FARC Unterstützung aus der Schweiz?

Francisco SantosVizepräsident Francisco Santos hat während seines Schweiz-Aufenthalts der Zeitung Le Temps bestätigt, dass nach seinen Informationen schweizer Organisationen die FARC-Guerilla unterstützt. Bereits vor einem halben Jahr hat er diesen Vorwurf erhoben und zwei konkrete Organisationen genannt.

Laut der Basler Zeitung äußert sich das Auswärtige Amt der Schweiz nicht zu den Vorwürfen. Im Gegensatz zur Europäischen Union betrachtet die Schweiz die Guerilla-Gruppe als keine Terrororganisation sondern als “eine Partei in einem internen Konflikt”.

Unterdessen erhält die Aussage Santos weiter Nahrung, da in einem Interview sich ein ranghoher FARC-Guerrillero sich zu erkennen gibt und angibt ein legales Visum für die Schweiz erhalten zu haben (Quelle espace.ch).

In Kolumbien wächst derweil der Unmut über den kolumbianischen Vizepräsidenten. Gestern hatte er noch behauptet, dass der Führer der Oppostion Carlos Gaviria eine Friedenslösung mit der zweiten großen Guerillagruppe ELN, verhindern wollte. Nachdem die anderen Parteien, die dem Friedengespräch angehörten jedoch alle das Gegenteil behaupten, musste Santos kleinlaut beigeben und entschuldigte sich mit einem öffentlichen Brief bei Gaviria.

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3 Kommentare zu “FARC Unterstützung aus der Schweiz?”


  1. 1 Teque

    Das ist bezeichnend für die kolumbianische Diplomatie. Die FARC macht, vor allem in Europa eine erfolgreichere PR-Arbeit. Der kolumbianusche Staat, vertreten durch seine Botschaften leistet so gut wie keine Öffentlichkeitsarbeit und wundert sich, dass es über das Land vor allem das Bild und die Informationen der FARC gibt. Wenn dann ein hoher Staatsbeamter in Europa zu besuch ist, wird auf alles eingedroschen was links der Mitte ist. Als könnte Polemik an einem Tag über Jahre nicht geleistete Arbeit ersetzen. Der kolumbianische Staat und seine Diplomaten sollten sich mal an die eigene Nase fassen und fragen warum die FARC so ein Bild in Europa hat, anstatt der Welt vor zu werfen, sie hätte keine Ahnung.

  2. 2 Bischi

    Die Haltung der Schweiz ist bezeichnend für ihre Politik: “eine Partei in einem internen Konflikt”… Die FARC schreckt weder vor der Rekrutierung von Kindersoldaten, noch vor Drogenhandel zurück, Selbstgebastelte Personenminen verstümmeln jährlich über 700 Menschen und die Munition wird mit Gift versehen, um selbst bei einem an sich nicht tödlichen Schuss, den Verwundeten, drastisch gesagt, verrecken zu lassen. Weder al-Qaida noch die Abu Sayyaf gehen so vor und stehen ganz oben auf der Liste der Terrororganisationen. So eine Organisation eine Partei zu nennen kommt höhnischem Spott den Opfern dieses Krieges gleich. Das Auswärtige Amt hat wieder einmal völlig versagt!

  3. 3 ...

    STFU

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