Das kam noch schneller als die größten Pessimisten geahnt hätten. Alvaro Uribe dankte Chavez für die geleisteten Dienste und entband ihn seiner Funktionen als Vermittler in der Geiselfrage.
Offiziell wird die Entscheidung damit begründet, dass Chavez an Uribe vorbei mit der höchsten Führungsstufe des kolumbianischen Militärs telefoniert hatte. Uriba hatte vor einer Woche Chavez darauf aufmerksam gemacht, dass er es nicht wünsche, dass Chavez eigenmächtig das kolumbianische Militär beanspruche.
Obwohl es keine Mitteilungen darüber gibt, wie es nun mit den angekündigten baldigen Verhandlungsbeginn gehen soll, darf diese Entscheidung Uribes wohl als das Scheitern der von Chavez in Aussicht gestellten Möglichkeiten gelten.
Wahrscheinlich ist auch, dass Chavez nun Uribe in aller Öffentlichkeit angreifen wird. Somit hätte Uribe dann noch ein diplomatisches Problem am Hals.
Die FARC kann sich erst einmal freuen. Nun wird keiner mehr nach der Ernsthaftigkeit ihres Vehandlungswillen fragen. Für die Öffentlichkeit wird nun Uribe der Buhmann sein.
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Uribe war gar nicht an der Loesung des Geiseldramas gelegen,zu sehr
lebt er doch davon und kann sich immer wieder neu daran erwaermen
um so von anderen wichtigen Themen abzulenken (bspw. gerechte
Bestrafung und komplette Aufloesung der AUC)
Er sieht Ingrid Betancourt lieber in Gefangenschaft als zurueck in
Bogota wo sie ihm Argumenten gefaehrlich werden koennte.