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Avianca, Airbus A330 | Kolumbien Blog



Avianca und der Airbus A330

Airbus 330 AviancaEndlich ist es soweit. Vorletzte Woche bekam die Avianca ihren ersten A330. Flugkapitaen Tapias hatte die Ehre, das nagelneue Flugzeug direkt von Tolouse nach Bogota zu fliegen. Der Airbus A330 bietet Platz fuer 262 Plaetze in der economy-class und 18 Plaetze in der business-class. Zunaechst
wird die Maschine auf inneramerikanischen Routen nach Lima, Sao Paulo, Buenos Aires und Miami eingesetzt. Nach Erhalt der zweiten Maschine wird dann damit auch Madrid und Barcelona in Spanien angeflogen. Es war ein ganz besonderer Moment fuer die Avianca und das ganze Land als diese erste Maschine vorletzte Woche in einer gelungenen Eroeffnungsfeier dem Publikum vorgestellt wurde. Avianca und Airbus haben die Flottenerneuerung ja bereits Anfang des Jahres mit der Einfuehrung der Modelle A319 und A320 eingeleitet. Bis Ende des Jahres wird die Avianca ueber 2 A319, 4 A320 und 2 A330 verfuegen. Daneben sind ja noch die altbewaehrten 7 B767, 8 B757, 16 MD83, 13 F100 und 8 F50 im Einsatz. Sicherlich ein etwas zu grosser und damit teurer Flottenmix fuer diese mittelgrosse Airlines. Doch die Weichen sind gestellt. Bis 2015 soll die Flotte dann nur noch aus Airbus und Boeing bestehen und zwar voraussichtlich aus folgende Maschintypen: 5 A319, 24 A320, 3 A330 und 7 B787. Langsam aber sicher wird die Avianca zu einer richtigen Qualitaetsairline auf dem Kontinent. Jetzt fehlen nur noch weitere Destinationen in Europa, um den Tourismus von Europa nach Kolumbien weiter anzukurbeln.

7 Kommentare zu “Avianca und der Airbus A330”


  1. 1 Miguel

    Na Torsten, das war bestimmt ein toller Augenblick für Dich alten Flugzeug-Narr, durch die Maschine zu laufen. Ich wäre auch gerne dabei gewesen. Die Bilder sehen ansprechend aus, danke für den Artikel.

    Wie Du und manche Blogger wissen, halte ich nicht viel von den Europa-Plänen Aviancas. Dazu ist die Airline zu klein, verfügt weder über eine Verkaufsstruktur noch einem attraktiven Produkt für den stark umkämpften Markt Europa. Damit meine ich nicht die Qualität, das Alter der Flotte oder die Freundlichkeit der Kabinen-Crews. Mit 2-4 Flugzeugen auf diesen Routen reißt keine Airline eine Gewinn bringende Operation. (Ich bin aber bei Deiner Flottenangabe nicht sicher, ob da nicht ein Tippfehler dabei ist. Wird AV wirklich 7 Boeing 787 haben, also den Dreamliner? Oder meintest Du B 737?)

    Obwohl ihnen Südamerika fast gehörte, hat Iberia es nicht geschafft sich zu behaupten und wird aufgekauft. Wenn nicht von British Airways, dann ziemlich sicher von der oneworld Allianz. Ich sehe nicht, dass Avianca diese Stelle einnehmen kann, aus oben besagten Gründen.

    In einer Allianz dagegen wäre Avianca als der Carrier für Südamerika mit dieser Flotte super aufgehoben. Die von Dir aufgelistete Flotte für 2015 liesse darauf schließen, sind dies doch alles Fluggeräte die em effizientesten auf Mittel- bis Langstrecken eingesetzt werden. Insofern denke ich, dass an der kleinen Fokker noch fest gehalten wird, oder kurze Ziele wie Bogotá - Neiva, Medellín - Cartagena werden von einer anderen Gesellschaft (SAM?) für Avianca betrieben.

  2. 2 Torsten

    Hi Miguel, danke fuer den Kommentar. Es stimmt schon, die Synergy Group, der die Avianca ja gehoert, hat insgesamt 10 B787 Dreamliner bestellt, 7 davon sollen fuer die Avianca fliegen. Was Europa angeht, denke ich schon, dass dies rentabel durchgefuehrt werden koennte, Madrid und Barcelona sind auch auch gewinnbringende Strecken. Meinst Du nicht? Die Sam gehoert ja mittleweile soweit ich weiss, zu 100% der und zur Avianca und wird frueher oder spaeter sicher auch den Namen verlieren. Du hast aber schon Recht, mit A319 oder A320 werden Strecken nach Neiva, Ibague, usw. sicherlich nicht geflogen werden.

  3. 3 CARLO

    Es wäre ja zu schön, um wahr zu sein … . Doch nach Auffassung von Board of Airline Representatives in Germany e.V. (BARIG) und der Flughafenverband ADV (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen),geht der Trend im Luftverkehr in Richtung eines ausgedünnten Streckennetzes, reduzierten Flugplanangebotes und höherer Ticketpreise. “Die Airlines sehen sich in einem Teufelskreis durch die vielen Flottenneubestellungen, die unweigerlich zu Überkapazitäten führen. Es gab bereits in der letzten Zeit bereits einige Fusionen bei den Fluggesellschaften und selbst die einst so mächtige ALITALIA kämpft derzeit mit der Insolvenz. Also die Anzeichen deuten doch in eine andere Richtung. Da muß ich mich doch schon der Denkungsweise und der Meinung von Miguel anschließen, auch wenn ich es natürlich lieber anders sehen würde.

  4. 4 Miguel

    Torsten, danke für die Klarstellung. 787 - mein lieber Mann! Das ist schon mal was. Aber mit dieser Flotte, richtet sich Avianca eher auf Südamerika als auf Kolumbien aus. Das passt auch zum geänderten, neuen Namen. Nicht mehr AeroVIAs Nacionales de ColombiA, sondern AeroVIAs del coNtinente ameriCAno.

    Barcelona und Madrid sind sicherlich sehr gute Märkte. Aber Du musst dort auch eine Verkaufskraft haben um an den Markt zu kommen. Die hat AV nicht, IB hat sie und geht trotzdem pleite. Der Markt Europa ist einfach zu umkämpft. Du brauchst ein wettbewerbsfähiges Produkt. Iberia hat es nicht. Zusätzlich hat Iberias Management es nicht verstanden, Altlasten, wie z.B. Pensionskassen, in den Griff zu bekommen.

    Avianca unter Synergy hat es da ganz einfach gehabt. Die Aerovias Nacionales de Colombia liquidieren, Rentenkassen an den Staat abgegeben und neu als Aerovias del Continente Americano zu beginnen. Das Ganze in einem regulierten Markt und mit dem Polster der Öleinnahmen durch den Synergy-Konzern.

    Aber ein Produkt für umkämpfte, nicht regulierte Märkte wie Europa und USA hat Avianca immer noch nicht.

    Und was Carlo schreibt ist schon seit den 90er Jahren eine Wahrheit. Northwest und KLM haben damals damit begonnen, Lufthansa es mit der STar-Allianz schon fast zur Perfektion getrieben: Wenige Airline-Systeme zu bilden, die weltweit operieren, Kapazitäten gerade auf der Nordatlantik-Strecke reduzieren. Das sind Ziele, die z.B. zum Bau des A-380 oder der B-787 geführt haben, oder zu einem Ausbau des Drehkreuz-Systems.

    Schon der Bau des neuen Flughafens in Bogotá zeigt, dass Kolumbien diese Entwicklung verpennt. Dieser Flughafen kann nie das Südamerika-Drehkreuz für weltweit vernetzte Allianzen sein.

    Avianca kann sich noch entscheiden. Mit dieser Flotte kann sie der regionale Carrier Südamerikas sein. Konkurrenz? LAN … und die sind bekanntlich in der oneworld Allianz. LAN sollte die Messlatte sein.

    Eine eigene Operation nach Europa, ohne in einer Allianz zu sein ist gegen den Zeitgeist. Mit der 787 könnten sie Rennstrecken wie BOG-MAD für die Allianz betreiben und schnelle Anschlusszeiten nach Lima oder Quito bieten. Aber alleine?

  5. 5 Marek

    Hola Miguel,

    in deinen Ausführungen gebe ich Dir größtenteil Recht. Flottenmodernisierung bzw. Vergrößerung,ohne in einer Allianz tätig zu sein,ist mehr als nachlässig.

    Das sich das Europageschäft nicht rechnen würde,halte ich jedoch für ein Märchen. Meines wissens nach,stockte Air France ihre 3 wöchentlichen Flüge vor drei Jahren auf tägliche Flüge nach Bogota auf. Avianca erweiterte sein Angebot um Alicante und Barcelona. Das wird man wohl kaum seit nun geraumer Zeit anbieten,wenn dies betriebswirtschaftlich nicht sinnvoll wäre. Iberia ist nun einmal auch das schlechteste Beispiel,was man anführen kann. Arroganz,Überheblichkeit und dazu mehr als schlechter Service zeichnen die Iberia aus. Meiner Meinung nach bekommen die nur über den Preis ihre Flieger voll.
    Avianca täte wirlich gut daran sich einer großen Allianz anzuschließen. Auch Lufthansa hatte scheinbar gemerkt,das man sich vor lauter Expansion im Asiengeschäft,das Mittel-; und Südamerikageschäft über Jahre straffällig vernachlässigt hat. Daher hat man sich vor einigen Monaten die TAM mit ins Boot geholt.
    Avianca möchte nach eigenen Angaben bis 2010 die Nummer 1 in Südamerika sein. Das dies bisher LAn ist,sollte unbestritten sein. Jedoch hat LAN den Vorteil in einer großen Allianz zu sein. Vorteil der Avianca ist es jedoch das Bogota als Hub für Weiterflüge,von Europa kommend,sicherlich günstiger liegt als Santiago de Chile.
    Ich hoffe jedenfalls das sie bald wieder deutschen Boden anfliegen,damit sich schon im Flugzeug ein “Heimatgefühl” einstellt. Übrigens glaube ich zu wissen,das Avianca 10 Airbus 330 bestellt hat und nicht wie oben geschrieben nur 3. Genauso verhält es sich auch mit dem Dreamliner.

  6. 6 Dirk

    Hola
    So wie ich Eure Kommentare lese,kennt Ihr Euch sehr gut mit Airlines und Ihren Strecken aus.
    Meine Frage:
    Früher flog die Lufthansa dreimal wöchentlich Bogota an,der Flug ging dann weiter nach Lima.Diese Srecke flog ich öfters und die Maschinen B747/400 waren immer ausgebucht.
    Dann wurde diese Streckenverbindung eingestellt.
    Bisher konnte ich nicht herausfinden, warum.
    Kann mir von Euch einer etwas dazu sagen?

  7. 7 jack

    Auch wenn ständig voll belegt war die Route am Ende nicht mehr profitabel. Geld wird mit First- und Business Class verdient und diese haben sich auf der Strecke nur schlecht verkauft.
    Es gibt Geruechte dass Lufthansa, die anscheinend in CCS ziemliche Probleme hat, in der Zukunft das SA Drehkreuz con CCS nach BOG verlegen könnte. Ist allerdings noch nicht bestätigt und zu früh zum Hoffen.

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