Mein Treffpunkt ist um 12 Uhr an der Kreuzung zwischen der Strasse 127 und der Carrera 7. Verabredet bin ich mit allen Mitbürgern, die von 12 bis 14 Uhr ihre Stimme gegen die FARC erheben wollten. Das Besondere an dieser Veranstaltung: Sie wurde nicht von Politikern, Parteien oder irgendwelchen Vereinen organisiert. Der Aufruf dazu kam von einer Gruppe junger Facebook-Nutzer, die ihren Unmut über die Show um die Freilassung Clara Rojas, Consuelo Gonzales und vor allem des kleinen Emmanuel zunächst über eine Sammlung von Stimmen gegen die FARC via Internet äußern wollten. Schnell kam die Erkenntnis, dass sie einen Nerv getroffen hatten und dass die Demonstration gegen die FARC nicht virtuell im Netz bleiben sollte, sondern auf die Straße gehört.
Continue reading ‘No más FARC – das war deutlich!’
Tag-Archiv für 'Clara Rojas'
Es ist bestätigt! Clara Rojas und Consuelo Gonzales wurden von den Helikoptern des Roten Kreuzes abgeholt. Sie sind gesundheitlich soweit unversehrt und werden in den nächsten Stunden in Venezuela ankommen.
Wir halten Euch weiter auf dem Laufenden!
Welche Neuigkeiten!!!!!!! Wir freuen uns riesig und sind gespannt auf die ersten Bilder und Interviews!
Aufnahmen von der Übergabe:
Ist nach wochenlangem Hin und Her endlich die Freilassung von Clara Rojas und Consuelo Gonzales in Sicht?
So eben ist in der Online-Ausgabe der Tageszeitung “El Tiempo” die Verkündung von Hugo Chavez zu lesen, die Koordinaten der beiden Geiseln seien durchgegeben worden. Die beiden Frauen könnten also spätestens morgen vormittag mit Helikoptern abgeholt werden.
Glauben werden das sicher die Meisten erst, wenn wir die Geiseln tatsächlich im Fernsehen oder in der Zeitung sehen. Wir hoffen, dass es dieses Mal keine weitere Zereissprobe für die Angehörigen wird, sondern dass der morgige Tag die Bilder bringt, die sich alle erhoffen!
Ganz Kolumbien blickte heute gespannt nach Santa Marta. Dort gab der beauftragte Arzt eine Presseerklärung ab. Die Ärzte bestätigen, dass es sich bei dem Kind, dass sich derzeit in Bogota befindet, mit höchster Wahrscheinlichkeit (eine 100% Klärung scheint ohne die Mutter nicht möglich) um Emmanuel, dem Sohn von Clara Rojas handelt. Damit ist klar, warum die FARC nicht die drei Geiseln freigelassen hat, wie sie bekundet hatte. Nun werden alle Hoffnungen darauf gesetzt, dass die FARC dennoch die anderen beiden Geiseln freilässt, die sie versprechen freizulassen.
Auf der einen Seite ist es eine gute Nachricht, dass Emmanuel, das sonst als Waisenkind aufgewachsen wäre nun zumindest eine Familie hat, auch wenn die Zukunft der Mutter unsicher ist.
Nun ist es spannend die Reaktion von Chavez und der FARC abzuwarten.
Ich sehe zwei Szenarien für die FARC
a) die FARC wird anzweifeln, dass es sich um das Kind handelt. Und die Zukunft von Clara und Consuelo ist ungewiss. Hätte die FARC, wie angegeben, tatsächlich das Kind, dann würden sie die drei Geiseln, die sie vorgeben zu haben freilassen können um aller Welt ihre Version zu behaupten. Da dies nach den Resultaten aber mehr als unwahrscheinlich erscheint könnte die FARC bei einer Anzweifelung der Ergebnisse und bei Bestätigungen durch neutrale Institute weiter an Glaubwürdigkeit verlieren.
b) die FARC erkennt an, dass Emmanuel gar nicht in ihrer Gewalt war. Der internationale Druck könnte dazu führen, dass die beiden verbleibenden Geiseln freigelassen werden. Allerdings stellt sich die Frage, ob die FARC das wirklich wünscht. Die beiden Geiseln hätten weltweit Gehör und könnten berichten, wie sie in der Geiselhaft behandelt wurden. Alleine ihre Aussage darüber, ob es in den letzten Tagen intensive Gefechte ihrer Guerillagruppe mit der kolumbianischen Armee gab (den Grund, den die FARC für die nicht mögliche Übergabe genannt hat) könnte die FARC in eine prekäre Situation bringen. Sollte ihre Aussagen, jedoch die Aussagen der FARC unterstützen, würde eine Freilassung in ihrem Interesse sein.
Fraglich auch, ob Chavez sich trotz dieser Ergebnisse weiter zur FARC bekennt.
So gut es für Clara Rojas und Consuelo González Mitte Dezember aussah, als die Freilassung kurz bevorstand, desto ungewisser ist jetzt ihre Zukunft. Wie ist eure Meinung, wird es zur Freilassung kommen?
Kaum war Uribes Auftritt beendet meldete sich Chavez wenige Minuten später aus Caracas zu Wort. “Uribe hat die dritte Phase der Freilassung, die Übergabe (mit Dynamit) gesprengt!”, so seine Worte. Er glaube Uribe nicht, die FARC hätten auf ihm (Chavez) einen fähigeren und ehrlicheren Eindruck gemacht als die ganze kolumbianische Regierung. Das wenig vorher die FARC die Übergabe abgebrochen haben vergisst er wissentlich und macht nun Uribe als Lügner zu der Person, die die dritte Phase scheitern lässt. Dass die kolumbianische Regierung die Sicherheitsgarantien erweitert hat und noch daran fest hält, dass sogar die von ihm mit der Koordination vertrauten Personen bis gestern Abend noch bestätigen, dass Kolumbien alle Garantien einhalten würden und sie daher sicher seien, dass die Freilassungen sehr bald statt finden würden, dass lässt Chavez jetzt völlig außer Betracht und läutet Phase zwei der Schlammschlacht ein, nachdem er schon vor zwei Tagen ein Scheitern vorweg genommen hatte, weil die USA und gewisse Kreise in Kolumbien auf Krieg setzen würden.
Mir fehlen die Worte meine Enttäuschung aus zu drücken. Vielleicht auch, weil wir in Kolumbien dieses Spiel der FARC schon lange kennen und zu viele Male erlebt haben. Da ist die Resignation und Sprachlosigkeit schnell da, was gut für die FARC ist. Schlimm finde ich, dass meiner Meinung nach Chavez sich hier auf den Rücken dieser menschlichen Schicksale als machtpolitischer Zyniker entlarvt und sein Gespräch von Gestern schnell vergisst. Seit zwei Tagen war zu erkennen, dass er ein Scheitern sucht und schon einmal die Schuldigen benannte.
In den letzten Minuten haben sich die Ereignisse überschlagen. In Caracas verlas Chavez ein Schreiben der FARC, in dem die FARC ankündigte, dass die Freilassung derzeit nicht möglich ist. Die FARC macht zwei Gründe dafür verantwortlich:
- das Wetter ließ die Freilassung nicht zu (Korrektur: das stand nicht im neuen Schreiben, wurde aber zuvor genannt)
- die kolumbianische Armee hat die Kampfhandlungen im Gebiet der Geiseln intensiviert, dies macht eine Freilassung nicht möglich
Fast zeitgleich gibt Alvaro Uribe eine Pressekonferenz:
Ich habe Alvaro noch nie so aufgeregt gesehen wie in diesem Augenblick. Er schreit förmlich in das Mikrofon. Seine Themen: Continue reading ‘Freilassungen vor dem Abbruch?’
Für alle, die aus erster Hand informiert werden möchte, bietet sich der Life-Stream an, einem Nachrichtensender mit Sitz in Caracas (weitere Infos zu Telesur).
Update 27.12.2007 Ganz Kolumbien blickt gespannt auf Villavicencio. Es ist noch unsicher, ob die Freilassung der Geiseln noch heute klappt wie gestern verkündet. Bislang sind keine venezolanischen Flugzeuge/Hubschrauber über die Grenze nach Kolumbien geflogen. Die Angehörigen der drei Geiseln reisen in wenigen Stunden nach Caracas, so dass sie für das evtl. Eintreffen heute Abend in Caracas anwesend sind. Die Vertreter der vermittelnden Staaten Argentinien und Brasilien meinen, dass die Operation erst morgen statt finden würde. Sobald es Neuigkeiten gibt werden wir an dieser Stelle darüber berichten.
Update 28.12.2007 Gestern gab es keine weiteren Neuigkeiten bis auf die Tatsache, dass die kolumbianische Regierung zur Bedingung macht, dass die Operation bis Sonntag Abend abgeschlossen ist. Nach neuesten Informationen sollen die Hubschrauber und Flugzeuge der venezolanischen Armee um 15 Uhr Ortszeit vom venezolanischen Flughafen Santo Domingo abfliegen nach Villa Vicencio. Die Angehoerigen der Familien sind mittlerweile in Caracas eingetroffen, die internationalen Beobachten, darunter Argentiniens ehemaliger Praesident Nestor Kirchner werden mit einem Flugzeug nach Villa Vicencio gebracht. Auch ist heute bekannt geworden, dass Oliver Stone in Venezuele eingetroffen ist mit dem Ziel ein Film ueber die Freilassung zu drehen. Soeben hat das Rote Kreuz gesagt, dass es auch heute nicht zur Freilassung kommen wuerde. Allerdings sollen die venezolanischen Maschinen dennoch heute in Villavicencio eintreffen.
Update 29.12.2007 Leider gibt es so gut wie keine Nachrichten gab es heute. Chavez liess verkuenden, dass die Freilassung nun erst morgen oder uebermorgen stattfinden wird. An diese Abkuendigungen muessen wir uns gewoehnen, zuerst wurde von einer Freilassung vor Heiligabend gesprochen. Am Nachmittag sind die internationalen Beobachter in Villavicencio eingetroffen, auch an Board war Piedad Cordoba. Nun heisst es weiter abwarten… Dennoch wird von niemanden gezweifelt, dass es zur Freilassung kommen wird, zu gross ist der Druck auf Chavez und auf die FARC ihr Wort zu halten.
Update 30.12.2007 Auch heute keine News. Als wenn es darum ging die Hundertschaften von Journalisten wenigstens eine Kleinigkeit Neues zu geben, flogen heute zwei weitere Hubschrauber in Villavicencio ein. Alles deutet daraufhin, dass es auch heute nicht zur Freilassung kommen wird.
Update 31.12.2007 Heute morgen ist um eta 8 Uhr der venezolanische Außenminister in Villavicencio gelandet. Auch mit im Flugzeug: die Frau eines ehemaligen Gouverneurs, der auch in den Händen der FARC ist. Derzeit gibt es aber keine offiziellen Auskünfte zum Besuch, so dass weiter nur spekuliert werden kann… Soeben hat der kolumbianische Präsident angekündigt nach Villavicencio zu reisen um der internationalen Delegation persönlich zu sprechen.
Die Presseagentur “Prensa Latina” berichtet heute mittag, die Farc habe die Freilassung von Clara Rojas (Assistentin von Ingrid Betancourt), ihres Sohnes Emanuel und Consuelo Gonzalez de Perdomo bekanntgegeben.
Was genau bedeutet das? Sind die 3 bereits freigelassen worden, haben die Farc vor sie freizulassen und wenn – wann? Radio W spricht davon, dass die Freilassung von der Farc angeordnet wurde.
Eine Bedingung ist, dass die Geiseln an den venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez übergeben werden.
Weiterhin nannte die Farc den Vorschlag Uribes (“Begegnungsstätte”)l überstürzt, jedoch lehnte sie die entwaffnete Zone nicht ab.
Ist dies ein Zeichen der Farc, dass sie doch bereit sind zu verhandeln? Aber nicht mit dem kolumbianischen Staat?! …. sondern über Vermittler? Warum sollte die Farc Clara, Emanuel und Consuelo freilassen? Welche Taktik steckt dahinter?
Als ich das erste Mal in der Zeitung von Gustavo Moncayo lese, muss ich an den Film Forest Gump denken. Eine bewegende Geschichte über einen Mann der läuft und läuft und läuft.
Vor zwei Wochen verließ Gustavo seinen Heimatort Sandoná in Nariño (departamento im Südwesten Kolumbiens) mit dem 800 Kilometer weit entfernten Ziel Bogotá.
Sein Beweggrund für diese abenteuerliche Reise zu Fuß ist sein Sohn, der seit 10 Jahren von der Farc gefangen gehalten wird. Im Dezember 1997 wird eine Kommunikationsstation des Militärs in Nariño von der Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia attakiert. 10 Soladaten sterben, 4 werden verletzt und 18 junge Männer entführt. Darunter auch Pablo Moncayo. 2001 werden 16 Geiseln dieser Gruppe auf Grund eines Abkommens zwischen dem Staat und der Farc im Austausch für 14 inhaftierte kranke Guerilleros freigelassen. Pablo ist nicht dabei. Er ist somit einer der am längsten gefangen gehaltenen Geiseln der Farc. Continue reading ‘Gustavo Moncayo – Befreit Laufen?’
Im Fall Ingrid Betancourt gibt es weitere Neuigkeiten. Bereits letzte Woche berichteten wir, dass die Regierung Kolumbiens in den nächsten Wochen zahlreiche Guerilleros freilassen wollte. Die Aktion konkretisiert sich nun. Der Vorstoss kam von Alvaro Uribe überraschend. Er begründete ihn damit, dass ein Gefangenenaustausch nicht möglich sei (da er sich niemals auf die von der FARC geforderte entmilitarisierte Zone einlassen würde) und dies ein Zeichen des guten Willens sei in der Hoffnung die FARC würde dem Beispiel folgen.
Nun gibt es Anzeichen, dass durch den neuen französischen Präsidenten Sarkozy weiter Bewegung in den Fall gekommen ist. Continue reading ‘Ingrid Betancourt: startet ein Gefangenenaustausch?’


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taotao am 19. März 2013: If you are searching for Jimmy Choo sandals gold that are cost-effective and will not harm your wallet, then searching online is the best way to go.
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Rosita Welcker am 5. November 2012: Ich glaube must Avianca eine gute verwindung von alle nach Frankfurt und nach Madrid i habe in den zeit keine gute verwindung und kann ich nicht mit Avianca fliegen können weil jezt must man zählen nach...
Florentina am 5. Oktober 2012: I quite like reading a post that will make men and women think. Also, thank you for allowing for me to comment!
Don am 21. Juni 2012: Hallo Anyi Du hast vollkommen Recht mit der Erfahrung das Kolumbien im Aufbruch ist. Habe während verschiedener Kolumbienreisen in den vergangenen 3 Jahren sehr viel positive Erfahrungen diesbezüglich mit jungen und z.T. sehr...