Kolumbien Dokumentation bei Arte

ABC ColombiaAm Montag Abend wird der Film “Colombia ABC” um 23:05 auf Arte gezeigt. Die französisch-italienische Co-Produktion dauert 88 Minuten. Ich selbst kenne den Film noch nicht und bin gespannt ob er was taugt … Wäre klasse, wenn diejenigen, die den Film gesehen haben, kurz ihre Meinung im Kommentar hinterlassen würden. (Übrigens: diejenigen, die in Kolumbien leben, können über save.tv dennoch deutsche TV-Programme ansehen).

Hier der Inhalt des Films:

Am Ufer einer der zahlreichen Flüsse, die in der Sierra Nevada de Santa Marta in Kolumbien entspringen, steht ein weißes Zementgebäude, dessen Außenwände die Kinder mit Abbildungen der heimischen Fauna und Flora bemalt haben. In diesem Haus ist die einklassige Schule untergebracht, die von den etwa 20 Bauernkindern der Umgebung im Alter von sechs bis 15 Jahren besucht wird.

Auf den heruntergekommenen Schulbänken haben schon Generationen von Kindern gesessen. Viele von ihnen haben nicht einmal die Grundschule beendet, weil sie es vorzogen, zusammen mit den Raspachines zur Kokaernte zu gehen. Huriday, 17 Jahre, ist einer von den Kokapflückern. Mit 13 verließ er das elterliche Haus, um als ‘Raspachin’ zu arbeiten.

Jetzt allerdings, seitdem die kolumbianische Regierung den Kokaanbau in dieser Gegend verboten hat, ist seine Zukunft ungewiss. Er erwägt, es vielen anderen Kindern gleich zu tun und sich einer paramilitärischen Organisation anzuschließen, die in den Bergen patrouilliert, um die riesigen Kokafelder vor den Angriffen der Guerilla und der Armee zu schützen.

Miguel Angel, zwölf Jahre, lernt noch in der kleinen Schule lesen und schreiben. Seine älteren Brüder gehören bereits einem paramilitärischen Verband an. Was wird er später tun?

Lucenid, die Lehrerin, ist gerade erst im Dorf angekommen. Immer wieder fordert sie dazu auf, sich nicht auf die Gewalt einzulassen, die für die Kinder die einzige Zukunftsperspektive zu sein scheint.

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1 Kommentar zu “Kolumbien Dokumentation bei Arte”


  1. 1 André

    Hier nun noch mein Fazit zu diesem Dokumentarfilm:
    Der Film wird von starken Bildern geprägt, sehr schöne Aufnahmen von der Landschaft und den Menschen am Fuß der Sierra Nevada im Norden von Kolumbien. Der Film ist komplett unkommentiert und versucht durch die verschiedenen Szenen eine Geschichte zu erzählen. Mir kam der Eindruck, dass die Geschichte aber schon vorher klar war: “Kinder wachsen in einer Gewaltspirale aus Guerilla, Paras und Kokain auf.”

    So richtig hat es dann nicht reingepasst, dass gerade während der Dreharbeiten sich die Paras der Region entmilitarisiert haben und das die Lehrerin sich ohne den Schutz der Paras von der Guerilla bedroht fühlte. Also hat man es einfach so stehen gelassen und in den nächsten Szenen weiter mit der “Gewaltspirale” gearbeitet. Schade, so hätte der Film doch etwas anderes zeigen können, stattdessen hat sich der Autor lieber auf das bewährte Klischee beschränkt.

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