Die vierte Auflage von “Nah dran Kolumbien” ist nun erschienen und für 23,90 EUR bei amazon.de erhältlich.
Mit dem Autor Frank Semper haben wir für einen Leser des Kolumbien-Blogs ein Freiexemplar rausholen können. Unter allen Kommentatoren, die bis zum 10.02. einen Kommentar zu diesem Artikel verfassen, verlosen wir das Buch. Der Gewinner wird an dieser Stelle dann veröffentlicht.
Der Gewinner steht fest, herzlichen Glückwunsch an Armin Jedlitschka!
Endlich ist es soweit. Vorletzte Woche bekam die Avianca ihren ersten A330. Flugkapitaen Tapias hatte die Ehre, das nagelneue Flugzeug direkt von Tolouse nach Bogota zu fliegen. Der Airbus A330 bietet Platz fuer 262 Plaetze in der economy-class und 18 Plaetze in der business-class. Zunaechst
wird die Maschine auf inneramerikanischen Routen nach Lima, Sao Paulo, Buenos Aires und Miami eingesetzt. Nach Erhalt der zweiten Maschine wird dann damit auch Madrid und Barcelona in Spanien angeflogen. Es war ein ganz besonderer Moment fuer die Avianca und das ganze Land als diese erste Maschine vorletzte Woche in einer gelungenen Eroeffnungsfeier dem Publikum vorgestellt wurde. Avianca und Airbus haben die Flottenerneuerung ja bereits Anfang des Jahres mit der Einfuehrung der Modelle A319 und A320 eingeleitet. Bis Ende des Jahres wird die Avianca ueber 2 A319, 4 A320 und 2 A330 verfuegen. Daneben sind ja noch die altbewaehrten 7 B767, 8 B757, 16 MD83, 13 F100 und 8 F50 im Einsatz. Sicherlich ein etwas zu grosser und damit teurer Flottenmix fuer diese mittelgrosse Airlines. Doch die Weichen sind gestellt. Bis 2015 soll die Flotte dann nur noch aus Airbus und Boeing bestehen und zwar voraussichtlich aus folgende Maschintypen: 5 A319, 24 A320, 3 A330 und 7 B787. Langsam aber sicher wird die Avianca zu einer richtigen Qualitaetsairline auf dem Kontinent. Jetzt fehlen nur noch weitere Destinationen in Europa, um den Tourismus von Europa nach Kolumbien weiter anzukurbeln.
Zum wiederholten Male frage ich mich, woher die kolumbianische Presse die Zahlen zum Tourismus bekommt bzw. welcher Experte diese interpretiert. Dies passiert mir fast immer, wenn ich einen Artikel über Tourismuszahlen in der Zeitung lese.
So auch gestern. Im „Nuevo Siglo“ erschien ein Bericht mit dem Titel „A Colombia no llegan mas turistas por la falta de hoteles“ – übersetzt: Die Tourismuszahlen in Kolumbien steigen aufgrund der fehlenden Hotelkapazitäten nicht.
Entweder stimmen also die Auslastungszahlen von knapp 57 % aus 2007 nicht, oder der Schreiber interpretiert zuviel in die Aussage, dass aufgrund der verbesserten Sicherheitslage mehr Touristen kommen und deshalb alte Hotels renoviert und zum Teil neue gebaut werden.
Zum Artikel gefügt ist eine Liste mit neu-erbauten Hotels aus dem Jahr ??? Dies wird nicht angegeben.
Der Tourismus ist lt. dieses Artikels der 3. wichtigste Sektor für Deviseneinkünfte. Wenn dem so ist, sollten dann nicht präzisere Angaben gemacht werden? So heißt es weiter „Um in 2009 das Ziel von 3,5 Millionen internationalen Gäste zu erreichen….“ Hier wird weder eine Prozentzahl des angestrebten Wachstums noch eine Zahl aus dem Vorjahr erwähnt, so dass der Leser keine Relation erhält. Continue reading ‘Tourismus – wie wichtig ist er und in welcher Form?’
Kolumbien ist bekannt für seine zahlreichen und wunderschönen Landschaften. Unter den Gebirgsszenerien zählt die Sierra Nevada del Cocuy unzweifelhaft zu den eindrucksvollsten: Hoch im Nordosten auf dem Übergang der Regierungsbezirke Boyacá und Arauca an der Grenze zu Venezuela gelegen besticht das Gebirgsmassiv, das zur Cordillera Oriental, der östlichen der drei Gebirgsketten der Anden, die sich durch Kolumbien ziehen, gehört, durch weißglänzende Gletscher, See im Nationalpark El Cocuy leuchtend blaue Seen und eine außergewöhnliche Pflanzenwelt. Mehr als 25 Gipfel sind dauerhaft schneebedeckt, die Gletschermasse ist die größte Kolumbiens. Die Vegetation umfasst urwüchsigen Bergwald auf Hochebenen, Andenwald und die baumlose Gebirgstundra, span. páramo, und kann über 700 Arten von Gefäßpflanzen aufweisen. Das entspricht 83 % der Hochgebirgsarten in Kolumbien und ist die vielfältigste Hochgebirgsflora der Welt!
Lepra hielten wir im letzten Jahrhundert für direkt ansteckend. Bis genaue medizinische Erkenntnisse über Lepra im kolumbianischen Hinterland ankommen sollte, musste aber viel Zeit vergehen. Contratación ist geprägt von der Lepra Erkrankung, denn dank ihr mussten die Einwohner lange leiden aber dafür verfügen sie heute über eine einzigartige Geschichte. Die Geschichte von Contratación.
Lepra – der Anfang der Geschichte
Anfang des Jahrhunderts war Lepra eine gefürchtete Krankheit, die Erkrankten wurden aus Unwissenheit aus ihren Gemeinden in ganz Kolumbien gejagt und hatten einen Zufluchtsort in den Anden für sich ausgemacht. Es entstand eine Ansiedlung von ein paar Häusern. 1912 wurde das Dorf offiziell zu einer Gemeinde ernannt: Contratación. Doch mit der offiziellen Anerkennung kam auch ein Unheil in das Dorf. Um das Dorf wurde eine Mauer angelegt und zahlreiche Wachposten installiert. Das Ziel: keiner der Einwohner durfte den Ort verlassen, aus Angst vor Ansteckung.
Cartagena ist eine wunderschoene Stadt mit einer kolonialen Altstadt, die von meterhohen Stadtmauern eingegrenzt ist, welche die Gaeste in eine laengst vergangene Epoche zurueckversetzt mit einer grossen Anzahl Toprestaurants…ein Ort, den man nicht mehr verlassen moechte. Was gibt es schoeneres als die romantischen Naechte Cartagenas in einem ganz speziellen Hotel in der Altstadt zu verbringen. Unsere Empfehlung des Monats ist das Alfiz Hotel, welches erst kuerzlich eroeffnet worden ist und in ganz harmonischer Weise Design und Geschichte kombiniert. 2 Jahre hat die Renovierung des kolonialen Hauses aus dem 17.Jahrhundert gedauert. Es bietet eine etwas andere Atmosphaere an einem exklusiven Ort mit einzigartiger Dekoration und First-Class Service. Neben der kolonialen Altstadt besticht Cartagena auch aufgrund einer Vielzahl von Ausflugsmoeglichkeiten, wie zu den Islas del Rosario, zum Schlammvulkan Totumo oder in die Manglaren der Boquilla.
Wenn man sich von Cali aus Richtung Pazifikküste aufmacht, haben die meisten Reisenden den bekannten Hafen Buenaventura oder eines seiner benachbarten Küstenstädtchen im Sinn. Etwa 30 Minuten vor Buenaventura jedoch liegt ein weit weniger beachteter, dafür aber äußerst reizvoller kleiner Ort: San Cipriano. Um ihn zu finden, muss man einfach auf der Überlandstraße bei Córdoba aussteigen und den Hang hinunterlaufen; dort trifft man auf einen Strang alter Eisenbahnschienen. Denn San Cipriano erreicht man nicht wie die meisten Städte – auf dem Festland – durch eine Straße, nein; stattdessen führt lediglich ein alter Schienenstrang von Córdoba zu dem im grünen Walddickicht versteckten Städtchen. Aber auch ein Zug fährt nicht mehr wirklich häufig, so dass die Einwohner San Ciprianos das Transportwesen selbst in die Hand genommen haben.
Da gibt es nun kleine Gefährte, eigentlich nur Plattformen aus Holz zusammengebastelt mit einer Bank darauf, drei Schienenrädern unten dran sowie einer freien Stelle, die dem Hinterrad eines Motorrads vorbehalten ist. Dieses wird nämlich auf das Holzgefährt gesetzt, so dass das Hinterrad des Motorrads auf der radfreien Stelle der Schiene aufliegt. Nun kann es losgehen… Continue reading ‘San Cipriano – verschlafenes Juwel im Dschungel’
Über einen Kommentar in unserem Forum von “uhc” bin ich auf die Anpassungen des Auswärtigen Amtes gestoßen. Gut in Erinnerung blieb mir der beim alten Text des Auswärtigen Amtes der Satz “Von Reisen über Land raten wir ab”. Selbst Freunde dich mich besuchen wollten, musste ich überzeugen, dass sie bei den allermeisten Strecken ohne Probleme von A nach B reisen können. Besonders geärgert hat mich der Satz auch weil das Botschaftspersonal selbst fleißig “über Land” gereist ist.
Seit etwa zehn Tagen gibt es nun völlig neue Aussagen, die ich nachfolgend an zwei Beispielen zitieren möchte:
Die Sicherheitslage in Kolumbien hat sich in den letzten fünf Jahren erheblich verbessert. Das Sicherheitsniveau in den meisten Metropolen (insbesondere in Bogotá) ist mit dem anderer lateinamerikanischer Großstädte durchaus vergleichbar.
und
Die kolumbianischen Sicherheitsbehörden haben in den vergangenen fünf Jahren enorme logistische und personalintensive Anstrengungen unternommen, um die Sicherheit der Straßenverbindungen zwischen den wichtigsten Städten des Landes zu gewährleisten (insbesondere an den wichtigsten Feiertagen und an den Wochenenden werden die Hauptrouten gesichert). Die Hauptrouten zwischen den wichtigsten Städten des Landes können daher in der Regel befahren werden.
Das Auswärtige Amt macht dazu natürlich noch Einschränkungen, aber das Gesamtbild, dass durch den Eintrag vermittelt wird ist jetzt ein ganz anderes! Und da hier auch Mitarbeiter von der Botschaft mitlesen: Vielen Dank für die Überarbeitung!
Nachtrag:
Der Link hat gefehlt auf die Auswärtige Amt Seite, hier also der passende Link.
Es soll der größte Zoo Südamerika gewesen sein, Escobars Privatzoo “Hacienda Napoli”. Die riesige Finca liegt etwa vier Autostunden von Medellin entfernt und ist mittlerweile größtenteils eine Ruine. Zu Escobars besten Zeiten in den 80er Jahren gab es exotische Tiere wie Giraffen, Elefanten und Nilpferde. Und um diese ehemaligen Bewohner des Zoos geht es im nachfolgenden Film. Sie leben mittlerweile wild und haben sich auf eine Bestand von 16 Tieren vergrößert.
Das Gelände ist nun in Staatsbesitz, zur Zeit wird ein Gefängnis auf dem Gelände errichtet, die im Film gezeigten Dinosaurier sollen mittlerweile wieder restauriert sein.
Sind Sie schon einmal in der Karibik gewesen? Würden Sie etwas gegen die sterbenden Korallen in dieser Region tun?
Im Fall des kolumbianischen Archipels San Andres und Providencia reicht es nicht, dass er im Jahr 2000 von der Unesco zu einem MAB (Man and Biosphere) Reserve erklärt wurde. Das Seaflower Reserve, wie es genannt wird, ist das größte Meerreservat der Welt mit 300.000 qkm (57 qkm davon entsprechen der Landesoberfläche) und stellt heutzutage eine große Herausforderung dar: ein Beispiel nachhaltiger Entwicklung widerzuspiegeln. Continue reading ‘Sterbende Korallen in der Karibik’
Immer wieder sind wir auf der Suche nach aktuellen Nachrichten in Kolumbien gewesen. Kaum ein anderes Land weckt so viel Interesse, leider gibt es kaum ein Informationsangebot auf deutscher Sprache. Dieser Blog soll Abhilfe leisten mit aktuellen Nachrichten aus Kolumbien. -> zum Impressum
Horst G Ludwig am 3. März 2010: Unter gewissen Umstaenden waere ich bereit mitzumachen, vorausgesetzt tiefgehende Analysen in Politik, Wirtschaft und Aktuelles sind erwuenscht. An blauaeugigen Ausrichtungen habe ich kein grosses Interesse und... Don-Pedrinio am 2. März 2010: danke Carlo … und auch wenn und aber… so habe ich sehr gerne mit dir oder andern “gestritten” denn letzendlich blieben einige hilfreiche Erfahrungen, Ergänzungen oder schlicht Erklärungen... CARLO am 2. März 2010: Hallo Don-Pedrinio, auch wenn wir beide hier im blog in der Vergangenheit mitunter total anderer Meinung und gänzlich verschiedener Auffassung waren, so stimme ich dir in diesem Fall voll und ganz zu! Don-Pedrinio am 2. März 2010: oftmals in unserem Leben gehen wir irgendwelchen Interessen nach. Jahre später verlieren wir diese, denn neue Interessen füllen unser tägliches Leben. so muss es wohl auch sein mit dem Gründer dieser WEB... Sylvie am 23. Februar 2010: Hallo Laura! Ich bin gerade in Cali und absolviere gerade mein Chirurgie-tertial.Falls du nach Cali moechtest – schau auf der Seite der Universidad del Valle Cali und such dann nach der Oficina de Asuntos... Hector am 20. Februar 2010: @Michael: Scheinbar ja! Denn leider seit nunmehr ca. 6 Monaten kein einziger Beitrag, der sonst eigentlich doch sehr schreibfreudigen Blog-Autoren, mehr! Michael am 19. Februar 2010: Frage: ist der Kolumbien-blog eingeschlafen? gloria maria am 16. Februar 2010: hola alemanes en mi tierra querida! estoy encantada con esta pagina donde se comparten tantas inquietudes estoy facinada como describen mi tierra todo es correcto ni le aumentan ni le quitan los felicito como...
Letzte Kommentare
Horst G Ludwig am 3. März 2010: Unter gewissen Umstaenden waere ich bereit mitzumachen, vorausgesetzt tiefgehende Analysen in Politik, Wirtschaft und Aktuelles sind erwuenscht. An blauaeugigen Ausrichtungen habe ich kein grosses Interesse und...
Don-Pedrinio am 2. März 2010: danke Carlo … und auch wenn und aber… so habe ich sehr gerne mit dir oder andern “gestritten” denn letzendlich blieben einige hilfreiche Erfahrungen, Ergänzungen oder schlicht Erklärungen...
CARLO am 2. März 2010: Hallo Don-Pedrinio, auch wenn wir beide hier im blog in der Vergangenheit mitunter total anderer Meinung und gänzlich verschiedener Auffassung waren, so stimme ich dir in diesem Fall voll und ganz zu!
Don-Pedrinio am 2. März 2010: oftmals in unserem Leben gehen wir irgendwelchen Interessen nach. Jahre später verlieren wir diese, denn neue Interessen füllen unser tägliches Leben. so muss es wohl auch sein mit dem Gründer dieser WEB...
Sylvie am 23. Februar 2010: Hallo Laura! Ich bin gerade in Cali und absolviere gerade mein Chirurgie-tertial.Falls du nach Cali moechtest – schau auf der Seite der Universidad del Valle Cali und such dann nach der Oficina de Asuntos...
Hector am 20. Februar 2010: @Michael: Scheinbar ja! Denn leider seit nunmehr ca. 6 Monaten kein einziger Beitrag, der sonst eigentlich doch sehr schreibfreudigen Blog-Autoren, mehr!
Michael am 19. Februar 2010: Frage: ist der Kolumbien-blog eingeschlafen?
gloria maria am 16. Februar 2010: hola alemanes en mi tierra querida! estoy encantada con esta pagina donde se comparten tantas inquietudes estoy facinada como describen mi tierra todo es correcto ni le aumentan ni le quitan los felicito como...