Busfahren in Kolumbien - niemals ohne Schlafsack

BusFür alle unter euch, die vorhaben Kolumbien auf eigene Faust zu bereisen: Bitte nimmt diesen einen Ratschlag mit auf den Weg: Nimmt bei Nachtfahrten auf alle Fälle einen Schlafsack oder eine dicke Decke mit in den Bus…

Mit Philipp ging es letztes Wochenende an die Karibik nach Cartagena. Weil wir vermeintlich wussten, worauf wir uns einließen nahmen wir auch brav lange Hosen und dicke Fleecejacken mit. Aber die Nachtbusse Medellin - Cartagena brachen bislang alle Rekorde, trotz Fleece froren wir die ganze Nacht und zogen uns beide eine Erkältung zu. Also macht es besser und nimmt euch direkt Schlafsäcke mit in den Bus (und gibt sie auf keinen Fall mit dem Hauptgepäck ab).

Übirgens: Bislang kann mir kein Kolumbianer eine Antwort darauf geben, warum die Busse so dermaßen unterkühlt sind, jeden Passagier nervt es, aber keiner regt sich auf. Wisst ihr warum die Temperaturen so niedrig sind?

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8 Kommentare zu “Busfahren in Kolumbien - niemals ohne Schlafsack”


  1. 1 Micha

    Danke André, das ist genau das was ich jeden empfehle der in Kolumbien Bus fährt. Zwar ist es nicht immer wie im Eisschrank aber die schlechten Erfahrungen lehren einen den Schlafsack immer schön im Handgebäck zu lassen…

    Auch ich hab versucht mir darauf einen Reihm darauf zu machen. Bisher hab ich 2 Versionen - auch wenn keine wirklich überzeugt.
    Entweder sollen mit den niedrigen Temperaturen die Busse frei von diversen Ungeziefer gehalten werden.
    Oder es fehlt einfach eine Temperaturregulierung der Klimaanlage und ohne Klima in Kolumbien über Land zu fahren ist bei Temperaturschwankungen von nicht selten 20 Grad von Tal zu Berg zu Tal zu Berg noch anstrengender.

    Micha :)

  2. 2 Fabio Torres

    Finde ich ja alles toll, dieses geschreibe und kritisieren.
    Aber kannst Du mir mal sagen, warum in Deutschland die Busse im Winter so stickig und stinkig sind, dass das Schwitzwasser die Fenster runterlaeuft, die Brillen beschlagen und ….Soll dadurch das Ungeziefer vernichtet werden oder was?
    Vielleicht fehlt Euch einfach eine positive Einstellung….
    Saludos Fabio

  3. 3 Micha

    Hallo Fabio,

    >Aber kannst Du mir mal sagen, warum in Deutschland die Busse im Winter >so stickig und stinkig sind, dass das Schwitzwasser die Fenster >runterlaeuft, die Brillen beschlagen und ….

    In meinem Fall kann ich eher auf stickige und stinkige Kalt-Jahreszeit-Erfahrungnen in Straßenbahnen und Zügen zurückblicken. Gerade bei älterenen Tatra-Straßenbahnen (wohl kaum noch im Einsatz) zumindest bin mir sicher, dass dort genau eben die Temperaturregelung völlig fehlt. Und heizen ist eben besser als die Fahrgäste friern zu lassen - daher kam auch auch meine Theorie das die Klimaanlage möglicherweise nur ein oder ausgeschaltet, also nicht reguliert werden kann.

    >Soll dadurch das Ungeziefer >vernichtet werden oder was?

    In der Kalt-Jahreszeit gibt’s ja in Deutschland eh kaum Insekten - insofern: Nein.

    Micha :)

  4. 4 Anonymous

    Meiner Einschätzung nach besteht dieser Temperatur-Konflikt immer zwischen Fahrer und Fahrgästen (und zwar nicht nur in Kolumbien) weil der Fahrer ja physische Arbeit leistet und deswegen die Kühlung vorzieht, während die Fahrgäste schlafen und nicht aktiv sind und deswegen Kälte verspüren.

    Der gleiche Effekt ist mir auch schon in Privat-PKWs passiert: Der Fahrer, voll konzentriert und schwitzend, kurbelt das Fenster runter, während die Beifahrer frieren. Die Straßen in den Anden verlangen vom Fahrer ja auch mehr ab als die deutschen Autobahnen.

  5. 5 André

    Dieses Argument macht echt Sinn. Allerdings gibt es bei den meisten Bussen, mit denen ich unterwegs bin eine Abtrennung der Fahrer von den Gästen durch eine Wand. Aber gut möglich, dass es nur eine Einstellung für den ganzen Bus gibt… (in anderen Ländern geht es aber auch ohne Wintertemperaturen: Ecuador, Brasilien, Chile, Peru, Bolivien & Argentinien haben normale Bustemperaturen bei den Nachtfahrten …)

  6. 6 Anonymous

    Stimmt, in den meisten Bussen gibt es eine Trennwand für die Fahrer, hatte ich nicht bedacht. Je nachdem, wie die Klimaanlage installiert ist, könnte sie aber gerade mehr Kälte in den Fahrgastraum als in die Fahrerkabine pusten.

    In heißen Gegenden wie z.B. Südkalifornien laufen die Klimaanlagen aber generell so kalt, dass die Leute mit Pullover im Büro sitzen müssen, um sich nicht zu erkälten. Es scheint also ein weltweites Problem von zu kalten Klimaanlagen zu existieren! Vielleicht ist es auch ein psychologisches Problem, dass die Klimaanlagen-Besitzer aus Angeber-Gründen zeigen möchten, was für eine tolle Klimaanlage sie haben? ;-)

    Ich mein, wer sich eine teure Musikanlage ins Auto baut, der dreht ja auch die Lautstärke bis zum Anschlag auf, damit es auch alle an der nächsten roten Ampel mitbekommen! ;-)

  7. 7 André

    Das in den meisten Ländern recht kalt bevorzugt werden kann ich auch (leider) aus eigener Erfahrung bestätigen. Aber warst du schon mal in einem kolumbianischen Nachtbus? “Kälte” ist da milde ausgedrückt. Man braucht ungelogen einen Schal, Schlafsack, am besten Handschuhe. Es ist unglaublich kalt…

  8. 8 Anonymous

    Bin bisher sechsmal Bogotá-Ipiales gefahren, dauert zwischen 20 und 24 Stunden und schließt in jedem Fall eine Nacht mit ein. Aber mit meinem Hochkragen-Strickpulli habe ich bisher keine Erfrierungen erlitten, weder in anderen Ländern noch Kolumbien. Die Einheimischen weisen ja auch vor jeder Nachtfahrt daraufhin, auf jeden Fall warme Klamotten zur Hand zu haben, weil das Problem bekannt ist.

    Veilleicht habe ich aber bisher einfach nur Glück gehabt, zwar kenne ich die kalten Nachtbusse, aber mit Ski-Ausrüstung (Handschuhe und Schal) habe ich mich bisher noch nicht schützen müssen.
    :-)

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