Ist kolumbianische Presse in Regierungshand?

Es ist auffällig, die größte kolumbianische Zeitung - El Tiempo - hat regelmäßig als erstes Informationen, die aus Regierungsquellen stammen. Ob es sich dabei um den Brief von Ingrid Betancourt an ihre Mutter, die Dokumente von Reyes Computer oder erst gestern die Aufnahmen vom Fund von Uran handelt.

Letzere Aufnahmen wurde von einem unserer Leser Jens stark angezweifelt.

Unbestritten sind die guten Kontakte zwischen El Tiempo und der Regierung. Der Vizeprsäsident Francisco Santos war Chef von El Tiempo bevor er in die Regierung geholt wurde.

Wie ist eure Meinung? Gibt es eine freie Presselandschaft in Kolumbien oder sind wir in Kolumbien einem gewaltigen Presseapparat der Regierung ausgesetzt?

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64 Kommentare zu “Ist kolumbianische Presse in Regierungshand?”


  1. 1 Pedro

    ich denke, dass die Presse massivstens von der Regierung manipuliert und somit die Volksmeinung manipuliert wird.
    gerade gestern habe ich ca. 7 std hier im Forum nur gelesen. am abend hatte ich ein Abschiedsessen mit guten Freuden. dabei versuchte ich sie auf das eine oder andere anzusprechen. was dabei sehr interesannt war, war die Tatsache, dass weniger gebildete voll und ganz ins Horn blasen, was in den Zeitungen steht. der eine aber ist ing.-civil von ihm kamen dann auch prompt andere antworten. grundsätzlich streuben sie sich aber mit mir als Ausländer über Probleme ihrer engsten Heimat zu sprechen. (sie sind allesamt aus dem Dept. Uraba: Region Turbo. ihre Familien arbeiten dort auf Bananenplantagen reicher Grossgrundbesitzer). für die meisten von ihnen sind sämtliche greueltaten Kolumbiens Aktionen der FARC. wenn du sie aber konkret auf Aktionen der Para oder gar Militär ansprechen willst, dann hüllen sie sich in schweigen oder wollen das Thema wechseln.

    was ich dazu auch noch beifügen möchte:
    anfang Feb. sah ich mir einen Fernsehquiz an. mit aktuellen Fragen der Zeit. eine daraus war: wieviele Prozent der Kolumbianer verstehen die Politik. sehr interesannt !!! 7% der Befölkerung. was denn heissen mag, dass 93% der Befölkerung sich führen lassen mit gerechten und neutraler Berichterstattung oder eben mit abgewandelter…

  2. 2 Pedro

    hehe, sieht ja ganz toll aus dieser Film. 100% Kolumbien…
    das typische Bild Kolumbiens. morgens um 3 sind die Strassen voll von Bettlern welche alle Müllsäcke nach brauchbarem durchstöbern. jetzt will man einfach am Strassenrand diese 30kg gefunden haben und that`s it.
    der Film ist auch für mich nachgestellt, aber dabei stört es mich, dass man diesen Inhalt, egal was auch immer drin war, einfach so finden kann. es passt überhaupt nicht zu Kolumbien. hier wird doch alles was brauchbar erscheint eingepackt und man lässt es verschwinden.
    mich würde mehr interessieren: wie kommen solche Säcke dahin und wer steckt wem solche Infos zu, worum es sich dabei handeln soll. sowas stinkt doch zum Himmel und nur Menschen einer wetlichen Welt, welche Dinge hinterfragen als sie einfach nur zu konsumieren erkennen in solchen Dingen eine Beeinflussung der Massen.

    gebe aber zu, dass ich erstmals hier im Blogg davon was gehört, bzw. gelesen habe.

    vielleicht kennt ja einer den genauen Tathergang, der zum Fund dessen führte. würde eigentlich ja auch noch gut herpassen

  3. 3 Jens

    Hallo André,

    ich glaube, dass die Formulierung “in Regierungshand” etwas zu weit geht. Ich denke …. und meine das auch immer wieder bestätigt zu sehen, dass es auch bei El Tiempo ein gerüttelt Maß an journalistischer Gedankenfreiheit gibt.

    Wir dürfen natürlich nicht vergessen, dass in unserer heutigen Welt, im Medienzeitalter, in einer Welt der elektronischen Kommunikation, die Welt auf das reduziert wird (besser: werden kann), was die Medien über sie berichten.

    Ein Aspekt, den die Regierung Uribe meisterhaft beherrscht. Sie muss nicht unbedingt Lügen verbreiten. Aber die richtige Information zum richtigen Zeitpunkt und dann an der richtigen Stelle plaziert hat eine verheerende oder eine sensationelle Wirkung (wie man es sehen mag) auf die öffentliche Meinung.

    Wenn man die Urangeschichte zurückverfolgt, dann gibt es Gerüchte nicht erst seitdem Reyes Computer gefunden wurde. Immer wieder wurde Information dazu gestreut. Jetzt wird tatsächlich Uran gefunden. Also, was sollen wir daraus schließen? Der Fund bestätigt die Information auf Reyes´Laptop, die FARC handeln mit Uran (welches Uran spielt erst mal gar keine Rolle), wollen Kolumbien mit schmutzigen Bomben bedrohen und sind damit logischerweise eine terroristische Vereinigung.
    Was bleibt denn in den Köpfen des Ottonormalbürgers? Die Assoziation Uran (Gefahr) - FARC (Bedrohung) - Reyes (Terrorist)
    - Computer (Beweis)

    Leider (oder glücklichereise?) kann so etwas auch gnadenlos nach hinten losgehen. Wenn sich nämlich wirklich herausstellen sollte, dass es sich um eine systematische Einflußnahme auf die öffentliche Meinung handelt. Ich kenne die Antwort nicht, für die Beurteilung der Urangeschichte habe ich genügend Hintergrundwissen aber in so vielen anderen Angelegenheiten sind wir eben alle auf die uns zur Verfügung gestellte Information angewiesen. Umso wichtiger ist es, dass wir uns nicht nur an einer Quelle informieren.

    PS: Immerhin rudert ein General ja schon zurück. Hat er wohl was gemerkt?

  4. 4 André

    Mir ist bewusst, dass meine Titelfrage schon sehr provokativ ist. Kurzum: ich denke, dass die kolumbianische Presse nicht in der Hand der Regierung ist, aber dass sie von der Regierung clever verwendet wird um ihre Themen ins Gespräch zu bringen. So erfolgreich die “Pressearbeit” im Inland ist, so erfolglos scheint mir sie im Ausland zu sein. Im europäischen Ausland finde ich nur sehr wenige positiv gestimmte Artikel bzgl. der kolumbianischen Regierung, hier in Kolumbien gibt es wiederum wenige Bericht gegen die Regierung.

    Im Fall von El Tiempo kann ich mir gut vorstellen, dass es da auf den höheren Ebenen Zusammenarbeit gibt, so dass von El Tiempo auf der einen Seite Themen pusht und auf der anderen Seite dafür Belege & Informationen aus erster Hand bekommt. Das El Tiempo aber gezielt für die Regierung arbeite kann ich mir weder vorstellen, noch könnte ich es bei meiner eigenen Lektüre der Artikel feststellen.

    Zum Journalismus im Allgemeinen in Kolumbien: wir wissen (wenn wir den gallup Umfragen Glauben schenken), dass derzeit über 80% Uribe Befürworter sind. Das hat Uribe mMn nicht maßgeblich durch Presseeinfluss sondern mit seiner ergenisorientierten Arbeit geschafft. Er hat im Wahlkampf Prioritäten angekündigt, sich Ziele gesetzt und diese dann auch erreicht bzw. ist er auf dem Weg sie zu erreichen. Vor allem in Bereichen, die für ein Großteil der Bevölkerung wichtig ist wie Sicherheit, Wirtschaft und Arbeitsplätze. Ich denke die große Zustimmung Uribes gibt es nicht nur bei der Bevölkerung sondern auch innerhalb der Journalisten und so erkläre ich mir auch, dass viele Medien seine Handlungen & Entscheidungen positiv bewerten.

    Ich selbst höre viel Radio und ich denke dort hält sich die Waage wie oft die Opposition (Liberale und Polo) und die Regierung zu Wort kommt. Bei den Märschen vom 6.3. haben die großen Radiosender dazu aufgerufen mit auf die Straße zu gehen obwohl die Regierung gegen diese Märsche waren.

    Letzte Woche war ich erst in Venezuela und habe dort die Berichterstattung im Fernsehen verfolgt. Während im kolumbianischen Fernsehen auch die Opposition zu Wort kommt, kam mir die Berichterstattung auf den staatlichen Kanälen und auf Telesur sehr einseitig vor.

    Sumasumarum denke ich, dass es in Kolumbien eine Pressefreiheit gibt, auch wenn die Regierung ihre guten Kontakte zur Presse hier und da für ihre Zwecke nutzt.

    Ich bin gespannt auf weitere Meinungen, zumal wir “aktiven” Blogleser und mit der Zeit immer besser kennen lernen und ich es spannend finde die einzelnen Positionen von euch zu kennen….

  5. 5 Gordis

    Ich glaube, dass das kein kolumbianisches Problem ist.
    ZB die “Washington Post”. Wie oft hat die Informationen aus erster Hand. In Deutschland das gleiche bei “Spiegel” und “Focus”.
    Sind das alles Regierungs-blätter???
    Das Problem ist also weltweit.

  6. 6 Anonymous

    Während eines Aufenthalts in Villa de Leyva hatte ich ein interessantes Gespräch mit einer Menschenrechtsbeauftragten der Vereinten Nationen. Sie meinte, Kolumbien sei Nr. 1 in Südamerika in Sachen Menschenrechtsverletzung und Zensur der Presse.

    Leider erinnere ich mich nicht mehr an den Namen des Journalisten, der Anfang des Jahres seine Koffer packen und nach Kanada ausreisen musste, weil er nach kritischen Berichten über Uribe (und dessen vermeintlichen Kontakten zu Paras und Guerrilla) bedroht wurde.

    Anderes Beispiel: Ein Freund im Valle arbeitet freischaffend als Journalist sowohl für Zeitungen als auch für das Radio. Er muss unter einem Pseudonym arbeiten, da er sonst um sein Leben fürchten muss. Bei Treffen mit seinen Journalisten-Freunden, bei denen ich teilnehmen durfte, wurden Fenster geschlossen und Vorhänge vorgezogen. Mir kam es ein bisschen vor wie bei einem Besuch in der Ex-DDR.

    Und wie schon weiter oben erwähnt werden politische Gespräche schnell abgeblockt. Kritik an Uribe oder Fragen zu seiner Vergangenheit sind ein Tabu.

    Ich möchte mich nicht in innenpolitische Angelegenheiten Kolumbiens einmischen, aber diese Tatsachen geben mir doch zu denken. Zugegeben, das Leben in Kolumbien hat sich verbessert, das Land ist sicherer geworden, aber es besteht noch viel Nachholbedarf. Dennoch möchte ich jeden Vergleich zwischen der deutschen und der kolumbianischen Presse vermeiden, denn das sind zwei verschiedene Welten.

    Hier ein interessanter Link. Diesen Artikel würde man wohl im “El Tiempo” nicht finden:

    http://www.elpais.com/articulo/internacional/Colombia/inmensa/crisis/humanitaria/elpepuint/20071120elpepuint_1/Tes

  7. 7 Jens

    @ André

    Hast Du schon die neueste Version der Uranmeldung gelesen?

    http://www.eltiempo.com/justicia/2008-03-27/ARTICULO-WEB-NOTA_INTERIOR-4040583.html

    Jetzt wird auch klar, wo der Hase langläuft. Ob das Uran überhaupt gefährlich ist oder nicht, spielt keine Rolle.

    “Las Farc están dando pasos fundamentales en el mundo terrorista para inscribirse como un gran agresor internacional, global”, sostiene el general Oscar Naranjo, director de la policía, uno de los primeros en denunciar que la guerrilla más antigua de América Latina intentaba hacerse de uranio para explorar sus usos militares.

    “No estamos hablando de una guerrilla doméstica”, agregó. Por ello “neutralizar la actividad terrorista de las Farc (…) debe ser un interés continental”, dijo.

    Soviel zum Thema des staatlichen Einflusses auf die Medien.

  8. 8 CARLO

    Hallo Jens,

    Du weißt geredet/geschrieben wird viel(zuviel) und wenn es immer noch nicht reicht, dann wird das geschriebene gesagte PAUSENLOS … bis der Arzt kommt … im TV wiederholt, damit es die alte demenzkranke Abuelita auch noch schnallt!

    Die Generale legen sich momentan hierzulande mächtig ins Zeug, obgleich es eigentlich doch Dinge der Politiker sind! Ähnlich gestern der Kommentar eines anderen Generals, der die Legalisierung des Kokaanbaus strikt ablehnte. Sicher ein komnpliziertes und wichtiges Thema, aber halt vorrangig Sache der Politik Diese Träger schwer goldbetresster Mützen sollten sich besser um ihre eigene Aufgabe, sprich um eine BESSERE Exekutive kümmern. Mal schauen, wie es weitergeht…

  9. 9 CARLO

    Zum Thema: ich würde sage dass die PRIVATEN MEDIEN in Kolumbien SEHR mit der Regierung bzw. im Sinne der Regierung arbeiten, mit dabei allen ihnen dazu zur Verfügung stehenden Mitteln. Was nun die demokratisch gewählte Regierung anbetrifft, deren Vorfahren haben schon vor zweihundert Jahren die Regierung gebildet und werden und wollen es auch noch in den kommenden zweihundert Jahren, immer schön nach dem Motto.

    GELD HAT MACHT und MACHT HAT GELD!

    @Anonymus:
    Tja, eigentlich keinesfalls verwunderlich, was deine Erfahrungen anbetrifft. Wenn Du vielleiccht einmal die (in Kolumbien geächtete):

    BIOGRAFÍA NO AUTORIZADA DEÁLVARO Uribe VÉLEZ
    EL SEÑOR DE LAS SOMBRAS
    Joseph Contreras y Fernando Garavito
    (2002)

    gelesen hast, dann weißt Du, wo es lang geht und was Du zu erwarten hast.

    Den DDR Vergleich finde ich gar nicht so schlecht, der Gedanke kam mir auch schon, obwohl die Staatsform damals eine andere wahr. Aber irgendwie merkwürdig, wenn auch nicht ganz erklärlich, ist das allemal. M.E. keinesfalls ein Gütesiegel oder ein Zeichen einer wirklich funktionierenden Demokratie, vielmehr erinnert mich Kolumbien schon an einen Polizeistaat.

  10. 10 Gordis

    Was ist da falsch dran. Durch den Laptop von Raul Reyes wurde in Bangkok ein russischer Waffenhändler verhaftet, der alle Terroristen der Welt (Auch die Farc) beliefert hat. Das Uran, gefährlich oder nicht, ist bestimmt nicht kolumbianisch. In Costa Rica werden Häuser mit Waffen und Geld der FARC gefunden. In Ecuador und Venezuela Camps der Terroristen, in Venezuela werden verwundete Terroristen in Krankenhäusern behandelt. Mexikanische revolutionäre Studenten, Journalisten und Kongressabgeortnete besuchen diese Camps wann immer Sie wollen.
    Wenn das nicht Interational ist.
    Gucken sie sich die Nachrichten an. Da wird bestimmt kein Blatt vor dem Mund genommen..
    Ich habe Nachrichten in vielen Ländern der Welt gesehen.
    Hier in Kolumbien werden dem Präsidenten vor laufender Kamera dirkte fragen zu Problemen gestellt. Der Congress ist den ganzen Tag im TV. Pressekonferenzen werden direkt ubertragen, direkt auch Foren, wo sich Uribe mit Lokalpolitikern, Gewerkschaftern und Studenten in einen Saal setzt und fragen beantwortet und direkte Hilfe anordnet.

  11. 11 André

    @Anonymous:
    Vorneweg, suche dir doch einen Spitznamen aus, so dass wir deine Kommentare zuordnen können, deinen richtigen Namen musst du nicht Preis geben ;-)
    Der Journalist, von dem du sprichst heißt Gonzalo Guillén, Uribe hatte ihn als Ghostwriter des Buches von Virginia Vallejo bezeichnet und ihm vorgeworfen ihn (Uribe) zu verleumden. Guillen sprach im Anschluss davon 24 Morddrohungen bekommen zu haben und verließ das Land.

    Ich persönlich habe nicht das Gefühl, dass Uribes Vergangenheit ein Tabu Thema ist, es kommt immer wieder aufs Neue hoch, auch hier im Blog war es schon ein Thema:
    http://www.kolumbien-blog.com/2007/politik/gustavo-petro-alvaro-uribe
    Petro hat sich dazu z.B. im Radio geäußert…

    Dass Journalisten in Kolumbien gefährlich leben hört man wirklich sehr oft. Ich habe zu dem Thema bereits einen Artikel schreiben wollen und bei den Recherchen habe ich bei “Reporter ohne Grenzen” angefangen ich war überrascht folgendes zu lesen:
    “The only good news of the past year is that for the first time in
    15 years no journalists were killed in Colombia because of their work.”
    http://www.rsf.org/article.php3?id_article=24909

    Wenn ich den Reportern ohne Grenzen Glauben schenken kann ist es in den letzten Jahren sicherer geworden und nicht gefährlicher. Gut erklären kann ich mir das mit dem Auflösen der AUC, vermutlich die Gruppierung, die die meisten Journalistenmorde begangen haben.

    @Jens

    Ich verstehe dein Argument nicht so richtig. Im El Tiempo Artikel wird Naranjo zitiert. Wenn der Polizeichef behauptet, dass die FARC ein globes Terrornetzwerk sei, dann mag man das glauben oder nicht. Aber warum sollte El Tiempo das nicht zitieren dürfen oder wirfst du El Tiempo vor, das Zitat erfunden zu haben?

  12. 12 CARLO

    @Gordis:
    Und alles unter Leitung von Mr. William Brownfield, der fast allabendlich im TV seinen Auftritt hat!

    Und ist es etwa richtig geschweige denn human mit dem pietätlosen Fortschaffen des getöteten Ecauadorianer gewesen, einfach so im schwarzen Plastiksack, bei gleichzeitiger ärztlicher Nichtversorgung überlebender verwundeter Frauen, die einfach wie die vielen übrigen im Schlaf getöteten, den Ecuadorianern überlassen wurden? Nein ganz gewiss nicht wenn sich unsere deutsche Bundeswehr soetwas völkerrechtswidriges und inhumanes leisten würde, da würde ich mich, und das mit Recht …SCHÄMEN! Das nun gerade Kolumbien und die kolumbianische Presse als beispielhaft für den Rest der Welt in Sachen von Demokratie und Pressefreiheit hingstellt werden …ich weiß nicht…besser: nich doch!

  13. 13 Gordis

    @ Carlos
    Ja, der Herr William Brownfield ist schon mal in den Nachrichten.
    Aber da ja die USA ein enger Verbündeter im Kampf gegen den Terrorismus ist und Herr William Brownfield der Vertreter dieses Landes ist, kann man ihn schon mal in den Nachrichten sehen.
    Viel öfters kann man aber Cháves sehen,
    Bei dem würden RCN und Caracol schon lange geschlossen sein, wie er ja schon bewiesen hat.
    Zu den armen Terroristen im Kamp von Reyes. Da waren bis zum eintreffen von Ecuadorianern (26 oder so) kolumbianische Polizei im Kamp.
    Aber was hat das mit der Pressefreiheit zu tun

  14. 14 CARLO

    @Gordis
    Also “mal in den Nachrichten” … das entbehrt doch jeder Wahrheit und eine solche Formulierung ist schlicht unredlich. Deutschland ist auch enger Verbündeter(BW-Auslandseinsätze Afghanistan, Kosovo, Libanon um nur einige zu nennen) der USA, jedoch den Botschafter bzw. dessen Namen kenne ich allerdings nicht.
    Natürlich kann man auch oder genauso oft Chavez im kolumbianischen TV sehen. Aber er tritt doch keineswegs in Kolumbien vor die Presse, wie Mr. William Brownfield!Also beim besten Willen doch KEIN VERGLEICH! Aber schon sehr aufschlussreich und ein wirklich gutes Bespiel dafür, wie in Kolumbien ALLES geglaubt wird, was im TV manipuliert gesendet wird. Über die Situation Venezuela(TV/Medien) habe ich hingegenmomentan keine fundierten Kenntnisse und kann mich folglich nicht dazu äußern. Dass die beiden mexikanischen verwundeteten Studentinnen nun auch schon Terroristen waren ist mir ebenso völlig neu, wie von Dir jetzt aufeinmal der nachweisliche Militärschlag als ein Akt kolumbianischer Polizei “umfunktioniert bzw. herunter gespielt wird. Das lief ja nun nachweislich total anders ab. Ich denke, wir können schon verschiedener, vertretbarer Meinung sein, aber bei der WAHRHEIT sollten wir in JEDEM FALL bleiben! Zumindest handle oder versuche ich, zumindest, so zu handeln …

  15. 15 Martin

    Carlo,

    nach so vielen Problemen, die Kolumbien hat und durch Uribe sich einges verbessert hat ist das nicht das richtige Argument, dass die Mehrheit der Menschen besser und sicherer Leben.

    Semana ist auch eine kritische Presse zu Uribe, aber sie gesteht auch die Erfolge ein. Das kann man nicht im Spiegel oder Welt lesen. Gute Nachrichten sind keine Nachrichten. Deshalb verstehen viele Leute das aktuelle Kolumbien, in dem man das Leben einfach intensiever geniesst und Lebt.
    Zitat: http://www.semana.com/wf_InfoArticulo.aspx?IdArt=110096
    SEMANA: ¿Volvería a Colombia?
    A.B.: Tan pronto como pueda lo hago. Me quedan muchas regiones por visitar… además, algo que yo nunca había visto en otros países y que en Colombia encontré fue la actitud positiva de la gente: no importa si son ricos o pobres, todos te dicen que están en el mejor vividero del mundo. Eso me gustó.

    Carlo, das sagt schon viel aus, keine manipuliert Presse.

    Kolumbien ist auf dem richtigen Weg, das verstehen viele nicht.

  16. 16 CARLO

    @Martin.
    Im Resultat magst Du natürlich Recht haben. Doch wodurch wurde das erreicht: durch die gewaltige Aufstockung von Militär und Polizei. Da musst Du aber auch eingestehen, dass Kolumbien sich damit mehr in Richtung “demokratischer Polizeistaat” bewegt hat. Beispiele könnte ich dafür nennen …

  17. 17 Martin

    Ist doch egal. Unterm Strich sind insgesamt weniger Menschen durch Gewalt ums Leben gekommen. Vor 6 Jahren starben durch Gewalt pro 100.000 Einwohnern ca. 167 Menschen. Heute liegt diese bei ca. 40. Wie viele Menschen sind nur in Medellin weniger durch Gewalt ums Leben gekommen. So diese Zahl duerfte wohl im Schnitt von ganz Kolumbien liegen.
    Wie viele Mensch wurden weniger bererdigt? Darauf kommt es unterem Schnitt an. Das sehen die meisten hier in Kolumbien. Deshalb hat Uribe hier diese Unterstuetzung. Es kommt halt immer darauf an, wie man die Sache von der positiven seite sehen will oder von der negativen (was leider die meisten Deutschen sind).

  18. 18 Gordis

    @Carlos
    In santo Domingo war das treffen der Staatschefs der OAE, ich hab den ganzen Tag zu vor dem TV gesessen und zugehört. Dabei sagte sogar Correa, das seine Leute, als sie am zerstörten Kamp ankammen, kolumbianische Polizei vorgefunden hatten. Also keine Uribe Wahrheitsverdrehung.
    Wer von Mexiko nach Ecuador fliegt, um dann in den Urwald zu fahren um sich mit Terroristen zu treffen und zu feiern, soll sich nicht wundern, wenn er dabei was abbekommt.
    Ich habe in meinen Cablenetz einen Sender “OTI”, wo den ganzen Tag Nachrichten von Sendern aus Südamerika übertragen werden. Auch TVE aus Spanien ist da zu sehen.
    Telepacifico sendet abends um 18:00 die Nachrichten der “Deutschen Welle” auf spanisch.
    Wenn man natürlich wie Pedro die Umfragen der Sendung “El Poder del 10″ als Fakt ansieht, ist es schon schlimm. Ich habe die Sendung auch ein paarmal angeschaut, aber dann aufgehört.
    Das Fernsehn nennt die Dinge beim Namen. Wenn die in den Nachrichten die Barrios besuchen und auf missstände hinweisen.
    Kolumbianische Reporter sind Kämpfer, viele sind umgekommen, weil sie nicht den Mund gehalten haben. An diese Menschen sollte man denken und Ihnen danken, das sie was für die Pressefreiheit in Kolumbien getan haben. Kolumbianische Reporter bringen Berichte direkt von der Front im Kampf gegen die Gewalttäter in Kolumbien.

  19. 19 Jens

    @ André

    Zu meinem Zitat von General Naranjo:

    ich stelle Naranjo nicht infrage, seine Argumentation mag ja korrekt sein. Ich habe z.B. auch mit keinem Wort behauptet, dass das Uran der FARC gehört oder nicht gehört (was ich persönlich anzweifle), sondern immer versucht klarzustellen, wann ich WISSEN und wann ich eine MEINUNG habe.
    Da wir uns in diesem Blog mit der kolumbianischen Presse beschäftigen und insbes. mit der Art und Weise einer möglichen Instrumentalisierung durch die Regierung Uribe, wollte ich mit diesem Fall aufzeichnen wie so etwas ablaufen KANN (siehe Betonung auf kann). Ich Stelle klar, dass das was ich nachfolgend darstellen werde, NICHT meine persönliche Wertung hinsichtlich eines Terroristen-Status der FARC ist.

    Also:

    1. Eine Meldung in die Welt setzen, dessen Wahrheitsgehalt NICHT NACHVOLLZIEHBAR ist, aber als gegeben hingestellt wird: Die FARC will Uran kaufen … sagt der Computer von Raul Reyes.

    2. Wenn sie Uran kaufen wollen, dann wollen sie eine Bombe bauen. Eine richtige A-Bombe? Eine schmutzige Bombe? DENN … für was sollte man Uran denn sonst haben wollen?.

    3. Das Uran wird gefunden: Da ist DER Beweis (the smoking gun), also hatte die Regierung doch recht gehabt.

    4. Um die Wirkung des ganzen noch einmal zu bekräftigen, wird die Bedeutung klargestellt (general Naranjo):
    SELBSTVERSTÄNDLICH stellt der Uranfund die FARC auf eine Ebene mit Terroristen wie Saddam Hussein oder Al Kaida (meine Ergänzung), die ja auch Massenvernichtungswaffen herstellen wollten (meine Interpretation).
    Wozu diese Aussage? Damit gar keiner auf die Idee kommt, die FARC wären keine Terroristen.

    Nehmen wir einmal an, Punkt 1, 2 und 3 entsprechen der Wahrheit, ich hätte dann auch kein Problem mit Punkt 4. Soviel zur Form.

    Jetzt zum Inhalt:

    Was ist aber, wenn Punkt 1, 2 oder 3 falsch sind? Ist dann Punkt 4 immer noch richtig? Und wenn einer dieser Punkte falsch ist, sind dann die anderen nicht auch infrage zu stellen?

    Warum ist (meiner Meinung nach) Punkt 3 falsch? Ich habe versucht, Euch zu erklären, dass das Vorgehen der Verantwortlichen darauf hinweist, dass sie wussten, dass sie ungefährliches abgereichertes Uran vor sich hatten.

    Aber sehen wir dieselbe Situation von einem anderen Standpunkt. Angenommen, jemand möchte tatsächlich eine schmutzige Bombe bauen. Den FARC würde ich bei entsprechender Absicht auch ausreichende Information unterstellen. Möglichkeiten, LEGAL an geeignetes Material zu kommen, gibt es viele (besonders in Lateinamerika, mehr will ich aber nicht verraten)und weitaus billigere (als die für mich unglaublichen Preise für abgereichertes Uran, welche ich aber nicht kenne). Was wäre passiert, wenn der Idiot im Video anstelle von abgereichertem Uran z.B. Pollonium 210 vor sich gehabt hätte (siehe Fall Litwinenko 2006)?

    Zur Erläuterung: Pollonium ist leicht zu transportieren, da die emittierte Alphastrahlung in Gewebe oder Kleidung eine Reichweite von ca 0,1mm hat (deswegen auch nicht mit Kontaminationsmonitor nachzuweisen). Pollonium ist aber äußerst volatil und z.B. eingenommen oder eingeatmet schon in einer Menge von 0,1 Millionstel Gramm ausreichend für eine Strahlenbelastung von 10 Sievert, also absolut tödlich. Zum Vergleich: die jährliche natürliche Strahlenbelastung liegt bei etwa 2 Tausendstel Sievert, die Risikogrenze für eine Strahlenleukämie liegt bei 1 Sievert.

    Zurück nach oben: In so einem Fall würde einer nach dem anderen in den nächsten Tagen tot sein, womöglich hätte Kolumbien jetzt ein riesengroßes kontaminiertes Areal: angefangen mit dem Fundort, weitergehend über den Transportweg und den jetzigen Lagerort (womöglich mitten in Bogotá?).

    Ja und wenn nun die Punkte 2 und 3 unrichtig sind, macht das Punkt 1 und die Schussfolgerungen aus 4 richtiger?

  20. 20 Jens

    @ Martin

    Nein Martin, egal ist das nicht. Und ja, selbstverständlich steckt hinter allem auch eine kolumbianische (oder amerikanische) und eine deutsche (vielleicht auch europäische) Sichtweise.

    Ja, weniger Gewalttote sind ein Ergebnis. Aber die Statistik ist nur die halbe Wahrheit. Weniger Tote, aber zu welchem Preis? Erst mal alles kurz und klein schlagen, bis sich keiner mehr bewegt? Ich meine damit das Vorgehen aller Konfliktparteien (FARC, Paras UND Regierung). Mit welchem Blutzoll wurde dieser “Erfolg” erkauft? Wieviele Menschen und insbes. wieviele unschuldige Menschen haben daran glauben müssen, wie viele Tote und wie viele Vertriebene?
    Ja, ich muss allen Recht geben, die behaupten, dass die FARC in ihrer verbissenen und verlogenen Strategie der letzten Jahre dafür verantwortlich ist.
    Aber bitte, nicht NUR die FARC ist gewalttättig. Und zu denken, dass bei einem Erfolg der militärischen Option, die meiner Meinung nach keine Option ist, die politische Gewalt aus Kolumbien verschwindet, ist eine sehr amerikanische (kolumbianische?) Art das Problem anzugehen.
    Beispiele dass das nicht gut geht, gibt es einige: Kaum jemand wird heute behaupten wollen, dass der Irak-Krieg nach dem Tod Saddam Husseins und der Zerschlagung seiner Armee “gewonnen” wurde oder dass der “Drogenkrieg” durch kaltstellen von Drogendealern gewonnen wird. Gerade Kolumbianer sollten aus dieser leidvollen Geschichte doch etwas gelernt haben.

    Aus Sicht eines Europäers aber eher eine Augenwischerei. Nein Martin, NICHT eine NEGATIVE Sichtweise, sondern eher ein kritischer Versuch zu verstehen, warum Kolumbien in den letzten 50 Jahren nicht in der Lage gewesen ist, das Problem der politischen Gewalt in den Griff zu bekommen. Ein Problem, das eben militärisch NICHT gelöst, sondern nur VERLAGERT wird.
    Ich habe ja schon an anderer Stelle versucht klarzumachen, dass mehr Militär und höhere Zäune, danke Carlo ;-), NICHT mehr Sicherheit bedeuten, sondern im Gegenteil, dass Sicherheit dort vorhanden ist, wo kein Militär und vielleicht auch keine Zäune gebraucht werden. Hat aber nichts mit negativer oder positiver Sichtweise zu tun.

    Wo ich mir durchaus eine negative Sichtweise attestiere, ist in meinem Glauben daran, dass die aktuelle Regierung in der Lage und auch wirklich gewillt ist, die notwendigen sozialen Reformen als Garant für einen dauerhaftan Frieden durchzusetzen.

    Aber ich lasse mich gerne belehren.

  21. 21 Martin

    Jens,

    Preis oder nicht Preis, es ist eine Tatsache, dass es weniger Tote gibt und das ist das Ergebnis der Arbeit und des Erfolges der Politik von Uribe. Wie war die Entwicklung der Toten durch Gewalt in der Zeit als Die FARC ein Entmilitarisiertes Gebiet hatten so gross wie die Schweiz? Sie haben mehr Gemordet und Entfuehrt. Deshalb wollen die Kolumbianer einen Mann wie Uribe.
    Er hat im Vergleich zu der Zeit von den Verhandlungen eindeutig viele Menschenleben gerettet und das Zaehlt. Ein Politiker der Ergebnisse bringt und nicht nur schoen daherredet.

  22. 22 Jens

    @ Martin

    Du sprichst den Wunsch aller aus. Alle hier wollen einen stabilen Frieden.

    Ich hoffe genauso wie Du, dass die Ergebnisse von Uribes Politik nicht enttäuscht werden.

    Die heutige Entwicklung mag ja ein erneuter Lichtblick in Richtung Entspannung sein. Ich kann mich nicht an viele Jahre der jüngeren kolumbianische Geschichte erinnern, in denen in so kurzer Ziet so viel geschehen ist.

    Spannend bleibt es allemal.

  23. 23 CARLO

    @Gordis:
    In allem kann ich Dir allerdings nicht zustimmen.
    So waren z.B. die mexikanischen Studentinnen nicht zur FARC nach Ecuador gereist, um mit Reyes & Co dort Parties zu feiern. Ich weiß nicht, wo Du das aufgeschnappt hat. Wahr ist vielmehr, dass die mexikanischen Studentinnen dort, im Rahmen ihres Studiums, Erkenntnisse über die FARC gewinnen wollten. Sie konnten bei ihrem Vorhaben nicht von einer völkerechtswidrigen kolumbianischen Grenzverletzung ausgehen.
    Die Ansicht über die kolumbianischen Reporter teile ich in soweit, wenn man bedenkt, dass dann stets die “unbequemen”(realistisch kritisch berichtenden) von ihnen “verschwinden” bzw. “aus dem Verkehr gezogen werden”. Die letzt genannten verdienen natürlich allen Respekt.

    ———————————————————————

    Hallo Jens,

    Du recherchierst und Du argumentierst einfach super und hast wirklich ein SEHR GROSSES HINTERGRUNDWISSEN, das Du sehr plausibel und ojektiv-kritisch vermitteln kannst! Meine ausdrückliche Hochachtung und vielen Dank!

  24. 24 Martin

    Carlo,

    wer sich mit Terroristen einlaesst ohne die kolumbianische Regierung zu Infromieren muss damit rechnen, dass er wie ein Terrorist behandelt wird. Als informierte Studentin wusste sie, dass sie sich mit Terroristen einlaesst.

  25. 25 Gordis

    @Martin
    Genau so ist es.

    Vor allen will die FARC ja ein Gebiet in der nähe einen 2 Millionen Stadt. Gestern abend wurde es ja in einen “Extra” ja wohl deutlich gesagt.
    Alle FARC-terroristen kommen frei,
    wenn die FARC ihre Geiseln freilässt.

    Was mir noch nicht klar ist, ob die Lehrstunden über Uran hier kostenlos sind und ob ich dafür ein Diplom bekomme.

    Das Thema dieses Forums ist, ob die kolumbianische Presse in Regierungshand ist.
    Und ich behaupte, dass man in Kolumbien besser informiert ist als in vielen anderen Ländern.

    Wenn ich da zB die “Deutsche Welle” sehe, die hat am 4.Februar
    bei der Demonstration gegen die FARC, in ihren spanischen Nachrichten (Die hier auch von “Telepacifico” übernommen werden), von einer Demonstration in Bogotá und anderen kolumbianischen Städten und 500 000 Demostranten gesprochen.
    Alleine in Bogotá waren aber 4 Millionen Menschen dabei und fand
    in mehr als 100 Städten in der ganzen Welt.
    Der Bericht endete mit der Anspielung, das alles von der Regierung inziniert wurde.
    Im Augenblick läuft alles über Tibet. Gestern der Bericht über die Unterstützung der Tibeter durch das “Europa Parlament”. Bloss das der Saal leer war wurde nicht erwähnt.
    Das ist also eine manipulation der Nachrichten.
    Oder die Presse Italiens, fast alle in der hand von Berlusconi.
    In meinen Cable habe ich 10 nationale oder regionale Sender, kann international Sender wie TVE, DW, CNNenespañol und CNN sehen. Bei
    CNNenespañol sind kolumbianische Journalisten, die vorher bei kolumbianischen Sendern gearbeitet haben.
    Natürlich hat die meiste Landbevölkerung kein Cable Anschluss, und Mitarbeiter von Hilforganisationen, die meistens in diesen Gegenden arbeiten, bekommen natürlich ein anders Bild.
    Ich weiss aber zB, in Riosucio Caldas, war eine Sender, der über Satellit aufnahm und diese Sendungen ausstrahlte. Und das war 1988.

  26. 26 CARLO

    @Gordis & Martin:

    UND GENAUSO IST ES EBEN NICHT!!!

    Mit ständig neuem und bewusstem VERDEHEN, und VERFÄLSCHEN werdet ihr beide NIE weiter kommen in Richtung WAHRHEITSFINDUNG,und es wird am allerwenigsten LETZTENDLICH euch persönlich etwas nützen. Nur Dummen und/oder Desinteressierten, und wirklich nur denen, könnt ihr SOETWAS vielleicht “einreden”

    Seit WANN muss denn für(egal welche)Aktivitäten auf ecuadorianischem Territorium nun schon die kolumbianische Regierung “um Erlaubnis” gebeten bzw. bei dieser entspr angefragt werden? Ecuador ist und bleibt ein SOUVERÄNER Staat(war übrigens selber vor 2 Monaten dort(Salinas), gefiel mir sehr gut). Ecuador hat die FARC bis heute NICHT in die Liste der Terroristen aufgenommen!
    Bei Kolumbien mag das ganze allerdings anders aussehen(Mr. W. Brownfield). Doch darf man diese speziellen kolumbianischen Verhältnisse keinesfalls auf Ecuador überragen. Das wäre falsch und unredlich!

    Es zeigt doch ganz eindeutig den Informationsstand, den euch die kolumbianischen Medien vermittelt haben, bzw. WIE unrichtig ihr die Nachrichten verstanden habt!

    Außerdem behaupten kannste natürlich viel, aber letztendlich solltest Du es dan auch FUNDIERT BEWEISEN können.

    In Kolumbien besser informiert ??? Hmmm … ja, natürlich …, WENN unter “besser” verstanden werden soll “im Sinne der Regierung”. Es ist wirklich besser die Dinge ehrlich KRITISCH zu verfolgen und aufzuehmen, und die “rosarote Brille” abzunehmen …

    Die kolumbianischen Medien sind zwar in privater Hand, aber sie arbeiten natürlich aufgrund GEMEINSAMER INTERESSENLAGE auch “Hand in Hand” mit der Regierung zusammen.

  27. 27 Miguel

    @Carlo:

    “Wahr ist vielmehr, dass die mexikanischen Studentinnen dort, im Rahmen ihres Studiums, Erkenntnisse über die FARC gewinnen wollten”

    Glaubst Du das allen Ernstes? Gibt es jetzt so etwas wie ein Praktikum bei der FARC? Studienplatzvergabe und alles was so dazu gehört? Meinst Du wenn ich die FARC anschreibe, ich würde gerne für den Kolumbien-Blog ihre Sicht der Dinge schreiben und wie es sich in Wirklichkeit so in einem Camp lebt, dann würden sie mich einladen und darüber schreiben lassen?

    Und wenn diese jungen Leute wirklich nur wegen einer Studienarbeit dort gewesen wären, würde es nicht dafür sprechen, dass es sich bei diesem Camp doch um ein Dauer-Camp handelte und nicht um ein Durchgangslager, dass für ein oder zwei Nächte aufgestellt wurde? Würde es dann nicht die Aussage der kolumbianischen Regierung unterstützen, dass in diesem Lager Kranken- und Waffenlager, eine Logistik existierte, die es der FARC erlaubte von dort Anschläge zu planen und auszuführen (wie es das Bildmaterial zu belegen scheint) oder gar Schulungen und Vorlesungen gehalten wurden (wie es die jungen Studenten wohl erlebt) haben?

    Das reimt sich doch alles nicht, oder?

  28. 28 Jens

    @ Gordis

    So langsam ist Deine Dummheit lästig. Ja, wenn Du willst, kann ich Dir das auf einem Diplom bescheinigen Papier ohne Aussage scheinst Du ja zu mögen … solange es schön aussieht.

    Im den letzten Postings ging es nicht um Uran oder schmutzige Bombe, sondern um einen BEWEIS dafür, dass die Behauptung, die FARC wolle schmutzige Bomben bauen, eine Erfindung ist. Aber sicher, schwer verständlich ist das wahrscheinlich. Entschuldige also, dass ich Deine zwei Hirnzellen überstrapaziert habe, ich konnte ja nicht wissen, dass Dich das überfordert.

    Ja, zu dem Punkt der Presse gebe ich Dir absolut recht. Mit der kolumbianischen Presse bist DU sehr viel besser informiert. Sie bearbeitet und präsentiert die Information ja genau so, wie DU sie lesen möchtest. Sie spricht Dir sozusagen aus der Seele.

    4 Millionen Demonstranten in Bogotá oder 500.000? Für kolumbianische Verhältnisse wäre schon die zweite Zahl eine Riesensache. Naja meinetwegen auch 4 Millionen, denn DU hast ja auch die anderen 3.999.999 höchstpersönlich gezählt. Oder vielleicht vor Deinem Fernseher mit 100 Kanälen? 4 Sender à 1 Million macht für einen in Mathematik so bewanderten Elektroniker wie Dich selbstverständlich 4 Millionen.

    Vor Deinen profunden Kenntnissen über das europäische Parlament ziehe ich ehrfuchtsvoll den Hut.

  29. 29 Anonymous

    @ Carlos
    Wir schreiben hier hier über die Medien in Kolumbien.
    Wenn Du nicht lesen kannst, was andere schreiben, diskutiere hier nicht mit. Wenn Dir die Argumente ausgehen und Deine einzige Antwort ist, andere als dumm und desinteressiert hinstelltst, tust Du mir sehr leid.
    Ich habe unteranderen geschrieben

    oder weiter oben

    dieses OTI hat auch die Nachrichten eines Senders aus Ecuador.
    Auch surfe ich im Internet.
    Meine Tochter ist gerade mit Ihren Studium fertig, ihr Taufpate ist in der Politik, ein Onkel ist Hochschullehrer, hat Richter und Rechtsanwälte im Bekanntenkreis, ein Freund ist Elektriker und Gewerkschaftsvertreter.
    Also das dumm und desinteressiert kann ich nur zurücksenden

  30. 30 Gordis

    Der letzte Kommentar war von mir. Ich weiss nicht, weil da oben Anonymous steht. Habe nicht gesehen, was unter stand

  31. 31 Gordis

    Das nächste Problem, Ich habe im letzten Kommentare aus früheren Kommentaren Auszuge kopiert und die kann ich nicht mehr sehen

    Ich habe unteranderen geschrieben

    oder weiter oben
    >Ich habe in meinen Cablenetz einen Sender “OTI”, wo den ganzen Tag Nachrichten von Sendern aus Südamerika übertragen werden.>
    dieses OTI hat auch die Nachrichten eines Senders aus Ecuador.

  32. 32 Gordis

    Es funktioniert nicht, wenn man aus vorherigen Kommentaren etwas kopiert und dann hier einfügt.
    In meinen Cable habe ich 10 nationale oder regionale Sender, kann internationale Sender wie TVE, DW, CNNensepañol und CNN sehen.

    ich habe in meinen Cablenetz einen Sender “OTI”, wo den ganzen Tag Nachrichten von Sendern aus Südamerica übertragen werden

  33. 33 CARLO

    @Miguel:

    Mir geht es schlichtweg um die Realität, um die Wahrheitsfindung und um nichts ANDERES! Darum lese ich und darum schreibe ich hier, aber keinesfalls um mich hier PERSÖNLICH “selbstzuverwirklichen” o.ä.. Rein PHILOSOPHISCHE Spekulationen und Erwägungen gebe ich nicht ab und ich lege auch keinen Wert auf solch “KÖNNTE JA VIELLEICHT DOCH SEIN”-Antworten(die alles doch nur “verwässern” sollen), bzw. werde ich künftig darauf nicht mehr weiter darauf eingehen, da dieses weder meiner Denkungsweise noch meiner Argumentationsweise entspricht … mir mein dafür erforderlicher Zeitaufwand dafür nicht gerechtfertigt, ja UNSINNIG erscheint. Das nur zur Information!
    Sei also bitte so nett und stelle künftig meine Ausführungen FUNDIERT in FRAGE oder in Abrede. NUR dann macht eine weiterführende Diskussion(zumindest für mich) einen Sinn!

    @Anonymus:

    Irgendwie verstehe ich Deinen Kommentar bzw. die Anschuldigungen und Verunglimpfungen mirgenüber ÜBERHAUPT und in der GÄNZE nicht. Da passt doch nun wirklich überhaupt NICHTS zusammen! Sollte Dir da etwa ein fataler Irrtum oder eine Verwechslung unterlaufen sein?
    WANN und Wo habe ich DIR denn nun eigentlich einen Vorwand für “Also das dumm und desinteressiert kann ich nur zurücksenden” gegeben?
    Ich würde mich freuen, wenn Du die Angelegenheit klärst!Danke

  34. 34 Martin

    Carlo,

    um nochmals auf Kolumbien und Ecuador zurueck zu kommen. Ecuador wurde mehrmals offiziell von Kolumbien darauf hingewiesen, dass sich raul und Co auf Ecuadorianischem Gebiet aufhalten. Es waren ca. 5 - 6 Mal mit den genauen Koordinaten. Ecuador hat dies immer verneint. Ecuador hat internationales recht auch verletzt, da Raul auf der roten Liste von Interpol ( Ecuador arbeitet aber mit Interpol zusammen) steht und keinerlei versuche gemacht hat ihn festzunehmen. Desweiter wurden mehrmals Angriffe von Ecuadorianischer Seite aus auf Kolumbien gefeuert bei diesen Aktionen kamen mehrer Soldaten ums Leben. Vor wenigen Tagen wurden Gaszylinder aus Ecuador nach kolumbien von der Farc gefeuert. Diese Informationen stehen wahrscheinlich in der Deutschen Presse nicht. Ecuador hat dies auch nie geleugnet. Sie sagten immer, dass die Farc sich nicht auf ihrem Staatsgebiet aufhaelt. So was soll Kolumbien machen? Einfach sagen schoenen Dank ihr habt alles moegliche gemacht???

  35. 35 Anonymous

    @ Jens

    ich bitte die Berufe andere Menschen nicht anzukreiden.

    sonst:
    nicht jeder ist allwissend wie du vom Himmel gefallen.

    es stört mich zwar, dass Uribe in jeder seiner Fernsehauftritte bis zu 100 Mal erwähnt wer seinen Vater getötet hat oder dass @Gordis 7 Sattelitenschüsseln auf seinem Hausdach hat mit denen er sogar mit den Marsmenschen komunizieren kann. aber privates anschwärzen anderer weil sie in der Sicht der einen weniger gebildet sind als sie selbst ist doch etwas fehl am Platz…

    finde ich

    ach ja: und mein Onkel malt auf dem Mond Zebrastreifen. damit hat er mit der Gewerkschaft mühe, weil sie in andern Ländern andere Farben haben als in unserem.

  36. 36 CARLO

    @Martin.

    Genau sind mir Deine Hinweise leider nicht(nachweislich) bekannt, daher kann ich da verständlicherweise nicht genauer darauf eingehen. Sollten diese aber der Wahrheit entsprechen, so liegst Du da richtig mit deiner Ansicht.
    Generell gilt aber außerdem ein Unrecht kann und darf nicht mit einem anderen neuen Unrecht beglichen werden.

  37. 37 Don-Pedrinio

    dieser Eintrag 13.53 von Anonymous ist von mir. damit dann nicht ein zu grosses Durcheinander entsteht.
    ich habe keine Ahnung wie ich an dieses Namen kam.

    aber erst jetzt, mach zig maligem Probieren. aber vor allem erst nach neuem aufstarten des PC erscheint wieder mein Name, wenn ich den Blog betrete. zuvor kam nur die Nachricht ich hätte keine berechtigung auf diese Seite der World Press zu gelangen.

    könnte ja sein, das dies andern auch mal passiert.

    und was ich noch beifügen möchte.

    kommt zurück zu der Unterhaltung. und lasst doch die privaten Dinge weg. wie Onkel, Tante, 700 Kanäle, verbindung zu Uribe persönlich und der gleichen.

  38. 38 Gordis

    @ Carlo
    Dumm und desinteresiert sind Deine Worte.

    Ich habe gerade RCN Nachrichten gesehen. Als erstes, weil auch für Kolumbien das wichtigste, die Akündigung des Präsidenten Uribe,
    denn Austausch der aller gefangenen FARC-Terroristen gegen alle Entführten in den Händen der FARC. Zuerst also der Bericht mit Uribe.
    Aber direkt danach Interviews mit den Ehemann und Kindern von Ingrid Betancourt, Vertretern von den anderen Parteien und der Kirche.
    Jeder bekam seinen Bericht. Was mehr will man von einer freien Presse erwarten,
    Wie oben von Martin geschrieben, ist Raul Reyes auf der Interpol Liste. Und über die Fiestas kannst Du Dir in El Tiempo das Video ansehen.
    Zu meinen Freunden gehört auch ein Bauer in Timba, Cauca, wo wir öffters zum Angeln hinfahren und wir und in seinen Haus aufhalten und seine Frau uns Essen Macht. Vorher rufen wir an, und well die Armee da ist, fahren wir hin. Auch da haben die Paras und die FARC gewütet. Und diese Leute sagen halt, was der Fragesteller hören will.

    Meine Frau hat eine Freundin, die mit Ihren Mann im Westerwald lebt, und die ich immer besuche, wenn ich in Deutschland bin. Die empfängt verschiedene kolumbianische Sender über Satelliten.
    An der Grenze zu Ecuador haben die FARC Felder von Mohn- und Coca- Planzen angelegt. Die Luftwaffe hat die mit Chemikalien aus der Luft bekämpft. Darüber hat sich Correa beschwert, und die Kolumbianer haben einen Zone von 10 Kilometern eingerichtet, wo die Illigalen Produkte von der Hand vernichtet werden, mit dem Erfolg, das sie von Ecuador aus von der FARC beschossen werden. Davon steht nichts in der deutschen Presse. Bei verschieden Zeitungen in Deutschland habe ich bei der “Suche” Kolumbien eingegeben und fast nichts kam raus.

  39. 39 Jens

    @ Don Pedrinio

    Unwissen ist nicht Dummheit.

    Ich habe hier einmal auf derselben Ebene argumentiert, auf der Gordis es pflegt zu antworten: Also wie Du in den Wald rufst, so schallt es heraus.

    Ich habe damit auch entgegen einer vorherigen Aussage meinerseits, nämlich dass ich mich auf diese Art von Spielchen nicht einlassen wollte, gehandelt. Asche auf mein Haupt.

    Ich werde mich weiterhin bemühen, bei der Sache zu bleiben.

  40. 40 André

    Bin gerade in der Mittagspause und sehe, dass sich wieder einiges getan hat, sehr spannend. Aus Zeitmangel belasse ich es auf drei kurze Hinweise/Bitten:

    a) ich verstehe nicht woher der Kommentatorname “Anonymous” kommt. Ich vermute, wenn man keinen Namen bei der Abgabe eines Kommentars abgibt, wird “Anonymous” erzeugt? Ich kann euch nur empfehlen hier zu registrieren:
    http://www.kolumbien-blog.com/wp-register.php
    Dadurch könnt ihr auch vermeiden, dass jemand in eurem Namen einen Kommentar abschickt…

    b) bislang haben wir es geschafft trotz unterschiedlicher politischer Einstellungen respektvoll miteinander umzugehen, es sollte doch möglich sein, dass weiterhin zu schaffen. Also bitte mit Respekt voneinander umgehen und bei der Sache bleiben anstatt gegeneinander auf sich rumzuhacken. Und wenn es einen unpassenden Kommentar geben sollte, so ignoriert ihn einfach

    c) es wäre Klasse wenn alle Links zu den Quellen mit angeben könnten, so dass die Argumente untermauert sind

    Viele Grüße, André

  41. 41 CARLO

    Hallo André,

    der “Fingerzeig” war wirklich angebracht,danke. Habe mich übrigens soeben erfolgreich registriert.

  42. 42 Juan Manuel

    Hallo zusammen!

    Hier ist ein Link für diejeniegen die immer noch denken, dass die Mexikaner die im (studien-Camp) ums Leben gekommen sind ganz unschuldig waren!

    http://www.youtube.com/watch?v=-G33adxzdYY

  43. 43 Svenn

    Naja, die kolumbianische Regierung ist sicher nicht ganz ohne Einfluss auf die Presse, eine Hand wäscht eben die andere. Aber mal anders gefragt: Wo gibt es denn wirklich noch eine richtig freie Presse? - Jedes Medium ist doch heute vom wirtschaftlichen Erfolg abhängig, und da ist es egal ob Zeitung, TV, Radio oder sonstwas. Somit versucht jedes Medium eine möglichst tolle Story möglichst exklusiv zu bringen, und um dies zu ermöglichen geht man schon mal mehr oder weniger (un-)heilvolle Allianzen ein. So sind sicher auch solche Geschichten wie die Uranfundstory bei zustande gekommen… - Die Kehrseite ist, das dann die eine oder andere Sache natürlich nicht so gebracht wird wie sie gebracht werden müsste, denn dies würde ja vielleicht dem “Informanten” schaden…

    Aber mal ehrlich, dies passiert nicht nur in Kolumbien. Ein Beispiel aus Deutschland:
    Da gab es zwei Politiker aus einem uns allen bekanten Land in Südamerika die in Deutschland waren um in Rechtstaatlichkeit fortgebildet zu werden. Und prompt wurden sie hier in Berlin zum Opfer von Missachtung jeglicher Rechtsstaatlichkeit. Über den den Vorfall der in Kolumbien natürlich in den Medien war wurde hier in Deutschland nur in zwei Lokalen Blättern im Lokalteil berichtet…

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/Polizei-Justiz;art126,2333367

    http://www.kas.de/upload/auslandshomepages/kolumbien/BerlinerZeitung.PDF

    Wohlgemerkt, in einer Medienlandschaft in der heutzutage jedes Blatt und jeder Sender von Passau bis Flensburg über die Finanzsorgen des Ehemannes von Verona Poth berichtet, war ein solcher Vorgang nur zwei kleine Meldungen in einem Lokalteil wert. Wäre dies deutschen Politikern in Kolumbien passiert, dann…

    Dies zeigt, dass auch hier in Deutschland die Medien nicht frei von politischen Einflüssen sind. Ich würde deshalb aber nicht behaupten wollen die deutschen oder kolumbienischen Medien seinen in Händen der jeweiligen Regierungen. Sie handeln eben einfach nach Opportunitätsgesichtspunkten.

    In Venezuela, China oder Russland mag das ganze sicher anders aussehen.

  44. 44 Martin

    Carlo,

    gerade haben sie im den Nachrichten die arme mexikanische Studentin, die bei dem Angriff verletzt wurde. Sie wurde gefilmt als sie militaerisches training an Maschiengeweheren in dem “Durchgangscamp” (aussage Correa). Ebenfalls wurden Bilder gezeigt in diesem Camp als vor 3 Monaten der Geburtstag von Reyes gefeiert wurde. Dort erscheint der unschuldige Ecuadorianer, der auch dabei ums Leben kam im Kampfanzug unf Maschinenpistole. Wie doch alles ganz gute und brave Schaefchen sind. Alles sind nur gute Leute und tun keinem etwas zuleid.

    Die kolumbianerin die an gab nur die Putzfrau zu sein hat ebenfalls mit einem Maschinengewehr geschossen.

    Informier mich bitte, wenn du diese Nachrichten in der deutschsprachigen Presse hoerst.

  45. 45 Gordis

    @ Jens
    Ich sehe, das Du meinen Kommentar von 28.03.08 09:13 nicht verstanden hast. Da ich sehe, dass Dein Wissen sich einseitig auf Uran bezieht, fühle ich mich durch Deine Aussage, das Dir meine Dummheit lästig wird, auch nicht beleidigt.
    Die Aussage, wegen der Demonstration am 4.2.2008 bezieht sich auf die Berichterstattung der “Deutschen Welle”. In Radio und Fernsehn wurde von 4 Millionen gesprochen, in der DW-Homepage von 2,8 Millionen und im DW-TV und TV Radio waren es dann noch 500 000.
    Da die DW, so wie DU, egal was passiert gegen die Regierung sind, wurden ein wenig die Zahlen verdreht.
    Wenn ich einen Sitzungssaal sehe, wo von 785 Abgeordenten vieleicht 50 anwesend sind, kann man ja wohl nicht davon sprechen, das dieses Parlament ein anliegen unterstützt, wie von der DW berichtet
    @ wer sonst noch fragen hat
    Ich habe keine Satelliten-schüssel auf dem Dach.
    Die Sender in meinen Cable habe ich erwähnt, weil sich jeder in Kolumbien ein Bild machen kann und sich seine Meinung bilden kann, mit internationalen Sendern.
    All dieser Sender kann man sich ansehen, und ausser farcep.org kenne ich keine Homepage, die im Internet blockiert sind. In einigen Ländern dieser Welt ist das nicht so.
    Und mit Familie und Feunden wird über diese Nachrichten gesprochen,
    ohne das, wenn jemand die argumente ausgehen, diesen als Dumm hinzustellen.
    Das Thema hier aber ist, ob sich die kolumbienische Presse in Riegierungshand ist.
    Dazu sage ich, dass sie sich im internationalen Vergleich nicht zu verstecken brauch.

  46. 46 Martin

    Gordis,

    mit der Presse gebe ich dir vollkommen recht

  47. 47 Jens

    @ Alle

    Mal abgesehen von der Diskussion um die “Qualität” kolumbianischer, deutscher oder sonstiger Presse, möchte ich Euch zwei interessante Artikel ans Herz legen. Im ersten eine interessante Analyse der Art und Weise in der die Presse die Meinung der Menschheit BILDET.

    Dazu eine zusätzliche Anmerkung: Wer von Euch hat vor Beginn des letzten Irakkrieges die Geschichte mit den Massenvernichtungswaffen geglaubt? Und zwar OBWOHL aus nicht USA-konformer Presse immer Zweifel geäußert wurden?

    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/13/13899/1.html

    Der zweite Artikel bezieht sich auf das unrühmlichste Kapitel der deutschen Geschichte. Hier erwähne ich ihn nur, um aufzuzeigen wie verheerend die Meinungsbeeinflussung durch eine nicht einmal bewusste Fehleinschätzung einiger Jouranlisten sein kann.

    http://www.welt.de/politik/article1508335/Die_Presse_glaubte_nicht_an_Hitlers_Aufstieg.html

    Damit antworte ich Gordis und Martin, welche meinen die kolumbianische Presse mit der Presse anderer Länder vergleichen zu müssen. Ich könnte mich ohnehin nicht daran erinnern, gesagt zu haben, dass die deutsche Presse besser sei.

    Ich bestehe aber auf dem Hinweis, dass Informationspolitik nicht nur Information sondern auch Einflußnahme auf die Meinung ist und häufig gezielt zu diesem Zweck eingesetzt wird (Massenvernichtungswaffen Irak, Uranfund FARC).

    Ich ärgere mich nicht unbedingt über die Inhalte von irgendwelchen Pressemeldungen, dessen Wahrheitsgehalt keiner von uns so recht verifiziern kann, sondern über die Art ihrer Präsentation insbes. wenn eine Absicht der Einflussnahme so offensichtlich ist und erst recht über einen unkritischen Umgang mit solcher Information.
    Letzteres hat auch nichts mit Bildung oder Unwissenheit zu tun.

    Wie einfach die Meinung der Menschheit, deren Willen, zu beeinflussen ist, dürftet Ihr, die in Kolumbien Wohnenden, in den letzten Monaten mit den “empresas captadoras de dinero” ja schon hautnah erlebt haben. War das, angesichts vielfältiger Warnungen über die letzten Jahrzehnte - Pyramidengeschäfte sind in Kolumbien schliesslich schon seit den 70ger Jahren bekannt - Unwissen? Eine Frage der Bildung? Oder doch nur Ausblendung des gesunden Menschenverstands, also Dummheit?

  48. 48 Martin

    Jens,

    die “empresas captadoras de dinero” war ignoranz und Geldgier. Nicht nur arme Leute gaben ihr Geld.

  49. 49 Jens

    @ Martin

    War nur ein Beispiel um zu zeigen, wie leicht man unkritische Menschen beeinflussen kann.

  50. 50 Jens

    PS: Und arme Leute habe ich auch gar nicht erwähnt. Wäre auch ein dickes Ding Armut mit Dummheit gleichzusetzen, oder?

  51. 51 Gordis

    Ich habe vergleiche gemacht, um damit zu sagen, das Journalisten die möglichkeit haben, die wahrheit zu verdrehen oder nur die Wahrheit zu bringen, was ihnen gefällt.
    Was sehe ich aber hier in Kolumbien.
    Zu irgendeinen Tagesproblem gibt der Präsident oder ein Minister eine Pressekonference. Diese scheinen meist zur Nachrichtenzeit stattzufinden, wo sie dann direkt übertragen wird. Zu anmderen Zeiten wird das Program unterbrochen und in “Extra” oder “Ultimo Minuto” mit schriller Musik angekündigt und übertragen,
    Was dann der Minister, General oder wer immer zu sagen hat, wird übertragen. Was dabei gesagt wird, ist also eine offiziele Aussage.
    Was dabei gesagt wird, kann man nun glauben oder nicht, aber über den Inhalt kann man der Presse keinen Vorwurf machen. Zu diesen Thema werrden dann aber auch andere Leute befragt.
    @Jens
    Was willst Du dann. Das die Journalisten sagen, der Präsident hat heute wieder eine von seinen erlogenen Pressekonferenzen gegeben, die wir natürlich als unabhängige Presse nicht übertragen. Wir schalten jetzt nach Caracas um von Hugo Cháves die Wahrheit zu hören.

    Zu deiner aussage über “Empresas captadores de Dinero”.
    Die ersten Stufen dieser Pyramiden werfen ja gutes Geld ab.
    Aber die letzten beissen die Hunde. Aber während diese heulend vor der Kamera stehen, sind einige schon unterwegs zur nächsten.

    Zu anderen sozialen Problemen, wie zB mit Krankenhäusern, werden mehrere Beteiligte befragt. Auch bei Demonstrationen werden beide Seiten befragt. Und was dabei gesagt wird, auch hier kann man der Presse keinen Vorwurf machen. Man könnte sagen, Informationen aus erster Hand.

  52. 52 Jens

    @ Gordis

    Zu der Presse: ich habe ja etwas weiter oben versucht, meinen Standpunkt noch einmal klarzustellen. Es geht nicht unbedingt um den Wahrheitsgehalt der Meldungen (ich habe ja auch nur im Zusammenhang mit dem Uranfund auf eine Inszenierung hingewiesen und darauf aufmerksam gemacht, dass der Fund tatsächlich auch der FARC gehören könnte), sondern es geht darum, dass wir uns lieber darüber Gedanken machen sollten, was der Zweck einer Nachricht ist:
    Ist es Information? Ist es vielleicht Desinformation? SOLL sie eine bestimmte Stimmung oder eine bestimmte Meinung erzeugen? Wem dient sie? Zu welchem Zweck?

    Deswegen habe ich mich ja auch so über diese Urangeschichte aufgeregt. Die ganze Aufmachung, der ganze Ablauf war so was von durchsichtig. Am 27. um 13 Uhr habe ich gesagt: “Was bleibt denn in den Köpfen des Ottonormalbürgers? Die Assoziation Uran (Gefahr) - FARC (Bedrohung) - Reyes (Terrorist)- Computer (Beweis)”
    4 Stunden später steht der general Naranjo vor den Kameras und sagt genau das.

    Also zurück zum vorletzten Absatz: Das ist, was ich mir unter einer kritischen Auseinandersetzung mit der Presse vorstelle. Es gibt sogar einen kolumbianischen Ausdruck dafür: no comer entero, also nicht alles glauben, was einem aufgetischt wird.
    Das gilt keinesfalls nur für die kolumbianische Presse, sondern für jede Art von Information und überall auf der Welt.

    Zu den Pyramiden: Ich glaub ich les nicht richtig. Meinst Du damit etwa, dass die Pyramiden in Ordnung gehen, solange man zum richtigen Zeitpunkt eintritt?

  53. 53 Armando

    Sicher ist es schwer nachzuvollziehen, wie unabhängig die kolumbianische Presse ist. Jedoch würde ich bei solchen Aussagen, lieber auf Institutionen vertrauen. Hier ist zu bemerken, dass die Organisation “Reporter ohne Grenzen” Kolumbien als eines der Länder mit der schlechtesten Pressefreiheit bezeichnet. Von 168 bewerteten Ländern erreichte Kolumbien hier Platz 131 und liegt damit hinter Ländern wie Haiti, Afghanistan, Kongo, Angola oder Kambodscha.

    Eine vollständige Liste findet man hier:

    http://www.suedamerika-blog.de/urlaub/pressefreiheit-in-bolivien/

    Zu vermuten ist allerdings, dass sie hier nicht nur wegen de Regierungsnähe, sondern auch wegen sonstigen Verstrickungen mit dem Großkapital etc. steht (welche allerdings mit der Regierung z.T. verbandelt sind).

    Ich liebe Kolumbien wirklich und denke auch, dass Vieles schlecht gemacht wird, aber eine ausreichende Pressefreiheit ist meines Erachtens absolut nicht gegeben. Angesichts der verheerenden Statistik, würde ich sowieso alles anzweifeln, was in kolumbianischen Zeitungen steht.

  54. 54 Armando

    Hoppla, das war die Liste von 2006. Die aktuelle Liste für 2007 findet man auch auf der Homepage der Organisation unter:

    http://www.reporter-ohne-grenzen.de/rangliste-2007.html

    Im vergangen Jahr konnte Kolumbien sich minimal verbessern und liegt jetzt auf Platz 126 und damit wiederholt hinter Venezuela. Dies soll aber jetzt kein Pro-Chavez-Statement werden. Bei weiterem Blättern auf der Seite entdeckt man nämlich, dass zum schlechten Abschneiden Kolumbiens gleichermaßen die AUC und die FARC beigetragen haben. Die stehen sich wohl in Ermordungen von Journalisten nix nach (40 Journalisten in 10 Jahren -> allerdings 0 im letzten Jahr) .

    Trotzdem ist das sicher nicht der einzige Grund für das schlechte Abschneiden Kolumbiens. Die Verstrickungen im Land zwischen Wirtschaft, Mafia, Paramilitär und Guerilla sind immer noch zu groß.

  55. 55 Martin

    Armando,

    da tust du den Journalisten hier sehr unrecht. Hier gibt es sehr gute Jounalisten Julio Sanchez vom W.

  56. 56 Martin

    Claudia Gurisatti

  57. 57 CARLO

    @Amando:
    Informativer Bericht, insbesondere auch die Pressefreiheits-Ranking-Liste. Aber in der Richtung hatte ich auch vermutet. Beachtlich ist, das Ecuador und selbt Venezuela weit vor Kolumbien auf der Pressefreiheits-Ranking-Liste erscheinen. Lediglich Cuba und Mexiko schneiden von allen lateinamerikanischen Staaten nooch schlechter ab.

  58. 58 Jens

    @ Armando, @ Martin

    Armando, ich würde nicht gleich alles anzweifeln, aber die Meldungen den eigenen Möglichkeiten entsprehend, zumindest einer Plausibilitätsprüfung unterziehen. Dazu ist es hilfreich, sich über möglichst viele voneinander unabhängige Quellen zu informieren, nach dem Motto vier Augen sehen mehr als zwei. Und dass auch in Kolumbien kritische Presse möglich ist, kann man am Beispiel von der Tageszeitung El Mundo aus Medellín sehen. Nach meinem Geschmack manchmal etwas zu polemisch, aber dennoch ein kritischer und häufig auch unbequemer Journalismus.

    Zensur bedeutet nicht nur, dass eine REGIERUNG direkten oder indirekten Einfluss auf die Meinungsfreiheit nimmt. Ja Martin, es gibt glücklicherweise NOCH gute Jounalisten in Kolumbien, aber die Ermordung oder Einschüchterung von unbequemen Journalisten von rechten oder linken Mördern ist auch eine Form der Zensur und der wichtigste Grund für das schlechte Abschneiden der kol. Pressefreiheit. Die Tatsache, dass diese Morde nachlassen, zeigt sich ja auch in einer Verbesserung im Ranking.

  59. 59 Martin

    Armando

    hier ncoh ein Beispiel von anderer Seite.

    http://www.eltiempo.com/internacional/latinoamerica/noticias/ARTICULO-WEB-NOTA_INTERIOR-4052173.html

    Jens

    wie Armando schon sagte letztes Jahr 0 tote Jounalisten

  60. 60 Svenn

    Ich finde die Diskussion schon sehr interessant, aber ich möchte hier doch darauf hinweisen, das das Thema die Frage ist, ob die Presse in Regierungshand ist oder nicht! - Da ist die Pressefreiheit nur ein Teilaspekt. - Die Pressefreiheit wird nicht alleine durch die Regierung beeinflusst, sondern insbesondere auch durch die verschiedenen in Kolumbien einflussnehmenden Gruppen, dies wurde ja bereits auch erwähnt. Ein Vergleich Kolumbiens, mit welchem Land auch immer, im “Reporter-ohne-Grenzen-Ranking” kann daher meiner Meinung nach nicht als Antwort auf die Frage dieses Blogthemas dienen.

    Selbstverständlich haben (vor allem politische) Journalisten in Kolumbien einen schwerern Job als in vielen anderen Ländern dieser Erde, keine Frage, aber die Presse z.B. in Venezuela ist sicher eher auf Regierungskurs gleichgeschaltet als in Kolumbien. Hier kann man sicher viel mehr davon sprechen das die Presse in Regierungshand ist. Wenn man hier die Übertragung von Pressekonferenzen von Regierungsvertretern im kolumbianischen TV als Beleg dafür anbringen möchte, dass die kolumbianische Presse in der Hand der Regierung ist (wie weiter oben angedeutet), dann frage ich was ist “HALO PRESIDENTE” im venezuela TV - etwa der “heiße Stuhl” auf den die Opposition Venezuelas Chavez gesetzt hat…?

    Oder, machen wir den Sprung nach Europa, wenn wir uns hier Italien ansehen, als Berlusconi in der Regierung war, war die Presse da in der Hand der Regierung? - Und wenn ja, war Italien deshalb korrupter oder unfreier als in den letzten zwei Jahren als Berlusconi mit seiner Medienmacht und seiner Partei in der Opposition war?

    Oder Deutschland: Der Springerverlag mitsamt seiner “Bild” gilt nicht gerade als Regierungsfern, ist die deutsche Presse deshalb in Regierungshand?

    Ich glaube, in jedem Land gibt es eine gewisse nähe der Regierung zu Presseorganen (das gehört zusammen wie die Biene und die Blume) aber in Regierungshand ist die Presse deshalb noch lange nicht. Wie sonst wäre zum Beispiel zu erklären, dass die durchaus Regierungsnahe “El Tiempo” aktuell die Campesinomorde des Militärs (zurecht) so hoch aufhängt?

  61. 61 Armando

    @ Martin: Ich meine nicht, dass es überhaupt keine gute Berichterstattung o.ä. gibt. Sicher gibt es in Kolumbien auch gute und engagierte Journalisten. Ich wollte nur einen neuen Aspekt in die Diskussion einbringen und keinesfalls die Journalisten kritisieren.

    @Carlo: Punktemäßig liegt Venezuela gar nicht soweit vor Kolumbien. Dazu muss man bedenken, dass Venezuela weder Guerilla noch Paramilitär hat, die ja die Pressefreiheit deutlich einschränken (man kann nicht so einfach nach Nariño fliegen und einen Artikel schreiben; Journalisten werden (trotz 0 Toter) oft mit dem Leben von den Terroristenorganisationen bedroht, usw.). Wenn man das alles bedenkt, ist die Position der venezuelanischen Regierung sicher schlechter als die von Kolumbien. Im Vegleich zu Venezuela ist die staatliche Zensur in Kolumbien sicher deutlich geringer.

    @Svenn: Das war auch nur als Teilaspekt gedacht, nicht als Antwort. Trotzdem sollte man den Punkt meines Erachtens nicht ausklammern. Vor allem wenn man bedenkt, dass ein beachtlicher Teil, der Einschränkung der Pressefreiheit durch Bedrohungen des Paramilitärs ausgeht und man weiss das einige Regierungsmitglieder mit diesem verstrickt waren (oder noch sind?), kann man darauf schon Rückschlüsse ziehen. Auch ich kann es mir aber nicht vorstellen, dass sich (überspitzt gesagt) die Regierung Uribe zusammensetzt und überlegt, wie sie die Presse manipuliert o.ä. Doch kann man vermuten, dass es hier einen Graubereich gibt. Vielleicht sind Teile der Regierung in diese Richtung aktiv, vielleicht ist die ganze Regierung bei manchen Artikeln in diese Richtung aktiv, vielleicht schmieren einzelne Politiker (oder auch Guerilleros?) Redakteure, etc. Ich weiss es nicht.

    @ Jens: Du hast Recht: “alles anzweifeln” ist zu hart ausgedrückt. “Alles überprüfen” ist korrekt. Das sollte man hier bei uns in Deutschland auch tun. Es ist leider nicht nur der Springer-Verlag der in eine Richtung tendiert. Ein fast noch größeres Problem ist es, dass viele internationale Nachrichtenagenturen mit einander verstrickt sind und teilweise auch nicht immer objektiv sind (z.B. Irak-Berichterstattung -> wo gar nicht alle Agenturen Infos bekommen). Da können nachher die Zeitungen so unabhängig sein wie sie wollen, wenn der Input falsch ist, kann der Redakteur nicht viel draus machen. Gottseidank gibt es aber noch viele Zeitungen, die eigene Journalisten (z.T. unter Lebensgefahr) losschicken und somit nicht nur auf die (teilweise von die hier von Bush beeinflussten) Agenturen vertrauen.

  62. 62 Armando

    Kleine Korrektur: Ich meinte natürlich das Hinterland von Nariño (es hätte auch Putumayo, Choco, Casanare, etc. heißen können) -> nicht das Proteste kommen ;-)

  63. 63 Jens

    @ Martin

    Und wenn Du Dir dann noch die Mühe machst, den artículo relacionado zu lesen in

    http://www.eltiempo.com/internacional/latinoamerica/noticias/ARTICULO-WEB-NOTA_INTERIOR-4051704.html

    wirst Du folgenden Kommentar finden:

    Durante los últimos seis meses, la asociación de editores, contabilizó cinco asesinatos de periodistas -tres en México, uno en Argentina y otro en Haití-, más de 30 periodistas víctimas de ataques en Perú y 32 amenazados en Colombia.

    Also doch nicht alles eitel Sonnenschein in Kolumbien? Ich wünsche mir ja genauso wie Du, dass die von Dir erwähnten guten Journalisten nicht zu den 32 gehören.

  64. 64 aleman

    Seit ueber 3 Jahren wohne ich in Kolumbien und fuehle mich im grossen und ganzen durch die Presse umfassend und ausgewogen informiert. Im Gegensatz zu Venezuela herrscht in Kolumbien uneingeschraekte Pressefreiheit, die auch praktiziert wird. Auch z.B. El Tiempo, die vielen als regierungsfreundlich gilt, veroeffentlicht fast taeglich kritische Beitraege, wie heute beispielsweise mit dem Thema
    “LA OTRA ORILLA
    El costo de la lucha por la democracia
    León Valencia. Columnista de EL TIEMPO.”

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