Nachdem zu Beginn der Woche Lebensbeweise einiger Geiseln der Farc, darunter Ingrid Betancourt, in Form von Videos aufgetaucht waren, schaltete sich gestern der französische Präsident zum wiederholten Male ein. Ein Brief, den die ehemalige Präsidentschaftkandidatin an ihre Mutter geschrieben hatte, machte sehr deutlich, wie schlecht es ihr geht: “Eine Frau dem Tod gefährlich nah” beschrieb Sarkozy Ingrid Betancourt, als er den Chef der Farc Manuel Marulanda alias “Tirofijo” ermahnte sie freizulassen. Sein Ziel, so betonte er, sei es aber alle Geiseln aus den Händen der Farc zu befreien.
Im Kampf für eine humanitäre Lösung stärkte auch die Europäische Union Sarkozy und Alvaro Uribe den Rücken. “Mit großer Hoffnung auf die Befreiung aller Geiseln blicken wir auf die Kooperation zwischen Frankreich und dem kolumbisnischen Präsidenten…. und beglückwünschen Uribe zu seiner Entscheidung die Initiative im Hinblick auf dieses Ergebnis immer wieder zu ergreifen.”
Die Farc hatte eine Antwort für Sarkozy schon bereit. Das Problem alleine sei Uribe, der nicht an einer humanitären Lösung interessiert sei. Seine Vision sei die gewaltsame Befreiung der Geiseln, wie ja schon der Tod der 11 Abgeordneten zeigen würde. (Diese wurden im Sommer von der Farc erschossen – nach Aussagen der Guerilla-Gruppe aufgrund eines militärischen Angriffs -von dem außer der Farc niemand weiss!) Die Farc weicht von ihrer Forderung eines entmilitarisierten Gebietes nicht ab.
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Endlich ist Gustavo auf seiner bereits 38-tägigen Auslandsreise auch in Deutschland angekommen. Leider ist in der deutschen Prese kein Bericht zu finden. Dabei hiess es in der “Welt” doch vor Kurzem noch, dass Kolumbiens Image sich in Europa gerade ändert. Hat sichdies nur auf den Tourismus bezogen?
Das Interesse am Land und seinen Problemen scheint nicht gewachsen zu sein, wenn über diesen Mann, der einen so schwierigen Weg auf sich genommen hat (ohne bisher Resultate für sich ganz persönlich erzielt zu haben – die Befreiung von seinem Sohn) nicht berichtet wird!?
Auch die Artikel in der kolumbianischen Presse sind eher oberflächlich. Mit wem sich Gustavo in Berlin getroffen hat oder über welche Themen er gesprochen hat – läßt sich nicht herausfinden.
In ganz Europa wurden Gustavo und seine Tochter Yuri mit offenen armen empfangen und erfuhren große Gastfreundschaft und Solidarität. Der Vater von Pablo möchte nun aber endlich zurück nach Kolumbien. Der Schmerz sitz tief – Gustavos Sohn ist seit 10 Jahren und einem langen Marsch seines Vaters (nun schon 4 Monate) immer noch in den Händen der Farc. Weder sein Herz noch seine Gedanken kommen zur Ruhe – sagt Gustavo.
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Hier könnt Ihr sehen, welche Route Gustavo – teils zu Fuss – in Europa zurücklegt. Heute ist er für eine Pressekonferenz in Toulouse und morgen werden in Marseille – ähnlich wie auf dem Plaza Bolivar vor einigen Monaten – die Worte: “LIBERTAD Y PAZ PARA TODOS” mit Kerzen gestellt.
Auf diessr Homepage könnt Ihr mehr über Gustavos Europareise erfahren.
Vor drei Tagen gab die Guerilla FARC bekannt, dass 11 in ihrer Gewalt befindlichen Geiseln im Kreuzfeuer eines Gefechts zu Tode kamen. Weder benannten sie die Einheit, gegen die sie gekämpft haben sollten, noch den Ort. Dennoch war die FARC sehr bestimmt in der Feststellung, dass die Verantwortung für den Tod der Geiseln Uribes Politik der Befreiung derselbigen mit militärischen Mitteln habe. Diese Nachricht traff Kolumbien völlig unvorbereitet, offizielle Stellen hatten am ersten Tag keine weiteren Informationen als das, was die FARC mitteilte. Ganz zu anfang hoffte man, diese Meldung sei ein schlechter Scherz eines Unbekannten, der im Namen der FARC die Nachricht in die Ether-Welt gesetzt hätte. So unvorbereitet traff die Mitteilung die offiziellen Stellen.
Heute, drei Tage danach, wissen sie auch nicht viel mehr. Die Mitteilungen der Regierung beschränkten sich seit der offiziellen Bestätigung durch die Guerilla darauf, dass keine Gefechte am 18. Juni, der Tag auf den die Guerilla die Tode datiert, in den militärischen Berichten festgehalten sind und auch unbekannt sei, wo die Leichen der Geiseln versteckt sind. Die Regierung spricht vom gezielten Mord, allerdings kann sie diese Behauptung nicht beweisen. So rufen seit dem 28. Präsident und Regierung die internationale Gemeinschaft auf, die FARC für die Morde an den Geiseln zu ächten. Uribe bat die Organisation Amerikanischer Staaten um eine Kommision, die die Leichen, sobald sie übergeben worden seien, kriminalistisch untersuchen und die Wahrheit über deren Tod ermitteln sollte.
Denn was wirklich passiert ist und warum, wird mit weiter schreitender Zeit immer rätselhafter und bietet viel Raum für Interpretationen oder Unterstellungen. Continue reading ‘FARC-Version über Tod der Geisel öffnet viele Fragen’
Letzte Kommentare
Jose am 9. September 2010: Hola Amigos, Lebe in Bogota und sucht Deutsche freunde um ein Weisenbock zu trinken und auch dabei Kultur austauschen.
Kennt vielleicht jemand das Krankenhaus und die Stadt und könnte mir da mit ein paar Infos weiterhelfen? Danke und viele Grüße!...
terry am 25. August 2010: hmmmm yo quiero entender por que no le dan la oportunidad a colombia (avianca) d comprobar que si podemos!!! dejen tanto pesinismo y tanta critica mala!! (miguel) y sobre las perdidas d maletas odjetos!!?? ami me paso y...
Manuel am 16. August 2010: Hi Nicole, freut mich, dass du eine Zusage aus Cartagena hast. Ich schicke momentan Bewerbungen für mein erstes Tertial im Februrar 2011 raus, Cartagena würde mich auch interessieren. Kannst du mir irgendwelche...
Nicole am 30. Juli 2010: Hallo, ich habe für mein Innere Tertial ab Oktober eine Zusage von der Uni in Cartagena
Andy´s Paraguay Infos am 27. Juli 2010: Hallo, ich war zwar noch nicht in Kolumbien, aber ich kenne gebürtige Kolumbianer, die jetzt in Deutschland leben und die sagen auch, daß es sich dort sehr leben läßt. In Europa wird vielleicht nur das...
Mathias am 23. Juli 2010: Ich bin zufällig auf diese Seite gestossen. Ich bin Touristikfachwirt mit Schwerpunkt intern.Luftverkehr und kann den meisten hier nur zustimmen! Ich bin vor 3 Wochen aus Kolumbien zurückgekehrt,das erstemal mit AV und...
Bernadette am 10. Juli 2010: Hallo ich fliege für zwei Monate nach Kolumbien wegen den Dreharbeiten meines Freundes, und ich bin im 5. Monat schwanger. Für eine Mutterkindpassuntersuchung suche ich einen guten Gynäkologen/in, möglichst in Bogota....
Karsten am 9. Juli 2010: …und sie fliegt wieder nach Bogota. Für alle die es noch nicht mitbekommen haben: http://presse.lufthansa.com/de /meldungen/view/archive/2010/m ay/31/article/1715.html Ab 31. Oktober gibt es wieder fünf mal in der...