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Gustavo Moncayo in Berlin

nicole-und-gustavo.jpgEndlich ist Gustavo auf seiner bereits 38-tägigen Auslandsreise auch in Deutschland angekommen. Leider ist in der deutschen Prese kein Bericht zu finden. Dabei hiess es in der “Welt” doch vor Kurzem noch, dass Kolumbiens Image sich in Europa gerade ändert. Hat sichdies nur auf den Tourismus bezogen?

Das Interesse am Land und seinen Problemen scheint nicht gewachsen zu sein, wenn über diesen Mann, der einen so schwierigen Weg auf sich genommen hat (ohne bisher Resultate für sich ganz persönlich erzielt zu haben – die Befreiung von seinem Sohn) nicht berichtet wird!?

Auch die Artikel in der kolumbianischen Presse sind eher oberflächlich. Mit wem sich Gustavo in Berlin getroffen hat oder über welche Themen er gesprochen hat – läßt sich nicht herausfinden.

In ganz Europa wurden Gustavo und seine Tochter Yuri mit offenen armen empfangen und erfuhren große Gastfreundschaft und Solidarität. Der Vater von Pablo möchte nun aber endlich zurück nach Kolumbien. Der Schmerz sitz tief – Gustavos Sohn ist seit 10 Jahren und einem langen Marsch seines Vaters (nun schon 4 Monate) immer noch in den Händen der Farc. Weder sein Herz noch seine Gedanken kommen zur Ruhe – sagt Gustavo. Continue reading ‘Gustavo Moncayo in Berlin’

Kolumbiens Weg zurueck auf die touristische Landkarte

Armenia aus “La Linea” kommendGerade eben habe ich einen interessanten Artikel in der Welt online gelesen. Es war ein netter Bericht ueber Kolumbiens Weg zurueck in das Gedaechtnis der Touristen, die sich langsam aber sicher wieder dem Land naehern. Hier koennt Ihr ihn lesen. Das Land hat natuerlich viel mehr zu bieten, als aus dem Text herauskommt. Ich denke jedoch, es ist wieder ein Schritt in die richtige Richtung, wenn internationale Medien positiv ueber das Land berichten.

Gustavo Moncayo bittet Papst um Hilfe

Bei einer persönlichen Audienz gestern hatte Gustavo Moncayo die Gelegenheit mit Papst Benedikt XVI über das Schicksal seines Sohnes und damit über vieler anderer Geiseln zu sprechen.

Um Papst Benedikt einen Eindruck über ihre “Arbeit” der letzten Monate zu geben, brachten Gustavo und seine Tochter Yuri ihm ein Video und Fotos mit. Wenn ich daran zurückdenke, wie alles vor 4 Monaten Begann (ein Mann, der 1000 km laufen wollte, und zunächst von niemandem beachtet wurde) – kann ich Gustavo und seine Kraft nur bewundern.

Seit er in Europa ist, hat er auch hier hochrangige Politiker getroffen – eine Audienz beim Papst ist für ihn sicherlich der Höhepunkt seiner Reise.

Gustavo bat Benedikt XVI zur Freilassung nicht nur seines Sohnes, sondern aller Geiseln in Kolumbien, aufzurufen.

Leider sind die Berichte über Gustavo und seine Familie in Deutschland immer noch selten.Wenn Ihr Artikel in der europäischen Presse seht, würden wir uns über einen kurzen Komentar mit link sehr freuen.

Kolumbien: die 100 größten Städte

DANE Die Dane ist das statistische Amt Kolumbiens. 2005 gab es die letzte große Volkszählung, nachfolgend die Ergebnisse bei den Einwohnerzahlen. Die Zahlen der großen Metropolen können leicht von anderen Quellen abweichen, da z.B. das Stadtteile der Metropolen teilweise einen Stadtstatus haben. So besteht Medellin aus den Städten Bello, Medellin, Itagui, Envigado und Sabaneta, obwohl es geografisch eine Stadt ist. Nehmen wir also die “Städte” der Metropolen zusammen, so kommen wir bei Bogota auf 7,2 Mio. Einwohner und in Medellin auf 3,0 Mio. Einwohner. Nachfolgend die Liste der 100 größten Städte in Kolumbien mit dem zugehörigen Bundesland

Rang Stadt Bundesland Einwohner
1 Bogotá, D.C. Bogotá, D.C. 6.840.116
2 Medellín Antioquia 2.216.830
3 Cali Valle Del Cauca 2.119.908
4 Barranquilla Atlántico 1.146.359
5 Cartagena Bolívar 892.545
6 Cúcuta Norte De Santander 587.676
7 Bucaramanga Santander 516.512
8 Ibagué Tolima 498.401
9 Soledad Atlántico 461.851
10 Pereira Risaralda 443.554
11 Santa Marta Magdalena 415.270
12 Soacha Cundinamarca 402.007
13 Pasto Nariño 382.618
14 Villavicencio Meta 380.222
15 Manizales Caldas 379.972
16 Montería Córdoba 378.970
17 Bello Antioquia 371.591
18 Valledupar Cesar 354.449
19 Buenaventura Valle Del Cauca 328.794
20 Neiva Huila 316.033
21 Palmira Valle Del Cauca 284.470
22 Armenia Quindio 280.930
23 Popayán Cauca 257.512
24 Floridablanca Santander 254.683
25 Sincelejo Sucre 237.618
26 Itagui Antioquia 232.680
27 Barrancabermeja Santander 190.058
28 Tuluá Valle Del Cauca 187.275
29 Dosquebradas Risaralda 179.301
30 Envigado Antioquia 174.108
31 Riohacha La Guajira 167.865
32 San Andres de Tumaco Nariño 160.034
33 Tunja Boyacá 154.096
34 Florencia Caquetá 143.871
35 Girón Santander 135.791
36 Apartadó Antioquia 131.405
37 Cartago Valle Del Cauca 124.831
38 Maicao La Guajira 123.757
39 Turbo Antioquia 121.919
40 Magangué Bolívar 121.515
41 Uribia La Guajira 117.674
42 Piedecuesta Santander 117.364
43 Sogamoso Boyacá 117.094
44 Guadalajara de Buga Valle Del Cauca 116.893
45 Quibdó Chocó 112.886
46 Lorica Córdoba 110.316
47 Ipiales Nariño 109.116
48 Fusagasugá Cundinamarca 108.938
49 Facatativá Cundinamarca 107.452
50 Duitama Boyacá 107.406
51 Yopal Casanare 106.822
52 Pitalito Huila 102.485
53 Ciénaga Magdalena 101.985
54 Zipaquirá Cundinamarca 101.551
55 Malambo Atlántico 101.280
56 Rionegro Antioquia 100.502
57 Chía Cundinamarca 97.896
58 Girardot Cundinamarca 97.834
59 Jamundí Valle Del Cauca 96.993
60 Yumbo Valle Del Cauca 92.192
61 Ocaña Norte De Santander 90.517
62 Sahagún Córdoba 87.635
63 Caucasia Antioquia 87.532
64 Sabanalarga Atlántico 86.631
65 Cereté Córdoba 83.917
66 Aguachica Cesar 82.335
67 Santander de Quilichao Cauca 80.282
68 Tierralta Córdoba 78.770
69 Espinal Tolima 76.226
70 Arauca Arauca 75.557
71 Calarca Quindio 73.741
72 Montelíbano Córdoba 73.247
73 La Dorada Caldas 72.925
74 Candelaria Valle Del Cauca 70.296
75 Santa Rosa de Cabal Risaralda 69.960
76 Villa del Rosario Norte De Santander 69.833
77 Garzón Huila 69.823
78 Caldas Antioquia 67.999
79 El Carmen de Bolívar Bolívar 67.952
80 Manaure La Guajira 67.584
81 Los Patios Norte De Santander 67.281
82 San Andrés Archipiélago De San Andrés 65.627
83 Mosquera Cundinamarca 63.226
84 San Andrés Sotavento Córdoba 63.147
85 Turbaco Bolívar 63.046
86 Madrid Cundinamarca 62.425
87 Planeta Rica Córdoba 61.692
88 Funza Cundinamarca 61.380
89 Copacabana Antioquia 61.234
90 Arjona Bolívar 60.407
91 Chigorodó Antioquia 58.911
92 Corozal Sucre 57.756
93 Zona Bananera Magdalena 57.004
94 Fundación Magdalena 56.986
95 San Vicente del Caguán Caquetá 56.674
96 Florida Valle Del Cauca 56.008
97 Chiquinquirá Boyacá 55.786
98 Puerto Asís Putumayo 55.759
99 El Banco Magdalena 54.855
100 El Cerrito Valle Del Cauca 54.598

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Die Europa-Reise von Gustavo Moncayo

Route Moncayo Hier könnt Ihr sehen, welche Route Gustavo – teils zu Fuss – in Europa zurücklegt. Heute ist er für eine Pressekonferenz in Toulouse und morgen werden in Marseille – ähnlich wie auf dem Plaza Bolivar vor einigen Monaten – die Worte: “LIBERTAD Y PAZ PARA TODOS” mit Kerzen gestellt. Auf diessr Homepage könnt Ihr mehr über Gustavos Europareise erfahren.

Gustavo Moncayo in Europa

nicole-und-gustavo.jpgAm letzten Freitag war es nun endlich so weit. Am Vormittag verliess Gustavo mit seiner Tochter Yuri ihre Heimat der letzten Wochen – das Zelt auf dem Plaza Bolivar. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge übergab er das Zelt mit einem großen Dank an Bogotas Bürgermeister Luis Garzon. Bei seiner Ankunft in Bogota am 01. August hatte Gustavo gesagt, er bliebe solange auf dem Plaza Bolivar, bis er eine humanitäre Lösung erreicht hätte. Letzte Woche brach er nun auf, um auch in Europa um Gehör und Unterstützung zu bitten.

Natürlich marchierten Gustavo und Yuri zu Fuss zum Flughafen, bevor sie ihren weiten Weg jetzt auch nach Europa fortsetzen.

Bereits einen Tag nach seiner Ankunft in Paris, sprach Gustavo auf dem “Fete l´Humanité” (ein Fest der kommunistischen Partei in Frankreich) zu den Medien. Er habe alles gelassen: sein Haus, seine Arbeit, seinen Sohn berichtete Gustavo Moncayo und machte deutlich, dass er sich für jede der Geiseln austauschen lassen würde.

Sein Feldzug geht weiter: gestern erreichte der “caminate por la paz” Brüssel. Vom Europäischen Parlament eingeladen, sprach der Vater des seit 10 Jahre entführten Pablo Emilio nun auch vor hochrangogen Politikern.

Auf Grund seiner 2 Mio. gesammelten Unterschriften lud ihn die FICIB (Internationales Komitee Ingrid Betancourt) ein, 20 Städte in Frankreich und Belgien zu Fuss zu besuchen, um um Unterstützung zu bitten.

In den nächsten Wochen wird sein Terminkalender anscheinend genauso gefüllt sein, wie hier in Kolumbien. Eine Audienz beim Papst ist geplant und eventuell auch ein Besuch des Bundestages.

Die Unterschriften-Aktion hier im Kolumbien-Blog war sehr erfolgreich – wir bekamen 26 Komentare in den unterschiedlichsten Sprachen. Viele Dank dafür! Wir haben diese Kommentare an Gustavo weitergeleitet – so wird er auch in Europa zeigen können, wie viele Menchen hinter seiner Idee stehen.

In unserem Interview vor 2 Monaten sagte uns Gustavo, dass es sich vorstellen könnte, Europa um Hilfe für die Reintegration von Ex-Guerilleros und ehemaligen Gefangenen zu bitten. Ich bin sehr gespannt, was er bei seinem Besuch erreichen wird und wie er die Europäer mit seiner Geschichte zum Nachdenken über Kolumbien, seine Politik und Geschichte bringen kann.

Was meint Ihr? Habt Ihr bereits Berichte gelesen oder etwas über Gustavo in den Nachrichten gehört?

Fernando Boteros Dicke in Berlin

100_2433.JPGAb dem 25. September stellt der beliebte kolumbianische Künstler Fernando Botero seine “Dicken” im Berliner Lustgarten aus.

Nach New York, Paris und Madrid sollen jetzt auch in Deutschland die Werke des wohl wichtigsten Repräsentanten zeitgenössischer Kunst aus Lateinamerika zu bestaunen sein.

Die Krönung, ein 15 Tonnen schweres rundliches Pferd, dass vor dem Brandenburger Tor stehen soll, sorgt schon jetzt für Aufregung im Bundestag, da einem Künstler einer der spektakulärsten Straßenräume – ohne erkennbare Kriterien – zur Verfügung gestellt wird.

Das eigens für diesen Platz kreierte Pferd stellt tür Botero die Bewegung und den Aufbruch dar und ist deshalb an diesem geschichtsträchtigen Ort perfekt platziert. Hinter seine Skulpturen steckt dennoch keine politische oder soziale Aussage. Die Betrachter sollen sich einfach nur an der Schönheit und der Harmonie der Formen erfreuen.

Fernando Botero hofft, dass auch nach der 2-monatigen Ausstellung einige seiner Werke in Berlin bleiben.

Kolumbien – die vielen Seiten der Leidenschaft

„Colombia es pasión – Kolumbien ist Leidenschaft“. Leidenschaft ist ein Wort mit vielen Gesichtern. Und Geschichten. Ebenso wie es Kolumbien und seine Menschen sind. Leidenschaft umfasst einen weiten Bogen an Gefühlen, von glücklichen bis zu tieftraurigen. Ebenso wie viele Geschichten aus Kolumbien und über seine Menschen. Sie gehen immer unter die Haut.

Wir wollen diesem Spannungsfeld der Leidenschaft nachgehen und zu erklären versuchen, warum die Menschen in Kolumbien so herzlich sind und gleichzeitig dieses Land zu den gewalttätigsten auf Erden gehört.

Liegt es an der kolumbianischen Geschichte, an der Politik, an dem Schicksal der Minderheiten, an den weiten Entfernungen in diesem Lande, an der üpigen und manchmal grausamen Natur, etc…? Kurzum wie Leben und erleben die Menschen in Kolumbien.

Wir wollen Ihre Geschichten erzählen.

Wir wollen aber auch die Geschichten von Kolumbianern erzählen, die an dieses Land und seine Menschen glauben und die mit Leidenschaft und Courage ihre eigene Zukunft und die weiterer Menschen auf die Beine stellen, von Vierteln oder Dörfern, die ihre eigenen Wege aus dem Kreislauf der Gewalt und Armut finden,

Wenn Ihr Kolumbianer mit einer außergewöhnlichen Biografie kennt, Menschen die Zeugen bedeutender Ereignisse waren oder deren Arbeit sich mit Schicksalen von Vertriebenen, Benachteiligten, Hilfeleistungen oder den kreativen Umgang mit kolumbianischen Eigenarten befasst, danke ich Euch, wenn Ihr mir Ihre Kontakdaten zusendet. Ebenso wenn Ihr uns Eure eigene Geschichte erzählen wollt.

Bitte schreibt an: macenly@hotmail.com

oder wählt: Telefon: +57 1 253 06 38

Kolumbianische Wälder: Rohstoff- oder Lebensquellen?

Vor zwei Jahre gab es in Kolumbien ein langer öffentlicher Streit, der wie ein Dialog unter tauben Menschen lief, in Bezug auf das Waldgesetz, das im Kongress zur Genehmigung stand. Trotz aller Unregelmäßigkeiten wurde es genehmigt. Neulich erschien eine Kurznachricht, die das Thema wieder erlebte: Der Staatsanwalt erklärt das genannte Gesetz als verfassungswidrig und beantragt ein Konzept des Verfassungsgerichts.

Der Grund (derselbe von vorher), Indigene, Schwarze und Bauern-Gemeinde, die etwa 27 Millionen ha Naturwälder besitzen (Kolumbien hat etwa 64 Millionen ha), wurden nicht angemessen befragt. Sie wurden als Besitzer dieser Flächen teilweise ungehört und ignoriert, obwohl sie gesetzlich das Recht zu entscheiden haben, wie die Wälder benutzt werden sollen. Der Staat muss die Umweltgesetze und die Nachhaltigkeit dieser Wäldern sichern und diese Gemeinden, mit ihren traditionellen Methoden und Lebensweisen, der Schutz dieser Flächen fortführen.

Die Diskussion über das Gesetz lief auch im Bezug auf die Benutzung der Wälder: manche Experten kritisierten dasselbe, weil es nicht ein Waldgesetz war, sondern ein Gesetz, das Wälder als Rohstoff betrachtete. Aus einer ökologischen und nachhaltigen Perspektive eines souveränen Staates, das Problem ist auch nicht nur “Wälder als Klimaschützer” (Kyoto-Protokoll) zu sehen, obwohl das deutlich wichtig ist, sondern, im Fall Kolumbiens, als Quelle von etwa 10% der oberflächlichen Artenvielfalt der Welt zu betrachten. Es geht um eine integrale Sicht und Nutzung der Wälder, wo besonders indigene und schwarze Völker uns viel zu lehren haben.