500 inhaftierte FARC Guerilleros werden gegen 39 politische Geiseln getauscht, darunter Betancourt & die drei US Geiseln
der Gefangenenaustausch wird durch Frankreich durchgeführt, die inhaftierten Guerilleros würden also in die Obhut Frankreichs kommen, die dann den Gefangenenaustausch durchführen würden
der Austausch erfolgt außerhalb von Kolumbien, vorstellbar ist Martinique oder franz. Guayana, das bedeutet, dass eine entmilitarisierte Zone nicht nötig ist
die europäische Union nimmt die FARC von der Liste der terroristischen Gruppen
Simon Trinidad wird aus der US Haft entlassen
die FARC Guerilleros bekommen teilweise politisches Asyl in Frankreich
Was haltet ihr von diesem Plan? Ist er für alle Seiten akzeptabel? Ist er für alle Seiten gerecht? Wahren alle Seiten ihr Gesicht?
Eigentlich schon für den 08.10.07 vorgesehen, fand heute das lange erwartete Treffen zwischen Venezuelas Präsidenten Hugo Chavez und einem Vertreter der FARC in Caracas statt. Es gab Bilder für die Presse (gut, weil schon Stimmen aufkamen, dass es dieses Treffen gar nicht gegeben hätte, es viel mehr ein Propagandazug von Chavez gewesen sei um von seinen innenpolitischen Problemen ab zu lenken) und die Absichtserklärungen sich bald mal richtig zu treffen. Continue reading ‘Endlich: Treffen Chavez - FARC in Caracas’
Ende Mai dachte ich, dass wir nah dran sind an einer möglichen “humanitären Lösung” - “acuerdo humanitario”. In Frankreich wurden Nicolas Sarkozy als neuer Präsident vereidigt und in seiner ersten Amtswoche bat er Alvaro Uribe den ranghöchsten Häftling der FARC - Rodrigo Granda - freizulassen. Diese Bitte entsprach der Präsident auf einer juristisch umstrittene Weise und erntete starke Kritik. Die Senatorin Piedad Cordoba berichtete daraufhin am 31. Mai, dass die Freilassung von Ingrid Betancourt in wenigen Stunden bevorsteht. Doch was geschah? Nichts. Piedad Cordoba verlor ihre Glaubwürdigkeit und Alvaro Uribe sein Vertrauen in den französischen Staatspräsidenten, denn die Freilassung von Rodrigo Granda war einseitig, die FARC hatte der französischen Regierung keine Zusagen gemacht.
Nach drei Monaten Ruhe ist in den letzten Wochen wieder einiges an Bewegung in den Prozess gekommen, hier eine Abfolge der Ereignisse, die nun völlig neue Impulse geben…
Über Gustavo Moncayo hat Nicole bereits zwei mal berichtet. Bislang war es ein medienstarker Auftritt und wir fragten uns alle: was wird es bringen. Seit einigen Stunden ist nun klar, was Gustavo Moncayo erreicht hat.
Vor 47 Tagen war er angetreten, ganz alleine ging er Nahe der ecuadorianischen Grenze los. Ähnlich wie bei Forest Gump schlossen sich ihm auf seinem Weg mehr und mehr Leute an. Schließlich haben ihn gestern Tausende empfangen, es klingt wirklich wie im Film, doch heute schaffte er den Sprung in die schwierige, reale Politik Kolumbiens.
Zwei Stunden war Präsident Uribe zu Gast in Moncayos Zelt auf dem Hauptplatz Bogotas. Was genau beredet wurde ist unklar, aber es war kein einfaches Gespräch war zu hören. Danach kamen die Reden vor Tausenden von Menschen auf dem Plaza Bolivar und dann kam die überraschende Ankündigung des Präsidenten, so konkret wie nie bot er einen Gefangenenaustausch an:
Wenn die FARC alle Entführten frei lässt, würde er umgehend alle FARC Häftlinge aus den kolumbianischen Gefängnissen befreien. Dem fügte er hinzu, dass er bereit ist für 90 Tage eine “Verhandlungszone” einzurichten, in der die FARC-Generäle unbesorgt mit der Regierung verhandeln können.
Wir sind sehr gespannt, wie die Reaktionen der FARC lauten. Sollte Gustavo Moncayo wirklich durch seine Wanderung durch das Land Kolumbien den Frieden näher bringen. Dann würde er nicht nur an Forest Gump erinnern, er würde dann selbst verfilmt werden.
Als ich das erste Mal in der Zeitung von Gustavo Moncayo lese, muss ich an den Film Forest Gump denken. Eine bewegende Geschichte über einen Mann der läuft und läuft und läuft.
Vor zwei Wochen verließ Gustavo seinen Heimatort Sandoná in Nariño (departamento im Südwesten Kolumbiens) mit dem 800 Kilometer weit entfernten Ziel Bogotá.
Sein Beweggrund für diese abenteuerliche Reise zu Fuß ist sein Sohn, der seit 10 Jahren von der Farc gefangen gehalten wird. Im Dezember 1997 wird eine Kommunikationsstation des Militärs in Nariño von der Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombiaattakiert. 10 Soladaten sterben, 4 werden verletzt und 18 junge Männer entführt. Darunter auch Pablo Gustavo Moncayo. 2001 werden 16 Geiseln dieser Gruppe auf Grund eines Abkommens zwischen dem Staat und der Farc im Austausch für 14 inhaftierte kranke Guerilleros freigelassen. Pablo ist nicht dabei. Er ist somit einer der am längsten gefangen gehaltenen Geiseln der Farc.
Immer wieder sind wir auf der Suche nach aktuellen Nachrichten in Kolumbien gewesen. Kaum ein anderes Land weckt so viel Interesse, leider gibt es kaum ein Informationsangebot auf deutscher Sprache. Dieser Blog soll Abhilfe leisten mit aktuellen Nachrichten aus Kolumbien.
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Saulo am 29. August 2008: Hallo an alle, gespannt habe ich eure Kommentare gelesen, bevor ich mich selbst zum Film äußere. Vorab eine Anekdote, ich habe mir den Film zwei (!) mal in Frankfurt in der deutschen Fassung angesehen. Es hiess beim... CARLO am 29. August 2008: @ man man man: ich weiß nun nicht, auf was für einem hohen Roß du sitzt, um zu meinen, die Leute hier im Blog in solch einer total unqualifiziert frechen Art und Weise zu kritisieren, belehren und maßregeln zu... bjoern wellna am 28. August 2008: hallo andre, ich lebe seit etwa drei jahren in kolumbien region medellin ! dein stellenangebot finde ich intereressant. ich bin 43jahre jung, habe drei fincas u.a.mit kaffee, bin verheiratet mit einer wunderbaren... Novarelo am 28. August 2008: Muss ich auch noch mal loswerden hier: Ich fand den Film ja wie gesagt, sehr spannend und konnte mich sehr gut mit diesem Thema indentifizieren - immer wenn man meint ein Land wie unseres zu verstehen, liegt man am... Novarelo am 28. August 2008: @man man man mag sein, dass wir hier zwanghaft sind und ein bisschen besserwisserisch, wenn das so ist passt du auf jeden Fall sehr gut rein. Auf sinnfreies Genöle kann ich allerdings gut verzichten. Geh einen Trinken... Eddi am 28. August 2008: So so, die freie Meinungsäußerung macht den Blog kaputt? Hinter den zwei Begriffen stecken zwei unterschiedliche Ideologien, wie mit Farc und Paras umgegangen werden soll. Das ist nicht weniger kontrovers als in... man man man am 28. August 2008: Leute, habt ihr nichts Besseres zu tun, als euch hier mit tausenden Zeichen ueber zwei Begriffe zu streiten? Wie viel Langeweile muss man haben bzw. wie ausgepraegt muss der Zwang, immer Recht haben zu wollen,... Petra am 26. August 2008: Wir haben den Film (auf Span. in D) geguckt und fanden ihn sehr zwiespältig. Sicherlich zeichnet er ein sehr subjektives und einseitiges Bild von Kolumbien/Cali und es besteht die Gefahr, dass der ein oder andere sich in...