Am letzten Freitag war es nun endlich so weit. Am Vormittag verliess Gustavo mit seiner Tochter Yuri ihre Heimat der letzten Wochen - das Zelt auf dem Plaza Bolivar. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge übergab er das Zelt mit einem großen Dank an Bogotas Bürgermeister Luis Garzon. Bei seiner Ankunft in Bogota am 01. August hatte Gustavo gesagt, er bliebe solange auf dem Plaza Bolivar, bis er eine humanitäre Lösung erreicht hätte. Letzte Woche brach er nun auf, um auch in Europa um Gehör und Unterstützung zu bitten.
Natürlich marchierten Gustavo und Yuri zu Fuss zum Flughafen, bevor sie ihren weiten Weg jetzt auch nach Europa fortsetzen.
Bereits einen Tag nach seiner Ankunft in Paris, sprach Gustavo auf dem “Fete l´Humanité” (ein Fest der kommunistischen Partei in Frankreich) zu den Medien. Er habe alles gelassen: sein Haus, seine Arbeit, seinen Sohn berichtete Gustavo Moncayo und machte deutlich, dass er sich für jede der Geiseln austauschen lassen würde.
Sein Feldzug geht weiter: gestern erreichte der “caminate por la paz” Brüssel. Vom Europäischen Parlament eingeladen, sprach der Vater des seit 10 Jahre entführten Pablo Emilio nun auch vor hochrangogen Politikern.
Auf Grund seiner 2 Mio. gesammelten Unterschriften lud ihn die FICIB (Internationales Komitee Ingrid Betancourt) ein, 20 Städte in Frankreich und Belgien zu Fuss zu besuchen, um um Unterstützung zu bitten.
In den nächsten Wochen wird sein Terminkalender anscheinend genauso gefüllt sein, wie hier in Kolumbien. Eine Audienz beim Papst ist geplant und eventuell auch ein Besuch des Bundestages.
Die Unterschriften-Aktion hier im Kolumbien-Blog war sehr erfolgreich - wir bekamen 26 Komentare in den unterschiedlichsten Sprachen. Viele Dank dafür!
Wir haben diese Kommentare an Gustavo weitergeleitet - so wird er auch in Europa zeigen können, wie viele Menchen hinter seiner Idee stehen.
In unserem Interview vor 2 Monaten sagte uns Gustavo, dass es sich vorstellen könnte, Europa um Hilfe für die Reintegration von Ex-Guerilleros und ehemaligen Gefangenen zu bitten. Ich bin sehr gespannt, was er bei seinem Besuch erreichen wird und wie er die Europäer mit seiner Geschichte zum Nachdenken über Kolumbien, seine Politik und Geschichte bringen kann.
Was meint Ihr? Habt Ihr bereits Berichte gelesen oder etwas über Gustavo in den Nachrichten gehört?
Letzte Kommentare
Hans am 2. July 2009: Möchte mich auch positiv zur Airline Avianca äußern. Bin bis jetzt vier mal in Kolumbien gewesen und habe jedesmal eine andere Strecke sowie eine andere Airline benutzt. Der Flug von Madrid nach Bogota mit Avianca war mit...
Christian Brumm am 27. June 2009: Hallo Zusammen, ich wohne jetzt seit ca. eine Woche in Bogota und wollte mich mal umhoeren ob es noch ein paar andere Deutsche in meiner naehe gibt. Falls ihr lust habt koennt ihr euch ja mal melden. Gruss...
Don Pedrinio am 19. June 2009: und gleich noch ein Artikel. passt gut zum vorhergehenden: 18.6.09 Freihandelsvertrag zwischen Europa und Kolumbien stoppen Anlässlich des Weltflüchtlingstages am 20. Juni macht die entwicklungspolitische...
Maria Lucia am 10. June 2009: Hallo, Ich komme aus Kolumbien, und ich bin in der deutsche Schule von Bogota, jetz bin ich in Deutschland als Austauschschülarin, und es freut mich sehr, dass deutsche Webseiten, wie diese, die gute Sachen über...
susanne am 30. May 2009: Hallo Ihr Lieben, ich bin auf der Suche nach meinem Exmann uwe dietmar Kaiser. er müsste in der Nähe von Bokota wohnen ,ist mit einer Martha Garcia Kaiser verheiratet. Wir haben gemeinsames Sorgerrecht, da ich erneut an...
stone am 28. May 2009: na dann beamt euch mal weiter schön weg… nur denkt daran, nach dem rausch kommt die ernüchternde realität und die ist ersträglicher wenn man nicht auch noch drogenabhängig durchs leben rennt sondern körperlich...
mosist am 28. May 2009: hat eina schon mal hero probiert uns weis wie der turn is ? mfg
Eddi am 24. May 2009: @Frederico Du hast sie ja nicht mehr alle, einem toten Sänger etwas unterstellen zu wollen, was dieser nie gesagt hat. Außerdem bezweifle ich, wie viele Rolos du überhaupt kennst, da deren Anteil an der bogotanischen...