In eigener Sache: wir hoffen auf euer Verständnis, dass wir die letzten Wochen aufgrund von Faulheit Urlaub nicht aktive waren. Wir machen nun wieder im gewohnten Tempo weiter.
Kolumbien-Kenner kennen sie: die kreativen Namensgebungen in Kolumbien. Es gibt keine Vorschriften, die der Namensgebung des Nachwuchses einschränken. Auffällig ist zum Beispiel, dass an der Karibikküste einige viele Kinder “Usnavi” heißen. Solltet ihr in Facebook sein, sucht einfachnach “Usnavi” in Kolumbien … Ich überlasse dem ersten Kommentatoren aufzuklären, woher dieser Name kommt …
In 20 Jahren wird eine Facebook Suche nach “Barack”, “Obama” oder gar “Barack Obama” auch einige Ergebnisse bringen. Über das erste Kind mit diesem Namen berichtet El Pais. ” Michel Barack Obama Sandoval Fajardo” heißt der kleine Caleño. Dabei wussten die Eltern gar nicht, wer der Namensgeber ist. Sie hörten in den letzten Wochen immer wieder den Namen “Barack Obama” fanden diesen ansprechend und entschieden sowohl den Vor- und Nachnamen des neuen US-Präsidenten dem Kleinen als Vornamen mit auf den Weg zu geben…

Hallo Ihr Macher vom Kolumbien-Blog,
als erstes: schoen, dass Ihr endlich wieder da seid!!! Wussten wir es doch, dass dringende Termine & Aufgaben Euch verhindert haben und nicht etwa Faulheit…
Und das mit Usnavi koennen wir so gleich aufloesen! Dieser Name ist uns bereits in Costa Rica begegnet, haben sich doch dort die Marines fuer einige Zeit eingenistet und ein paar recuerdos hinterlassen. Damals wurden ca. 9 Monate spaeter ein paar Buben und 9 Maedels geboren. Diese haben die Muetter nach dem Schiff, welches im Hafen lag, benannt: US Navy…
Wir freuen uns auf mehr News aus Kolumbien und kommen auch bald wieder zurueck.
Gruesse aus Cafayate, Argentinien Igel & Paola & Rambo
Die Namensgebung hier in Kolumbien kennt wirklich keine Grenzen. Weitere amüsante Vornamen sind unter anderem auch: Email, Onedollar (gesprochen: ohnedojar – Ursprung dürfte wohl sehr ähnlicher Herkunft sein wie die des armen Usnavi – dieser existiert übrigens auch mit einem “y” am Ende) oder auch Hellman de Jesus (ohne Worte) oder Leidy (wohl in gutem Gedenken an unsere Königin der Herzen). Erquickend auch diverse Schreibweisen allgemein bekannter US-amerikanischer Namen wie: Jheison (Jason), Jhon (John), Bairon (Byron), Yeny (Jenny) – der kolumbianischen Kreativität sind wirklich keine Grenzen gesetzt.
Doch auch die deutschen Lande sind nicht von übermutiger Kreativität gefeit – Ich erinnere mich noch gut an den Fall in Deutschland, als eine Familie (wir wollen nicht näher erötern aus welchem Landstrich sie stammte) ihr Neugeborenes “Pumuckl” nennen wollte. Wäre sicher ein fortwährend “erfreuliches” Erlebnis für den Herren gewesen sich in gehobene Alter vorstellen zu müssen… Kann man da nicht von Glück sprechen, dass es in der deutschen Heimat noch eine Institution gibt, die diese armen Geschöpfe vor einem lebenslangen Trauma bewahrt und in solchen abstrusen Fällen der Namensgebung einschreitet?! – Gut das der Kolumbianer in diesen Fällen sehr schmerzfrei ist und seinen Namen (welchen auch immer) von Gott gegeben annimmt und mit Stolz trägt.
Daniel