Tag-Archiv für 'Moncayo' Page 2 of 2



Signatures in favour of a humanitarian (not military) release of the hostages

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Last June 16 Gustavo Moncayo left his home in Nariño to betake himself on a long journey. Initially nobody paid any attention to him and his daughter, something that changed after very few days when the interest for their enterprise begun to rise. Today the Moncayo family, namely Gustavo, is spotted by the public’s attention in a way we only know from pop stars. His story has become known abroad and reached the U.S., where three of the FARC hostages come from, and Europe.

Not only has Gustavo become the symbol for a humanitarian solution for the freedom of the FARC hostages, through his journey, which he started almost two months ago, he too has assumed enormous responsibility and has become the source of hope for many Colombians. We are convinced that we owe much to the “walker for freedom”: The events during the last weeks and a lot of what is going on now. The country is moving and stepping out with the peace walker…

… we also want to go a leg with Gustavo and support him by collecting signatures backing up his endeavour. We aim for an increased international awareness for his story and to raise pressure in favour of a peaceful, negotiated release of the hostages.

By commenting this article with a valid email address your opinion well be counted as a signature supporting Gustavo and as your backup for a humanitarian way to free the hostages. This is opposite to the military operation, which puts the hostages life in danger, as the FARC shoots them in a case of an attack. It would be appreciated if you wrote in Spanish – however this is not a requirement.

Gustavo Moncayo will receive this list from us in person and he will hand it over to the president, together with the more than two million signatures he has collected so far. It is not possible for him to hand the list over to the FARC, but they will get the total number from the media

Unterschriften Aktion für eine humanitäre (nicht militärische) Befreiung der Geiseln

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Am 17.06. diesen Jahres verließ Gustavo Moncayo sein Haus in Nariño, um sich auf einen langen Weg zu begeben. Zunächst schenkte ihm und seiner Tochter niemand Beachtung, aber nach nur wenigen Tagen beginnt die Aufmerksamkeit zu steigen – heute ist das Interesse an der Familie Moncayo und im speziellen an Gustavo so groß, wie an einem Popstar und seine Geschichte dringt nun auch bis nach Europa vor.

Gustavo Moncayo ist nicht nur zur Symbolfigur für eine humanitäre Lösung geworden – mit seinem Weg, den er vor fast 2 Monaten begann, hat er viel Verantwortung übernommen und ist zum Hoffnungsträger vieler Kolumbianer geworden. Ich bin der festen Überzeugung, dass dem „caminante por la paz“ viel zu verdanken ist: Die Geschehnisse der letzten Wochen und alles das, was sich jetzt tut. Das Land bewegt sich und läuft mit dem Friedensläufer …

… und so möchten auch wir einen Weg mit Gustavo gehen und ihn mittels einer „Unterschriften“-Aktion unterstützen. Wir bezwecken damit eine größere internationale Aufmerksamkeit auf seine Geschichte zu erhalten und die Erhöhung des Drucks auf Regierung und FARC ,eine friedliche, verhandelte Lösung zu erreichen. Die humanitäre Lösung steht im Gegensatz zu einer militärischen Befreiungsaktion, mit enormen Risiken für das Leben der Geiseln, da die FARC sie im Falle eine Angriffs erschießt, wie schon oft passiert.

Wenn Ihr zu diesem Artikel einen Kommentar unter der Angabe einer gültigen E-Mail-Adresse schreibt, wird dieser als eine Unterschrift zur Unterstützung Moncayos, und damit zur Unterstützung einer humanitären Lösung, gezählt. Toll wäre es, wenn Ihr in Spanisch oder Englisch schreiben könntet – ist aber kein Muss.

Die Liste wird Gustavo Moncayo persönlich von uns bekommen und er wird sie mit seinen bisher über 2 Mio. gesammelten Unterschriften dem Präsidenten überreichen. Der FARC kann er sie leider noch nicht zustellen, aber die Medien werden ihnen die erreichte Zahl schon zukommen lassen.

Weitere Infos: - Wer ist Gustavo Moncayo? - Unterstützer für Moncayos Europa-Reise gesucht

Was schreibt die deutschsprachige Presse? http://derstandard.at/?url=/?id=2989249 www.taz.de/index.php?id=digi-artikel&ressort=sw&dig=2007/08/03/a0037 www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/kolumbien_geiseldrama_uribe_1.536119.html

Moncayo, sein Weg ist der Weg einer Nation

Begrüßungskomitee “Wanderer, der Weg wird beim Gehen gemacht”, die Strophe dieses beliebten Liedes könnte auch für Gustavo Moncayos Marsch gelten. Als vor knapp 10 Jahren die FARC seinen Sohn entführten begann der lange Leidensweg dieses einfachen Lehrers aus dem Südwesten Kolumbiens. Er wurde einer der Vielen in Kolumbien, denen ein lieber und naherstehender Mensch weg genommen wurde. Menschen, die von der Guerilla ohne Anklage, ohne Urteil, ohne Besuchsrecht und ohne zu wissen, wie lange sie gefangen gehalten werden in den Urwäldern “weg gesperrt” werden.

In den zehn Jahren seit der Entführung von Gustavos Sohn gab es Tage der Hoffnungen und Versprechen. Während der Zeit des Präsidenten Pastrana, der es sich zum Ziel gemacht machte, mit der FARC Frieden zu schließen, schienen Gustavo und die Kolumbianer endlich am Ziel ihres Weges um Frieden und Ende von Geiselnahme und Terror zu sein. Pastrana ging auf die Forderungen der Guerilla ein, zog das Militär aus den Gebieten, die die Guerilla benannte zurück. Es wurden einige Geiseln frei gelassen und auch Gustavo Moncayo schöpfte Hoffnung. Er durfte sich, wie auch andere Angehörige von Entführten, mit Raul Reyes und Tirofijo, den großen Köpfen der FARC treffen und um seinen Sohn bitten. Die Verhandlungen führten leider zu keinem Erfolg. Es wurden keine weiteren Geiseln frei gelassen. Die Entführungen gingen weiter, die Guerilla nutzte den Rückzug des Militärs und besetzte ihrerseits die Gebiete. Viele Kolumbianer wurden aus ihren Träumen gerissen. Der Weg ging weiter. Continue reading ‘Moncayo, sein Weg ist der Weg einer Nation’

Gustavo Moncayo – Befreit Laufen?

Solidarität mit Gustavo MoncayoAls ich das erste Mal in der Zeitung von Gustavo Moncayo lese, muss ich an den Film Forest Gump denken. Eine bewegende Geschichte über einen Mann der läuft und läuft und läuft.

Vor zwei Wochen verließ Gustavo seinen Heimatort Sandoná in Nariño (departamento im Südwesten Kolumbiens) mit dem 800 Kilometer weit entfernten Ziel Bogotá.

Sein Beweggrund für diese abenteuerliche Reise zu Fuß ist sein Sohn, der seit 10 Jahren von der Farc gefangen gehalten wird. Im Dezember 1997 wird eine Kommunikationsstation des Militärs in Nariño von der Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia attakiert. 10 Soladaten sterben, 4 werden verletzt und 18 junge Männer entführt. Darunter auch Pablo Moncayo. 2001 werden 16 Geiseln dieser Gruppe auf Grund eines Abkommens zwischen dem Staat und der Farc im Austausch für 14 inhaftierte kranke Guerilleros freigelassen. Pablo ist nicht dabei. Er ist somit einer der am längsten gefangen gehaltenen Geiseln der Farc. Continue reading ‘Gustavo Moncayo – Befreit Laufen?’

Lichtermeer und Hoffnungsschimmer

Plaza BolivarWährend auf dem Plaza Bolivar (Hauptplatz Bogotas) gestern abend 25.000 Kerzen leuchteten – als Ausdruck der Solitarität mit den Geiseln der Farc und als Aufruf an Regierung und Farc eine baldige Freilassung zu vereinbaren – strahlte der arabische Sender Al-Dschasira ein Video der Farc aus, in dem 7 Polizisten und Soldaten zu sehen waren. Alle wurden in den Jahren zwischen 1997 und 1999 von der Farc entführt.

Das Video wurde vor ca. 7 Monaten aufgenommen. Einige der Gefangenen berichten auch Politiker wie z.B. Ingrid Betancourt oder ihre politische Begleiterin Clara Rojas gesehen zu haben. Ebenso erwähnten sie Claras in der Gefangenschaft geborenes Kind.

In die Freude der Kolumbianer endlich ein Lebenszeichen der seit langem Vermissten zu erhalten mischte sich die Angst, dass diese auch Opfer der Sprachlosigkeit zwischen Farc und Regierung werden könnten, wie es die 11 ehemaligen Abgeordneten wurden, deren Tod die Farc vor 1 Woche bekannt gab.

Die überraschende Ausstrahlung der Lebensbeweise über einen internationalen Sender (nach CNN der am meisten gesehene Sender weltweit) könnte als Taktik der Farc gesehen werden, den nationalen sowie internationalen Druck auf Alvaro Uribe zu erhöhen, auf die Forderungen der Farc einzugehen und eine verhandelte Freigabe (entgegen der militärischen Lösung) anzustreben.

2 von den Entführten, darunter Pablo Moncayo, dessen Vater seit Mitte Juni 800 Kilometer durch Kolumbien läuft, um auf seinen Sohn aufmerksam zu machen, sind bereits 10 Jahre in Gefangenschaft.

Die Bilder sienes Sohnes werden Gustavo Moncayo auf seinen langen Weg sicherlich beflügeln. Er kommentierte das Video seines Sohnes mit gebrochener Stimme: “Er wirkte sehr abgemagert und es brach mir das Herz ihn dort zu sehen, aber es macht mich überglücklich ihn am Leben zu wissen!”