Archiv für die Kategorie 'Umwelt'

Bogota-Fluss ein Allmende-Problem

Viele bedeutende Städten der Welt zählen Brücken zu ihren Sehenswürdigkeiten, deren Vergangenheit ohne Zweifel mit der Geschichte eines Flusses verbunden ist. Die Gründung der Hauptstadt Kolumbiens, Bogota hat mit Bächen zu tun, die in den Bergen östlich von der Stadt ihre Quelle haben und zur Wasserversorgung in der Kolonialzeit, aber auch bis Anfang des letzten Jahrhunderts dienten. Ein Beispiel dafür ist “el chorro de Quevedo” im Kolonialbezirk “La Candelaria” im Stadtzentrum, einen Bezirk dass man auf jeden Fall besuchen sollte. Doch heute fließen die meisten dieser Bäche unterirdisch und leiten die Abwässer der Stadt in den Fluss Bogota.

Er ist der größte Fluss der Hauptstadt, der eher als natürliche Grenze zwischen Stadt und Land in der hochgelegenen Savanne verstanden wird als Teil der Stadt zu sein. Er fließt zu weit westlich der Stadt und stinkt!
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Kolumbien zeigt gute Leistungen in Umweltpolitik

Kolumbien hat für die erfolgreiche Umsetzung von Beschlüssen in der Umweltpolitik den 9. Platz im internationalen Vergleich, dem „Environmental Performance Index“(EPI), errungen. Damit ist es hinter dem fünftplatzierten Costa Rica die Nummer zwei in Lateinamerika; die beiden sind die einzigen Repräsentanten Lateinamerikas unter den ersten zehn. In der Rangfolge des EPI, dessen Ergebnisse im Januar auf dem Weltwirtschaftsforum in der Schweiz bekannt gegeben wurden, hat sich Kolumbien innerhalb von zwei Jahren um acht Plätze verbessern könne. Auf den ersten Plätzen setzten sich die Schweiz, Norwegen, Schweden und Finnland ab. Länder wie Frankreich (10.), Kanada (12.) oder Deutschland (13.) blieben hinter Kolumbien zurück.

Der Environmental Performance Index vergleicht anhand verschiedener Indikatoren, wie nah ein Land an die Umsetzung seiner erklärten Vorhaben in der Umweltpolitik gekommen ist. Im Blickfeld stehen dabei die Verminderung von Umweltstress für die menschliche Gesundheit sowie stabile Ökosysteme und deren verantwortungsbewusste Bewirtschaftung. Auf diese zwei Kernpunkte hin werden sechs Bereiche – Wasser, Luftqualität, Klimawandel, biologische Vielfalt und Lebensräume, Umweltgesundheit und natürliche Ressourcen – mittels 25 Indikatoren geprüft und versucht festzustellen, inwieweit die einzelnen Länder ihre Politikbeschlüsse umsetzen konnten.

149 Länder haben die amerikanischen Universitäten Yale und Columbia, die den Vergleich durchführen, dieses Jahr unter die Lupe genommen. Platz neun insgesamt und der zweite in Lateinamerika stellen für Kolumbien einen großen Erfolg dar, erklärt Marta Pizano, eine kolumbianische, im vergangenen Jahr von der amerikanischen Umweltschutzbehörde ausgezeichnete Biologin. Laut Pizano ist das gute Ergebnis ein Zeichen für ein „starkes politisches Netzwerk und einen hohen Bewusstseinsgrad“ in Kolumbien hinsichtlich der im EPI geprüften Themenbereiche.

Besonders hoch wurden Kolumbiens Errungenschaften in den Bereichen Forstwirtschaft, Fischhaltung, Nutzung landwirtschaftlicher Flächen und Senkung der Ozonkonzentration in Bodennähe bewertet (eine hohe Ozonkonzentration in Bodennähe verursacht beträchtliche Schäden für die Gesundheit). Nach Meinung von Jorge Sánchez, dem Koordinator der Ozonabteilung des kolumbianischen Umweltministeriums, waren Kolumbiens Bemühungen zur Ozonsenkung der Hauptgrund dafür, dass das Land seine Position im internationalen Vergleich so bedeutend verbessern konnte.

Was meint Ihr, hat Kolumbien den Preis zu Recht bekommen?

Oder geht es hier nur um einen Teilaspekt, einen sehr theoretischen, politischen Preis, während viele Dinge in Kolumbiens Umweltsektor in der Praxis gar nicht so gut laufen?

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Nilpferde am Fuß der Anden

Es soll der größte Zoo Südamerika gewesen sein, Escobars Privatzoo “Hacienda Napoli”. Die riesige Finca liegt etwa vier Autostunden von Medellin entfernt und ist mittlerweile größtenteils eine Ruine. Zu Escobars besten Zeiten in den 80er Jahren gab es exotische Tiere wie Giraffen, Elefanten und Nilpferde. Und um diese ehemaligen Bewohner des Zoos geht es im nachfolgenden Film. Sie leben mittlerweile wild und haben sich auf eine Bestand von 16 Tieren vergrößert.

Das Gelände ist nun in Staatsbesitz, zur Zeit wird ein Gefängnis auf dem Gelände errichtet, die im Film gezeigten Dinosaurier sollen mittlerweile wieder restauriert sein.

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Tier- und Pflanzenschmuggel unaufhaltsam

TukanNeulich hat die Polizei 136 Tiere in einem Haus in der Nähe des internationalen Flughafens von Bogota gefunden und beschlagnahmt. Man wollte sie im Ausland schmuggeln. Die meisten davon waren Vögeln: Tukanen, Araras, Papagaien und Toches. Ein kleiner Tiger und zwei Eichhörnchen waren auch dabei.

Nach Angaben des kolumbianischen Umweltministeriums hat man in diesem Jahr bereits 2.500 verschiedene Tiere beschlagnahmt. Die Situation ist jedoch trauriger wenn man denkt, dass die Mehrheit dieser Tieren während des Transports an Hunger und Durst leiden müssen und sterben. Daher werden so viele auf einmal geschmuggelt, um mindestens 10% davon im schwarzen Markt zu verkaufen.

Cattleya Trianae, die Blume KolmbiensÄhnlich passiert mit den Pflanzen. Zum Beispiel die Orchideen: in Kolumbien wächst 10% der ungefähr 3.500 Orchideenspezies der Welt. Obwohl Orchideen bereits seit einigen Jahrzehnten in Vitro vermehrt werden (in Kolumbien vor fünf Jahren) sind nach Angaben des Botanisches Gartens von Bogota in den letzten zwei Jahren mehr Orchideen beschlagnahmt worden als in den fünf Jahren zuvor. Ziele dieser Pflanzen: Japan und Europa!!

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Die Stunde des Recycling

Exito VerdeAm 3. Dezember fällt der Startschuss für die Operation Recycling in Bogota. Ein Meilenstein in der Geschichte der kolumbianischen Abfallentsorgung?

Die Idee ist es, dass ab diesem Stichtag alle Haushalte ihren Müll trennen. Dieser wird einmal in der Woche von der Müllabfuhr abgeholt (ruta selectiva) und zu der entsprechenden Recyclingstelle gebracht. Was für mich als Deutsche ganz normal erscheint – das Trennen von Müll nach Papier, gelber Sack etc. - hört sich hier im ersten Moment leichter an als es meiner Meinung nach wird.

Umweltschutz was ist das? Immer noch werfen viel zu viele Menschen ihren Abfall auf die Straße oder in die Flüsse. Laut einer Aussage von der Tageszeitung „El Tiempo“ landet der Müll von 56 % der urbanen Bevölkerung (urbane Bevölkerung = 60 % der Bevölkerung Kolumbiens) in der Landschaft und 5 % in den Flüssen. Dies verursacht diverse Probleme für die Umwelt: Von Verschmutzung über verstopfte Abwasserkanäle bis hin zu gesundheitlichen Probleme der Bevölkerung. 5 Jahre “Erziehung” wurden benötigt, um den Menschen beizubringen, dass sie an drei Tagen in der Woche, an denen die Müllabfuhr kommt, ihren Müll rausstellen sollen. Und nun soll in wenigen Wochen ein Bewusstsein für Recycling erreicht werden?!

Die Fundación Exito Verde beschäftigt sich nun schon seit 6 Jahren mit dem Thema Recycling und weiss von den Problemen rund um das Thema - esonders über die Langfristigkeit einer Bewusstseinsveränderung in Bezug auf Umweltaspekte.
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Kolumbianische Wälder: Rohstoff- oder Lebensquellen?

Vor zwei Jahre gab es in Kolumbien ein langer öffentlicher Streit, der wie ein Dialog unter tauben Menschen lief, in Bezug auf das Waldgesetz, das im Kongress zur Genehmigung stand. Trotz aller Unregelmäßigkeiten wurde es genehmigt. Neulich erschien eine Kurznachricht, die das Thema wieder erlebte: Der Staatsanwalt erklärt das genannte Gesetz als verfassungswidrig und beantragt ein Konzept des Verfassungsgerichts.

Der Grund (derselbe von vorher), Indigene, Schwarze und Bauern-Gemeinde, die etwa 27 Millionen ha Naturwälder besitzen (Kolumbien hat etwa 64 Millionen ha), wurden nicht angemessen befragt. Sie wurden als Besitzer dieser Flächen teilweise ungehört und ignoriert, obwohl sie gesetzlich das Recht zu entscheiden haben, wie die Wälder benutzt werden sollen. Der Staat muss die Umweltgesetze und die Nachhaltigkeit dieser Wäldern sichern und diese Gemeinden, mit ihren traditionellen Methoden und Lebensweisen, der Schutz dieser Flächen fortführen.

Die Diskussion über das Gesetz lief auch im Bezug auf die Benutzung der Wälder: manche Experten kritisierten dasselbe, weil es nicht ein Waldgesetz war, sondern ein Gesetz, das Wälder als Rohstoff betrachtete. Aus einer ökologischen und nachhaltigen Perspektive eines souveränen Staates, das Problem ist auch nicht nur “Wälder als Klimaschützer” (Kyoto-Protokoll) zu sehen, obwohl das deutlich wichtig ist, sondern, im Fall Kolumbiens, als Quelle von etwa 10% der oberflächlichen Artenvielfalt der Welt zu betrachten. Es geht um eine integrale Sicht und Nutzung der Wälder, wo besonders indigene und schwarze Völker uns viel zu lehren haben.

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