Tag-Archiv für 'Gabo'

Ay hombe … Abschied von einem Großen des Vallenatos

Kolumbien gedenkt Rafael Escalonas. Es mag noch Kolumbianer geben, die nicht wissen, wie ihr Präsident heisst oder das “el Pibe” Valderrama ein ehemaliger Fußballspieler ist. Aber es dürfte keinen Kolumbianer geben, der nicht weiss, wer “El Maestro Escalona” oder “Rafa” ist.

Escalona hat den Vallenato über die kolumbianische Karibik hinaus bekannt gemacht. Durch ihn wissen auch die “Cachacos”, die Kolumbianer im Inland, dass es an der Küste “hombe” und nicht “hombre” heisst und dass eine Stimme, ein Akkordeon, ein Bongo, eine Gabel und eine Blechreibe genügen um karibische Stimmung zu machen, die nach Rum und Palmen schmeckt. “Un canto a la vida … dem Leben ein Lied”, das ist der Vallenato. Durch Escalona gilt der Vallenato international als der Sound Kolumbiens, noch vor der traditionellen “Cumbia”.

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El Dorado heute

Wir feiern in diesen Tagen den 80. Geburtstag von Gabriel Garcia Marquez, dem genialen Erfinder des magischen Realismus. Ich hatte vor einigen Jahren Gelegenheit mit ihm zu sprechen. Wir drehten gerade einen Film über die Troubadoure der kolumbianischen Vallenatomusik: El Acordeon del Diablo, auch ein Thema in Hundert Jahre Einsamkeit. Bei diesem Treffen sagte uns Gabo (wie man ihn in Kolumbien nennt): was ich erzähle, ist nicht erfunden, in Kolumbien passieren noch viel phantastischere Geschichten. Ich zeichne sie nur auf… Eine solche Geschichte ging jetzt durch die Presse.

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4. Kongress der spanischen Sprache

Gabriel García MárquezIn Cartagena fand vom 26. bis 29. März der vierte Kongress der spanischen Sprache statt. Schriftsteller, Journalisten und Sänger der spanischen Sprache kamen aus der ganzen Welt angereist. Im Mittelpunkt stand ein Mann: Gabriel García Márquez. Sein Buch Hundert Jahre Einsamkeit wurde als das literarische Werk Lateinamerikas gefeiert und mit “Don Quijote” – dem spanischen Meisterwerk von Cervantes – in einem Satz hervorgehoben. Gabo – so wird Gabriel García Márquez in Kolumbien liebevoll genannt – sah man richtig an, wie gerührt er von den Ehrungen. Für ihn muss es wohl nach dem Empfang des Nobelpreises im Jahr 1982 ein Höhepunkt seiner Karriere sein. Zum Anlass des Kongresses wurde das Buch von Gabo mit einer Sonderauflage in Höhe von 1 Mio Bücher aufgesetzt.

Aber es ging nicht nur um Gabo sondern (auch) um die spanische Sprache. Nach langen Verhandlungen konnten sich die Beteiligten auf ein Zertifikat einigen, dass den Spanisch-Unterricht vereinheitlicht. Die großen spanisch sprachigen Institute und Universitäten gaben dazu ihr Einverständnis.

Nachfolgend die Dankesrede von Gabo (natürlich auf spanisch): [audio:gabo.mp3]