Letzte Nachrichten zur Freilassung

Für alle, die aus erster Hand informiert werden möchte, bietet sich der Life-Stream an, einem Nachrichtensender mit Sitz in Caracas (weitere Infos zu Telesur).

Update 27.12.2007
Ganz Kolumbien blickt gespannt auf Villavicencio. Es ist noch unsicher, ob die Freilassung der Geiseln noch heute klappt wie gestern verkündet. Bislang sind keine venezolanischen Flugzeuge/Hubschrauber über die Grenze nach Kolumbien geflogen. Die Angehörigen der drei Geiseln reisen in wenigen Stunden nach Caracas, so dass sie für das evtl. Eintreffen heute Abend in Caracas anwesend sind. Die Vertreter der vermittelnden Staaten Argentinien und Brasilien meinen, dass die Operation erst morgen statt finden würde. Sobald es Neuigkeiten gibt werden wir an dieser Stelle darüber berichten.

Update 28.12.2007
Gestern gab es keine weiteren Neuigkeiten bis auf die Tatsache, dass die kolumbianische Regierung zur Bedingung macht, dass die Operation bis Sonntag Abend abgeschlossen ist. Nach neuesten Informationen sollen die Hubschrauber und Flugzeuge der venezolanischen Armee um 15 Uhr Ortszeit vom venezolanischen Flughafen Santo Domingo abfliegen nach Villa Vicencio. Die Angehoerigen der Familien sind mittlerweile in Caracas eingetroffen, die internationalen Beobachten, darunter Argentiniens ehemaliger Praesident Nestor Kirchner werden mit einem Flugzeug nach Villa Vicencio gebracht. Auch ist heute bekannt geworden, dass Oliver Stone in Venezuele eingetroffen ist mit dem Ziel ein Film ueber die Freilassung zu drehen.
Soeben hat das Rote Kreuz gesagt, dass es auch heute nicht zur Freilassung kommen wuerde. Allerdings sollen die venezolanischen Maschinen dennoch heute in Villavicencio eintreffen.

Update 29.12.2007
Leider gibt es so gut wie keine Nachrichten gab es heute. Chavez liess verkuenden, dass die Freilassung nun erst morgen oder uebermorgen stattfinden wird. An diese Abkuendigungen muessen wir uns gewoehnen, zuerst wurde von einer Freilassung vor Heiligabend gesprochen. Am Nachmittag sind die internationalen Beobachter in Villavicencio eingetroffen, auch an Board war Piedad Cordoba. Nun heisst es weiter abwarten… Dennoch wird von niemanden gezweifelt, dass es zur Freilassung kommen wird, zu gross ist der Druck auf Chavez und auf die FARC ihr Wort zu halten.

Update 30.12.2007
Auch heute keine News. Als wenn es darum ging die Hundertschaften von Journalisten wenigstens eine Kleinigkeit Neues zu geben, flogen heute zwei weitere Hubschrauber in Villavicencio ein. Alles deutet daraufhin, dass es auch heute nicht zur Freilassung kommen wird.

Update 31.12.2007
Heute morgen ist um eta 8 Uhr der venezolanische Außenminister in Villavicencio gelandet. Auch mit im Flugzeug: die Frau eines ehemaligen Gouverneurs, der auch in den Händen der FARC ist. Derzeit gibt es aber keine offiziellen Auskünfte zum Besuch, so dass weiter nur spekuliert werden kann… Soeben hat der kolumbianische Präsident angekündigt nach Villavicencio zu reisen um der internationalen Delegation persönlich zu sprechen.

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2 Kommentare zu “Letzte Nachrichten zur Freilassung”


  1. 1 Miguel

    Hi André, danke für die Updates. Heute (Samstag 29.12.07) hängen wir alle in Kolumbien gespannt vor Radio und Fernsehen. Bisher (9:20) nichts Neues, noch keine Angabe der FARC, wo die Geiseln abgehlot werden können.

    Eine Klarstellung noch: Kolumbien hat keine zeitlichen Fristen genannt, also auch keine Bedingung gestellt, wann die Operation vorbei sein sollte. Den Zeitplan hat Chavez festgelegt, als er die kolumbianische Regierung um Flug- und Operationsrechte von Donnerstagabend 19 Uhr bis Sonntagabend 19 Uhr (30.12.07) bat. Die mitgeteilte zeitliche Frist ist also Vorgabe des Chavez Plan. Sollte aus Gründen der höheren Gewalt, also z.B. schlechtes Wetter, die Übergabe nicht statt finden können, wird die kolumbianische Regierung sicherlich auf einen Fristverlängerung positiv reagieren. Ganz anders sehe es aus, wenn die FARC sich bis dahin nicht oder miot fadenscheinigen Argumenten melden, somit Chavez und die Welt vorführen würden. Aber das dürfte sehr unwahrscheinlich sein.

  2. 2 Miguel

    Zum Update 29.12.07: Ich habe langsam ein komisches Gefühl. Keine Zweifel, aber Fragen. Baut Chavez schon vor, dass es nicht zur Freilassung am morgigen Sonntag kommen wird? Ich habe seine genial inszenierte Vorstellung des sogenannten Plans “Transparencia” gut in Erinnerung. Alles sollte öffentlich sein. Wenn Kolumbiens Regierung mitspielen würde, dann könnten die Geiseln schon am nächtesn Tag frei sein, sagte er ein paar Mal und spielte so die kolumbianische Regierung in die Rolle des Bösen, der seinen (und der FARC?) schönen humanitären Plan zum scheitern bringen könnte. Hat die kolumbianische Regierung mit ihrem raschen Ja Chavez und/oder die FARC überrascht? Momentan sieht es so aus, als ob die FARC nicht bereit seien. Kennen sie Chavez Plan? Warum sagen sie nichts und lassen es auf den letzten Augenblick ankommen, war doch angeblich alles schon vorbereitet. Warum zündelt Chavez jetzt, wo Diplomatie und Vorsicht die wichtigsten Komponenten sind, in einer Situation in der das gegenseitige Misstrauen auflodern Brände auslösen kann. Warum wirft er ungenannten kolumbianischen und ausländischen Kräften vor, die Aktion boykoterien zu wollen? Warum stellt er die Sicherheit der FARC Leute, die die Geiseln überbringen jetzt in Frage, nachdem auch sein Abgesandter erkannte, dass die kolumbianische Regierung alle Sicherheitsgarantien einhalten würden? Weiß er schon, dass es morgen und auch übermorgen und am Tag danach zu keiner Freilassung kommen wird? Will er der FARC den rethorischen Boden vorbereiten um sich auf Nicht-Einhaltung der Garantien zurück zu ziehen? Man erinnere sich in diesem Zusammenhang, dass die FARC die Freilassung dieser drei Menschen als einen einseitigen AKt ihrerseits vorstellten, der an keine Bedingungen oder Vorleistungen gebunden sei. Will Chavez Uribe heraus fordern, unbedacht zu antworten und damit ein Brandfeuer aus zu lösen? Oder will er nur die Geiseln nutzen um mit ihnen Hetze gegen die Amerikaner zu machen? Viele Fragen, alle Antworten zeigen nur die traurige Wahrheit: Es geht nicht um das Wohl oder die Freiheit der Geiseln sondern um ihren politisch taktischen Wert. Wer die Geiseln besitzt setzt sie auch nach seinen politischen Strategien ein.

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