Kolumbien auf der Fitur-Tourismusmesse in Madrid

Kolumbien ist auch dieses Jahr mit einem 160 qm grossen Stand auf der diesjaehrigen Tourismusmesse Fitur in Madrid vertreten. Diese Messe zaehlt zu den groessten Tourismusmessen weltweit und gilt als wichtigste dieser Art in den spanischsprechenden Laendern. Das besondere dieses Jahr: der Stand Kolumbiens wurde als bester der Messe ausgezeichnet, noch vor Jordanien und Andorra. Und weitere Zahlen belegen, dass sich Kolumbien langsam aber sicher einen Namen als eines der vielseitigsten Reiselaender dieser Erde macht. Zuwachszahlen von 14% im letzen Jahr sind wohl einmalig, nicht ohne Grund wird die diesjaehrige Versammlung der OMT (Organizacion Mundial de Turismo) in Cartagena veranstaltet.

(Nachfolgend noch ein Interview von W-Radio mit Francisco Santos (dem kolumbianischen Vizepräsidenten): [audio:santos-fitur.mp3]

5 Kommentare zu “Kolumbien auf der Fitur-Tourismusmesse in Madrid”


  1. 1 Antonio

    Super. Hoffentlich präsentiert sich Kolumbien mit mehr als nur Sand, Sonne, Meer, Karibik. Dann hat es nämlich keine Chance im Vergleich mit den etablierten Destinationen, Cancún, Bahamas, Isla Margarita, Puerto Rico etc. Leider scheinen die Kolumbianer noch nicht so recht zu sehen, dass die Stärken dieses Landes in der Kombination liegt.

    Als Kolumbianer befürchte ich, dass der Fokus auf dei Karibik und Cartagena nur über den Preis geht und wir dadurch den Touristen holen, denn wir nicht wollen: Billig, Bier, Sonnenbrand und junge Knaben und Mädels zur sexuellen Freude. So wird das Land kaputt gemacht und so werden finanziell schwachgestellte Menschen, wie viele Cartageneros, auch um ihren Stolz gebracht.

    Schon heute sieht man Mütter und Töchter am Flughafen oder der Hafenanlage stehen wenn die Billig Turis kommen und hoffen, dass der nette Mann aus Europa die Tochter schön findet und nach Europa mit nimmt. Und wenn nicht, dann wird er die Familie des Mädchen wenigstens zum guten Abendessen einladen.

    Tourismus Du kannst so grausam sein!

  2. 2 André

    Hallo zusammen,

    ich befürchte dasselbe wie Antonio, ich habe letztens ein Interview mit Franscico Santos gehört, darin beschreibt er leider, dass er den Schwerpunkt auf Playa y Sol legt, das Interview habe ich oben im Artikel nun eingefügt (da ich im Kommentar keine Audiodateien einbinden kann).

    Hier noch ein Link auf die Zusammenfassung vom El Tiempo zur Messe: FITUR Artikel El Tiempo

    Super ist auf alle Fälle, dass Kolumbien Präsenz zeigt und nach Jahren auch mal wieder auf die ITB geht. Ich suche derzeit noch das Gespräch mit Nubia Stella Martinez, der Tourimus-Chefin bei Pro-Export um meine Ideen, wie man den Tourismus in Kolumbien fördern kann mir ihr zu teilen. Leider kam es bislang zu dem gespräch noch nicht.

    Viele Grüße,

    Andre

  3. 3 Torsten

    Danke Antonio und auch Dir Andre fuer die beiden Kommentare. Die Gefahr besteht, keine Frage. Aber es ist unter anderem auch unsere Arbeit (wir, die Reisebueros haben und mit Veranstaltern welteit arbeiten) das Land so vielseitig darzustellen, unter anderem mit unseren Angeboten, wie es ist und den Schwerpunkt von dem Billigbaetouristen weg hin zu Kultur, Archaeologie, Abenteuer und Erlebnisreisen. Obwohl Santos in diesem Interview den Eindruck gibt, hauptsaechlich auf Badetourismus zu setzen, habe ich doch von Proexport (, die sind fuer die Promotion Kolumbiens im Ausland zustaendig) und dem Tourismusministerium den Eindruck, dass die schon wissen, dass Kolumbien viel mehr ist und dies auch so weitergeben. Im ganzen Land gibt es zum Beispiel sogenannte “Posadas Indigenas”, also Eingeborenenunterkuenfte, die der Staat finanziell unterstuetzt und mitaufgebaut hat. Das Ziel ist, dass die Eingeborenen nicht nur sich und Ihre Kultur dem Gast zeigen koennen, sondern auch direkt finanziell etwas davon haben. Lieben Gruss/Torsten

  4. 4 Teque

    das ist ja interessant Torsten. Posadas Indigenas. Kann man da richtig bei echten Indianer übernachten. So ohne Klo und so, oder wie ist das? Das wäre ja echt der Hammer

  5. 5 Torsten

    Hi Teque, genau so ist, manche werden trotzdem eine Toilette haben, anderen wiederum nicht. Das ist echt authentisch, kein Luxus, dafuer ganz tolle Erlebnisse und Erfahrungen. Torsten

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