Neulich hat Juan Lozano, Umweltminister Kolumbiens, die Unternehmer daran erinnert, dass nur bis Dezember 31, 2009 Produkte verkauft werden dürfen, deren Emissionen die Ozonschicht belasten.
Vor einem Jahr wurde die Einfuhr ausländischer Produkte, die diese Schadstoffen beinhalten, verboten. Seit 14 Jahren wird in Kolumbien ihre Nutzung allmählich reduziert: jährlich werden 1.300 Tonnen der Ozonkiller weniger in die Umwelt freigesetzt. Die Ausbildung und Zertifizierung von 2.500 Experten in Kühlmitteln und Aufschäum-, Isoliermittel hat auch zur Reduktion von 164 Tonnen dieser Substanzen beigetragen.
In diesem Zusammenhang ist es jedoch interessant anzumerken, dass in Tropenländern in hochgelegenen Siedlungen die Ozonschicht in der Stratosphäre am dünnsten ist und dieses Problem hier zunimmt. Bogota und Pasto sind die Städte Kolumbiens, wo die Ozonschicht am dünnsten ist und extrem hohe UV-Strahlungen messbar sind. Leider gibt es keine systematische Warnung vor hohen Expositionen.
Auf Einladung der kolumbianischen Regierung wird der Hohe Kommissar für Menschenrechte der UNO am kommenden 10. Dezember Kolumbien besuchen. Dies verkündete Uribe vor der Vollversammlung der UNO in New York.
Uribe befindet sich seit Anfang der Woche in den USA um u.a. für das Freihandelsabkommen zwischen den USA und Kolumbien zu werben. Insbesondere will er sich die Unterstützung der demokratischen Partei und ihres Kandidaten Barack Obama sichern. Dafür musste er sich gut vorbereiten und so kann er diesmal eine genaue Liste der Erfolge seiner Regierung und der Ziele, die Kolumbien bis 2015 erreichen möchte und zu denen er seine Amtszeit bis 2010 verpflichtet sieht. Zwar konnte Uribe Obama keine Zusage abringen, aber schon die Tatsache, dass der Kandidat der Demokraten ihn im laufenden Wahlkampf empfing und Uribe zusicherte, die Erfolge beim Schutz der Gewerkschafter einer Prüfung zu unterziehen, darf als möglicher Durchbruch um eine Änderung der Meinung bei den Demokraten gelten.
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Zum wiederholten Male frage ich mich, woher die kolumbianische Presse die Zahlen zum Tourismus bekommt bzw. welcher Experte diese interpretiert. Dies passiert mir fast immer, wenn ich einen Artikel über Tourismuszahlen in der Zeitung lese.
So auch gestern. Im „Nuevo Siglo“ erschien ein Bericht mit dem Titel „A Colombia no llegan mas turistas por la falta de hoteles“ – übersetzt: Die Tourismuszahlen in Kolumbien steigen aufgrund der fehlenden Hotelkapazitäten nicht.
Entweder stimmen also die Auslastungszahlen von knapp 57 % aus 2007 nicht, oder der Schreiber interpretiert zuviel in die Aussage, dass aufgrund der verbesserten Sicherheitslage mehr Touristen kommen und deshalb alte Hotels renoviert und zum Teil neue gebaut werden.
Zum Artikel gefügt ist eine Liste mit neu-erbauten Hotels aus dem Jahr ??? Dies wird nicht angegeben.
Der Tourismus ist lt. dieses Artikels der 3. wichtigste Sektor für Deviseneinkünfte. Wenn dem so ist, sollten dann nicht präzisere Angaben gemacht werden? So heißt es weiter „Um in 2009 das Ziel von 3,5 Millionen internationalen Gäste zu erreichen….“ Hier wird weder eine Prozentzahl des angestrebten Wachstums noch eine Zahl aus dem Vorjahr erwähnt, so dass der Leser keine Relation erhält.
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Am 25. Juli 2005 erließ die damalige kolumbianische Regierung (Präsident Uribe) das Gesetz 975, besser bekannt als das Gesetz “Justicia y Paz – Gerechtigkeit und Frieden”. Zuvor war dieses Gesetz am 20.06.05 nach heftigen Debatten vom kolumbianischen Parlament abgesegnet worden. Das kolumbianische Verfassungsgericht befand bis heute zweimal über das Gesetz 975. Im April 2006 erklärte das Gericht die formelle Verfassungsmäßigkeit des Gesetzes, bevor es am 18. Mai 2006 zu den Inhalten selbst Stellung nahm, einige Passagen korrigierte und andere als nicht anwendbar bezeichnete.
Das Gesetz Justicia y Paz legt die Bedingungen fest, unter der Mitglieder illegaler bewaffneter Gruppen in die Gesellschaft eingegliedert werden. Dieses Gesetz soll effektiv der Erreichung des Friedens im Lande dienen und Anordnungen treffen, unter denen humanitäre Vereinbarungen geschlossen werden können.
Soweit die Präambel zum Gesetz.
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Unter ausländischen Touristen noch relativ unbekannt hat sich San Gil – die Perle am Rio Fonce, wie die Stadt liebevoll genannt wird – in den letzten Jahren zum Zentrum für Abenteuertourismus in Kolumbien entwickelt. Die kleine Kolonialstadt mit seinen ca. 30.000 Einwohnern liegt etwa 100 Kilometer südlich von Bucaramanga, der Hauptstadt des Departamentos Santander, auf ungefähr 1.200m Höhe. Seit 2004 ist San Gil die Tourismushauptstadt von Santander.
Die Liste der möglichen Aktivitäten in San Gil scheint endlos zu sein. Angefangen von Rafting, über Paragliding hinzu Caving oder dem Abseilen an einem 100m hohem Wasserfall, dürfte sich hier für jeden etwas finden lassen. Für Leute, die den ganz besonderen Kick suchen, besteht sogar die Möglichkeit des Bungee-Jumpings direkt über dem Rio Suarez oder dem Rio Chicomocha. San Gil und seine Umgebung bieten zudem einige weitere kulturelle Höhepunkte. 30 Minuten von der Stadt entfernt liegt Barichara – viele Kolumbianer behaupten, dass dies das schönste Dorf Kolumbiens sei. Die weissen, kolonialen Haueser, die idyllische Umgebung und die Ruhe des Dorfes erzeugen eine Atmosphäre die vermuten lässt, dass man sich in einem ganz anderem Jahrhundert befindet.
An diesem Wochenende wollen wir San Gil endlich für uns entdecken. Nach einer langen 6-stündigen Fahrt kommen wir in dem beschaulichen Städtchen – idyllisch in einem kleinem Tal gelegen, umgeben von grünen Bergketten – an. Die Stadt empfängt uns mit Sonnenschein und absoluten Wohlfühltemperaturen von ca. 25 Grad. Das kühle Bogota liegt hinter uns und uns erwartet ein abenteuerliches, aber trotzdem entspanntes Wochenende.
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Kolumbien ist bekannt für seine zahlreichen und wunderschönen Landschaften. Unter den Gebirgsszenerien zählt die Sierra Nevada del Cocuy unzweifelhaft zu den eindrucksvollsten: Hoch im Nordosten auf dem Übergang der Regierungsbezirke Boyacá und Arauca an der Grenze zu Venezuela gelegen besticht das Gebirgsmassiv, das zur Cordillera Oriental, der östlichen der drei Gebirgsketten der Anden, die sich durch Kolumbien ziehen, gehört, durch weißglänzende Gletscher, See im Nationalpark El Cocuy leuchtend blaue Seen und eine außergewöhnliche Pflanzenwelt. Mehr als 25 Gipfel sind dauerhaft schneebedeckt, die Gletschermasse ist die größte Kolumbiens. Die Vegetation umfasst urwüchsigen Bergwald auf Hochebenen, Andenwald und die baumlose Gebirgstundra, span. páramo, und kann über 700 Arten von Gefäßpflanzen aufweisen. Das entspricht 83 % der Hochgebirgsarten in Kolumbien und ist die vielfältigste Hochgebirgsflora der Welt!
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Zurzeit befindet sich ein neuer Gesetzesvorschlag zu Wissenschaft und Forschung in den Mühlen der kolumbianischen Legislative. Der Entwurf sieht vor, die Rolle von Wissenschaft, Forschung und Technologie zu stärken, im einzelnen sollen Geldmittel erhöht und die Entscheidungsgewalt des Kolumbianischen Instituts Francisco José de Caldas für wissenschaftliche und technologische Entwicklung (Colciencias) ausgeweitet werden. Die Entwurfsautoren wünschen sich für Colciencias, einer öffentlichen Einrichtung, die dem nationalen Planungsbüro untersteht und ein wichtiger Akteur auf dem Gebiet Wissenschaft und Forschung ist, die Hochstufung zur leitenden Institution auf nationaler Ebene. Dies würde bedeuten, dass das Institut die Bereiche Wissenschaft, Technologie und Innovation nicht nur politisch leitet, sondern auch seine finanzielle Ressourcen eigenständig verwaltet und fast, wenn nicht vollkommen, unabhängig von anderen Institutionen desselben Sektors agiert. Weiterhin fordert der Gesetzesvorschlag, dass das Budget für Wissenschaft, Technologie und Innovation bis zum Jahr 2010 von 0,37 % auf 1 % des Bruttoinlands- produkts Kolumbiens angehoben wird.
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Die Stiftung “Fundacion Ecodiversidad Colombia” ist eine gemeinnützige Institution, die vor allem auf dem Feld der Erforschung und des Schutzes der Biodiversität in Kolumbien arbeitet. Des Weiteren soll durch sozio-ökonomische Projekte die Zivilbevölkerung in die Arbeit der Fundacion einbezogen werden. “Ecodiversidad Colombia“ unterhält Projekte und Programme in Zusammenarbeit mit dem Umweltminiterium, zahlreichen Akademikern und Wissenschaftlern und der Zivilbevölkerung.
Die Fundacion arbeitet in zahlreichen Regionen Kolumbiens. Besonders erfolgreich war bisher ein Projekt zum Schutz und Erhalt der natürlichen Vielfalt in Soata, welches im Jahr 2007 durchgeführt wurde. Soata ist eine historische Stadt im Nordosten des Bundesstaates Boyaca, zwischen Tunja und Bucaramanga gelegen. Die Gegend um Soata ist relativ dünn besiedelt und zeichnet sich vor allem durch ihre schöne Umgebung aus.
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Letzte Kommentare
Marion Geissbühler am 19. Dezember 2011: Hallo Yolanda Zufällig bin ich auf dein Schreiben gestossen. Vermietest du die Wohnung immer noch? Wenn ja, besteht die Möglichkeit sie vom 24.Dezember 2011 bis 2. Januar 2012 zu mieten oder nur über das...
danke bianca
irina am 5. Dezember 2011: Hi Nora, danke für den Bericht!!! Ich wollt fragen, ob man den Rest des Gepäcks, den man für die Wanderung nicht benötigt, am Startpunkt irgendwo unterstellen kann? Danke! VG Irina
Felix W. am 26. November 2011: Hi, bin in Kolumbien, aber mir wird verboten Leticia zu bereisen, da es gefährlich sein soll, was mir aber einige Kolumbianer nicht bestätigen, doch meine Organisation in DE möchte es nicht. Was gibts dazu zu sagen?...
Stefan H. am 13. November 2011: Hallo, erstmal vorweg ich war auch noch nie in Kolumbien. Ich kenne aber hier in D einige Kolumbianer. Und ich muss sagen dass sind sehr freundliche,liebevolle und offene Menschen die sich über jede Kleinigkeiten...
Mary am 30. Oktober 2011: Hallo, ich selbst habe auch einen Blog über Kolumbien. Wenn ihr dort etwas reinschreiben wollt, immer zu! Viele Grüße Mary
pedro am 16. September 2011: Hallo, also ich will hier meine ganz subjective Erahrung beisteuern: Vor 3 Monaten habe ich meine novia columbiana uebers Internet kennengelernt, vor 6 Wochen habe ich sie besucht und seitdem ist es aus mit mir –...
Kim am 17. August 2011: Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass Menschen aus ärmeren Ländern, also entweder aus Entwicklungs- oder Schwellenländern, sich schneller über etwas freuen. Oft ist auch der Zusammenhalt innerhalb der Familie...
bianca am 9. August 2011: hallo, wo genau wurde denn dieses foto geschossen? ich werde nächsten frühling nach kolumbien fliegen und das foto sieht auf jeden fall so aus, als würde sich ein abstecher dorthin lohnen