Tag-Archiv für 'Film'

25. Filmfestival in Bogota

Heute am 01.10. beginnt in Bogota das 25. internationale Filmfestival, welches zum ersten Mal im Jahr 1984 stattfand. Damals wurden fast nur kolumbianische Filme gezeigt, mittlerweile hat sich das Filmfestival zu einem internationalen Event entwickelt, wobei der Focus immer noch stark auf den kolumbianischen Film bzw. auf Filme aus der Andenregion liegt. So ist das Ziel des Festivals auch, jungen und aufstrebenden Filmemachern und Produzenten vor allem aus Kolumbien eine Plattform zu geben.

511497687_c2d1c2ab0e_bEs werden Filme aus allen Genres gezeigt, die meisten kommen aus dem Bereich Spiel- und Dokumentarfilm. Die besten Filme werden wie jedes Jahr von einer unabhängigen Jurie bewertet, prämiert und ausgezeichnet.

Bis zum 09.10. könnt Ihr in fast allen Kinos der Stadt die verschiedensten Filme anschauen. Nähere Informationen zu dem Festival, den einzelnen Kinos und dem Programm erhaltet Ihr auf spanisch oder englisch auf der Webseite www.bogocine.com, wobei die englische Version der Seite leider nicht optimal funktioniert.

Wer in den nächsten Tagen in Bogota ist und Gefallen an modernen Filmen abseits des Mainstreams findet, sollte sich diese Veranstaltung nicht entgehen lassen. Wir wünschen Euch viel Spass beim Schauen.

“Dr. Aleman”, deutscher Kinofilm über Kolumbien

Cali, Kolumbien: der abenteuerlustige Medizinstudent Marc Jimenez-Tränker stürzt sich in sein praktisches Jahr in einer der schönsten und gefährlichsten Städte Lateinamerikas. Im Krankenhaus wird er vom ersten Tag an mit Steckschüssen konfrontiert, mit menschlichem Blut, das ihm vom Operationstisch in die Schuhe tropft.

Im Trailer wir mal wieder mit Kolumbiens Klischee gearbeitet, aus dem Trailer ist mir nachfolgender Satz in Erinnerung geblieben: “Hörst du die Geräusche im Hintergrund, das ist ne Guerilla-Bande, die gerade meine Gastfamilie abmetzelt…”

Am 14. August kommt der Film in die deutschen Kinos. Die Webseite des Films ist: www.dr-aleman.com/

Kolumbianischer Film bei den Oscars

“La Corona” (Die Krone) wurde in der Kategorie bester Kurz-Dokumentarfilm für die größte Filmauszeichnung der Welt, den Oscar, nominiert.

Der Film von Isabel Vega zeigt das etwas andere Leben der Insassinen des Frauengefängnisses “El Buen Pastor” in Bogota. Hier tragen die Frauen anstatt Uniformen, ihre gewohnte Kleidung, es gibt einen Schönheits-Salon und ein Fitness-Studio.

Wer schon einmal in Kolumbien war, weiss wie bedeutend Schönheit hier ist und dass es der Volkssport Nummer 1 ist, eine Schönheitskönigin zu wählen. So auch im Frauengefängnis von Bogota.

2 Monate lang begleitete das Kamera-Team die Frauen, jeden Tag 4 Stunden. Jedoch wurde der Film auch mit einem traurigen Ereigniss überschattet, denn kurz nach Beendigung der Dreharbeiten wurde die Gewinnerin des Schönheitswettbewerbs ermordet.

Liebe in Zeiten der Cholera – der Film

Vor ein paar Tagen war es soweit: “Liebe in Zeiten der Cholera” hatte seine Welturaufführung beim “Festival do Rio” in Rio de Janeiro. Bis der Film in Deutschland landen wird, müssen wir allerdings noch eine Weile warten, der Start ist für den 18.02.2007 vorgesehen. Wann der Film in Kolumbien in die Kinos kommt ist noch unklar. Es ist eine Verfilmung des gleichnamigen Buches von Gabriel Garcia-Márquez aus dem Jahr 1985. Der Film spielt um die Jahrhundertwende. Florentino Ariza (gespielt von Javier Bardem) ist als junger Mann in Fermina Daza (Giovanna Mezzogiorno) verliebt, eine Liebe die er lange nicht vergessen wird.

Gedreht wurde der Film vor allem in Cartagena in Kolumbien. Nachfolgend der Trailor (auf englisch) und ein kurzer Bericht zu den Dreharbeiten vor Ort.

Continue reading ‘Liebe in Zeiten der Cholera – der Film’

Esto huele mal

“Lügen haben kurze Beine” würde der Kinofilm wohl in Deutschland treffend betitel werden. Der kolumbianische Film, der derzeit durch die Kinos streift, ist eine Komödie und dreht sich um viele Lügen rund um eine 3er Beziehung. Ricardo betrügt seine Frau Elena seit einem Jahr. Immer wieder müssen wichtige Abendessen mit Geschäftspartnern als Lügen herhalten um sich Zeit für eine Affäre zu schaffen. Dummerweise gibt er seiner Frau an, dass er am 07. Februar 2003 mit Argentiniern im Nogal Club verabredet sei, an diesem Abend gibt es jedoch eine Bombenexplosion im Club (dieser Anschlag ist keine Fiktion). Seine Frau – die vom Attentat erfährt bangt um das Leben ihres Mannes. Ricardo muss sich nun etwas einfallen lassen um seine Affäre zu verdecken und ihr glaubhaft zu machen, dass er sich im Club befand und den Anschlag überlebte.

Eine sehr gelungene Komödie, die es nicht nur schafft, dass Publikum zu erheitern, sondern ganz subtil den Zuschauern ihre eigenen Schwächen vorlebt. Die Story basiert übrigens auf einer wahren Geschichte Lüge. Wirklich: sehr empfehlenswert.

Werbebotschaft: Kolumbien hat sich geändert

“The best of Colombia es Pasion” wäre ein passender Untertitel für nachfolgendes Video vom kolumbianischen Fremdenverkehrsamt. Viele Aufnahmen vergangener Videos hat Proexport zu einem 6-Minuten-Film auf spanischer Sprache zusammen geschnitten. Das Ergebnis lässt sich sehen!

Auch wenn der Film recht lang ist, die Kernaussage scheint mir die gut getroffen zu sein: “Schaut her, Kolumbien hat sich geändert! Die Herzlichkeit der Menschen ist einmalig!”

Macht euch am besten selbst einen Eindruck. Ich bin gespannt auf eure Meinungen in den Kommentaren!

Bluff – schwarzer Humor aus Kolumbien

BluffMit Bluff ist vor kurzem eine Komödie in die kolumbianischen Kinos gekommen. Der Film handelt von einem Fotografen, der in einen Mordfall verwickelt wird und daraus durch Erpressung Kapital schlagen möchte. Aber natürlich kommt alles ganz anders als er sich das vorgestellt hat. Der Film ist wirklich gelungen und die Zeit vergeht wie im Flug. Bleibt zu hoffen, dass er trotz fehlender Kolumbien-Klischees auch im Ausland Erfolg hat, verdienen würde es der Film.