Autoren-Archiv für Nicole Page 2 of 5



Gedenken an Gewaltopfer Kolumbiens

demo_small.jpgUnter dem Motto „Für die Verschwundenen, für die Vertriebenen, für die Ermordeten und für die Entführten“ fanden heute, in 20 kolumbianischen und weiteren 60 Städten weltweit, Demonstrationen zum Gedenken an die Opfer des Paramilitarismus und der Gewalt in Kolumbien statt. Allein in der Haupstadt Bogota gingen mehrere zehntausend Menschen auf die Strasse. Darunter auch die kürzlich von der Farc freigelassenen Luis Eladio Pérez, Gloria Polanco y Orlando Beltrán sowie Gustavo Moncayo (Friedensläufer) Insgesamt gingen in Kolumbien über 1 Millionen Menschen auf die Straße, um ihr Empfinden über den jahrelangen Konflikt laut auszurufen.

Das kolumbianische Volk hat heute einmal wieder (nach der Riesen-Demo im Februar) deutlich gezeigt, dass es die Gewalt und die leider immer noch anhaltenden Verletzungen der Menschenrechte durch ALLE bewaffneten Akteure entschieden ablehnt und dass sich der öffentliche Protest gegen die Gewaltakteure mehr und mehr formiert.

Leider blieben die Märsche gegen Gewalt und in Gedenken an alle Gewaltopfer in Kolumbien nicht gewaltfrei.

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Vier weitere Geiseln frei

Gloria Polanco, Orlando Beltrán, Luis Eladio Pérez und Jorge Eduardo Géchem, 4 ehemalige Abgordnete kehrten heute zurück in die Zivilisation. Nach 6 bzw. 7 Jahren in Gefangenschaft im kolumbianischen Urwald werden die vier heute ihre erste Nacht nach langer Zeit in einem richtigen Bett verbringen.

In den letzten 15 Tagen sind die Abgeordneten 230 km bis zum Ziel der Übergabe gelaufen. Anders als sonst - angekettet und barfuß - durften sie diesen freudigen Marsch mit Stiefeln und guter Verpflegung antreten.

Gesundheitlich sind alle soweit wohl auf, litten aber während ihrer Gefangenschaft an diversen Krankheiten, die nicht behandelt werden konnten. Die ehemaligen Geiseln berichteten über den Gesundheitszustand von Ingrid Betancourt, die sie Anfang Februar das letzte Mal sahen. Sie sei in sehr schlechter Verfassung.

Endlich in Caracas angekommen, konnten die vier endlich ihre Familien wieder in die Arme schliessen. Gloria Polanco war vor 7 Jahren mit ihrem Mann und ihren 3 Söhnen verschleppt worden. Ihr Mann kam im Gefecht ums Leben und ihre Kinder wurden nach 3 Jahren gegen eine Lösegeldzahlung freigelassen. Sehr emotional war dem enntsprechend das Wiedersehen der Söhne mit ihrer Mutter Gloria. Die Schicksale, die hinter jedem einzelnen Gefangenen stecken, kommen auch bei dieser Freilassung deutlich heraus. Kinder, die ihren Vater nicht kennen, Väter, die plötzlich Opas sind ….

Hinter den emotionalen Aspekten gibt es aber auch neue Fakten. Die Farc gab bekannt, dass es keine weiteren Freilassungen geben wird, solange die kolumbianische Regierung nicht auf die “zona de despeje” - Austauschzone eingeht. Die Guerilla Gruppe möchte in 2 besiedelten Gebieten (Pradera und Florida) eine entmilitarisierte Zone für 45 Tage einrichten.

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Kolumbianischer Film bei den Oscars

“La Corona” (Die Krone) wurde in der Kategorie bester Kurz-Dokumentarfilm für die größte Filmauszeichnung der Welt, den Oscar, nominiert.

Der Film von Isabel Vega zeigt das etwas andere Leben der Insassinen des Frauengefängnisses “El Buen Pastor” in Bogota. Hier tragen die Frauen anstatt Uniformen, ihre gewohnte Kleidung, es gibt einen Schönheits-Salon und ein Fitness-Studio.

Wer schon einmal in Kolumbien war, weiss wie bedeutend Schönheit hier ist und dass es der Volkssport Nummer 1 ist, eine Schönheitskönigin zu wählen. So auch im Frauengefängnis von Bogota.

2 Monate lang begleitete das Kamera-Team die Frauen, jeden Tag 4 Stunden. Jedoch wurde der Film auch mit einem traurigen Ereigniss überschattet, denn kurz nach Beendigung der Dreharbeiten wurde die Gewinnerin des Schönheitswettbewerbs ermordet.

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Farc entführt 6 Touristen

Am gestrigen Sonntag, dem 13.01.08 Entführten die FARC sechs Touristen (ein Norweger und 5 Kolumbianer) in der Bucht von Utria. Die Gruppe von 19 Menschen, von denen die FARC 13 laufen ließ, befand sich in der Nähe von Morromico, das als ein ideales Tauchgebiet gilt. Leider ist in dieser Gegend, im Gegensatz zum ca. 80 km weiter südlich liegendem Nuqui, kaum oder nur wenig Militär präsent. Zudem hatte die Gruppe sich nicht beim Militär gemeldet und ist damit nicht ihren Anweisungen gefolgt (sich in nicht-sicherem Gebiet ohne Anmeldung zu bewegen).

Da das Gebiet um Nutria wenig bekannt ist, wird das sich südlich davon befindliche und weit aus bekanntere Nuqui oftmals als geografische Referenz genannt.

Nach der riesigen Freude um die Freilassung zweier langjähriger Geiseln durch die FARC letzte Woche und die Hoffnung auf ein Wandel in der Haltung der FARC ist dies für alle Kolumbianer ein katastrophaler Rückschlag.

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Farc - keine Terrororganisation?

Hugo ChavezEs liess sich bereits erahnen, welchen Rattenschwanz die Befreiung von Clara Rojas und Consuelo Gonzales hinter sich her ziehen würde, aber die gestrige Aussage des venezolanischen Präsidenten überraschte doch, um nicht zu sagen - sie machte mich sprachlos.

Die Farc seien Streitkräfte, die einen Teil Kolumbiens besetzten und keine Terrororganisation. Deshalb werde Hugo Chavez die Farc und die ELN von der Liste eben dieser streichen. Erpresserisch fügte er hinzu, dass Kolumbien es ihm gleich tun solle. Dies sei eine Voraussetzung, um die Beziehungen beider Länder zu normalisieren.

Die Reaktionen der kolumbianischen Regierung, Clara Rojas´und ausländlischen Politikern waren einheitlich: Solange die Farc entführt, Landminen auslegt und sich durch den Drogenhandel finanziert kann sie nicht von der Liste der Terrororganisationen genommen werden!

Die Reaktion von Präsident Uribe hat mich positiv überrascht. Anstatt aufbrausend gegen Chavez loszuplustern (was ich absolut verstanden hätte) blieb er ruhig und sachlich und behällt so hoffentlich die Sympathien auf seiner Seite.

Was will Chavez damit bezwecken? Werden die beiden freigelassenen Frauen nun zum Spielball der Politiker oder sind sie es schon? Was meint Ihr?

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Freiheit für Clara Rojas und Consuelo Gonzales!!!

Es ist bestätigt! Clara Rojas und Consuelo Gonzales wurden von den Helikoptern des Roten Kreuzes abgeholt. Sie sind gesundheitlich soweit unversehrt und werden in den nächsten Stunden in Venezuela ankommen.

Wir halten Euch weiter auf dem Laufenden!

Welche Neuigkeiten!!!!!!! Wir freuen uns riesig und sind gespannt auf die ersten Bilder und Interviews!

Aufnahmen von der Übergabe:

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Der Tayrona Nationalpark

Parque TayronaSchließe die Augen und stelle Dir vor: einsame, weiße Strände - glasklar, schimmerndes Wasser, eine Hängematte zwischen zwei Palmen und Du liegst darin und schlürfst frischen Kokossaft. Das Paradies? Nein, dieser himmlische Ort auf Erden ist der Tayrona Nationalpark.

Der Tayrona Nationalpark mit einer Größe von 150 qkm besticht durch seine kleinen, unterschiedlichen Buchten: breiter Sandstrand, Felsen, die aus dem Meer ragen und im Hintergrund die Sierra Nevada de Santa Marta, deren grün-bewachsenen Berge sich fast bis ans Meer ziehen.
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Freilassung der Geiseln endlich in Sicht?

Ist nach wochenlangem Hin und Her endlich die Freilassung von Clara Rojas und Consuelo Gonzales in Sicht?

So eben ist in der Online-Ausgabe der Tageszeitung “El Tiempo” die Verkündung von Hugo Chavez zu lesen, die Koordinaten der beiden Geiseln seien durchgegeben worden. Die beiden Frauen könnten also spätestens morgen vormittag mit Helikoptern abgeholt werden.

Glauben werden das sicher die Meisten erst, wenn wir die Geiseln tatsächlich im Fernsehen oder in der Zeitung sehen. Wir hoffen, dass es dieses Mal keine weitere Zereissprobe für die Angehörigen wird, sondern dass der morgige Tag die Bilder bringt, die sich alle erhoffen!

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Freiheit für Clara Rojas und ihren Sohn?

Die Presseagentur “Prensa Latina” berichtet heute mittag, die Farc habe die Freilassung von Clara Rojas (Assistentin von Ingrid Betancourt), ihres Sohnes Emanuel und Consuelo Gonzalez de Perdomo bekanntgegeben.

Was genau bedeutet das? Sind die 3 bereits freigelassen worden, haben die Farc vor sie freizulassen und wenn - wann? Radio W spricht davon, dass die Freilassung von der Farc angeordnet wurde.

Eine Bedingung ist, dass die Geiseln an den venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez übergeben werden.

Weiterhin nannte die Farc den Vorschlag Uribes (”Begegnungsstätte”)l überstürzt, jedoch lehnte sie die entwaffnete Zone nicht ab.

Ist dies ein Zeichen der Farc, dass sie doch bereit sind zu verhandeln? Aber nicht mit dem kolumbianischen Staat?! …. sondern über Vermittler? Warum sollte die Farc Clara, Emanuel und Consuelo freilassen? Welche Taktik steckt dahinter?

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Freiheit durch europäischen Druck?

Nachdem zu Beginn der Woche Lebensbeweise einiger Geiseln der Farc, darunter Ingrid Betancourt, in Form von Videos aufgetaucht waren, schaltete sich gestern der französische Präsident zum wiederholten Male ein. Ein Brief, den die ehemalige Präsidentschaftkandidatin an ihre Mutter geschrieben hatte, machte sehr deutlich, wie schlecht es ihr geht: “Eine Frau dem Tod gefährlich nah” beschrieb Sarkozy Ingrid Betancourt, als er den Chef der Farc Manuel Marulanda alias “Tirofijo” ermahnte sie freizulassen. Sein Ziel, so betonte er, sei es aber alle Geiseln aus den Händen der Farc zu befreien.

Im Kampf für eine humanitäre Lösung stärkte auch die Europäische Union Sarkozy und Alvaro Uribe den Rücken. “Mit großer Hoffnung auf die Befreiung aller Geiseln blicken wir auf die Kooperation zwischen Frankreich und dem kolumbisnischen Präsidenten…. und beglückwünschen Uribe zu seiner Entscheidung die Initiative im Hinblick auf dieses Ergebnis immer wieder zu ergreifen.”

Die Farc hatte eine Antwort für Sarkozy schon bereit. Das Problem alleine sei Uribe, der nicht an einer humanitären Lösung interessiert sei. Seine Vision sei die gewaltsame Befreiung der Geiseln, wie ja schon der Tod der 11 Abgeordneten zeigen würde. (Diese wurden im Sommer von der Farc erschossen - nach Aussagen der Guerilla-Gruppe aufgrund eines militärischen Angriffs -von dem außer der Farc niemand weiss!) Die Farc weicht von ihrer Forderung eines entmilitarisierten Gebietes nicht ab.
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