Tag-Archiv für 'Soziales'

Nahrungssicherheit indianischer Völker in Gefahr

Kinder vom MaisDie Nahrungssicherheit der dezimierten indianischen Völker und der Kleinbauern Kolumbiens werden von der Regierung ignoriert. Sie hat die Freisetzung von genetisch verändertem Mais in vier Departamenten des Landes genehmigt, obwohl das Umweltministerium das Genehmigungsverfahren für unzureichend erklärte. Weder die ökologischen noch die sozioökonomischen Aspekte, die im Cartagena Protokoll für biologische Sicherheit (auch von Kolumbien ratifiziert) geregelt werden, waren berücksichtigt.

Die Indianische Völker wie die Zenu (etwa 5.360 Familien), die sich als „Kinder vom Mais“ verstehen und im „Resguardo San Andres de Sotavento“ im nordwesten Kolumbiens leben, haben vor zwei Jahren ihr Land frei von genetisch verändertem Organismen erklärt. Aber die genehmigte Freisetzung von drei in Labors entwickelten Maissorten der Grosskonzernen Monsanto und Dupont werden auch gerade in der Nähe dieser indianischen Gebieten angebaut.
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Aachener Friedenspreis geht nach Kolumbien

San Jose de ApartadoHeute, am Antikriegstag, wurde der Aachener Friedenspreis an das kolumbianische Friedensdorf San Jose de Apartado verliehen.

Vor über zehn Jahren erklärte sich die 1500-köpfige Gemeinde nahe der Grenze zu Panama zum Friedensdorf. Aus einer Not - Lebensmittelblockade des Militärs - schlossen sich die Bauern zu einem Kollektiv zusammen. Trotz hoher Gewalt und Drohungen gegen das Dorf lassen sich die Menschen von San Jose nicht vertreiben. Sie erklärten ihr Dorf als neutrales Gebiet und verpflichteten sich der Gewaltfreiheit.

Den Preis erhällt San Jose de Apartado stellvertretend für 50 weitere Freidensgemeinden in Kolumbien.

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Kolumbien-Videos der Diakonie

Nachfolgend drei Videos der Diakonie Katastrophenhilfe, die sich mit drei Einzelschicksalen in Kolumbien auseinandersetzen. Ausgestrahlt wurden sie u.a. bei der Deutschen Welle.

Kolumbien: menschliche Schutzschilde

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Alles oder Nichts? – Die Praxis des Gesundheitswesens

Andre hatte im Mai das kolumbianische Gesundheitswesen in der Theorie erläutert. Was ist die EPS und was sisben? Im Folgenden möchte ich schildern, wie ich in den letzten Wochen die Praxis des Gesundheitssystems erfahren habe und die Unterschiede zwischen Theorie und Praxis hervorheben. Hierzu traf ich Stella, eine befreundete Ärztin, die im Auftrag des Staates die Einhaltung der Leistungen im Gesundheitswesen, speziell die der Krankenkassen, überprüft.

“Wir übernehmen die Kosten für die Operation, aber die Magensonde müssen Sie zahlen. Diese Leistung ist nicht abgedeckt!” sagt der Angestellte der Krankenkasse freundlich aber bestimmt.

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EPS & sisben: Gesunheitswesen in Kolumbien

DoctorWie steht es um das Gesundheitswesen in Kolumbien, werden alle Kolumbianer versorgt oder gibt es die medizinische Versorgung nur für Besserbetuchte?

Zu diesem Thema sprach ich mit Maria Isabel, eine Sozialarbeiterin im San Vicente Krankenhaus in Medellin. In ihrer Arbeit unterstützt sie die Patienten und die Angehörigen bei Fragen zu ihrem Krankenhausaufenthalt.

Grundsätzlich wird das Gesundheitswesen in zwei Kategorien unterteilt:
a) Regimen contributibo (zahlende Registrierungsform)
b) Regimen subsidiado (subventinionierte Registrierungsform)

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Universitäten bis auf weiteres geschlossen

Geschlossen Seit Anfang des Monats sind die Vorlesungssäale aller Öffentlichen Universitäten Kolumbiens verweist, denn die Professorinnen und Professoren streiken. Sie werden dabei von den Studentinnen, Studenten, Arbeiterinnen und Arbeitern der Unis unterstützt. Sie streiken weil am 2. Mai im Parlament ein weiterer Teil des “Nationalen Plans zur Entwicklung” (Plan Nacional de Desarrollo) verabschiedet wurde, der unter anderem neue Regelungen im Bildungsektor vorsieht.
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Eine Stadt - zwei Leben

Sandra Ramos ist eine gewissenhafte Buchhalterin. Sie bleibt oft länger, so lange bis die Tagesbilanzen stimmen. Erst dann tritt sie ihre Heimfahrt an. Daher ist sie oft unter den Kollegen, die erst weit nach Feierabend das Büro verlassen. Ihr Büro ist in einem modernen Hochhaus in der vierundneunzigsten Straße, im Norden Bogotas. Es liegt im Viertel „Chico“, wer hier wohnt oder seine Büros hat, gehört zu den gehobeneren Schichten. Heißt es. Sandras Heimfahrt dauert an guten Tagen eindreiviertel Stunden. Wenn viel Verkehr ist, oder Regen manitas.jpgdie Straßen überflutet da, kann sie auch mehr als zwei Stunden dauern. Sandra wohnt in Cazuca. Viele im Chico oder anderen noblen Vierteln Bogotas wissen nichts mit diesem Namen anzufangen. Cazuca – das ist eine andere Welt. Eine Welt ohne richtige Straßen, ohne Wasser – und Stromversorgung, ja oftmals ohne richtige Häuser.

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