Wenn man sich von Cali aus Richtung Pazifikküste aufmacht, haben die meisten Reisenden den bekannten Hafen Buenaventura oder eines seiner benachbarten Küstenstädtchen im Sinn. Etwa 30 Minuten vor Buenaventura jedoch liegt ein weit weniger beachteter, dafür aber äußerst reizvoller kleiner Ort: San Cipriano. Um ihn zu finden, muss man einfach auf der Überlandstraße bei Córdoba aussteigen und den Hang hinunterlaufen; dort trifft man auf einen Strang alter Eisenbahnschienen. Denn San Cipriano erreicht man nicht wie die meisten Städte - auf dem Festland - durch eine Straße, nein; stattdessen führt lediglich ein alter Schienenstrang von Córdoba zu dem im grünen Walddickicht versteckten Städtchen. Aber auch ein Zug fährt nicht mehr wirklich häufig, so dass die Einwohner San Ciprianos das Transportwesen selbst in die Hand genommen haben.
Da gibt es nun kleine Gefährte, eigentlich nur Plattformen aus Holz zusammengebastelt mit einer Bank darauf, drei Schienenrädern unten dran sowie einer freien Stelle, die dem Hinterrad eines Motorrads vorbehalten ist. Dieses wird nämlich auf das Holzgefährt gesetzt, so dass das Hinterrad des Motorrads auf der radfreien Stelle der Schiene aufliegt. Nun kann es losgehen…
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Über einen Kommentar in unserem Forum von “uhc” bin ich auf die Anpassungen des Auswärtigen Amtes gestoßen. Gut in Erinnerung blieb mir der beim alten Text des Auswärtigen Amtes der Satz “Von Reisen über Land raten wir ab”. Selbst Freunde dich mich besuchen wollten, musste ich überzeugen, dass sie bei den allermeisten Strecken ohne Probleme von A nach B reisen können. Besonders geärgert hat mich der Satz auch weil das Botschaftspersonal selbst fleißig “über Land” gereist ist.
Seit etwa zehn Tagen gibt es nun völlig neue Aussagen, die ich nachfolgend an zwei Beispielen zitieren möchte:
Die Sicherheitslage in Kolumbien hat sich in den letzten fünf Jahren erheblich verbessert. Das Sicherheitsniveau in den meisten Metropolen (insbesondere in Bogotá) ist mit dem anderer lateinamerikanischer Großstädte durchaus vergleichbar.
und
Die kolumbianischen Sicherheitsbehörden haben in den vergangenen fünf Jahren enorme logistische und personalintensive Anstrengungen unternommen, um die Sicherheit der Straßenverbindungen zwischen den wichtigsten Städten des Landes zu gewährleisten (insbesondere an den wichtigsten Feiertagen und an den Wochenenden werden die Hauptrouten gesichert). Die Hauptrouten zwischen den wichtigsten Städten des Landes können daher in der Regel befahren werden.
Das Auswärtige Amt macht dazu natürlich noch Einschränkungen, aber das Gesamtbild, dass durch den Eintrag vermittelt wird ist jetzt ein ganz anderes! Und da hier auch Mitarbeiter von der Botschaft mitlesen: Vielen Dank für die Überarbeitung!
Nachtrag:
Der Link hat gefehlt auf die Auswärtige Amt Seite, hier also der passende Link.
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In zahlreichen Online-Ausgaben deutscher Tageszeitungen ist heute davon zu lesen, dass der kolumbianische Staat 25 Tonnen Kokain beschlagnahmt hätte und dies die größte jemals in Südamerika sichergestellte Menge wäre. Woher die Info stammt ist schwer nachzuvollziehen, wahrscheinlich wurde bei den “ca. 20 bis 25 Tonnen” von denen der kolumbianische Verteidigungsminister gestern sprach einfach die sensationellere Zahl genommen? Jedenfalls müssen die Überschriften noch mal überarbeitet werden, denn es stellte sich heute heraus, dass es sich um 13,2 Tonnen Kokain handelt. Immerhin der drittgrößte Drogenfund in der Geschichte des Landes, nur zwei mal wurde eine größere Menge sicher gestellt: 15,1 Tonnen in 2005 und 13,8 Tonnen in 1984. Laut Angaben des Ministers ist das Kokain der FARC und dem Kartell “Norte del Valle” zuzuordnen.
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Der Kommandeur Leonardo Nur ist war knapp vier Jahren in Gefangenschaft der Guerillagruppe ERG (Ejército Revolucionario Guevarista) einer Gruppe, die der ELN zugerechnet wird. Am Mittwoch kam Leonardo Nur nach einer Militäroperation frei. In zwei Radio-Interview äußerte er sich zu verschiedensten Aspekten seiner Entführung. An den Tag seiner Entführung, dem 23.05.2003, kann er sich nicht erinnern, er war mit dem Auto unterwegs von Cali Richtung Bogota und ihm wurde seiner Ansicht nach eine Substanz verabreicht, die ihn bewusstlos machte. Am nächsten Tag wachte er in einem kleinem Zimmer auf, in tropischer Hitze. Er war von Valle (der Region um Cali) in den tropischen Bundesstaat Choco gebracht worden. Seither gab es kein Lebenszeichen von ihm, die Guerillagruppe meldete ihn nicht als entführt und stellte auch keine Forderungen. Warum ist unklar, es wird vermutet, dass die ERG entweder sich Informationen vom Kommandeur erhoffte oder vorhatte ihn an eine andere Gruppe “zu verkaufen”. Die ELN ließ am Donnerstag verlauten, dass sie nichts von der Entführung von Leonardo Nur wusste und das die ERG nicht zur ELN gehören würde. In Anbetracht der Umstände (kein Lebenszeichen und keine Forderungen) hatte die Familie von Leonardo Nur das Leben ihres Sohnes bereits als abgeschlossen betrachtet.
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