Während die diplomatischen Verhandlungen zwischen Kolumbien, Ecuador und auch Venezuela (bezüglich der Grenzverletzungen Kolumbiens) weiterlaufen, hat sich der vierfache MTV Music Awards Gewinner Juanes zu Wort gemeldet.
Der kolumbianische Musiker, der sich auch in der Vergangenheit vorbildlich für sein Land einsetzte, will an der Grenze zu beiden Ländern – Ecuador und Venezuela – ein Konzert geben. Er möchte damit die angespannte Situation etwas lockern und die Meinung der Grenzbewohner und der Meisten Kolumbianer, Ecuadorianer und Venezolaner hervorheben: Wir sind alle gleich – für uns gibt es keine Grenzen.
Zu diesem Benefizevent wird Juanes auch weitere Musiker-Freunde einladen. Wir warten gespannt auf ein Datum und sind dann live dabei!
Wie vor einigem Minuten durch den kolumbianischen Verteidigungsminister bestätigt, fiel Luis Edgar Davia Silva, alias “Raul Reyes” bei einem Gefecht zwischen FARC-Einheiten und kolumbianischen Streitkräften im Grenzgebiet zu Ecuador. Raul Reyes gilt als zweiter Mann der Organisation und war für die Öffentlichkeit das vielleicht bekannteste Gesicht der FARC. Mit ihm starben weitere 18 Menschen, die zu seinem Sicherheitsring gehörten.
Reyes Tod kann als ein schwerer Schlag für die FARC gesehen werden und so warten wir jetzt gespannt auf die Reaktionen der Guerilla und des venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez. Reyes ist einer der politischen Köpfe der FARC gewesen. Daher war er der Verhandlungsführer der FARC während der später gescheiterten Friedensgespräche mit der Regierung des Uribe Vorgängers Pastrana. In dieser Funktion besuchte er auch Europa und galt seit dem als die Person für die politische Öffentlichkeitsarbeit der FARC. Er galt als Hardliner und Vertreter der Linie keine Verhandlungen mit Uribe zu führen. Er dürfte auch für Venezuelas Präsidenten Hugo Chavez die wichtigste Ansprechperson gewesen sein.
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In den letzten 15 Tagen sind die Abgeordneten 230 km bis zum Ziel der Übergabe gelaufen. Anders als sonst – angekettet und barfuß – durften sie diesen freudigen Marsch mit Stiefeln und guter Verpflegung antreten.
Gesundheitlich sind alle soweit wohl auf, litten aber während ihrer Gefangenschaft an diversen Krankheiten, die nicht behandelt werden konnten. Die ehemaligen Geiseln berichteten über den Gesundheitszustand von Ingrid Betancourt, die sie Anfang Februar das letzte Mal sahen. Sie sei in sehr schlechter Verfassung.
Endlich in Caracas angekommen, konnten die vier endlich ihre Familien wieder in die Arme schliessen. Gloria Polanco war vor 7 Jahren mit ihrem Mann und ihren 3 Söhnen verschleppt worden. Ihr Mann kam im Gefecht ums Leben und ihre Kinder wurden nach 3 Jahren gegen eine Lösegeldzahlung freigelassen. Sehr emotional war dem enntsprechend das Wiedersehen der Söhne mit ihrer Mutter Gloria. Die Schicksale, die hinter jedem einzelnen Gefangenen stecken, kommen auch bei dieser Freilassung deutlich heraus. Kinder, die ihren Vater nicht kennen, Väter, die plötzlich Opas sind ….
Hinter den emotionalen Aspekten gibt es aber auch neue Fakten. Die Farc gab bekannt, dass es keine weiteren Freilassungen geben wird, solange die kolumbianische Regierung nicht auf die “zona de despeje” – Austauschzone eingeht. Die Guerilla Gruppe möchte in 2 besiedelten Gebieten (Pradera und Florida) eine entmilitarisierte Zone für 45 Tage einrichten.
Es ist bestätigt! Clara Rojas und Consuelo Gonzales wurden von den Helikoptern des Roten Kreuzes abgeholt. Sie sind gesundheitlich soweit unversehrt und werden in den nächsten Stunden in Venezuela ankommen.
Wir halten Euch weiter auf dem Laufenden!
Welche Neuigkeiten!!!!!!! Wir freuen uns riesig und sind gespannt auf die ersten Bilder und Interviews!
Ist nach wochenlangem Hin und Her endlich die Freilassung von Clara Rojas und Consuelo Gonzales in Sicht?
So eben ist in der Online-Ausgabe der Tageszeitung “El Tiempo” die Verkündung von Hugo Chavez zu lesen, die Koordinaten der beiden Geiseln seien durchgegeben worden. Die beiden Frauen könnten also spätestens morgen vormittag mit Helikoptern abgeholt werden.
Glauben werden das sicher die Meisten erst, wenn wir die Geiseln tatsächlich im Fernsehen oder in der Zeitung sehen. Wir hoffen, dass es dieses Mal keine weitere Zereissprobe für die Angehörigen wird, sondern dass der morgige Tag die Bilder bringt, die sich alle erhoffen!
Die FARC teilte heute mit, dass es sich bei dem Kind, das sich seit 2 Jahren unter Obhut der kolumbianischen Behörde für das Wohlergehen der Familien (ICBF) befindet um den Sohn Clara Rojas, Emmanuel handelt.
Dieses Eingeständnis ist in einer wirklich überraschenden Mitteilung der Hintergründe der Geschehnisse um Emmanuel gebettet. Uribe hat Emmanuel entführt! Dies um die Übergabe der Geiseln Clara Rojas, Emmanuel und Consuelo Gonzáles zu verhindern, die bahnbrechende humanitäre Mission Chavez zu zerstören und die einseitige Aktion der FARC, in der sie ihren politischen Willen zum Durchbruch im Gefangenenaustausch bekundet, mit Hindernissen und der Saat des Misstrauens unter den internationalen Abgesandten zu erschweren Natürlich soll Uribe zuvor seinen Herrn in Washington gefragt haben.
Die kolumbianische und die internationale Öffentlichkeit würden sofort verstehen, dass das Gefechtsleben im Dschungel mit seinen ständigen Gefahren kein Ort für Kinder sei. Daher habe man das Kind ehrlichen Menschen in Bogota anvertraut, die Uribe nun genauso entführt, wie das Kind.
Kaum war Uribes Auftritt beendet meldete sich Chavez wenige Minuten später aus Caracas zu Wort. “Uribe hat die dritte Phase der Freilassung, die Übergabe (mit Dynamit) gesprengt!”, so seine Worte. Er glaube Uribe nicht, die FARC hätten auf ihm (Chavez) einen fähigeren und ehrlicheren Eindruck gemacht als die ganze kolumbianische Regierung. Das wenig vorher die FARC die Übergabe abgebrochen haben vergisst er wissentlich und macht nun Uribe als Lügner zu der Person, die die dritte Phase scheitern lässt. Dass die kolumbianische Regierung die Sicherheitsgarantien erweitert hat und noch daran fest hält, dass sogar die von ihm mit der Koordination vertrauten Personen bis gestern Abend noch bestätigen, dass Kolumbien alle Garantien einhalten würden und sie daher sicher seien, dass die Freilassungen sehr bald statt finden würden, dass lässt Chavez jetzt völlig außer Betracht und läutet Phase zwei der Schlammschlacht ein, nachdem er schon vor zwei Tagen ein Scheitern vorweg genommen hatte, weil die USA und gewisse Kreise in Kolumbien auf Krieg setzen würden.
Mir fehlen die Worte meine Enttäuschung aus zu drücken. Vielleicht auch, weil wir in Kolumbien dieses Spiel der FARC schon lange kennen und zu viele Male erlebt haben. Da ist die Resignation und Sprachlosigkeit schnell da, was gut für die FARC ist. Schlimm finde ich, dass meiner Meinung nach Chavez sich hier auf den Rücken dieser menschlichen Schicksale als machtpolitischer Zyniker entlarvt und sein Gespräch von Gestern schnell vergisst. Seit zwei Tagen war zu erkennen, dass er ein Scheitern sucht und schon einmal die Schuldigen benannte.
In den letzten Minuten haben sich die Ereignisse überschlagen. In Caracas verlas Chavez ein Schreiben der FARC, in dem die FARC ankündigte, dass die Freilassung derzeit nicht möglich ist. Die FARC macht zwei Gründe dafür verantwortlich:
das Wetter ließ die Freilassung nicht zu
(Korrektur: das stand nicht im neuen Schreiben, wurde aber zuvor genannt)
die kolumbianische Armee hat die Kampfhandlungen im Gebiet der Geiseln intensiviert, dies macht eine Freilassung nicht möglich
Fast zeitgleich gibt Alvaro Uribe eine Pressekonferenz:
Am vergangenen Donnerstag strahlte der niederländische Sender nova eine Dokumentation über Tanja Nijmeijer aus. Tanja ist eine junge Niederländerin, die sich vor fünf Jahren in die Dienste der FARC begab. Ihre Tagebücher wurden im September gefunden, als kolumbianisches Militär das Lager angriff, in dem sich Tanja befand.
Tanja gehört zu den auf 20 geschätzten Ausländer die in der kämpfenden Truppe der FARC sind. Die veröffentlichten Auszüge Ihrer Tagebücher drücken Enttäuschung über die FARC und den Überdruss an ihrem Leben als Guerillera aus.
Der Sender nova (www.novatv.nl) ging ihren Spuren nach und traf im kolumbianischen Dschungel mit Raul Reyes zusammen, der über Tanja Auskunft gab – oder auch nicht. Er weiß nicht wo sie ist und der Sender konnte auch nicht bestätigen ob und wo sie lebt. Reyes nutzte die Gelegenheit, um auf die seiner Meinung nach gerechte Sache der FARC hin zu weisen und die europäischen Staaten aufzufordern, die FARC aus der Liste der terroristischen Organisationen zu streichen.
Continue reading ‘FARC – keine terroristische Organistation?’
Eigentlich schon für den 08.10.07 vorgesehen, fand heute das lange erwartete Treffen zwischen Venezuelas Präsidenten Hugo Chavez und einem Vertreter der FARC in Caracas statt. Es gab Bilder für die Presse (gut, weil schon Stimmen aufkamen, dass es dieses Treffen gar nicht gegeben hätte, es viel mehr ein Propagandazug von Chavez gewesen sei um von seinen innenpolitischen Problemen ab zu lenken) und die Absichtserklärungen sich bald mal richtig zu treffen.
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Immer wieder sind wir auf der Suche nach aktuellen Nachrichten in Kolumbien gewesen. Kaum ein anderes Land weckt so viel Interesse, leider gibt es kaum ein Informationsangebot auf deutscher Sprache. Dieser Blog soll Abhilfe leisten mit aktuellen Nachrichten aus Kolumbien. -> zum Impressum
Marion Geissbühler am 19. Dezember 2011: Hallo Yolanda Zufällig bin ich auf dein Schreiben gestossen. Vermietest du die Wohnung immer noch? Wenn ja, besteht die Möglichkeit sie vom 24.Dezember 2011 bis 2. Januar 2012 zu mieten oder nur über das... irina am 5. Dezember 2011: Hi Nora, danke für den Bericht!!! Ich wollt fragen, ob man den Rest des Gepäcks, den man für die Wanderung nicht benötigt, am Startpunkt irgendwo unterstellen kann? Danke! VG Irina Felix W. am 26. November 2011: Hi, bin in Kolumbien, aber mir wird verboten Leticia zu bereisen, da es gefährlich sein soll, was mir aber einige Kolumbianer nicht bestätigen, doch meine Organisation in DE möchte es nicht. Was gibts dazu zu sagen?... Stefan H. am 13. November 2011: Hallo, erstmal vorweg ich war auch noch nie in Kolumbien. Ich kenne aber hier in D einige Kolumbianer. Und ich muss sagen dass sind sehr freundliche,liebevolle und offene Menschen die sich über jede Kleinigkeiten... Mary am 30. Oktober 2011: Hallo, ich selbst habe auch einen Blog über Kolumbien. Wenn ihr dort etwas reinschreiben wollt, immer zu! Viele Grüße Mary pedro am 16. September 2011: Hallo, also ich will hier meine ganz subjective Erahrung beisteuern: Vor 3 Monaten habe ich meine novia columbiana uebers Internet kennengelernt, vor 6 Wochen habe ich sie besucht und seitdem ist es aus mit mir –... Kim am 17. August 2011: Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass Menschen aus ärmeren Ländern, also entweder aus Entwicklungs- oder Schwellenländern, sich schneller über etwas freuen. Oft ist auch der Zusammenhalt innerhalb der Familie... bianca am 9. August 2011: hallo, wo genau wurde denn dieses foto geschossen? ich werde nächsten frühling nach kolumbien fliegen und das foto sieht auf jeden fall so aus, als würde sich ein abstecher dorthin lohnen danke bianca
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Marion Geissbühler am 19. Dezember 2011: Hallo Yolanda Zufällig bin ich auf dein Schreiben gestossen. Vermietest du die Wohnung immer noch? Wenn ja, besteht die Möglichkeit sie vom 24.Dezember 2011 bis 2. Januar 2012 zu mieten oder nur über das...
danke bianca
irina am 5. Dezember 2011: Hi Nora, danke für den Bericht!!! Ich wollt fragen, ob man den Rest des Gepäcks, den man für die Wanderung nicht benötigt, am Startpunkt irgendwo unterstellen kann? Danke! VG Irina
Felix W. am 26. November 2011: Hi, bin in Kolumbien, aber mir wird verboten Leticia zu bereisen, da es gefährlich sein soll, was mir aber einige Kolumbianer nicht bestätigen, doch meine Organisation in DE möchte es nicht. Was gibts dazu zu sagen?...
Stefan H. am 13. November 2011: Hallo, erstmal vorweg ich war auch noch nie in Kolumbien. Ich kenne aber hier in D einige Kolumbianer. Und ich muss sagen dass sind sehr freundliche,liebevolle und offene Menschen die sich über jede Kleinigkeiten...
Mary am 30. Oktober 2011: Hallo, ich selbst habe auch einen Blog über Kolumbien. Wenn ihr dort etwas reinschreiben wollt, immer zu! Viele Grüße Mary
pedro am 16. September 2011: Hallo, also ich will hier meine ganz subjective Erahrung beisteuern: Vor 3 Monaten habe ich meine novia columbiana uebers Internet kennengelernt, vor 6 Wochen habe ich sie besucht und seitdem ist es aus mit mir –...
Kim am 17. August 2011: Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass Menschen aus ärmeren Ländern, also entweder aus Entwicklungs- oder Schwellenländern, sich schneller über etwas freuen. Oft ist auch der Zusammenhalt innerhalb der Familie...
bianca am 9. August 2011: hallo, wo genau wurde denn dieses foto geschossen? ich werde nächsten frühling nach kolumbien fliegen und das foto sieht auf jeden fall so aus, als würde sich ein abstecher dorthin lohnen