Über einen Kommentar in unserem Forum von “uhc” bin ich auf die Anpassungen des Auswärtigen Amtes gestoßen. Gut in Erinnerung blieb mir der beim alten Text des Auswärtigen Amtes der Satz “Von Reisen über Land raten wir ab”. Selbst Freunde dich mich besuchen wollten, musste ich überzeugen, dass sie bei den allermeisten Strecken ohne Probleme von A nach B reisen können. Besonders geärgert hat mich der Satz auch weil das Botschaftspersonal selbst fleißig “über Land” gereist ist.
Seit etwa zehn Tagen gibt es nun völlig neue Aussagen, die ich nachfolgend an zwei Beispielen zitieren möchte:
Die Sicherheitslage in Kolumbien hat sich in den letzten fünf Jahren erheblich verbessert. Das Sicherheitsniveau in den meisten Metropolen (insbesondere in Bogotá) ist mit dem anderer lateinamerikanischer Großstädte durchaus vergleichbar.
und
Die kolumbianischen Sicherheitsbehörden haben in den vergangenen fünf Jahren enorme logistische und personalintensive Anstrengungen unternommen, um die Sicherheit der Straßenverbindungen zwischen den wichtigsten Städten des Landes zu gewährleisten (insbesondere an den wichtigsten Feiertagen und an den Wochenenden werden die Hauptrouten gesichert). Die Hauptrouten zwischen den wichtigsten Städten des Landes können daher in der Regel befahren werden.
Das Auswärtige Amt macht dazu natürlich noch Einschränkungen, aber das Gesamtbild, dass durch den Eintrag vermittelt wird ist jetzt ein ganz anderes! Und da hier auch Mitarbeiter von der Botschaft mitlesen: Vielen Dank für die Überarbeitung!
Nachtrag:
Der Link hat gefehlt auf die Auswärtige Amt Seite, hier also der passende Link.
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Hallo Andre,
Das freut mich
Habe mich im Mai 2005 in Bogota telefonisch mit dem deutschen
Botschafter über die Überlandfahrtenpassus mit dem Bus kontrovers
unterhalten und ihn darauf hingewiesen, dass das schon “damals”
so nicht mehr stimmte und das Auswärtige Amt dann aber, wenn schon,
dann auch vor einigen mittelamerikanische Länder (Guatemala, Honduras, El Salvador) in gleicher Weise warnen müsse, wenn sie ihn denn
so stehenlassen wollten.
Das ist wirklich eine Super-Nachricht! Sollte unser Einreden auf den Herrn X von den Reise- und Sicherheitshinweisen tatsächlich etwas gebracht haben! Egal! Hauptsache, der Text ist jetzt viel besser als zuvor!!!
Zu meiner Freude wurde auch ein Hinweis herausgenommen, über den ich mich vor einigen Wochen beschwert hatte. So stand dort unter den einzelnen Verhaltensregeln zuvor: “Nehmen Sie sich generell vor allen Strassenverkäufern in Acht!” Diese Aussage ist jetzt gänzlich verschwunden - toll! Hatte nämlich meiner Meinung nach keine Berechtigung dort zu stehen.
Vielen Dank an das Auswärtige Amt! Ihr seid auf dem richtigen Weg
Gruss
Nicole
@ André
Finde ich auch Klasse.
Ich möchte ins Deteil gehen, aber Du solltest auch wissen, dass seit Mitte letzten Jahres einer der Hauptverantwortlichen Mitarbeiter des AA an der Deutschen Botschaft in Bogotá über mehr als zehn Jahre in Kolumbien gelebt und sein Abitur am Colegio Andino gemacht hat. Somit ist diesmal ein “halber Kolumbianer” als Diplomat vertreten, der sich schon immer sehr intensiv für die Geschicke des Landes interessiert hat und der die Situation der Sicherheit auch besser beurteilen kann, als jemand der erstmals das Land betritt und möglicherweise nur die Arbeit seiner Vorgänger übernimmt.
Somit eine wirklich erfreuliche Entwicklung.
@ André
Kleine Korrektur: Ich möchte natürlich NICHT ins Detail gehen
Hallo Jens,
auch wenn die Antwort nicht an mich gerichtet war
möchte ich zu Deinem Kommentar gerne etwas schreiben.
Ich frage mich: Wenn diese Person schon so lange in Kolumbien lebt und demnach das Land kennt, warum die Sicherheitshinweise dann erst jetzt verbessert wurden. Sowohl ich als auch einige meiner Kollegen hatten bereits des Öfteren Gespräche mit der verantwortlichen Person. Anstatt konstruktiv zu diskutieren, fühlte man sich angegriffen und reagierte sofort mit einer Abwehrhaltung.
Versteh mich nicht falsch - ich bin sehr froh, dass sich die Hinweise jetzt zum Positiven verändert haben - aber wenn das so ist wie Du schreibst, frage ich mich wirklich, warum das erst jetzt passiert. Denn die Sicherheitslage bezüglich des Reisens ist nicht erst seit 2 Wochen so gut.
Liebe Grüße
Nicole
hallo Andre,
danke für der Tipp dieser Seite. habe natürlich einen grossen Nachholbedarf bezüglich den Postings hier. dennoch:
interesannt was “dein” auswertiges amt verändert hat. hoffe dass die schweiz nachzieht (oder es schon tat).
ich stelle aber auch fest, dass auch dieser neue Text mit Vorurteilen behaftet ist. “(insbesondere Bogota)”. ich würde es lieber sehen stände da: insbesondere Medellin (da gerade Medellin den schlechtesten Ruf und die m.E. grösste Sicherheitslage aller Städte Cols aufweist). magst du dich erinnern wohin wir um 02.30 Uhr gewechselt haben. für mich ist das Estrato 2-3. und wo habe ich um 3 Uhr mein Auto parkiert? einfach auf der Strasse. das kannst du in keiner andern Stadt ausser Medellin tun…
es ist schon richtig: besser kleine Schritte von Veränderungen solcher Texte in Richtung “Ist-Zustand” als gar nix verändern und damit ein Land verleumden, mit dem was es effektiv ist.
auch der 2. Teil gefällt mir nicht ganz und bedürfte in dieser Art einer “kleinen modifizierung”.
… können daher rund um die Uhr !!! befahren werden. der Text beinhaltet in der Art wie er da steht verschiedene Einschränkungen. und im Gegensatz dazu reisen die meisten Rucksack-Touris welche mir schon begegnet sind mit Nachtbussen quer durch das Land.
jaja ich weiss, auch ich bin mit Vorurteilen behaftet. aber meine 30`000km Reisen quer durch das Land beinhalten unendliche viele Erfahrungen in Bezug auf Sicherheitslage der Verbindungen oder der Metropolen.
Pedro
@ Nicole
Kann ich Dir nicht beantworten, ich treffe ihn vielleicht in den Sommerferien und könnte ihn ja mal fragen
Was ich aber durchaus für plausibel halte, ist dass so eine Änderung nicht nur an einer einzelnen Person hängt, sondern abhängig ist von Anhörungen auf höchster Ebene, mit festen Terminen, welche sich wahrscheinlich spärlich über das Jahr verteilen. Immerhin hängt ja auch einiges an solchen Empfehlungen.
Ich weiss nicht, ob Ihr den Prozess der deutschen Urlauberin verfolgt habt, die jetzt in letzter Instanz von der deutschen Regierung verknackt wurde und in Regress genommen wird, weil sie sich eben entgegen der Warnungen des AA in die Sierra Nevada gewagt hat.
Ich kann mir also ganz gut vorstellen, dass die Entschärfung der Warnungen sehr viel mühsamer ist als die Verschärfung.
Aber steter Tropfen höhlt den Stein, also dranbleiben.
Hallo Jens,
vielen Dank für Deine Antwort. Ja, das stimmt, dass das AA eine Verantwortung gegenüber den Deutschen hat - und ich verstehe auch ihren Punkt. Wichtig für mich ist, dass über Kolumbien aufgeklärt und nicht gewarnt wird. Das A und O ist es zu informieren!.. und ich denke, dieses Ziel verfolgt auch das AA (oder sollte es verfolgen
)
Wenn Du Dich mit der verantwortlichen Person triffst, hätte ich großes Interesse an einem Gespräch/Erfahrungs- und Meinungsaustausch.
Liebe Grüße
Nicole
@Nicole:
Es stimmt nur bedingt, was Du schreibst.
Deutschland und in diesem Fall das AA und seine Botschaften helfen GENERELL in Not geratenen Deutschen im Ausland. Das kann bekanntlich bei Entführungen sehr kostspielig sein. Daher müssen insbesondere schlecht informierte deutsche Staatsbürger, die sich oftmals auch nicht in der Landessprache verständigen können, vom AA hinreichend informiert, gewarnt werden. Ich verstehe, wenn Dir das nicht passt, aber der deutsche Staat muß nun einmal darauf achten, dass die Steuergelder der deutschen Bürger kostengünstig verwaltet werden. Vergleichsweise können Entführte Kolumbianer doch noch nicht einmal im eigenen Land auf eine Hilfe ihres Staates bei der Befreiung aus der Geiselhaft hoffen, geschweige denn im Ausland.
@Andre:
anscheinend sind Dir aber wichtige aktuelle Hinweise in Deinem Bericht entgangen, die ganz AKTUELL auch HEUTE gelten:
Aktuelle Hinweise
Drohungen der Guerillaorganisation FARC zu Anschlägen auf öffentliche Einrichtungen im Südwesten des Landes - hier liegen die Städte Cali (Valle) und Pasto (Nariño) - sind bisher nicht zurückgenommen worden. Reisende sollten sich daher weiter von öffentlichen Gebäuden (insbesondere Einrichtungen von Militär und Polizei) fernhalten und auf auffällig abgestellte Fahrzeuge (Autobomben) oder verdächtige Objekte (herrenlose Behältnisse oder Gepäckstücke) achten.
Hinzu kommen Gefahren durch Auseinandersetzungen bzw. Kampfhandlungen zwischen den Sicherheitskräften und den illegalen Gewaltgruppen in ländlichen Gebieten. Ferner besteht in Kolumbien weiterhin die Gefahr von Entführungen durch die illegalen bewaffneten Gruppen und durch kriminelle Banden, die häufig auch Ausländer mitunter jahrelang als Geiseln festhalten, um Lösegeld zu erpressen oder politische Forderungen durchzusetzen.
Reisen über Land (was Du anscheinend bewußt weg gelassen hast, aber deshalb m.E. längst nicht so ganz unwichtig):
“Allerdings sollten auch diese Strecken nur tagsüber und möglichst an Wochenenden oder Feiertagen befahren werden. Benutzen Sie möglichst unauffällige Fahrzeuge. Ein persönliches Restrisiko (Überfälle, Entführungen, hohe Zahl von Unfällen) kann allerdings nicht mit hundertprozentiger Sicherheit ausgeschlossen werden. Ausflüge in der Umgebung von Bogotá und (mit Einschränkungen) in den Umgebungen anderer Städte sind ebenfalls möglich. Von Nachtfahrten (auch mit Bussen) wird wegen der erhöhten Unfall- und Überfallgefahr im ganzen Land dringend abgeraten”.
Bewaffnete Auseinandersetzungen - hauptsächlich in entlegenen Teilen und vor allem im Süden des Landes - halten an. Es muss allerdings auch weiterhin mit Anschlägen und Angriffen der Guerilla auf Einrichtungen des Staates, vor allem auf Militär – und Polizeieinrichtungen in den Städten gerechnet werden. Gezielte terroristische Angriffe auf Touristen oder auf Orte, an denen sich Touristen gewöhnlich aufhalten (Hotels, Clublokale, Restaurants, Supermärkte etc.), sind in der jüngeren Vergangenheit nicht vorgekommen und sind - wenngleich nicht völlig auszuschließen – gegenwärtig eher unwahrschein
Also ganz so “einladend” klingt das nicht gerade…
Hallo Carlo,
ich bin der Meinung, dass aufklären und ausführlich informieren auch genügt - man muss die Leute nicht warnen, wenn man eben genau das tut. Man muss Ihnen nicht Angst vor etwas machen, was nicht gefährlich ist (bzw. nicht in dem Maße gefährlich, wie Ihnen Angst gemacht wird) - so wie das Reisen in Kolumbien. ABER man muss sie aufklären, welche Gefahren es gibt, in welche Gebiete man reisen kann - in welche nicht, wo man sich wie verhalten sollte etc.
Die Hinweise sind in meinen Augen immer noch nicht angemessen, aber sie sind schon besser geworden, was ein echter Fortschritt ist, denn schon seit langer Zeit haben Privatpersonen und auch Geschäftsleute (Deutsche, die in Kolumbien leben) versucht genau dies zu erreichen. Wie gesagt, ich bin nicht der Meinung, dass man etwas verschweigen sollte oder nur die halbe Warheit über das Land schreibt, ganz im Gegenteil: INFORMATIONEN sind das Wichtigste. Es ist das, was Kolumbien braucht, um endlich sein schlechtes Image loszuwerden. Denn das Bild, was in Europar, in den USA und “sonstwo” auf der Welt von Kolumbien existiert ist zu meist sehr einseitig und entspricht nicht der Realität. Kein Kolumbianer (auch kein halber, so wie ich
)möchte die Probleme des Landes leugnen, sondern erzählen, warum Kolumbien ist, wie es ist. Das ist es, was die Menschen wissen sollten!
Liebe Grüße
Nicole
@Nicole.
Das ist sicher Deine Meinung, aber die VERANTWORTUNG liegt doch unstrittig beim AA und nicht bei irgendwelchen Privatleuten. Übrigens hast Du den TREFFENDEN Begriff Sicherheitshinweise mit WARNUNG gleichgesetzt. Aber eine Warnung ist die Vorhersage eines möglichen kommenden Schadens und das hat das AA mit den Sicherheitshinweisen weder beabsichtigt noch getan, denn sonst wären die Diplomaten dort im AA doch Hellseher! Tja, deutsche Sprache, schwere Sprache.
Sicherheitshinwese sind doch Informtionen oder?
Und “wie man sich bettet, so schläft man” … und genau so geht das mit dem “Ansehen”, das sich Leute von einem anderen Land machen.
Außerdem, sehe ich als Deutscher, Kolumbien und auch seine Entwicklung(smöglichkeiten)insgesamt mehr positiv als negativ … und selbstkritischerweise ist Deutschland (m.E.)ingesamt betrachtet, leider seit Jahren im Abwärtstrend.
Hallo Nicole,
Du hast sicherlich Recht mit Deinem Wunsch, dass mehr “positive” Information über Kolumbien dem Ausland zur Verfügung steht.
Du darfst dabei aber nicht vergessen, dass genau das NICHT zu den Aufgaben des AA gehört. Wie in einem deutschen Abeitszeugnis bin ich als Ausstellender dazu verpflichtet bestimmte Formen einzuhalten, eine definierte zu benutzen und definierte Inhalte zu behandeln.
Dasselbe gilt erst recht für öffentliche Verlautbarungen des AA, zumal diese rechtliche Konsequenzen haben können (siehe mein Beispiel von vorhin). Dazu gehört leider nicht, dass berichtet wird, wie toll man im Irotama in Santa Marta Urlaub machen kann, sondern vielmehr die Warnung, dass man sich 100 km weiter südlich möglicherweise politisch motivierten Gewalttaten ausgesetzt sein kann.
@ Carlo:
Ich habe nicht behauptet, dass die Verantwortung bei Privatleuten liegt, sondern nur, dass sich Privat- und Geschäftsleute für die Änderung der Seiten eingesetzt haben.
Ich weiss, dass ein Hinweis nicht gleich einer Warnung ist - beherrsche meine Sprache durchaus
Auf den alten Seiten des AA (also noch bis vor ca. 2 Wochen) stand jedoch: “Das AA warnt vor…..” - auch wurde gerne beutzt “rät von …ab”.
Hola Jens,
ich bin da auch Deiner Meinung und sehe die Verantwortung und die Aufgaben des AA - siehe oberer Kommentar: “Ja, das stimmt, dass das AA eine Verantwortung gegenüber den Deutschen hat - und ich verstehe auch ihren Punkt. Wichtig für mich ist, dass über Kolumbien aufgeklärt und nicht gewarnt wird. Das A und O ist es zu informieren!”
Aufklären und gut informieren kann meiner Meinung nach das Warnen ersetzten - das ist in den neuen Formulieren auch (zum Teil) schon passiert.
@Nicole:
Und ich habe doch nur klar zu stellen versucht, dass das AA garnicht anders kann und wie Jens zutreffend schrieb, aufgrund möglicher “rechtlicher Konsequenzen” sich entspr. so verhalten muss, da es ganz alleine für die ausgegebenen Sicherheitshinweise voll und ganz die Verantwortung trägt und gegfs. von Privat-oder Geschäftsleuten auch regresspflichtig gemacht werden kann.Das AA kann von daher auch den verständlichen Wünschen von Privat-oder Geschäftsleuten nur sehr bedingt entsprechen. Darum habe ich das Wort Privatleute zum Vergleich mit angeführt, weil bei denen der Sachverhalt zweifelsfrei ein anderer ist/wäre. War vielleicht von mir etwas kompliziert formuliert.
@Carlo: Ich habe gerade gemerkt, dass ich in meinem Artikel ganz den Link vergessen habe, habe ich nun nachgeholt. Daher habe ich auch nur ein Teil zitiert und auch nur den Teil der neu war. Dass man jederzeit mit Bombenanschlägen in Kolumbien rechnen muss steht schon Ewigkeiten darin. Hört sich für mich immer noch zu hart an, aber gut, freuen wir uns über die Besserungen
Eine Reisewarnung hat es für Kolumbien schon lange nicht mehr gegeben, meines Wissens gab es in den letzten fünf Jahren nur einge für wenige Tage in Bolivien als der Präsident gestürzt wurde. Auf der “Warnliste” stehen nur wirklich heiße Länder, wie etwa Irak, die komplette Liste findet hier hier. Von Kolumbien wurde teilweise “nur abgeraten”, was rechtlich aber mMn keine Einschränkung hat, zumindest für Reiseveranstalter
Da irgendwie die Links in Andrés letzten Kommentar etwas durcheinander gekommen sind, die kleine Anmerkung, dass dies hier der Link zu den Reisewarnungen des Auswärtigen Amts ist: http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/01-Reisewarnungen-Liste.html
Aufmerksame Leser sollten da feststellen, dass die Bundesrepublik zurzeit keine Reisewarnungen für Myanmar/Birma oder Tibet hat. Das heißt man sollte sich generell nie alleine auf diese Liste verlassen. Sie ist einfach nicht aktuell genug, nichtsdestotrotz natürlich eine erste gute Anlaufstelle für eine Auslandsreise.
Hi Ulf,
schön wieder von dir zu hören
was ich dem Auswärtugen Amt auf alle Fälle hoch anrechne ist die Aktualität, sie reagieren auf Neuigkeiten meistens in wenigen Stunden.
China:
http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/China/Sicherheitshinweise.html
Sie warnen nicht vor Reisen nach China generell, was korrekt ist, sondern nur in die betroffenen Region, das ist mMn genau richtig.
Myanmar:
http://www.kolumbien-blog.com/reisen/sicherheit-kolumbien#comment-4808
Ich bin mir ziemlich sicher, dass in Tagen der Aussschreitungen eine Reisewarnung vorhanden war. Auf die Ereignisse der letzten Wochen gehen sie ja ein. Ich denke daher, dass es nicht aus Aktulitätsgründen nicht auf der Warnungsliste steht sondern einfach aus dem Grund, dass man hinreisen kann
Hallo André,
mich würde einmal interessieren, für wie sicher Ihr Trekkingtouren im Bereich Villa de Leyva / Sutamarchan / Chiquinquirá haltet. Es sind ja einige alte und sehr reizvolle caminos reales in der Region, die vor drei Jahrzehnten auch ohne größere Sicherheitsrisiken zu bereisen waren. Der altiplano cundiboyacense und insbes. Boyacá ist ja üblicherweise (einmal abgesehen von Tejo- und Polawochenenden an der quincena) eine relativ friedliche Region Kolumbiens.
Ich war im letzen Jahr noch im Kloster Ecce Homo und es war geschlossen wegen Restaurationsarbeiten. Hat sich da schon etwas getan? Es gibt eine wunderschöne Wanderroute von dort nach Chiquinquirá (ca. ein Tagesmarsch, von Villa de Leyva zwei Tage). Würde ich gerne auch noch einmal in Angriff nehmen wollen.
@Jens
Du hast zwar André gefragt und ich mische mich hier so einfach rein. Bitte um Entschuldigung, doch diese Gegend ist die Heimat meiner Familie von Vaters Seiten und ich kenne sie sehr gut.
Was die Camino Reales angeht, gebe ich Dir Recht. Ich selber bin auf diesen schon öfters geritten, von Ubaté bis Villa de Leyva. Auch für Trekkingtouren absolut geeignet. Diese Camino Reales sind ja zum großen Teil Wege, die die Muiscas schon nutzten und daher auch eine Möglichkeit ihren Spuren nach zu gehen.
Wegen Ecce Homo erkundige ich mich noch, als ich vor drei Monaten dort war, war auch geschlossen. Wegen Reparaturarbeiten, aber man sagte mir, dass sie an den Wochenenden öffnen würden.
@ Miguel
danke für Deine Antwort.
Ich wiederum kenne die Region aus meinem Internado am Krankenhaus Ubaté. Wahrscheinlich eine der landschaftlich schönsten Gegenden Kolumbiens. Habe auch viele Wanderungen und Fahrradtouren mit Freunden unternommen. Z.B. eine “doble a Lenguazaque” mit dem Hollandrad. Auf den örtlichen Strassen dürfte der Verkehr doch immer noch relativ spärlich sein, oder?
Meine Überlegung ist eine Tour mit Fahrrad und Gepäck in der Gegend, unter Meidung der Hauptstrassen. Mit Mountainbike oder Crossrad würde man auch so ziemlich alles befahren können (zumindest die Straßen und Wege, die ich noch in Erinnerung habe)
Meine Anfrage bezieht sich auf die aktuelle Sicherheitssituation in der Region. Könnt Ihr mir dazu etwas erzählen?
@ Jens
entschuldige, da habe ich Dir ja vor lauter Begeisterung Deine Frage nicht beantwortet. Wegen der Sicherheit habe ich da absolut keine Bedenken. Aus Deiner Zeit im Krankenhaus Ubates weißt Du es sicher noch, dass die Menschen hier noch dem “Su Merced” treu sind, meistens Kleinbauern und wirklich sehr, sehr ruhig sind.
Der Verkehr ist nur auf der Hauptstrecke nach Zipaquirá und Chiquinquirá stark, ansonsten wie Du es kennst: viele nicht betonierte Strassen, Land der Fahrräder, Kühe, Pferde und Esel.
Ich bin ganz begeistert, dass Du in Ubaté warst. Wie gesagt, die Familie meines Vaters stammt von dort. Und wir haben die von Dir genannten Fahrrad-Touren oft gemacht. Mein Vater ist als jugendlicher ein paar Mal auch von Ubaté nach Bogotá geradelt. 2 Tage eine Strecke.