Archiv für die Kategorie 'Politik'

Kolumbien zeigt gute Leistungen in Umweltpolitik

Kolumbien hat für die erfolgreiche Umsetzung von Beschlüssen in der Umweltpolitik den 9. Platz im internationalen Vergleich, dem „Environmental Performance Index“(EPI), errungen. Damit ist es hinter dem fünftplatzierten Costa Rica die Nummer zwei in Lateinamerika; die beiden sind die einzigen Repräsentanten Lateinamerikas unter den ersten zehn. In der Rangfolge des EPI, dessen Ergebnisse im Januar auf dem Weltwirtschaftsforum in der Schweiz bekannt gegeben wurden, hat sich Kolumbien innerhalb von zwei Jahren um acht Plätze verbessern könne. Auf den ersten Plätzen setzten sich die Schweiz, Norwegen, Schweden und Finnland ab. Länder wie Frankreich (10.), Kanada (12.) oder Deutschland (13.) blieben hinter Kolumbien zurück.

Der Environmental Performance Index vergleicht anhand verschiedener Indikatoren, wie nah ein Land an die Umsetzung seiner erklärten Vorhaben in der Umweltpolitik gekommen ist. Im Blickfeld stehen dabei die Verminderung von Umweltstress für die menschliche Gesundheit sowie stabile Ökosysteme und deren verantwortungsbewusste Bewirtschaftung. Auf diese zwei Kernpunkte hin werden sechs Bereiche – Wasser, Luftqualität, Klimawandel, biologische Vielfalt und Lebensräume, Umweltgesundheit und natürliche Ressourcen – mittels 25 Indikatoren geprüft und versucht festzustellen, inwieweit die einzelnen Länder ihre Politikbeschlüsse umsetzen konnten.

149 Länder haben die amerikanischen Universitäten Yale und Columbia, die den Vergleich durchführen, dieses Jahr unter die Lupe genommen. Platz neun insgesamt und der zweite in Lateinamerika stellen für Kolumbien einen großen Erfolg dar, erklärt Marta Pizano, eine kolumbianische, im vergangenen Jahr von der amerikanischen Umweltschutzbehörde ausgezeichnete Biologin. Laut Pizano ist das gute Ergebnis ein Zeichen für ein „starkes politisches Netzwerk und einen hohen Bewusstseinsgrad“ in Kolumbien hinsichtlich der im EPI geprüften Themenbereiche.

Besonders hoch wurden Kolumbiens Errungenschaften in den Bereichen Forstwirtschaft, Fischhaltung, Nutzung landwirtschaftlicher Flächen und Senkung der Ozonkonzentration in Bodennähe bewertet (eine hohe Ozonkonzentration in Bodennähe verursacht beträchtliche Schäden für die Gesundheit). Nach Meinung von Jorge Sánchez, dem Koordinator der Ozonabteilung des kolumbianischen Umweltministeriums, waren Kolumbiens Bemühungen zur Ozonsenkung der Hauptgrund dafür, dass das Land seine Position im internationalen Vergleich so bedeutend verbessern konnte.

Was meint Ihr, hat Kolumbien den Preis zu Recht bekommen?

Oder geht es hier nur um einen Teilaspekt, einen sehr theoretischen, politischen Preis, während viele Dinge in Kolumbiens Umweltsektor in der Praxis gar nicht so gut laufen?

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2. Umfrage: Wie schätzt du Uribes Arbeit ein?

Vor ca. 10 Tagen hatten wir unsere erste Umfrage im Blog, es haben wirklich sehr viele Leser mitgemacht. Vielen Dank!

Einige haben sich gemeldet und angedeutet, dass sie gerne mehrere Abstimmmöglichkeiten gehabt hätten. Ich habe nun die Umfragesoftware upgedated. In Zukunft werden - je nach Umfrage - mehrere Stimmen abgegeben werden können.

Besonders schön fand ich, dass Antwortmöglichkeiten von Euch hinzugefügt wurden, von denen “Leben/ Alltag in Kolumbien” sogar den zweiten Platz gemacht hat. Das Ergebnis war sehr deutlich. Es gibt ein breites Interesse an Themen zu Kolumbien mit den Schwerpunkten Politik, aus dem kolumbianischen Alltag und Infos zu Reisen in Kolumbien. Wir - die Autoren - werden bei der Artikelwahl entsprechend darauf achten. Vielen Dank an alle, die mitgemacht haben.

Aufgrund der regen Teilnahme an der Umfrage, werden wir diese in regelmäßigen Abständen durchführen. Entsprechend eurer Wünsche, geht es in der nächsten Umfrage um Politik. Es ist eine einfache Frage.

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Wie bewertet ihr die Präsidentschaft von Alvaro Uribe?






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Bitte schreibt doch in den Kommentaren welche Umfragen euch hier im Blog interessieren würden!

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Aerobus statt Metro?

In Bogota gibt es seit Jahren die Diskussion um eine Metro. Das Bussystem Transmilenio (funktioniert ähnlich wie die S-Bahn in Deutschland mit eigenen Spuren, Haltestellen etc.) reicht längst nicht für das hohe Verkehrsaufkommen aus.

Außerdem besteht ein inoffizieller Wettstreit zwischen Medellin, die eine Metro haben, und Bogota - ähnlich wie zwischen Köln und Düsseldorf :-)… und so gewann der neue Bürgermeister Bogotas auch die Wahl, weil er sich für eine Metro einsetzen möchte.

Heute schlägt ein Journalist des “El Tiempo”, eine interessante Variante vor: den Aerobus - eine elektrische Schwebebahn. Diese soll wesentlich kostengünstiger sein als eine Metro, weit aus umweltschonender, mehr Passagiere transportieren können und zudem nimmt sie keinen Platz auf der Straße weg, der eigentlich sowieso nicht vorhanden ist, um noch Metroschienen zu bauen.

Hier ein paar Fakten:
Der Aerobus
* transportiert bis zu 40.000 Passagiere in der Stunde
* fährt bis zu 100 km/h
* kann bis zu 50 m über der Straße fahren
* kostet nur 20 Mio. USD pro Meile (im Vergleich U-Bahn 300 Mio. USD)

Wir sind gespannt, ob das wirklich eine Möglichkeit für Bogota ist - auf jeden Fall wären wir Medllin dann einen Schritt voraus :-)
Oder was meint Ihr? Seid Ihr für eine Metro, das Ausbauen des Transmilenio-Systems oder wie kann man das Verkehrschaos und die Luftverschmutzung in Bogota sonst lösen?

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Adressen Kolumbien

Bin gerade über die Adressen einiger Politiker gestolpert, vielleicht benötigt ihr sie einmal, dann wisst ihr wo ihr sie findet ;-)

Alvaro Uribe Velez
Präsident der Republik
Cra. 8 no. 7 -26 Palacio de Nariño
Bogotá
Fax: +57 1 5662071
auribe@presidencia.gov.co

Francisco Santos
Vizepräsident der Republik
Cra. 8 no. 7 -26
Bogotá
fsantos@presidencia.gov.co

Juan Manuel Santos
Verteidigungsminister
Avenida El Dorado # Cra 52
Bogotá
siden@mindefensa.gov.co

Carlos Holguin Sardi
Innen,-und Justizminister
Avenida El Dorado # Cra 52
Bogotá
ministro@minjusticia.gov.co

Mario Iguaran
Generalstaatsanwalt
Diagonal 22b # 52-01
Bogotá
Fax: +57 1 5702000
contacto@fiscalia.gov.co
denuncie@fiscalia.gov.co

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FARC - Schmutziger Atomkrieg in Kolumbien?

So ähnlich soll die Schlagzeile einer großen deutschen Tageszeitung Anfang März suggeriert haben, erzählte mir ein Besucher aus dem Bayernland.

Diese Schlagzeile nahm so Bezug auf Dokumente, nach denen die FARC für viel Geld schwach angereichertes Uran gekauft haben sollte. Diese Dokumente seien im Computer Raul Reyes gefunden worden. Bei dem Überfall auf das Lager Reyes im ecuadorianischen Grenzgebiet, will das kolumbianische Militär auch zwei Computer Reyes gefunden haben. Zwar werden diese Computer jetzt durch internationale Behörden (z.B. momentan Interpol) untersucht, aber brisante Dokumente verlas der Polizei-Chef schon ohne “Echtheit-Zertifikat” vor laufenden Kameras kurz nach dem Fund.

Eines dieser Dokumente enthielt die besagte Information. Damit war schon einmal die erste “Bombe” gezündet.
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Gefangenenaustausch - der neue Plan

Luis Eladio PérezIn verschiedenen kolumbianischen und internationalen Quellen ist von einem neuen konkreten Plan zu lesen, durch den die 39 verbleibenden “politischen Geiseln” freigetauscht werden sollen. Das ganze beruht auf die Initiative von Luis Eladio Pérez. Der kolumbianische Politiker war selbst einer dieser politischen Geiseln und ist erst im Februar frei gekommen. Seither setzt er sich unentweg für die “humanitäre Lösung” ein und hat dazu Gespräche mit Uribe, Sarkozy, Chavez und anderen geführt.

Der Plan ist sehr konkret, Pérez ist optimistisch, dass Uribe, Sarkozy und auch die FARC mit den Eckpunkten einverstanden sind. Hier die konkreten Daten:

  • 500 inhaftierte FARC Guerilleros werden gegen 39 politische Geiseln getauscht, darunter Betancourt & die drei US Geiseln
  • der Gefangenenaustausch wird durch Frankreich durchgeführt, die inhaftierten Guerilleros würden also in die Obhut Frankreichs kommen, die dann den Gefangenenaustausch durchführen würden
  • der Austausch erfolgt außerhalb von Kolumbien, vorstellbar ist Martinique oder franz. Guayana, das bedeutet, dass eine entmilitarisierte Zone nicht nötig ist
  • die europäische Union nimmt die FARC von der Liste der terroristischen Gruppen
  • Simon Trinidad wird aus der US Haft entlassen
  • die FARC Guerilleros bekommen teilweise politisches Asyl in Frankreich

Was haltet ihr von diesem Plan? Ist er für alle Seiten akzeptabel? Ist er für alle Seiten gerecht? Wahren alle Seiten ihr Gesicht?

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San Andres wieder ein Grenzproblem Kolumbiens?

San Andres InselMitte März 2008 erklärte der nicaraguanische Präsident Daniel Ortega, 200 nautischen Meilen als spezielle ökonomische Fischfangzone für sein Land. Damit wird der gewöhnliche Meridian 82, die Meergrenzzone die seit 1928 im Vertrag Esguerra-Barcenas zwischen Nicaragua und Kolumbien vereinbart wurde überschritten.

Überdies hatte sich in Dezember 2007 der Internationale Gerichtshof in Den Haag zum ersten Mal angesichts den Antrag von Nicaragua geäußert, sechs Jahre nach dem Nicaragua die Souveränität über die Inseln von San Andres, Old Providence und Santa Catalina im Jahr 2001 bei ihm verlangte und damit den Vertrag von 1928 für nichtig erklärte. Der Internationale Gerichtshof erklärte sich zuständig in diesem Fall, bestätigte die Gültigkeit des Vertrages von 1928 im Sinne der kolumbianischen Souveränität über den Archipel, lehnte aber den 82en Meridian als Meeresgrenze ab, ohne sich endgültig über die ökonomische Meeresgrenzzone zwischen beiden Ländern zu äußern.
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Ecuador zieht Verurteilung Kolumbiens zurück

Bei der von Ecuador einberufenen Botschafter Versammlung der OAS -Organisation Amerikanischer Staaten- kam es gestern zu keiner Verurteilung Kolumbiens wegen der Grenzverletzung Ecuadors bei dem Angriff auf das Lager der FARC, bei dem Raul Reyes und weitere 20 Menschen um´s Leben kamen.

Nach Anhörung beider Seiten, konnten die Teilnehmer keine Einigung darüber erzielen, ob die Grenzverletzung Kolumbiens verständlich oder verwerflich sei. Ecuador selbst zog den Antrag der Verwerflichkeit zurück, besteht nun auf eine Erklärung in der die Verletzung der Grenze festgehalten wird und das die staatlichen Grenzen unangreifbar sind. Kolumbien ist mit dieser Erklärung einverstanden, ebenso mit der Benennung einer Abordnung, die angeführt durch den General Sekreter der OAS, vor Ort eine Untersuchung der Ereignisse und Hintergründe führt.

Zu einer Abschlusserklärung kam es aber bisher nicht, da der Artikel in dem die Untersuchung beschlossen wird, die Formulierung enthält, “Verletzung der Hoheit Ecuadors”. Kolumbien wehrt sich gegen diese Formulierung, da sie suggeriert, dass Kolumbiens Angriff Ecuador und nicht der FARC galt.
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Der Kriegsdrohung folgt die diplomatische Schlacht

Die Botschafter der Organisation Amerikanischer Staaten -OAS- trafen sich heute Nachmittag zu einer Sondersitzung um über den Übergriff kolumbianischer Truppen auf ecuadorianisches Staatsgebiet zu befinden. Dabei geht es nicht um die Frage um Kolumbien Ecuadors Staatsgebiet verletzt hat oder nicht, da Kolumbien dies bestätigt und sich mehrere Male bei der Regierung Correas entschuldigt hat. Es geht vielmehr darum, ob Kolumbiens Übergriff unrechtmäßig aber verständlich oder unrechtmäßig und verwerflich war.
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Paras: Waffen im Gefängnis / FARC: warten auf Freilassung / Friedensdorf San José

Ein Überblick über die Schlagzeilen der letzten Woche…

Paras: Waffen und Bargeld bei Gefängnisuntersuchung aufgetaucht
Am Donnerstag sind bei einer Durchsuchung der Gefängniszellen der ranghöchsten inhaftierten Paramilitärs eine Pistole, eine Handgranate und 11 Mio Pesos (ca. 3700 Euro) aufgetaucht. Die Waffen sind vor der Untersuchung aus dem Fenster geworfen worden, unklar ist, wem die Waffen gehören. Laut El Tiempo soll es sich um die Waffen Ernesto Baez handeln. Die Paras erklärten im Anschluss, die Gelder hätten dem Lebensmitteleinkauf und für Medizin gedient, wer das glauben mag … Die Waffen waren in Büchern versteckt. Der kolumbianische Staatsanwalt kündigte Ermitttlungen an, die Besitzer der Waffen würden nicht unter Justicia & Paz fallen und damit nicht in den Genuss der max. Gefängnisstrafe von acht Jahren kommen.

FARC lehnt Vermittlung durch die katholische Kirche oder Spanien ab
Über anncol lässt die FARC verlauten, dass sie die katholische Kirche oder Spanien nicht als Vermittler für einen Friedensprozess akzeptieren werden. Bereits letzte Woche hat Piedad Cordoba erläutert, dass der Friendensprozess ausschließlich unter Führung von Hugo Chavez möglich ist. Die kolumbianische Regierung kritisierte die Entscheidung der FARC.

Friedensdorf San José Apartado
Der Verein “Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.” hat sich in einem Beitrag näher mit dem Friedensdorf San Joé de Apartado beschäftigt. Das Dorf hatte 2007 den Aachener Friedenspreis erhalten.

Kolumbien: Auf Platz 17 der Weltrangliste
Laut der aktuellen FIFA Weltrangliste belegt Kolumbien derzeit Platz 17. Nach den beiden führenden Nationen Argentinien und Brasilien ist Kolumbien damit die drittstärkste Nation aus Südamerika. Bei der Qualifikation für die WM in Südafrika liegt Kolumbien derzeit gut auf dem vierten Platz.

Alicia und Bernd vom DFV über Kolumbien
In der Radiosendung Calor Latino sprechen die beiden über die derzeitige Situation in Kolumbien. Interessant fand ich insbesondere, welche Infos bei der Moderatorin über Kolumbien angekommen sind.

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