Als Reformist, erklärte sich neulich der Oberbürgermeister Bogotas, Luis Eduardo Garzón, 20 Tage vor seiner Amtsabgabe. Damit zeigte er die deutliche interne Trennung (oder Machtkampf?) in der linksorientierten Partei „Polo Democratico Alternativo“ (PDA) auf. Eine Trennung, die die Grundlagen der Linken im kolumbianischen Kontext tief berührt: Linksradikale, die eine gründliche Opposition gegenüber Uribes Regierung bzw. das System zeigen, aber nicht deutlich genug Abstand vom bewaffneten Kampf der Guerillagruppen nehmen. Linksreformisten, die auch eine kritische Einstellung gegenüber Uribes Politik zeigen, der bewaffnete Weg zur Machtaufnahme seitens der Guerilla (besonders der FARC) lehnen sie gründlich ab und streben nach Änderungen durch Mitregierung und Reformen.
Diese Meinungsunterschiede sind aber nicht erstaunlich.
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