Vorgestern ist ein Video aufgetaucht in dem der FARC Kommandant “Mono Jojoy” erklärt, dass die Guerilla die 2006 Präsidentschaftskampange von Rafael Correo finanziell unterstüzt hat.
Kolumbien hat dieses Video nun an die Organisation Amerikanischer Staaten und an Interpol weitergereicht. Beide Organisationen wollen nun den Fall weiter verfolgen!
Correa kommt durch das Video politisch unter Druck. Die ecuadorianische Opposition fordert seinen Rücktritt. Er selbst sieht sich als Opfer einer Kampagne, die die “fortschrittlichen Regierungen Lateinamerika” diskreditieren möchte.
Wird Correa dem politischen Druck stand halten können? Hat die kolumbianische Regierung Recht behalten, als sie dem ecuadorianischem Präsidenten vorwarf die FARC nicht konsequent genug zu verfolgen?
Zur Zeit überreicht der Generalsekretär des Interpol die Ergebnisse der Untersuchung der Computer, die Besitzt des gefallenen FARC-Führer Raul Reyes gewesen sein sollen. Nach einer längeren Erklärung, wie es dazu kam, dass Interpol den Auftrag zur Analyse der Geräte übernommen habe und wie sicher gestellt wurde, dass die Interpol-Prüfer die Inhalte der Dokumente nicht bewerten konnten und daher auch nicht beeinflussen werden würden, erklärte er, dass die einzige Aufgabe der Interpol darin bestanden habe, fest zu stellen, ob die Computer manipuliert wurden. Diese Manipulation könnte durch nachträgliche Entfernung oder Hinzufügung (nach dem 01.03.08) von Dokumente oder Veränderung der Dokumente gegeben sein. Es war nicht Aufgabe des Interpol den Inhalt der Dokumente zu bewerten.
Das Ergebnis der Untersuchung stellt fest, dass der Inhalt der Speicher nicht manipuliert wurde. Einzige Manipulation am Computer fand statt, als die kolumbianischen Behörden den Inhalt der Computer herunter luden.
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Musik und eine Flaggen einen Kolumbien, Venezuela und Ecuador
Nach der Achterbahnfahrt, die Kolumbien mit seinen Nachbarländern Ecuador und Venezuela in den letzten zwei Wochen erlebt hat, gab es gestern ein riesiges Zeichen des Friedens.
Während Venezuela vor einer Woche die Grenzen zu Kolumbien schloss und Ecuador seiner Wut über die Grenzverletzung des kolumbianischen Militärs Luft machte, kam dem Musiker Juanes eine Idee, wie er auf seine Art die Menschen einen kann. Musik kennt keine Grenzen und so verkündete der kolumbianische Künstler seinen Willen, ein Friedenskonzert zu organisieren.
Und gestern war es dann soweit: 90.000 Menschen unter einer symbolträchtigen Bühne – die Brücke Simon Bolivar, die Kolumbien und Venezuela bei Cucuta miteinander verbindet. „EINE Flagge … für eine bessere Welt“ singt Juanes in „Bandera de Manos“ – genau das sah man neben den weiss-gekleideten Kolumbianern und Venezolanern – die Flagge mit den Farben aller 3 Länder.
Continue reading ‘Paz sin fronteras – Frieden ohne Grenzen’
Während die diplomatischen Verhandlungen zwischen Kolumbien, Ecuador und auch Venezuela (bezüglich der Grenzverletzungen Kolumbiens) weiterlaufen, hat sich der vierfache MTV Music Awards Gewinner Juanes zu Wort gemeldet.
Der kolumbianische Musiker, der sich auch in der Vergangenheit vorbildlich für sein Land einsetzte, will an der Grenze zu beiden Ländern – Ecuador und Venezuela – ein Konzert geben. Er möchte damit die angespannte Situation etwas lockern und die Meinung der Grenzbewohner und der Meisten Kolumbianer, Ecuadorianer und Venezolaner hervorheben: Wir sind alle gleich – für uns gibt es keine Grenzen.
Zu diesem Benefizevent wird Juanes auch weitere Musiker-Freunde einladen. Wir warten gespannt auf ein Datum und sind dann live dabei!
HIER gehts zum Konzert – LIVE!!!!!
Bei der von Ecuador einberufenen Botschafter Versammlung der OAS -Organisation Amerikanischer Staaten- kam es gestern zu keiner Verurteilung Kolumbiens wegen der Grenzverletzung Ecuadors bei dem Angriff auf das Lager der FARC, bei dem Raul Reyes und weitere 20 Menschen um´s Leben kamen.
Nach Anhörung beider Seiten, konnten die Teilnehmer keine Einigung darüber erzielen, ob die Grenzverletzung Kolumbiens verständlich oder verwerflich sei. Ecuador selbst zog den Antrag der Verwerflichkeit zurück, besteht nun auf eine Erklärung in der die Verletzung der Grenze festgehalten wird und das die staatlichen Grenzen unangreifbar sind. Kolumbien ist mit dieser Erklärung einverstanden, ebenso mit der Benennung einer Abordnung, die angeführt durch den General Sekreter der OAS, vor Ort eine Untersuchung der Ereignisse und Hintergründe führt.
Zu einer Abschlusserklärung kam es aber bisher nicht, da der Artikel in dem die Untersuchung beschlossen wird, die Formulierung enthält, “Verletzung der Hoheit Ecuadors”. Kolumbien wehrt sich gegen diese Formulierung, da sie suggeriert, dass Kolumbiens Angriff Ecuador und nicht der FARC galt.
Continue reading ‘Ecuador zieht Verurteilung Kolumbiens zurück’
Die Botschafter der Organisation Amerikanischer Staaten -OAS- trafen sich heute Nachmittag zu einer Sondersitzung um über den Übergriff kolumbianischer Truppen auf ecuadorianisches Staatsgebiet zu befinden. Dabei geht es nicht um die Frage um Kolumbien Ecuadors Staatsgebiet verletzt hat oder nicht, da Kolumbien dies bestätigt und sich mehrere Male bei der Regierung Correas entschuldigt hat. Es geht vielmehr darum, ob Kolumbiens Übergriff unrechtmäßig aber verständlich oder unrechtmäßig und verwerflich war.
Continue reading ‘Der Kriegsdrohung folgt die diplomatische Schlacht’
Wie vor einigem Minuten durch den kolumbianischen Verteidigungsminister bestätigt, fiel Luis Edgar Davia Silva, alias “Raul Reyes” bei einem Gefecht zwischen FARC-Einheiten und kolumbianischen Streitkräften im Grenzgebiet zu Ecuador. Raul Reyes gilt als zweiter Mann der Organisation und war für die Öffentlichkeit das vielleicht bekannteste Gesicht der FARC. Mit ihm starben weitere 18 Menschen, die zu seinem Sicherheitsring gehörten.
Reyes Tod kann als ein schwerer Schlag für die FARC gesehen werden und so warten wir jetzt gespannt auf die Reaktionen der Guerilla und des venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez. Reyes ist einer der politischen Köpfe der FARC gewesen. Daher war er der Verhandlungsführer der FARC während der später gescheiterten Friedensgespräche mit der Regierung des Uribe Vorgängers Pastrana. In dieser Funktion besuchte er auch Europa und galt seit dem als die Person für die politische Öffentlichkeitsarbeit der FARC. Er galt als Hardliner und Vertreter der Linie keine Verhandlungen mit Uribe zu führen. Er dürfte auch für Venezuelas Präsidenten Hugo Chavez die wichtigste Ansprechperson gewesen sein.
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Deponie am 25. April 2013: Finde es wichtig, dass auch Entwicklungsländer Unterstützung bei dem Aufbau von Deponien bekommt. Jedoch müssen wir auch bei uns schauen, dass nicht illegal tonnenweise Müll in solche Länder verschifft wird. Wie es z.B....
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