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Das erste Interview: Pablo Emilio Moncayo

moncayo kettenIch sehe ihn im Fernsehen, aber ich kann es immer noch nicht glauben und noch weniger kann es bestimmt seine Familie realisieren, obwohl sie ihn in ihren Armen halten. Pablo Emilio Moncayo ist heute nach 12 Jahren in Gefangenschaft der Farc in die Freiheit zurückgekehrt.

Während des Interviews hält ihn seine kleine Schwester, die er heute zum ersten Mal sah, von hinten Fest. Pablo Emilio sieht müde aus. Er redet ruhig und bedacht.

“Ich danke den Personen, die es möglich gemacht haben, meine Familie wieder zu sehen. Ich möchte meinen Dank richten an Gott, meinen Vater – für seinen unermüdlichen Einsatz. Danke auch an den ecuadorianischen Präsidenten Rafael Correa, der derjenige war, der ein Zeichen des Freidens mit meiner Übergabe gefordert hatte. Danke auch an den venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez, an den brasilianischen Präsidenten und an die Journalisten…, die es möglich gemacht haben, dass die Stimmen unserer Familien zu uns kommen – in die Tiefe des Dschungels. Danke an die Gruppe “Colombianas y Colombianos por la paz” und danke an die Menschen des Ortes, wo ich heute abgeholt wurde, an das Rote Kreuz und an die Helikopter Piloten und an Piedad Cordoba.” Continue reading ‘Das erste Interview: Pablo Emilio Moncayo’

Moncayo in Freiheit

Foto des Tages

Moncayo morgen in Freiheit?

Wir haben schon ein paar Mal über das Schicksal von Pablo Emilio Moncayo und seiner Familie berichtet. Das erste Mal im Juli 2007.

http://www.kolumbien-blog.com/bewaffneter-konflikt/befreit-laufen http://www.kolumbien-blog.com/regional/bogota/gustavo-moncayo-achterbahn-der-gefuehle http://www.kolumbien-blog.com/kolumbien-heute/hoffnung-moncayo http://www.kolumbien-blog.com/kolumbien-heute/freiheit-moncayo

Seit dem gibt es immer wieder Gerüchte, dass er frei kommen soll, aber nie geschah etwas. 12 Jahre lebt Moncayo jetzt bereits in Gefangenschaft der Farc.

Jetzt scheinen die Versprechungen wirklich wahr zu werden. Gestern wurde bereits der junge Soldat Calvo in einer humanitären Aktion von der Farc übergeben und morgen soll es für Pablo Emilio soweit sein. Die Vorbereitungen werden bereits getroffen.

Nicht einmal annähernd kann ich mir vorstellen, wie schrecklich es sein muss, die beste Zeit seines Lebens, irgendwo im Urwald gefangen zu sein, sein Familie nicht sehen zu können und niemals zu wissen, was mit einem passiert, wie lange man noch leben wir?! Nicht annäherend kann ich mir vorstellen, wie sich die Familie, besonders Gustavo Moncayo, jetzt fühlt.

Ich werde morgen mitfiebern – bin jetzt schon aufgeregt und freue mich riesig auf den Moment, in dem wir Pablo Emilio in Freiheit und bei seiner Familie sehen können.

Endlich Freiheit für Pablo Emilio Moncayo?

11 Jahre und 4 Monate hat die Familie des Soldaten Pablo Emilio Moncayo auf dieses Nachricht gewartet. Die Farc verkündet heute morgen in einem offiziellen Schreiben, dass sie den Sohn des Friedensläufer bald schon an Gustavo Moncayo und Piedad Cordoba übergeben würden. Genau heißt es im Schreiben: “Angesichts des wiederholtem Antrag der Senatorin Piedad Córdoba, von Kolumbierinnen und Kolumbianern, die für den Frieden demonstrierten, des Lehrers Moncayo und der Präsidenten Rafael Correa und Hugo Chávez, geben wir unsere Entscheidung bekannt, einzig den Soldaten Pablo Emilio Moncayo frei zu lassen und ihn persönlich einer – von der Senatorin Córdoba und dem Lehrer Moncayo angeführten – Kommission zu übergeben, sobald alles dafür getan wurde, die Sicherheit der Operation zu gewährleisten.”

Pablo Emilio Moncayo verbrachte seine komplette Jugend als Geisel der Farc, irgendwo im kolumbianischen Urwald. Die Entwicklungen der letzten Jahre und der Einsatz nationaler und internationaler Politiker scheint weiter einen positiven Weg zu nehmen. Dies wäre nicht nur ein wunderschönes Wiedersehen zwischen Eltern und ihrem Sohn, sondern auch ein großer Erfolg für Kolumbien und ein weiteres Signal für die friedliche Lösung des kolumbianischen Konfliktes.

Wir halten euch weiter auf dem Laufenden.

Hugo Chavez auf schwerer Friedensmission

Hugo Chavez, Präsident VenezuelasEs begann sich vor drei Wochen abzuzeichnen, jetzt versucht Venezuelas Präsident Hugo Chavez die schier unnahbaren Positionen der kolumbianischen Regierung und der Guerillas FARC und ELN zusammen zu bringen. Dazu hat er den Auftrag und Segen des kolumbianischen Präsidenten Uribe, der ihm gestern in Bogota wichtige “Instrumente” mitgab. Chavez bemüht sich nun um einen Durchbruch auf zwei voneinander unabhängigen Fronten:

a. Freilassung der FARC-Geiseln (u.a. Ingrid Betancourt) b. Friedensgespräche zwischen kolumbianischer Regierung und der Guerilla ELN Continue reading ‘Hugo Chavez auf schwerer Friedensmission’

Unterstützer für Gustavos Europa-Reise gesucht

Wie Miguel in seinem Artikel berichtete, ist der „Fall“ Moncayo nicht mehr nur eine nationale Angelegenheit. Der „caminante por la paz“ bittet auch um die Hilfe der USA und der Europäischen Union.

Um den Druck auf die Regierung und die Farc zu erhöhen, eine friedliche Lösung des Konfliktes zu finden, möchte Gustavo seine Geschichte auch nach Europa bringen. Der Forrest Gump Kolumbiens hat daher geplant von Brüssel nach Paris zu laufen – und auch nach Deutschland würde er gerne reisen.

Wir unterstützen ihn organisatorisch und finanziell bei seinem Vorhaben und würden uns freuen, wenn er einen Teil seines Weges auch in Deutschland geht und dort Unterstützung erfährt.

Wer von Euch ist auch dabei??? Mit Eurer Unterstützung können wir es schaffen, Gustavo den Weg nach Deutschland zu öffnen.

Für mich ist es unglaublich, was dieser Lehrer aus dem kleinen Dorf Sandoná in Kolumbien bewegt und wie er plötzlich zu einer international wichtigen Figur wird.

Deshalb wäre es toll, wenn NGO´s, Privatunternehmen oder –personen, uns kontaktieren. Zusammen könnten wir Gustavo Moncayo und seine Familie nach Deutschland einladen oder ihm eine Spende für eine Reise zukommen lassen, damit er sich auch bei uns mit Politikern austauschen und um Unterstützung bitten kann.

Ihr könnt Euch über das Kommentarfeld bei uns melden – wir kontaktieren Euch dann per E-Mail.

Weitere Infos: - Wer ist Gustavo Moncayo? - Unterschriftenliste für Gustavo Moncayo

Was schreibt die deutschsprachige Presse? http://derstandard.at/?url=/?id=2989249 www.taz.de/index.php?id=digi-artikel&ressort=sw&dig=2007/08/03/a0037 www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/kolumbien_geiseldrama_uribe_1.536119.html

Gustavo Moncayo – der kolumbianische Forest Gump

Gustavo Moncayo in english | en español | en français

Als ich das erste Mal in der Zeitung von Gustavo Moncayo lese, muss ich an den Film Forest Gump denken. Eine bewegende Geschichte über einen Mann der läuft und läuft und läuft. Am 17.06. verließ Gustavo seinen Heimatort Sandoná in Nariño (departamento im Südwesten Kolumbiens) mit dem 1000 Kilometer weit entfernten Ziel Bogotá und erreichte es nach 46 Tagen.

Sein Beweggrund für diese abenteuerliche Reise zu Fuß ist sein Sohn, der seit 10 Jahren von der Farc gefangen gehalten wird. Im Dezember 1997 wird eine Kommunikationsstation des Militärs in Nariño von der Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia attakiert. 10 Soladaten sterben, 4 werden verletzt und 18 junge Männer entführt. Darunter auch Pablo Moncayo. 2001 werden 16 Geiseln dieser Gruppe auf Grund eines Abkommens zwischen dem Staat und der Farc im Austausch für 14 inhaftierte kranke Guerilleros freigelassen. Pablo ist nicht dabei. Er ist somit einer der am längsten gefangen gehaltenen Geiseln der Farc.

“Wir sind müde von so viel Betrug – es sind jetzt fast 10 Jahre vergangen, um die Freiheit der Entführten wieder zu gewinnen.“ sagt Pablos Vater.

Seinen Weg trat er alleine mit seiner jüngsten Tochter Yuri an, doch schon nach wenigen Tagen schlossen sich ihnen immer mehr Menschen an: Ehemalige Geiseln, Familienangehörige von Entführten und Menschen, die Gustavo ihre Solidarität zeigen wollten, begleiteten ihn. Ganze Dörfer gingen auf die Strasse, als er ankam, viele Menschen gaben ihm zu Essen und einen Schlafplatz – andere wollten nur ein Foto mit Gustavo zusammen machen. Der „caminante de la paz“ – Friedensläufer – ist zum Symbol für eine humanitäre Lösung des Konfliktes und einem Hoffnungsträger für viele Kolumbianer geworden. Sein Ziel ist es die Aufmerksamkeit der Regierung und die Farc auf die Notwendigkeit eines Gefangenenaustausches zu richten. Er fordert die Freilassung der Geiseln mittels einer humanitären also friedlichen, verhandelten Lösung.

Weitere Infos: - Unterschriftenliste für Gustavo Moncayo? - Unterstützer für Moncayos Europa-Reise gesucht

Was schreibt die deutschsprachige Presse? http://derstandard.at/?url=/?id=2989249 www.taz.de/index.php?id=digi-artikel&ressort=sw&dig=2007/08/03/a0037 www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/kolumbien_geiseldrama_uribe_1.536119.html

Gustavo Moncayo – el Forest Gump colombiano

auf deutsch | in english | en français

Al leer por primera vez en los periódicos acerca de Gustavo Moncayo he de pensar en la película “Forest Gump”. La historia conmovedora de un hombre que corre y corre y corre.

El diez y siete de junio partió Gustavo de su pueblo Sandoná en Nariño (sur occidente de Colombia) rumbo a su meta Bogotá, a más de mil kilómetros de distancia, donde arribó luego de cuarenta y seis días de extensas marchas.

Su hijo, secuestrado hace casi diez años por las FARC, es la fuerza que lo lleva a emprender este viaje lleno de aventuras. En diciembre de 1997 las FARC atacan una repetidora del ejército colombiano en el departamento de Nariño. Mueren diez soldados, cuatro son heridos y diez y ocho jóvenes militares son secuestrados. Entre ellos también Pablo Moncayo. En 2001 son liberados diez y seis rehenes de este grupo, gracias a un acuerdo entre el gobierno y las FARC, en intercambio por catorce guerrilleros enfermos. Pablo no está entre ellos. Hasta hoy él le rehén que lleva más tiempo en poder de las FARC.

“Estamos cansados de tanto engaño, han pasado casi diez años en búsqueda de la liberación de los secuestrados”, dice el padre de Pablo.

Inició su camino solo en la compañía de Yuri, su hija menor, pero a los pocos días ya se les habían unido numerosas personas: antiguos rehenes, familiares de secuestrados y gente que deseaban demostrarle a Gustavo su solidaridad los acompañaron. Pueblos enteros salieron a las calles a su arribo, mucha gente los apoyó con alimentos y alojamiento, algunos otros solo deseaban una foto con Gustavo.

El “caminante por la paz” se ha convertido en símbolo por una solución humanitaria del conflicto y en la bandera de la esperanza para muchos colombianos. Su objetivo es llamar la atención del gobierno y de las FARC hacia la urgencia de una liberación de los rehenes. Él exige que esta sea por medio de una solución humanitaria es decir negociada.

Al llegar a Bogotá recibe él un apoyo enorme, el cual crea presión sobre el mando político, mas no sobre las FARC. Por eso su camino ha de seguir hasta donde igualmente las FARC sean obligadas a escucharlo. En un comienzo era la intención de Gustavo permanecer en la Plaza Bolívar hasta que se liberara a su hijo. Pero se ha hecho evidente que aquí él le habla solo a una de las dos partes involucradas.

Las FARC aparentemente solo responden a presión internacional, en especial a la europea. Gracias a una buena gestión de relaciones públicas durante años en este continente ellos lograron crear la idea de ser los representantes legítimos del Colombianos común, de la amplía mayoría en el país. Así que Gustavo marchará según planes en septiembre de Bruselas a París. Su caminata he de crear conciencia en la opinión pública de Europa, que los Colombianos son gente que aman la paz y hablan en el asunto de la liberación de los rehenes por si solo. Las FARC han de ponerle la cara a las propuestas y dar a conocer cuando liberarán a los secuestrados

Gustavo Moncayo – the Colombian Forest Gump

auf deutsch | en español | en français

When I first read on the papers about Gustavo Moncayo I immediately remembered the movie “Forest Gump”: A touching story of a man that runs and runs and runs.

On June 17 Gustavo left his home town Sandoná in Nariño (State in the Colombian south-west) heading to the 1000 km distant Bogota, where he arrived 46 days later.

His driving force for this adventurous march was his son, who had been kidnapped by the FARC-guerrilla almost ten years ago and been held hostage ever since. In December 1997 a radio station of the Colombian army in Nariño was attacked by the FARC – the Revolutionary Armed Forces of Colombia. Ten soldiers died, four were injured and 18 young militaries were taken as hostages. Amongst them was Pablo Moncayo. In 2001 sixteen hostages from this group were released, consequence of an agreement between the State and the FARC, in exchange for fourteen ill guerrilla fighters. Pablo was not part of the released soldiers. He has now become the hostage who has been kept imprisoned the longest by the FARC.

“We are tired from all these swindling – almost ten years have gone by to win back freedom for the hostages!” says Pablo’s father.

He started his journey alone with his youngest daughter Yuri but after a few days more and more people joint the wanderers: former hostages, family members of kidnapped persons and people who wanted to show Gustavo their solidarity escorted him. Entire towns lined up on the streets when he passed by, many offered him and his escorts meals and accommodation, others were just aiming for a snapshot with Gustavo.

The “caminante por la paz” – walker for freedom – has become the symbol for a humanitarian way out of the hostage conflict and the source of hope for many Colombians. His objective is to win the governments and the FARCs attention to the urgency of an exchange of prisoners. He demands the hostages to be released through a humanitarian solution, meaning a peaceful and negotiated way instead of a military release operation. The last one is considered to be life threatening to the hostages for many reasons.

After his arrival in Bogota he has received enormous support, which generates pressure on the political leaders – but not on the FARC. This is why his way still must go on to places where the FARC is forced to listen to him. Gustavo planned originally to stay at the Plaza Bolivar until his son had been released. However by now it has become obvious that from here he only speaks to one party.

The FARC reacts rather to international pressure, specially that one coming from Europe. Over the years their effective PR efforts in Europe managed to create the image, the FARC was the rightful representative of the regular Colombian, the majority in the country.

According to what is planned Gustavo will march in September from Brussels to Paris. His journey aims to make Europeans aware, that Colombians are peace minded people and their own spokespersons when it comes to the liberation of the hostages. The FARC must deal with the proposals and tell the public the date by when the hostages will be released.

For more information read: – Signatures in favour of a humanitarian release

Firmas para un acuerdo humanitario

auf deutsch | en français | in english

El diez y siete de junio de este año Gustavo Moncayo salió de su casa en Nariño para empezar un camino largo. Primero nadie les prestó atención a él y a su hija, pero después de unos días la atención pública despertó – hoy el interés por la familia Moncayo y especialmente por Gustavo iguala a la de una estrella de farándula. La voz acerca de su historia y su proeza incluso llega ahora a Europa.

Gustavo Moncayo no solamente es la figura representativa para un acuerdo humanitario, al encaminarse hacia la capital hace casi dos meses asumió una responsabilidad enorme y se ha convertido en la bandera de la esperanza para miles de Colombianos. Al “caminante por la paz” le debemos mucho de lo que ha sucedido en las últimas semanas y de lo que pasa en el momento. El país se mueve y marcha con el “caminante por la paz” …

… razones por las que deseamos acompañara a Gustavo en su camino y apoyarlo por medio de una larga lista de firmas. Buscamos por medio de ella para su historia un interés internacional mayor y aumentar la presión por una solución humanitaria. Esta es contraria al rescate militar, el cual pone en riesgo la vida de los rehenes, ya que las FARC los matan en caso de ser atacados.

Al comentar este artículo dando un correo electrónico valido, contará tu opinión como una firma de apoyo para Gustavo Moncayo y por ende como tu voz por un acuerdo humanitario. Sería genial si pudieras responder en español o en inglés, pero no es obligación.

Le entregaremos está lista personalmente a Gustavo Moncayo y el se la entregará al presidente con las más de dos millones de firmas que ya ha conseguido. No es posible entregarle la lista a las FARC, pero ellos se enterarán por la prensa del número de firmas en total