Die Bundeskanzlerin erfüllte sich ihre eigene Erwartung, Kolumbiens Realität nicht über Schlagzeilen und distanzierten diplomatischen Berichten sondern aus erster Hand näher zu kommen. Die Bilanz ihrer vielen Treffen mit kolumbianischen Gesprächspartnern stellt die von der Regierung Uribe erzielten Fortschritte hervor.
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Eigentlich schon für den 08.10.07 vorgesehen, fand heute das lange erwartete Treffen zwischen Venezuelas Präsidenten Hugo Chavez und einem Vertreter der FARC in Caracas statt. Es gab Bilder für die Presse (gut, weil schon Stimmen aufkamen, dass es dieses Treffen gar nicht gegeben hätte, es viel mehr ein Propagandazug von Chavez gewesen sei um von seinen innenpolitischen Problemen ab zu lenken) und die Absichtserklärungen sich bald mal richtig zu treffen.
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Der Internationale Gewerkschaftsbund (IGB) veröffentlichte seinen zweiten Jahresbericht über die weltweiten Verletzungen der Gewerkschaftsrechte. Kolumbien ist dabei das Land, in dem die meisten Morde an Gewerkschaftlern geschahen. 78 sollen es 2006 gewesen sein.
Jeder einzelne dieser Morde schmerzt die kolumbianische Gesellschaft tief.
Gewerkschaftler sind die Opfer eine Gewaltwelle, derer die Kolumbianer nur schwer alleine Herr werden können. Internationale Unterstützung wäre angebracht, doch das Ausland macht es sich einfach und kreidet diese Morde der Regierung, sogar persönlich Uribe an. Im folgenden soll nicht die Politik der jetzigen Regierung schön geredet. Aber es ist zu billig, wie Herr Guy Ryder einfach auf die kolumbianische Regierung einprügeln und in ihr die alleinigen Verantwortlichen zu sehen.
Die Proportionen stimmen nicht mehr und aus der Ferne sind sie vollkommen verzerrt. Die Welt macht sich nicht die Mühe, weiter als bis zur Schlagzeile zu gehen.
Wie ist es zu verstehen, dass jüngst McLaren-Mercedes für einen Spionagefall zur Zahlung von 100 Millionen Dollar verdonnert wird, zur gleichen Zeit aber Chiquita Banana mit einer Zahlung von 25 Millionen USD davon kommt, nach dem sie zugegeben haben, dass sie über Jahre private Armeen in Kolumbien bezahlt und bewaffnet haben. Genau diese Privatarmeen, die auch Paras genannt werden und für die Mehrzahl der Morde an Gewerkschaftler verantwortlich sind.
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In zahlreichen Online-Ausgaben deutscher Tageszeitungen ist heute davon zu lesen, dass der kolumbianische Staat 25 Tonnen Kokain beschlagnahmt hätte und dies die größte jemals in Südamerika sichergestellte Menge wäre. Woher die Info stammt ist schwer nachzuvollziehen, wahrscheinlich wurde bei den “ca. 20 bis 25 Tonnen” von denen der kolumbianische Verteidigungsminister gestern sprach einfach die sensationellere Zahl genommen? Jedenfalls müssen die Überschriften noch mal überarbeitet werden, denn es stellte sich heute heraus, dass es sich um 13,2 Tonnen Kokain handelt. Immerhin der drittgrößte Drogenfund in der Geschichte des Landes, nur zwei mal wurde eine größere Menge sicher gestellt: 15,1 Tonnen in 2005 und 13,8 Tonnen in 1984. Laut Angaben des Ministers ist das Kokain der FARC und dem Kartell “Norte del Valle” zuzuordnen.
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Immer wenn der Sonnengott am Himmel strahlt, ehrt ihn Jose, aus dem Stamm der Paez-Indianer mit Cola-Sek, einer gelblich-braunen Brause. Ihr Geschmack ähnelt einer süßen Limonade aber ihre Rezeptur wird im gebirgigen Südwestens Kolumbiens gut gehütet. Nur so viel wissen wir: Die Brause wird aus Coca gewonnen und enthält keine künstlichen Süßstoffe.
Nach sechsjähriger Arbeit, haben die Paez-Indianer im November 2005 ihr Getränke zum erstenmal der Öffentlichkeit vorgestellt. Und die durchwegs positiven Reaktionen haben sie ermutigt, das Projekt nun auch kommerziell zu verfolgen. Cola-Sek soll weniger als 1000 Pesos ( € 0,38) kosten und, das ist den Paecen sehr wichtig, in Pfandflaschen vertrieben werden.
Natürlich ist die kolumbianische Regierung dagegen, versucht sie doch mit Hilfe der USA den Coca-Anbau zurück zu dämmen. Aber die Paez-Indianer halten dagegen: Die Sonnen-Coca, aus der sie auch Brot, Torten, Wein und Tee herstellen ist ein gesundes Nahrungsmittel. Und mit Hilfe der Sonne wollen sie den, für Indianerkulturen potentiellen Risiken westlicher Freihandelsabkommen entgegentreten und ihren Produkten einen Platz auf dem globalen Markt sichern.
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