Genau vor zehn Jahren sind etwa 800.000 Tonnen Müll und Sickerwasser aus der einzigen Deponie Bogotás, Doña Juana, im Süden dieser Stadt ausgelaufen. Die grösste Umweltkatastrophe der Hauptstadt Kolumbiens, wie es noch bezeichnet wird.
Nur wenige Meter entfernt von der 450 ha grosse Deponie sind arme Vierteln der Stadt zu finden, die unregelmässig und ununterbrochen gebaut werden. Dort hatten sich die Menschen an die unangenehme aber angeblich noch umweltverträgliche Gerüche der Deponiegasen gewöhnt. Nach dem Vorfall, den sie am Anfang nicht verstanden, mussten sie ihre Häuser verlassen. In den nächsten Tagen und Monaten war der unangenehme Geruch in grossen Teilen der Stadt unvermeidlich spürbar, dennoch sind die Bewohner des Stadtteils zurück zu ihren Häuser gekehrt und verlangten beim Bürgermeisteramt Entschädigung wegen ihr Wohnsitz und der Beeinträchtigung ihrer Gesundheit.
Heute, zehn Jahre nach dem Ereignis haben sie noch kein Schadenersatz bekommen, obwohl das Verwaltungsgericht von Cundinamarca (Departament wo Bogota liegt) ihr Antrag auf Entschädigung neulich akzeptierte. Der Stadtsamt hat ihm unmittelbar bestritten.
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