Es gibt da ja leider auch nicht sehr viel über Kolumbien. Ich habe in letzter Zeit ein wenig zusammengesammelt. Teilweise sind die Beiträge sehr teuer, da man diese als Mitschnitt bei den Sendern anfertigen lassen muss. Vielleicht haben ja auch andere Freunde des Blogs daran Interesse und man könnte einen privaten Austausch organisieren (Vielleicht kann Michael ja auch noch was beisteuern). Wenn Du Interesse hast, kann ich Dir ja mal meine Liste zukommen lassen.

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Kolumbianischer Salsa in Bielefeld

La 33Wenn ihr noch einer Aktivität am Wochenende sucht, dann könnte dies hier für euch interessant sein. Die Salsa-Band “La 33″ aus Bogota wird morgen, dem 15.06., um 21 Uhr in der Hechelei auftreten. Der Eintritt an der Abendkasse beträgt 16 Euro.

Der Veranstalter stellt die Gruppe so vor:

Das Salsa- Orchester LA 33 (La Treinta y Tres) wurde 2002 in Bogotá, der Hauptstadt Kolumbiens gegründet und ist aktuell eine der besten und bekanntesten Salsa- Bands Südamerikas. Der Name “LA 33″ ist abgeleitet von dem Namen der Straße (“La Calle 33″), in der sich die Musiker regelmäßig zu Proben und zum Komponieren treffen. Der Erfolg ihres ersten Albums LA 33 übertraf alle Erwartungen, wobei vor allem ihre Version La Pantera Mambo des bekannten Pink Panther Themas große Aufmerksamkeit erregte. Das Geheimnis ihres Erfolges rührt vielleicht aus der Zusammensetzung des Orchesters, dessen Musiker aus vielfältigen Stilrichtungen wie Rock, Funk, Ská, Folklore, Klassik und Jazz stammen. LA 33 kehrt zu den Ursprüngen des Salsa zurück: das Leben auf den Straßen, soziale Desillusion sowie die Süße und der Schmerz der Liebe sind Thema ihrer Musik und Texte, welche einen Einblick in das soziale und kulturelle Leben Bogotás geben. Im April 2006 gewann LA 33 im April 2006 den Preis der besten Live- Performance des 10. Iberoamerikanischen Theater- Festival in Bogotá. Nach sehr erfolgreichen Tourneen in Südamerika können sie nun auch große Erfolge in ganz Europa verbuchen und begeisterten das europäische Publikum im vergangenen Jahr auf ihrer Tournee. Ferner gehört ihr Album LA 33 zu den meist gespielten CDs auf Salsa Partys. Mit der Top Salsa Band LA 33 rückt das Weltnacht Festival wieder in den Mittelpunkt der Salsa Szene Deutschlands. Es ist das einzige Konzert innerhalb von Deutschland und der Beginn ihrer Europa Tournee. Nach dem Konzert wird DJ JuanPa seinen bekannten und begeisternden Salsa- Mix auflegen.