Am vergangenen Freitag überraschte Uribe mal wieder alle: Aus Staatsgründen, müsse er bis zum nächsten 07. Juni die Gesamtheit oder einen großen Teil der inhaftierten FARC-Guerilleros an einem anderen Ort außerhalb der Gefängnisse haben!
Diese Ankündigung traf alle unvorbereitet und so wird gerätselt, was wohl dahinter steckt. War es ein Manöver um vom Para-Skandal abzulenken? Sollte damit etwa die Empörung über seinen Vorschlag gedämpft werden, allen Beteiligten, die mit illegalen Gruppen zusammen gearbeitet haben und nun die Wahrheit sagen würden, Straffreiheit zu gewähren. Zwar nannte er juristische Auflagen dazu und schloss aus, dass Gewaltverbrechen unter diese Amnestie fallen würden, aber die Öffentlichkeit sah hierin vor allem einen Versuch, die in dem Para-Skandal verwickelten Politiker frei zu bekommen. Continue reading ‘Gefangene FARC-Guerilleros bald frei?’
In Cartagena fand vom 26. bis 29. März der vierte Kongress der spanischen Sprache statt. Schriftsteller, Journalisten und Sänger der spanischen Sprache kamen aus der ganzen Welt angereist. Im Mittelpunkt stand ein Mann: Gabriel García Márquez. Sein Buch Hundert Jahre Einsamkeit wurde als das literarische Werk Lateinamerikas gefeiert und mit “Don Quijote” - dem spanischen Meisterwerk von Cervantes - in einem Satz hervorgehoben. Gabo - so wird Gabriel García Márquez in Kolumbien liebevoll genannt - sah man richtig an, wie gerührt er von den Ehrungen. Für ihn muss es wohl nach dem Empfang des Nobelpreises im Jahr 1982 ein Höhepunkt seiner Karriere sein. Zum Anlass des Kongresses wurde das Buch von Gabo mit einer Sonderauflage in Höhe von 1 Mio Bücher aufgesetzt.
Aber es ging nicht nur um Gabo sondern (auch) um die spanische Sprache. Nach langen Verhandlungen konnten sich die Beteiligten auf ein Zertifikat einigen, dass den Spanisch-Unterricht vereinheitlicht. Die großen spanisch sprachigen Institute und Universitäten gaben dazu ihr Einverständnis.
Nachfolgend die Dankesrede von Gabo (natürlich auf spanisch):
Zu Gast an diesem Wochenende in meiner Wahlheimat ist das spanische Königspaar. In Medellin überzeugten sich die Gäste vom Wandel in Medellin. Als Symbol dafür hält dafür oft die Metrocable her. Auch die spanischen Gäste gemeinsam mit Präsident Uribe das öffentliche Verkehrsmittel hinauf in die Hänge, wo sich vor 10 Jahren kaum ein Polizist hingetraut hätte. Mittlerweile ist der Stadtteil Santo Domingo aber sicher geworden, so dass selbst der spanische König den Barrio besuchen konnte.
Neben der Fahrt im Metrocable schauten sich die spanischen Gäste das Zentrum der Stadt mit dem Botero Plaza und dem gleichnamigen Museum an. Aber nicht nur wegen des Besuchs wird Medellin weiterhin in aller Munde bleiben. Während des 8. Kongress der Vereinigung der Akademien der spanischen Sprache wurde in Medellin die neue spanische Grammatik verabschiedet. Ebenso wie in Deutschland bei der Rechtschreibreform zog vergingen bis zur Übereinstimmung aller Beteiligten einige Jahre. Im Volksmund heißt es nun “La Gramática de Medellín”, also die “Grammatik von Medellin”.
Immer wieder sind wir auf der Suche nach aktuellen Nachrichten in Kolumbien gewesen. Kaum ein anderes Land weckt so viel Interesse, leider gibt es kaum ein Informationsangebot auf deutscher Sprache. Dieser Blog soll Abhilfe leisten mit aktuellen Nachrichten aus Kolumbien.
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Martin am 31. August 2008: Eddi, habe ich auch gelesen. So, wenn die Schreiber solcher Artikel ueber Kolumbien vermitteln soll, was kann da wohl fuer ein Schrott dabei herauskommen. Und das nach soviel Berichterstattung in deutschen Medien.... Eddi am 31. August 2008: Heuet bei Spiegel Online: “Journalist” Bernd Musa kann Paramilitärs nicht von Guerilla unterscheiden: “Die Vereinten Nationen, Amnesty International und Human Rights Watch haben die kriminellen Taten der... Saulo am 29. August 2008: Hallo an alle, gespannt habe ich eure Kommentare gelesen, bevor ich mich selbst zum Film äußere. Vorab eine Anekdote, ich habe mir den Film zwei (!) mal in Frankfurt in der deutschen Fassung angesehen. Es hiess beim... CARLO am 29. August 2008: @ man man man: ich weiß nun nicht, auf was für einem hohen Roß du sitzt, um zu meinen, die Leute hier im Blog in solch einer total unqualifiziert frechen Art und Weise zu kritisieren, belehren und maßregeln zu... bjoern wellna am 28. August 2008: hallo andre, ich lebe seit etwa drei jahren in kolumbien region medellin ! dein stellenangebot finde ich intereressant. ich bin 43jahre jung, habe drei fincas u.a.mit kaffee, bin verheiratet mit einer wunderbaren... Novarelo am 28. August 2008: Muss ich auch noch mal loswerden hier: Ich fand den Film ja wie gesagt, sehr spannend und konnte mich sehr gut mit diesem Thema indentifizieren - immer wenn man meint ein Land wie unseres zu verstehen, liegt man am... Novarelo am 28. August 2008: @man man man mag sein, dass wir hier zwanghaft sind und ein bisschen besserwisserisch, wenn das so ist passt du auf jeden Fall sehr gut rein. Auf sinnfreies Genöle kann ich allerdings gut verzichten. Geh einen Trinken... Eddi am 28. August 2008: So so, die freie Meinungsäußerung macht den Blog kaputt? Hinter den zwei Begriffen stecken zwei unterschiedliche Ideologien, wie mit Farc und Paras umgegangen werden soll. Das ist nicht weniger kontrovers als in...