Archiv für die Kategorie 'Allgemein'

Moncayo morgen in Freiheit?

Wir haben schon ein paar Mal über das Schicksal von Pablo Emilio Moncayo und seiner Familie berichtet. Das erste Mal im Juli 2007.

http://www.kolumbien-blog.com/bewaffneter-konflikt/befreit-laufen http://www.kolumbien-blog.com/regional/bogota/gustavo-moncayo-achterbahn-der-gefuehle http://www.kolumbien-blog.com/kolumbien-heute/hoffnung-moncayo http://www.kolumbien-blog.com/kolumbien-heute/freiheit-moncayo

Seit dem gibt es immer wieder Gerüchte, dass er frei kommen soll, aber nie geschah etwas. 12 Jahre lebt Moncayo jetzt bereits in Gefangenschaft der Farc.

Jetzt scheinen die Versprechungen wirklich wahr zu werden. Gestern wurde bereits der junge Soldat Calvo in einer humanitären Aktion von der Farc übergeben und morgen soll es für Pablo Emilio soweit sein. Die Vorbereitungen werden bereits getroffen.

Nicht einmal annähernd kann ich mir vorstellen, wie schrecklich es sein muss, die beste Zeit seines Lebens, irgendwo im Urwald gefangen zu sein, sein Familie nicht sehen zu können und niemals zu wissen, was mit einem passiert, wie lange man noch leben wir?! Nicht annäherend kann ich mir vorstellen, wie sich die Familie, besonders Gustavo Moncayo, jetzt fühlt.

Ich werde morgen mitfiebern – bin jetzt schon aufgeregt und freue mich riesig auf den Moment, in dem wir Pablo Emilio in Freiheit und bei seiner Familie sehen können.

Kommentare im Kolumbien-Blog

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Wartungsarbeiten Forum

Liebe Forum-Benutzer,

derzeit update ich die Software unseres Forums, ich hoffe, dass im Laufe des Tages wieder alles funktioniert und das Forum mit erweiterten Funktionen wieder online ist.

Vielen Dank für euer Verständnis!

Ay hombe … Abschied von einem Großen des Vallenatos

Kolumbien gedenkt Rafael Escalonas. Es mag noch Kolumbianer geben, die nicht wissen, wie ihr Präsident heisst oder das “el Pibe” Valderrama ein ehemaliger Fußballspieler ist. Aber es dürfte keinen Kolumbianer geben, der nicht weiss, wer “El Maestro Escalona” oder “Rafa” ist.

Escalona hat den Vallenato über die kolumbianische Karibik hinaus bekannt gemacht. Durch ihn wissen auch die “Cachacos”, die Kolumbianer im Inland, dass es an der Küste “hombe” und nicht “hombre” heisst und dass eine Stimme, ein Akkordeon, ein Bongo, eine Gabel und eine Blechreibe genügen um karibische Stimmung zu machen, die nach Rum und Palmen schmeckt. “Un canto a la vida … dem Leben ein Lied”, das ist der Vallenato. Durch Escalona gilt der Vallenato international als der Sound Kolumbiens, noch vor der traditionellen “Cumbia”.

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Nachrichtensplitter 23.04.09

Uribe trifft Papst Benedikt

Kolumbiens Präsident Álvaro Uribe hat nächste Woche erstmalig eine Audienz im Vatikan. Der Besuch bei Papst Benedikt ist für Donnerstag, den 30. April 2009,  angesetzt. Weitere Stationen der Europareise Uribes sind Italien bei Ministerpräsident Silvio Berlusconi sowie Spanien, wo der Präsident Kolumbiens sowohl das spanische Regierungsoberhaupt José Luis Rodríguez Zapatero sowie Juán Carlos, den König von Spanien, treffen wird. Weitere Einzelheiten unter www.adn.es (spanisch).

Acht Tote bei Erdrutsch in Goldmine im Chocó

Bei einem Erdrutsch in einer Goldmine im nordöstlichen Chocó im Landkreis Tadó sind am vergangenen Dienstag mindestens acht Personen ums Leben gekommen. Kurz vor Mittag lösten sich die Erdmassen aus bisher ungeklärten Gründen und töteten acht Minenarbeiter. Die Opfer wurden von Mitarbeitern der Polizei, des Roten Kreuzes und dem Minenpersonal geborgen. Nach Angaben der Landesregierung des benachbarten Bundeslandes Risaralda gab es weiterhin sieben Verletzte. Das Unglück ereignete sich nur wenige Stunden, nachdem in Bogotá durch verschiedene Regierungsstellen bekanntgegeben worden war, dass im Rahmen einer Ermittlung gegen Umweltverschmutzung mehrere illegale Goldminen im Chocó, in der Nähe des Flusses Quito, stillgelegt und deren Abbaugerätschaften beschlagtnahmt worden waren.  Mehr Informationen unter www.elespectador.com (spanisch).

Fotoausstellung zeigt Menschen im bewaffneten Konlikt Kolumbiens

Die Ausstellung “Plan Kolumbien – erdegrün – wasserrot” mit Bildern der Fotografen Steve Cagan und Jesús Abad Colorado wurde gestern in der Galerie Arbeiterfotografie in Köln eröffnet. Die Bilder haben die Menschen im bewaffneten Konflikt Kolumbiens zum Thema. Jesús Abad ist Kolumbianer und möchte nach eigenen Angaben in seinen Bildern die Würde der Opfer des bewaffneten Konflikts in Kolumbien zum Ausdruck bringen. Vor drei Jahren erhielt er für seine Arbeit den Prix Caritas 2006 für Menschlichkeit. Steve Cagan ist US-Amerikaner und hat auf zahlreichen Reisen nach Kolumbien vor allem religiöse Feste, Proteste gegen Vertreibung und Landraub und die Artenvielfalt des Regenwalds zu Motiven seiner Bilder gemacht. Die Wanderausstellung zeigt Schwarz-Weiß-Bilder der beiden Fotografen und wird nach Köln in Bremen und Dortmund zu sehen sein. Weitere Hintergrundinformationen unter www.principiis-obsta.blogspot.com.

Medellíns Fußballtrainer Suarez zurückgetreten

Luis Fernando Suarez ist als Trainer der Fußballmannschaft Atlético Nacional de Medellín zurückgetreten. Ausschlaggebend für seinen Rücktritt war vermutlich die jüngste Niederlage des Erstlegistenclubs, bei der Medellín gegen Deportivo Cali 1:2 unterlag. Medellín liegt damit zurzeit auf dem letzten Tabellenplatz der Ersten Liga Kolumbiens. Der Kolumbianer Suarez hatte bei der Fußballweltmeisterschaft 2006 die Nationalmannschaft Ecuadors bis ins Achtelfinale geführt.

Kolumbiens Smaragde

smaragdHeute abend wird in Bogota das Internationale Museum der Smaragde eröffnet. Auf 670 qm werden z.B. rohe und geschliffene Smaragde und Originaltunnel aus Chicor, Gachalá und Muzo ausgestellt.

Muzo befindet sich auf der Ostkordiliere der Anden, 100 km entfernt von Bogota. Das kleine, verschlafene Dörfchen hat es aber in sich. Die Smaragdminen von Muzo sind die bekanntesten weltweit mit bester Qualität des grünen Gesteins.

Lange Zeit gehörte das Gebiet um Muzo zur sogenannten Zona Roja (sehr gefährliche Zone, von der man sich besser fernhielt). Drogenbosse und Smaragdmafiosis kämpften um die Steine und die Minenarbeiter mussten ihre Beute verteidigen.

So stellte ich mir auch – vor meiner Fahrt nach Muzo vor ein paar Monaten – immer vor, dass dort alle Arbeiter mit einer Waffe bestückt seien :-)

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San Gil – La Perla del Fonce

Unter ausländischen Touristen noch relativ unbekannt hat sich San Gil – die Perle am Rio Fonce, wie die Stadt liebevoll genannt wird – in den letzten Jahren zum Zentrum für Abenteuertourismus in Kolumbien entwickelt. Die kleine Kolonialstadt mit seinen ca. 30.000 Einwohnern liegt etwa 100 Kilometer südlich von Bucaramanga, der Hauptstadt des Departamentos Santander, auf ungefähr 1.200m Höhe. Seit 2004 ist San Gil die Tourismushauptstadt von Santander.

Die Liste der möglichen Aktivitäten in San Gil scheint endlos zu sein. Angefangen von Rafting, über Paragliding hinzu Caving oder dem Abseilen an einem 100m hohem Wasserfall, dürfte sich hier für jeden etwas finden lassen. Für Leute, die den ganz besonderen Kick suchen, besteht sogar die Möglichkeit des Bungee-Jumpings direkt über dem Rio Suarez oder dem Rio Chicomocha. San Gil und seine Umgebung bieten zudem einige weitere kulturelle Höhepunkte. 30 Minuten von der Stadt entfernt liegt Barichara – viele Kolumbianer behaupten, dass dies das schönste Dorf Kolumbiens sei. Die weissen, kolonialen Haueser, die idyllische Umgebung und die Ruhe des Dorfes erzeugen eine Atmosphäre die vermuten lässt, dass man sich in einem ganz anderem Jahrhundert befindet. cimg0175_klein An diesem Wochenende wollen wir San Gil endlich für uns entdecken. Nach einer langen 6-stündigen Fahrt kommen wir in dem beschaulichen Städtchen – idyllisch in einem kleinem Tal gelegen, umgeben von grünen Bergketten – an. Die Stadt empfängt uns mit Sonnenschein und absoluten Wohlfühltemperaturen von ca. 25 Grad. Das kühle Bogota liegt hinter uns und uns erwartet ein abenteuerliches, aber trotzdem entspanntes Wochenende. Continue reading ‘San Gil – La Perla del Fonce’

Erfolgreicher Umweltschutz am Beispiel der “Fundacion Ecodiversidad Colombia”

Die Stiftung “Fundacion Ecodiversidad Colombia” ist eine gemeinnützige Institution, die vor allem auf dem Feld der Erforschung und des Schutzes der Biodiversität in Kolumbien arbeitet. Des Weiteren soll durch sozio-ökonomische Projekte die Zivilbevölkerung in die Arbeit der Fundacion einbezogen werden. “Ecodiversidad Colombia“ unterhält Projekte und Programme in Zusammenarbeit mit dem Umweltminiterium, zahlreichen Akademikern und Wissenschaftlern und der Zivilbevölkerung.

Die Fundacion arbeitet in zahlreichen Regionen Kolumbiens. Besonders erfolgreich war bisher ein Projekt zum Schutz und Erhalt der natürlichen Vielfalt in Soata, welches im Jahr 2007 durchgeführt wurde. Soata ist eine historische Stadt im Nordosten des Bundesstaates Boyaca, zwischen Tunja und Bucaramanga gelegen. Die Gegend um Soata ist relativ dünn besiedelt und zeichnet sich vor allem durch ihre schöne Umgebung aus.

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In eigener Sache: Stellenausschreibung Kolumbien

Liebe Blogleser,

an dieser Stelle möchte ich euch um Unterstützung bitten. viventura sucht für sein Büro in Medellin einen Marketingleiter für den deutschen Markt. Die drei Hauptvorraussetzungen sind ein Wohnsitz in Kolumbien, deutsch als Muttersprache und Erfahrungen im Marketing mitzubringen.

Details der Stelle haben wir hier ausgeschrieben:

als Webseite: www.viventura.net/marketingleiter/ und als PDF: www.viventura.net/marketingleiter/marketingleiter.pdf

medellin-oficina-101

Vielleicht hat der eine oder andere von Euch Interesse an der Stelle. Oder vielleicht gibt es Freunde oder Bekannte, die an dieser Stelle Interesse haben könnten. Vielleicht habt ihr auch selbst einen Blog, wo ihr einen kurzen Eintrag beisteuern könnt. Für jede Hilfe bin ich sehr dankbar!

Viele Grüße aus Medellin,

Euer André

Lonely Planet Kolumbien

Auf keiner meiner Reisen durfte der “Wälzer” von Lonely Planet bisher fehlen. Beim Vergleich des Buches über Kolumbien mit dem, was ich seit 13 Monaten im Land kennen gelernt habe, erkenne ich allerdings deutliche Mängel. Zudem lädt das Coverbild keineswegs zu einer Reise in dieses lebensfrohe Land ein.

Am Wochenende kam nun auch die schriftliche Bestätigung, einer Vermutung, die viele Reisende und Kolumbieninteressierte schon lange hatten. Der Autor Thomas Kohnstamm gibt in seinem Buch “Kommen Reisejournalisten in die Hölle” zu, das Meiste der Texte vom Sofa aus geschrieben zu haben. Eine Bekannte hatte für ihn den größten Teil recherchiert. Er selber war nur kurz im Land und da er von Lonely Planet so schlecht bezahlt wurde, musste er laut seiner Angaben Drogen verkaufen, um überleben zu können. “Pobrecito” – fällt mir dazu nur ein.

Warum nimmt man so ein Angebot als Autor überhaupt an, wenn man sich auf diese Art zusätzliches Geld verdienen MUSS. Betonung auf “muss”, denn es gibt auf dieser Welt anscheinend keine anderen Möglichekeiten Geld zu verdienen. Oder ist das nur eine reißerische Bemerkung, um die Auflage seines Buches zu steigern?

Ich hoffe, dass als positives Resultat dieser Nachricht die nächste Auflage des Lonely Planet Kolumbien ausführlicher, echter, mit einem anderen Titelbild und mit einem anderen Autoren gestaltet wird!