Stolperstein Para-Skandal

Treffen Uribe mit demokratischen Abgeordneten

Wie erwartet, wurde der so genannte Paraskandal zum Stolperstein fĂŒr Uribes BemĂŒhungen, die Zustimmung der demokratische Mehrheiten im US-Kongress fĂŒr das Freihandel-Abkommen mit Kolumbien zu gewinnen.

Beherrschendes Thema des gestrigen Treffens zwischen demokratischenVertretern und dem kolumbianischen PrĂ€sidenten waren die Sorgen, dass fĂŒhrende FunktionĂ€re der kolumbianischen Regierung mit den ParamilitĂ€rs zusammenarbeiten. Eine abschließende Wertung des Treffens ist z.Z. nicht möglich, da die beteiligten Seiten in ihren Kommentaren abweichen.

Nancy Pelosi, PrĂ€sidentin des Abgeordnetenhaus, legte die Erwartung der Demokraten fest und erwartet, dass auch hochrangige kolumbianische StaatsfunktionĂ€re, denen Verbindungen zu den Paras vorgehalten werden, juristisch verfolgt und gegebenenfalls verurteilt und bestraft werden. Sie Ă€ußerte sich in diesem Zusammenhang aber nicht ĂŒber mögliche Folgen auf die Wirtschaftsbeziehungen beider LĂ€nder. Dagegen meinte Harry Reid, FĂŒhrer der Demokraten im US-Senat, dass ĂŒber die Zukunft eine Freihandel-Abkommen oder Hilfen fĂŒr Kolumbien im Kampf gegen die Drogen nicht geredet werden könnte, solange die Themen Gewalt gegen Gewerkschafter und Parapolitik in Kolumbien nicht gelöst seien.

Die kolumbianische Seite kommentierte das Treffen als effektiv, gefĂŒhrt in einer positiven und konstruktiven AtmosphĂ€re. Sie betont das Lob Frau Pelosis fĂŒr die Kolumbianer, die sich um die AufklĂ€rungsarbeit der Justiz stark gemacht haben und ihre Ermutigung in diesem Sinne weiter zu machen.

Uribe verwies auf die erzielten Erfolge im Schutz der Gewerkschafter und bei der Verfolgung der Verbrechen gegen ihnen. Er betonte gleichzeitig, dass noch viel gemacht werden mĂŒsse und Kolumbien dafĂŒr internationaler UnterstĂŒtzung bedĂŒrfte.

So warten wir heute auf die abschließenden Kommentare der politischen Beobachter. Da Uribes Terminplan fĂŒr Heute Treffen mit den Medien vorsieht, werden die ersten Kommentare wenig spĂ€ter zu lesen und hören sein.

Was glaubt Ihr, wurde dieses Treffen frei von innenpolitischen KĂ€mpfen gefĂŒhrt?