Tag-Archiv für 'Tourismus'

Reiseführer gewinnen: Kolumbien nah dran

Die vierte Auflage von “Nah dran Kolumbien” ist nun erschienen und für 23,90 EUR bei amazon.de erhältlich.

nahdrankolumbien_neu

Mit dem Autor Frank Semper haben wir für einen Leser des Kolumbien-Blogs ein Freiexemplar rausholen können. Unter allen Kommentatoren, die bis zum 10.02. einen Kommentar zu diesem Artikel verfassen, verlosen wir das Buch. Der Gewinner wird an dieser Stelle dann veröffentlicht.

Der Gewinner steht fest, herzlichen Glückwunsch an Armin Jedlitschka!

Nachfolgend der offizielle Buchvorstellungstext: Continue reading ‘Reiseführer gewinnen: Kolumbien nah dran’

Tourismus – wie wichtig ist er und in welcher Form?

boca-grandeZum wiederholten Male frage ich mich, woher die kolumbianische Presse die Zahlen zum Tourismus bekommt bzw. welcher Experte diese interpretiert. Dies passiert mir fast immer, wenn ich einen Artikel über Tourismuszahlen in der Zeitung lese.

So auch gestern. Im „Nuevo Siglo“ erschien ein Bericht mit dem Titel „A Colombia no llegan mas turistas por la falta de hoteles“ – übersetzt: Die Tourismuszahlen in Kolumbien steigen aufgrund der fehlenden Hotelkapazitäten nicht.

Entweder stimmen also die Auslastungszahlen von knapp 57 % aus 2007 nicht, oder der Schreiber interpretiert zuviel in die Aussage, dass aufgrund der verbesserten Sicherheitslage mehr Touristen kommen und deshalb alte Hotels renoviert und zum Teil neue gebaut werden. Zum Artikel gefügt ist eine Liste mit neu-erbauten Hotels aus dem Jahr ??? Dies wird nicht angegeben.

Der Tourismus ist lt. dieses Artikels der 3. wichtigste Sektor für Deviseneinkünfte. Wenn dem so ist, sollten dann nicht präzisere Angaben gemacht werden? So heißt es weiter „Um in 2009 das Ziel von 3,5 Millionen internationalen Gäste zu erreichen….“ Hier wird weder eine Prozentzahl des angestrebten Wachstums noch eine Zahl aus dem Vorjahr erwähnt, so dass der Leser keine Relation erhält. Continue reading ‘Tourismus – wie wichtig ist er und in welcher Form?’

San Andres wieder ein Grenzproblem Kolumbiens?

San Andres InselMitte März 2008 erklärte der nicaraguanische Präsident Daniel Ortega, 200 nautischen Meilen als spezielle ökonomische Fischfangzone für sein Land. Damit wird der gewöhnliche Meridian 82, die Meergrenzzone die seit 1928 im Vertrag Esguerra-Barcenas zwischen Nicaragua und Kolumbien vereinbart wurde überschritten.

Überdies hatte sich in Dezember 2007 der Internationale Gerichtshof in Den Haag zum ersten Mal angesichts den Antrag von Nicaragua geäußert, sechs Jahre nach dem Nicaragua die Souveränität über die Inseln von San Andres, Old Providence und Santa Catalina im Jahr 2001 bei ihm verlangte und damit den Vertrag von 1928 für nichtig erklärte. Der Internationale Gerichtshof erklärte sich zuständig in diesem Fall, bestätigte die Gültigkeit des Vertrages von 1928 im Sinne der kolumbianischen Souveränität über den Archipel, lehnte aber den 82en Meridian als Meeresgrenze ab, ohne sich endgültig über die ökonomische Meeresgrenzzone zwischen beiden Ländern zu äußern. Continue reading ‘San Andres wieder ein Grenzproblem Kolumbiens?’

Sterbende Korallen in der Karibik

San Andres InselnSind Sie schon einmal in der Karibik gewesen? Würden Sie etwas gegen die sterbenden Korallen in dieser Region tun?

Im Fall des kolumbianischen Archipels San Andres und Providencia reicht es nicht, dass er im Jahr 2000 von der Unesco zu einem MAB (Man and Biosphere) Reserve erklärt wurde. Das Seaflower Reserve, wie es genannt wird, ist das größte Meerreservat der Welt mit 300.000 qkm (57 qkm davon entsprechen der Landesoberfläche) und stellt heutzutage eine große Herausforderung dar: ein Beispiel nachhaltiger Entwicklung widerzuspiegeln. Continue reading ‘Sterbende Korallen in der Karibik’

Kolumbien Tourismus im Wandel?

Tayrona NationalparkVor drei Jahren sass ich mit Torsten von Promotora Neptuno über einer Kolumbienkarte und wir planten eine Rundreise. Auch wenn ich Kolumbien schon öfter bereist hatte, ein wenig mulmig war mir schon bei dem Gedanken. Schließlich waren wir einzigen, die Gruppenreisen durch Kolumbien anbieten sollten. Was würde passieren, wenn jemanden etwas passieren würde, das Risiko gibt es in ganz Südamerika, der Ruf von viventura wäre vielleicht ruiniert. Wie dem auch sei, im Februar 2005 startete unsere Pilotreise durch Kolumbien. Im Mai luden Torsten und ich dann zahlreiche andere Veranstalter ein, Kolumbien aus erster Hand kennenzulernen, wir organisierten ein Famtrip. Und zum Glück waren wir dann auch bald nicht mehr die Einzigen, 2006 wurde Kolumbien bereits von fünf Veranstaltern angeboten.

Mit dem Kolumbien Blog und dem Portal “ist Kolumbien sicher?” wollten wir über Kolumbien aufklären und dafür sorgen, dass man mehr zu hören bekommt außer Terror, Bürgerkrieg und Drogenbarone. Erreichen können wir damit aber nur sehr wenig Menschen.

Dennoch, peut a peut ändert sich das Bild. Und seit kurzem wird nun auch in den deutschen Massenmedien über Tourismus in Kolumbien geredet. Innerhalb weniger Tage berichteten n-tv, Spiegel online, Die Welt sowie verschiedene lokale Zeitungen wie die Leipziger Volkszeitung über Tourismus in Kolumbien. Sie erzählen von einem Land mit freundlichen und herzlichen Menschen, von einem Land in dem Touristen noch urtümliche Andendörfer und authentisches Karibikfeeling erleben können. Es wirklich zu schön um wahr zu sein. Langsam glaube ich daran, dass Kolumbianer bald nicht mehr als Guerrillos oder Drogenkurriere gehalten werden, sondern als ein freundliche Menschen, die in einem tollen Land leben.

Kolumbiens Weg zurueck auf die touristische Landkarte

Armenia aus “La Linea” kommendGerade eben habe ich einen interessanten Artikel in der Welt online gelesen. Es war ein netter Bericht ueber Kolumbiens Weg zurueck in das Gedaechtnis der Touristen, die sich langsam aber sicher wieder dem Land naehern. Hier koennt Ihr ihn lesen. Das Land hat natuerlich viel mehr zu bieten, als aus dem Text herauskommt. Ich denke jedoch, es ist wieder ein Schritt in die richtige Richtung, wenn internationale Medien positiv ueber das Land berichten.

Touristische News aus Kolumbien

Tayrona NationalparkIn den vergangenen Monaten hat sich einiges getan hier im “touristischen” Kolumbien, weshalb wir an dieser Stelle einige wichtige Punkte auflisten wollen:

  1. Einreisegebuehren Wie viele andere Laender auch, hat sich Kolumbien entschlossen, noch in diesem Jahr eine Enreisegebuehr von 5 USD pro Person zu verlangen. Diese Mehreinnahmen dienen dazu, die Vermarktung der “Marke Kolumbien” im Ausland weiter zu verstaerken.

  2. Neue Fluglinien, mehr und neue Verbindungen, neue Flugzeuge -Spirit Airlines, die amerikanische Billigfluglinie hat Streckenrechte auf dem Routing Fort Lauderdale-Bogota-Fort Lauderdale beantragt. Sie will diese Verbindung fuer ab 99 USD one-way anbieten. -AirComet aus Spanien hat die Streckenrechte auf der Verbindung Medellin-Madrid erhalten, muss die Verbindung jedoch einmal pro Woche ueber Cartagena laufen lassen. Die bisher 3x woechentliche Verbindung zwischen Bogota und Madrid wird auf 5x woechentlich aufgestockt. -Die kolumbianische Fluggesellschaft AeroRepublica, welche zur Copa gehoert, hat ebenfalls angefragt, mehrere Fluege in die Vereinigten Staaten durchfuehren zu duerfen. -Avianca, die groesste kolumbianische Fluggesellschaft erneuert Ihre Flotte komplett. Als erste suedamerikanische Fluggesellschaft erhaelt Sie in ca. 5 Jahren die Boeing 787 (Dreamliner). Dazu wurden ueber 30 Airbusse der 320-Familie und 5 Airbusse A330 fuer die Langstrecke bestellt.

  3. Hotelklassifizierung Cotelco, die Vereinigung kolumbianischer Hotels, hat vor ca. 1 Jahr begonnen, die Hotels in Kolumbien neu zu klassifizieren. Die geschieht im Moment allerdings auf freiwilliger Basis, wodurch bisher erst ca. 10% aller Hotels neu eingeteilt worden sind.

  4. Die Rute von Macondo: Aracataca-Santa Marta Zum 80. Geburtstag von Gabriel Garcia Marquez besuchte der groesste kolumbianische Schriftsteller erstmals nach 25 Jahren wieder seine Geburtsstadt Aracataca. Von hier wurde er inspiriert, sein Jahrhundertwerk 100 Jahre Einsamkeit zu schreiben. Der Traum der Bahnverbindung von Santa Marta an der Karibikkueste in die ca. 80 Km entfernte Traumwelt von Maconda (Aracataca) lebt nun wieder auf und soll im naechsten Jahr realisiert werden. Wir druecken die Daumen, dass es klappt.

  5. Waale an der Pazifikkueste Jedes Jahr von Juli bis Oktober wird die kolumbianische Pazifikkueste von prominenten Gaesten besucht. Buckelwaale, die von der Antarktis her kommen und waermere Gewaesser suchen, um hier ihre Buckelwaalbabies auf die Welt zu bringen. Nach 2-3 Monaten geht die Reise wieder zurueck in den Sueden. Wer die Moeglichkeit hat, in dieser Zeit die Pazifikkueste zu besuchen, wird unvergessliche Eindruecke mit nach Hause nehmen.

Zweitschönste Strände der Welt: Tayrona-Nationalpark

Tayrona NationalparkDer Tayrona-Nationalpark bei Santa Marta an der kolumbianischen Karibikküste wird von uns hier, die in Kolumbien leben, immer zu den schönsten Plätzen des Kontinents gezählt. Seine Flora und Fauna, seine spektakulären Palmenstrände, die riesigen, verstreut liegenden Steine, kleine Traumbuchten mit ruhigem Meer wechseln mit wilden Straenden und hohem Wellengang ab und dicht dahinter dich sich auf fast 6.000 m erhebende Sierra Nevada de Santa Marta – das höchste Küstengebirge der Welt – sind wirklich phantastisch. Nun hat die englische Tageszeitung The Guardian, genauer gesagt einer Ihrer Redakteure, die Strände des Tayrona-Nationalpark zu den zweitschönsten der Welt gewählt.

Rasanter Anstieg ausländischer Touristen in Kolumbien

Tayrona NationalparkNach neusten Zahlen, die vor einigen Tagen in der größten kolumbianischen Tageszeitung “El Tiempo” erschienen sind, konnte Kolumbien auch 2006 die Gästezahl aus dem Ausland kräftig -weit Eber dem weltweiten Schnitt – erhöhen. Laut DAS, dem “Departamento Administrativo de Seguridad – diese kontrollieren alle Ein- und Ausreisen, sind 2006 über 1.000.000 ausländische Gäste registriert worden, ein Anstieg von deutlich über 10% im Vergleich zum Vorjahr.

Laut Statistik hatten 50% aller ausländischen Touristen, sprechen wir lieber von Einreisen ausländischer Staatsbürger, denn in dieser Zahl sind natürlich auch die Geschäftsreisen und ethnischen Einreisen enthalten, Bogota als Enddestination der Reise. Das entspricht einem Zuwachs von fast 25%, von 416.000 auf 517.000. Das klingt recht hoch, wahrscheinlicher ist, dass 50% der Einreisen über Bogota gelaufen sind. Die Karibikküste mit den touristischen Städten Santa Marta (53%) und Cartagena (12%) hat ebenfalls kräftig zugelegt, San Andres fällt da mit Zuwachsraten von ca. 5% etwas zurück.

Continue reading ‘Rasanter Anstieg ausländischer Touristen in Kolumbien’