Tag-Archiv für 'Uribe' Page 2 of 3



Ecuador zieht Verurteilung Kolumbiens zurück

Bei der von Ecuador einberufenen Botschafter Versammlung der OAS -Organisation Amerikanischer Staaten- kam es gestern zu keiner Verurteilung Kolumbiens wegen der Grenzverletzung Ecuadors bei dem Angriff auf das Lager der FARC, bei dem Raul Reyes und weitere 20 Menschen um´s Leben kamen.

Nach Anhörung beider Seiten, konnten die Teilnehmer keine Einigung darüber erzielen, ob die Grenzverletzung Kolumbiens verständlich oder verwerflich sei. Ecuador selbst zog den Antrag der Verwerflichkeit zurück, besteht nun auf eine Erklärung in der die Verletzung der Grenze festgehalten wird und das die staatlichen Grenzen unangreifbar sind. Kolumbien ist mit dieser Erklärung einverstanden, ebenso mit der Benennung einer Abordnung, die angeführt durch den General Sekreter der OAS, vor Ort eine Untersuchung der Ereignisse und Hintergründe führt.

Zu einer Abschlusserklärung kam es aber bisher nicht, da der Artikel in dem die Untersuchung beschlossen wird, die Formulierung enthält, “Verletzung der Hoheit Ecuadors”. Kolumbien wehrt sich gegen diese Formulierung, da sie suggeriert, dass Kolumbiens Angriff Ecuador und nicht der FARC galt. Continue reading ‘Ecuador zieht Verurteilung Kolumbiens zurück’

Die Operation Geiselübergabe kann starten

Aus der ganzen Welt sind seit Tagen Journalisten in Caracas eingetroffen um die Übergabe der drei Geiseln der FARC zu verfolgen. Am 9.12 hatte die FARC angekündigt drei Geiseln (Clara, Emmanuel und Consuelo) frei zu lassen. Viele hatten erwartet, dass diese Freilassung noch vor Weihnachten stattfinden würde, auch ich. Denn Piedad Cordoba, die von der kolumbianischen Regierung gemeinsam mit Hugo Chavez gebeten wurde mit den FARC zu vermitteln reiste am Sonntag nach Caracas und am gleichen Tag kam Hugo Chavez aus Kuba zurück. Doch zu einer Übergabe der Geiseln kam es nicht, nur die Ankündigung der heutigen Pressekonferenz.

Diese läuft zur Stunde noch, sie ist seit über einer Stunde im Gange, doch mittlerweile haben sich alle Fernsehsender ausgeklingt.

Hugo Chavez Continue reading ‘Die Operation Geiselübergabe kann starten’

Freiheit für Clara Rojas und ihren Sohn?

Die Presseagentur “Prensa Latina” berichtet heute mittag, die Farc habe die Freilassung von Clara Rojas (Assistentin von Ingrid Betancourt), ihres Sohnes Emanuel und Consuelo Gonzalez de Perdomo bekanntgegeben.

Was genau bedeutet das? Sind die 3 bereits freigelassen worden, haben die Farc vor sie freizulassen und wenn – wann? Radio W spricht davon, dass die Freilassung von der Farc angeordnet wurde.

Eine Bedingung ist, dass die Geiseln an den venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez übergeben werden.

Weiterhin nannte die Farc den Vorschlag Uribes (“Begegnungsstätte”)l überstürzt, jedoch lehnte sie die entwaffnete Zone nicht ab.

Ist dies ein Zeichen der Farc, dass sie doch bereit sind zu verhandeln? Aber nicht mit dem kolumbianischen Staat?! …. sondern über Vermittler? Warum sollte die Farc Clara, Emanuel und Consuelo freilassen? Welche Taktik steckt dahinter?

Regionalwahlen Kolumbien

Mit regionalen Überraschungen gingen die gestrigen Regionalwahlen in Kolumbien aus. Vergleichbar mit Landtagswahlen in Deutschland wurden die neuen Gouverneure der einzelnen Departamentos (Länder) und die lokalen Bürgermeister gewählt.

Die wichtigsten Ergebnisse dieser Wahlen dürften sein:

  • Sieg des Kandidaten des Polo Democratico für das Oberbürgermeisteramt Bogotas
  • Landesweit konnten sich Uribe-freundliche Kandidaten durchsetzen
  • Unabhängige Kandidaten verändern politische Landkarte Continue reading ‘Regionalwahlen Kolumbien’

Treffen Chavez – Uribe: was ist mit der Geiselfrage?

Freilassung der GeiselnHeute treffen sich die Präsidenten Venezuelas und Kolumbiens im kolumbianischen Punta Ballenas. Offizieller Anlass ist die Eröffnung einer neuen Gasleitung zwischen beiden Staaten. Doch es haben sich einige dringende Themen angesammelt, die sicher ihre Schatten auf dieses Treffen werfen: - Treffen Chavez – FARC - StraßenNutzungsgebühren im GrenzeGebiet auf kolumbianischer Seite - Grenzefragen - Venezuelas Rückkehr in die CAN (Gemeinschaft der Anden-Staaten)

Ob die beiden Präsidenten Zeit für ein Gespräch unter vier Augen finden werden, ist nicht bekannt. Schließlich nimmt auch Ecuadors Präsident Correa an den Eröffnungfeierlichkeiten teil. Die Öffentlichkeit erwartet jedoch, dass zumindest das für den vergangenen achten Oktober geplante und wieder verschobene Treffen zwischen Chavez und der Guerilla FARC besprochen wird. Continue reading ‘Treffen Chavez – Uribe: was ist mit der Geiselfrage?’

Signez pour une résolution pacifique du conflit colombien

in english | auf deutsch | en español Le 17 juin de cette année, Gustavo Moncayo a laissé sa maison de Nariño, pour s’engager sur un très long chemin. Dans un premier temps, personne n’a porté attention à lui et à sa fille mais après seulement quelques jours les yeux se sont tournés vers eux et leur démarche pacifique. Aujourd’hui, l’intérêt porté à la famille Moncayo et le combat de Gustavo est si important qu’il est devenu aussi célèbre qu’une popstar et son histoire fait des échos jusqu’en Europe.

Gustavo Moncayo n’est pas simplement une figure symbolique du combat pour une solution humanitaire au problème colombien. Son chemin, commencé il y a presque 2 mois, lui confère désormais beaucoup de responsabilité et l’a transformé en porteur d’espoir pour beaucoup de colombiens. Nous sommes convaincu que le “caminante por la paz” mérite une profonde reconnaissance pour les évènements des dernières semaines en Colombie et ce qui se passe aujourd’hui. Le pays se met en mouvement et accompagne le marcheur dans sa quête pour la paix.

C’est ainsi que nous voulons nous aussi nous engager au côté de Gustavo et le soutenir par le biais d’une pétition, l’objectif étant d’attirer l’attention sur son histoire à l’échelle internationale et d’augmenter la pression afin de trouver une solution pacifique à la crise.

Ecrivez un commentaire en fournissant une adresse email valide et celui-ci sera pris en compte comme signature de la pétition de soutient aux Moncayo. Vous participerez au soutien de la solution pacifique recherchée. Le mieux serait bien évidemment d’écrire en espagnol ou en anglais, mais même sans cela votre geste a du poids.

La liste sera remise en mains propres à Gustavo Moncayo, il s’en ira ainsi voir le président avec les plus de 2 millions de signatures accumulées jusqu’alors.

Unterstützer für Gustavos Europa-Reise gesucht

Wie Miguel in seinem Artikel berichtete, ist der „Fall“ Moncayo nicht mehr nur eine nationale Angelegenheit. Der „caminante por la paz“ bittet auch um die Hilfe der USA und der Europäischen Union.

Um den Druck auf die Regierung und die Farc zu erhöhen, eine friedliche Lösung des Konfliktes zu finden, möchte Gustavo seine Geschichte auch nach Europa bringen. Der Forrest Gump Kolumbiens hat daher geplant von Brüssel nach Paris zu laufen – und auch nach Deutschland würde er gerne reisen.

Wir unterstützen ihn organisatorisch und finanziell bei seinem Vorhaben und würden uns freuen, wenn er einen Teil seines Weges auch in Deutschland geht und dort Unterstützung erfährt.

Wer von Euch ist auch dabei??? Mit Eurer Unterstützung können wir es schaffen, Gustavo den Weg nach Deutschland zu öffnen.

Für mich ist es unglaublich, was dieser Lehrer aus dem kleinen Dorf Sandoná in Kolumbien bewegt und wie er plötzlich zu einer international wichtigen Figur wird.

Deshalb wäre es toll, wenn NGO´s, Privatunternehmen oder –personen, uns kontaktieren. Zusammen könnten wir Gustavo Moncayo und seine Familie nach Deutschland einladen oder ihm eine Spende für eine Reise zukommen lassen, damit er sich auch bei uns mit Politikern austauschen und um Unterstützung bitten kann.

Ihr könnt Euch über das Kommentarfeld bei uns melden – wir kontaktieren Euch dann per E-Mail.

Weitere Infos: - Wer ist Gustavo Moncayo? - Unterschriftenliste für Gustavo Moncayo

Was schreibt die deutschsprachige Presse? http://derstandard.at/?url=/?id=2989249 www.taz.de/index.php?id=digi-artikel&ressort=sw&dig=2007/08/03/a0037 www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/kolumbien_geiseldrama_uribe_1.536119.html

Unterschriften Aktion für eine humanitäre (nicht militärische) Befreiung der Geiseln

in english | en français | en español

Am 17.06. diesen Jahres verließ Gustavo Moncayo sein Haus in Nariño, um sich auf einen langen Weg zu begeben. Zunächst schenkte ihm und seiner Tochter niemand Beachtung, aber nach nur wenigen Tagen beginnt die Aufmerksamkeit zu steigen – heute ist das Interesse an der Familie Moncayo und im speziellen an Gustavo so groß, wie an einem Popstar und seine Geschichte dringt nun auch bis nach Europa vor.

Gustavo Moncayo ist nicht nur zur Symbolfigur für eine humanitäre Lösung geworden – mit seinem Weg, den er vor fast 2 Monaten begann, hat er viel Verantwortung übernommen und ist zum Hoffnungsträger vieler Kolumbianer geworden. Ich bin der festen Überzeugung, dass dem „caminante por la paz“ viel zu verdanken ist: Die Geschehnisse der letzten Wochen und alles das, was sich jetzt tut. Das Land bewegt sich und läuft mit dem Friedensläufer …

… und so möchten auch wir einen Weg mit Gustavo gehen und ihn mittels einer „Unterschriften“-Aktion unterstützen. Wir bezwecken damit eine größere internationale Aufmerksamkeit auf seine Geschichte zu erhalten und die Erhöhung des Drucks auf Regierung und FARC ,eine friedliche, verhandelte Lösung zu erreichen. Die humanitäre Lösung steht im Gegensatz zu einer militärischen Befreiungsaktion, mit enormen Risiken für das Leben der Geiseln, da die FARC sie im Falle eine Angriffs erschießt, wie schon oft passiert.

Wenn Ihr zu diesem Artikel einen Kommentar unter der Angabe einer gültigen E-Mail-Adresse schreibt, wird dieser als eine Unterschrift zur Unterstützung Moncayos, und damit zur Unterstützung einer humanitären Lösung, gezählt. Toll wäre es, wenn Ihr in Spanisch oder Englisch schreiben könntet – ist aber kein Muss.

Die Liste wird Gustavo Moncayo persönlich von uns bekommen und er wird sie mit seinen bisher über 2 Mio. gesammelten Unterschriften dem Präsidenten überreichen. Der FARC kann er sie leider noch nicht zustellen, aber die Medien werden ihnen die erreichte Zahl schon zukommen lassen.

Weitere Infos: - Wer ist Gustavo Moncayo? - Unterstützer für Moncayos Europa-Reise gesucht

Was schreibt die deutschsprachige Presse? http://derstandard.at/?url=/?id=2989249 www.taz.de/index.php?id=digi-artikel&ressort=sw&dig=2007/08/03/a0037 www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/kolumbien_geiseldrama_uribe_1.536119.html

Moncayo, sein Weg ist der Weg einer Nation

Begrüßungskomitee “Wanderer, der Weg wird beim Gehen gemacht”, die Strophe dieses beliebten Liedes könnte auch für Gustavo Moncayos Marsch gelten. Als vor knapp 10 Jahren die FARC seinen Sohn entführten begann der lange Leidensweg dieses einfachen Lehrers aus dem Südwesten Kolumbiens. Er wurde einer der Vielen in Kolumbien, denen ein lieber und naherstehender Mensch weg genommen wurde. Menschen, die von der Guerilla ohne Anklage, ohne Urteil, ohne Besuchsrecht und ohne zu wissen, wie lange sie gefangen gehalten werden in den Urwäldern “weg gesperrt” werden.

In den zehn Jahren seit der Entführung von Gustavos Sohn gab es Tage der Hoffnungen und Versprechen. Während der Zeit des Präsidenten Pastrana, der es sich zum Ziel gemacht machte, mit der FARC Frieden zu schließen, schienen Gustavo und die Kolumbianer endlich am Ziel ihres Weges um Frieden und Ende von Geiselnahme und Terror zu sein. Pastrana ging auf die Forderungen der Guerilla ein, zog das Militär aus den Gebieten, die die Guerilla benannte zurück. Es wurden einige Geiseln frei gelassen und auch Gustavo Moncayo schöpfte Hoffnung. Er durfte sich, wie auch andere Angehörige von Entführten, mit Raul Reyes und Tirofijo, den großen Köpfen der FARC treffen und um seinen Sohn bitten. Die Verhandlungen führten leider zu keinem Erfolg. Es wurden keine weiteren Geiseln frei gelassen. Die Entführungen gingen weiter, die Guerilla nutzte den Rückzug des Militärs und besetzte ihrerseits die Gebiete. Viele Kolumbianer wurden aus ihren Träumen gerissen. Der Weg ging weiter. Continue reading ‘Moncayo, sein Weg ist der Weg einer Nation’

Gustavo Moncayo – Befreit Laufen?

Solidarität mit Gustavo MoncayoAls ich das erste Mal in der Zeitung von Gustavo Moncayo lese, muss ich an den Film Forest Gump denken. Eine bewegende Geschichte über einen Mann der läuft und läuft und läuft.

Vor zwei Wochen verließ Gustavo seinen Heimatort Sandoná in Nariño (departamento im Südwesten Kolumbiens) mit dem 800 Kilometer weit entfernten Ziel Bogotá.

Sein Beweggrund für diese abenteuerliche Reise zu Fuß ist sein Sohn, der seit 10 Jahren von der Farc gefangen gehalten wird. Im Dezember 1997 wird eine Kommunikationsstation des Militärs in Nariño von der Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia attakiert. 10 Soladaten sterben, 4 werden verletzt und 18 junge Männer entführt. Darunter auch Pablo Moncayo. 2001 werden 16 Geiseln dieser Gruppe auf Grund eines Abkommens zwischen dem Staat und der Farc im Austausch für 14 inhaftierte kranke Guerilleros freigelassen. Pablo ist nicht dabei. Er ist somit einer der am längsten gefangen gehaltenen Geiseln der Farc. Continue reading ‘Gustavo Moncayo – Befreit Laufen?’