Archiv für die Kategorie 'Kolumbien heute'

Aerobus statt Metro?

In Bogota gibt es seit Jahren die Diskussion um eine Metro. Das Bussystem Transmilenio (funktioniert ähnlich wie die S-Bahn in Deutschland mit eigenen Spuren, Haltestellen etc.) reicht längst nicht für das hohe Verkehrsaufkommen aus.

Außerdem besteht ein inoffizieller Wettstreit zwischen Medellin, die eine Metro haben, und Bogota - ähnlich wie zwischen Köln und Düsseldorf :-)… und so gewann der neue Bürgermeister Bogotas auch die Wahl, weil er sich für eine Metro einsetzen möchte.

Heute schlägt ein Journalist des “El Tiempo”, eine interessante Variante vor: den Aerobus - eine elektrische Schwebebahn. Diese soll wesentlich kostengünstiger sein als eine Metro, weit aus umweltschonender, mehr Passagiere transportieren können und zudem nimmt sie keinen Platz auf der Straße weg, der eigentlich sowieso nicht vorhanden ist, um noch Metroschienen zu bauen.

Hier ein paar Fakten:
Der Aerobus
* transportiert bis zu 40.000 Passagiere in der Stunde
* fährt bis zu 100 km/h
* kann bis zu 50 m über der Straße fahren
* kostet nur 20 Mio. USD pro Meile (im Vergleich U-Bahn 300 Mio. USD)

Wir sind gespannt, ob das wirklich eine Möglichkeit für Bogota ist - auf jeden Fall wären wir Medllin dann einen Schritt voraus :-)
Oder was meint Ihr? Seid Ihr für eine Metro, das Ausbauen des Transmilenio-Systems oder wie kann man das Verkehrschaos und die Luftverschmutzung in Bogota sonst lösen?

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Eurocine

Heute beginnt in Kolumbien zum 14. Mal das Festival Eurocine. Das “Wanderkino” beginnt in Bogota und wird bis zum 11. Mai in 5 Städten Kolumbiens - Medellin, Cali, Manizales und Barranquilla - Filme aus 13 europäischen Ländern zeigen.

Gezeigt werden hauptsächlich alternative Filme in kleinen, gemütlichen Kinos.

Nach Frankreich, hat Deutschland die meisten Filme im Programm des Eurocine: 5 an der Zahl, darunter “Requiem” und “Die Austernprinzessin”.

Hier könnt Ihr das Programm für alle Städte sehen.

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San Andres wieder ein Grenzproblem Kolumbiens?

San Andres InselMitte März 2008 erklärte der nicaraguanische Präsident Daniel Ortega, 200 nautischen Meilen als spezielle ökonomische Fischfangzone für sein Land. Damit wird der gewöhnliche Meridian 82, die Meergrenzzone die seit 1928 im Vertrag Esguerra-Barcenas zwischen Nicaragua und Kolumbien vereinbart wurde überschritten.

Überdies hatte sich in Dezember 2007 der Internationale Gerichtshof in Den Haag zum ersten Mal angesichts den Antrag von Nicaragua geäußert, sechs Jahre nach dem Nicaragua die Souveränität über die Inseln von San Andres, Old Providence und Santa Catalina im Jahr 2001 bei ihm verlangte und damit den Vertrag von 1928 für nichtig erklärte. Der Internationale Gerichtshof erklärte sich zuständig in diesem Fall, bestätigte die Gültigkeit des Vertrages von 1928 im Sinne der kolumbianischen Souveränität über den Archipel, lehnte aber den 82en Meridian als Meeresgrenze ab, ohne sich endgültig über die ökonomische Meeresgrenzzone zwischen beiden Ländern zu äußern.
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Paz sin fronteras - Frieden ohne Grenzen

Paz sin fronterasMusik und eine Flaggen einen Kolumbien, Venezuela und Ecuador

Nach der Achterbahnfahrt, die Kolumbien mit seinen Nachbarländern Ecuador und Venezuela in den letzten zwei Wochen erlebt hat, gab es gestern ein riesiges Zeichen des Friedens.

Während Venezuela vor einer Woche die Grenzen zu Kolumbien schloss und Ecuador seiner Wut über die Grenzverletzung des kolumbianischen Militärs Luft machte, kam dem Musiker Juanes eine Idee, wie er auf seine Art die Menschen einen kann. Musik kennt keine Grenzen und so verkündete der kolumbianische Künstler seinen Willen, ein Friedenskonzert zu organisieren.

Und gestern war es dann soweit: 90.000 Menschen unter einer symbolträchtigen Bühne – die Brücke Simon Bolivar, die Kolumbien und Venezuela bei Cucuta miteinander verbindet. „EINE Flagge … für eine bessere Welt“ singt Juanes in „Bandera de Manos“ – genau das sah man neben den weiss-gekleideten Kolumbianern und Venezolanern – die Flagge mit den Farben aller 3 Länder.

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Paz sin fronteras - sei live beim Konzert dabei!

HIER oder HIER gehts zum Konzert - LIVE!!!!!

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Gedenken an Gewaltopfer Kolumbiens

demo_small.jpgUnter dem Motto „Für die Verschwundenen, für die Vertriebenen, für die Ermordeten und für die Entführten“ fanden heute, in 20 kolumbianischen und weiteren 60 Städten weltweit, Demonstrationen zum Gedenken an die Opfer des Paramilitarismus und der Gewalt in Kolumbien statt. Allein in der Haupstadt Bogota gingen mehrere zehntausend Menschen auf die Strasse. Darunter auch die kürzlich von der Farc freigelassenen Luis Eladio Pérez, Gloria Polanco y Orlando Beltrán sowie Gustavo Moncayo (Friedensläufer) Insgesamt gingen in Kolumbien über 1 Millionen Menschen auf die Straße, um ihr Empfinden über den jahrelangen Konflikt laut auszurufen.

Das kolumbianische Volk hat heute einmal wieder (nach der Riesen-Demo im Februar) deutlich gezeigt, dass es die Gewalt und die leider immer noch anhaltenden Verletzungen der Menschenrechte durch ALLE bewaffneten Akteure entschieden ablehnt und dass sich der öffentliche Protest gegen die Gewaltakteure mehr und mehr formiert.

Leider blieben die Märsche gegen Gewalt und in Gedenken an alle Gewaltopfer in Kolumbien nicht gewaltfrei.

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Ist der Drogenkampf Teil des Teufelskreises?

Drei Züge charakterisieren das Gesicht der letzten drei Jahren vom Kokaanbau in Kolumbien: Die Zersplitterung, die Verschiebung und die Reduktion einzelner Anbaugebiete.

Kokaanbaugebiete im Jahr 2003. Autoren SIMSI/UNODCDie Zersplitterung, weil immer neue Parzellen mit Koka angebaut werden: Nach Angaben vom Kontrollsystem illegaler Anbau in Kolumbien (SIMSI), fand zwischen 2003 und 2004, 62% des Kokaanbaus in neuen Anteilen statt. Die Verschiebung, weil die Anbauorten in neuen Departamenten (23 der 32 in Kolumbien) findbar sind. Die Reduktion, weil in den letzten Jahren die Parzellen etwa 25% kleiner wurden: Im Jahr 2005 waren sie 1,13 ha während im Jahr 2006 sie nur 0,85 ha gross waren.

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Endlich: Treffen Chavez - FARC in Caracas

Marquez, Chaves & Cordoba

Eigentlich schon für den 08.10.07 vorgesehen, fand heute das lange erwartete Treffen zwischen Venezuelas Präsidenten Hugo Chavez und einem Vertreter der FARC in Caracas statt. Es gab Bilder für die Presse (gut, weil schon Stimmen aufkamen, dass es dieses Treffen gar nicht gegeben hätte, es viel mehr ein Propagandazug von Chavez gewesen sei um von seinen innenpolitischen Problemen ab zu lenken) und die Absichtserklärungen sich bald mal richtig zu treffen.
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Gustavo Moncayo bittet Papst um Hilfe

Bei einer persönlichen Audienz gestern hatte Gustavo Moncayo die Gelegenheit mit Papst Benedikt XVI über das Schicksal seines Sohnes und damit über vieler anderer Geiseln zu sprechen.

Um Papst Benedikt einen Eindruck über ihre “Arbeit” der letzten Monate zu geben, brachten Gustavo und seine Tochter Yuri ihm ein Video und Fotos mit. Wenn ich daran zurückdenke, wie alles vor 4 Monaten Begann (ein Mann, der 1000 km laufen wollte, und zunächst von niemandem beachtet wurde) - kann ich Gustavo und seine Kraft nur bewundern.

Seit er in Europa ist, hat er auch hier hochrangige Politiker getroffen - eine Audienz beim Papst ist für ihn sicherlich der Höhepunkt seiner Reise.

Gustavo bat Benedikt XVI zur Freilassung nicht nur seines Sohnes, sondern aller Geiseln in Kolumbien, aufzurufen.

Leider sind die Berichte über Gustavo und seine Familie in Deutschland immer noch selten.Wenn Ihr Artikel in der europäischen Presse seht, würden wir uns über einen kurzen Komentar mit link sehr freuen.

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Die Europa-Reise von Gustavo Moncayo

Route Moncayo
Hier könnt Ihr sehen, welche Route Gustavo - teils zu Fuss - in Europa zurücklegt. Heute ist er für eine Pressekonferenz in Toulouse und morgen werden in Marseille - ähnlich wie auf dem Plaza Bolivar vor einigen Monaten - die Worte: “LIBERTAD Y PAZ PARA TODOS” mit Kerzen gestellt.
Auf diessr Homepage könnt Ihr mehr über Gustavos Europareise erfahren.

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