Tag-Archiv für 'Webseiten der Autoren'

Verwirrendes Straßenschild bei Medellin


Dieses Schild wollte euch nicht vorenthalten. Letztes Wochenende ging es nach Santa Fe de Antioquia. Verwirrender geht es kaum ;-)

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Ingrid wirklich in Freiheit

So wie ich saß während der letzten eineinhalb Stunden wohl ganz Kolumbien vor dem Fernseher um die ersten Bilder Ingrids in Freiheit zu sehen. Bilder, die die fast unglaubliche Nachricht ihrer Befreiung fassbar machen. Kein Märchen: Sie ist frei und ihr Gesundheitszustand ist erstaunlich gut. Mit ihr sind auch die drei amerikanischen Geiseln und 11 Angehörige der kolumbianischen Streitkräfte befreit worden.

Die Befreiung selbst, in manchen ausländischen Medien fälschlich als Kampfhandlung dargestellt, ist ein wahrer Streich der Streitkräfte gewesen, nach einem Drehbuch das einem James Bond Filmes würdig wäre.
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Ingrid Betancourt frei

Ingrid Betancourt
Unfassbar! Während ich diese Zeilen schreibe, erklärt Kolumbiens Außenminister Santos, dass 15 Geiseln befreit worden seien. Unter ihnen Ingrid Betancourt und die drei amerikanischen Staatsbürger! Sollte das sein? Kann das sein? Zu lange warten wir schon auf die Freiheit der Geiseln. Es fehlen noch viele, aber gerade Ingrid war zur Symbolfigur geworden und viele sahen sie als diejenige, die wegen ihrer politischen Bedeutung als letzte frei kommen würde. Die Möglichkeit, dass über ihren Tod während der Geisel-Haft berichtet werden würde, war uns allen stärker vor Augen, als über ihre Freiheit zu lesen.

Es ist im Augenblick unmöglich, auf die Seiten des El Tiempo oder anderen Medien zu kommen und uns die Meldung, die fast zu schön ist um wahr zu sein, schriftlich bestätigen zu lassen. Viele Fragen kommen auf, vor allem da es sich um eine militärische Aktion zu handeln scheint. Sobald wir mehr wissen, werden wir darüber berichten. Im Moment “nur” dies: Ingrid ist frei!

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Amtsschimmel a la Colombia

Sie gehören zum Straßenbild dazu: Die Verkäufer und Bettler an den großen Ampelkreuzungen in Bogota. Es gibt kaum etwas, was man während einer roten Ampelphase nicht kaufen könnte; Autofahrer werden daran erinnert, dass Kolumbien ein Land mit einer riesigen Zahl an “Inlandsflüchtlingen” ist. Während auf Grün gewartet wird, spielt sich ein wahres Panoptikum ab: Junge Artisten bilden menschliche Pyramiden und jonglieren mit Fackeln; eine Mutter trägt ihr Kind zwischen den Autos auf dem Rücken und dem Karton vor ihrer Brust entnimmt der Leser, dass sie und ihre Familie vor dem Bürgerkrieg in die Stadt geflohen sind. “Maní, Maní”, - “Erdnüsse, Erdnüsse” preisen Verkäufer ihre Ware an, gehen von Auto zu Auto, halten Plastik-Schmetterlinge, Schnürsenkel, Raubkopien der neuesten Hollywood-Werke, Englisch-Sprachkurse, Kalender und vieles mehr an die Autoscheiben.

An einer Ampel zu warten ist in Bogota selten langweilig, für den Beobachter spielt sich ein großer Teil der kolumbianischen Gegenwart hier ab.
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Fussball-WM Qualifikation fuer Suedafrika 2010

Federacion Colombiana de FutbolWaehrend in der Schweiz und Oesterreich die Fussball-Europameisterschaft laeuft, wurde in Suedamerika am Wochenende der 5. Spieltag der WM-Qualifikation gespielt. Wir erinnern uns, Kolumbien ist mit 2 Siegen - unter anderem gegen Argentinien – und 2 Unentschieden hervorragend gestartet. Am Sonntag stand das schwierige Spiel in Lima gegen Peru auf dem Programm. Ein schwieriger Gegner, zumal Peru mit nur 3 Punkten aus den bisherigen 4 Spielen unbedingt gewinnen musste. Kolumbien begann gut und die spielerische Ueberlegenheit fuehrte in der 7. Minute zur 1:0 Fuehrung durch Hugo Rodallega, der eine schlechte Abwehr des peruanischen Torwarts aus kurzer Distanz zur kolumbianischen Fuehrung nuetzte. Nachdem weitere gute Gelegenheiten nicht genutzt warden konnten, gelang Peru 6 Minute vor Ende der ersten Halbzeit der Ausgleich. Nach einer schoenen Kombination stolperten zwei Kolumbianer an einer flachen Rechtsflanke vorbei, und musste noch nur einschieben. In der zweiten Haelfte wandte sich das Bild. Peru wurde staerker und Kolumbien brachte das peruanischen Tor nur noch ein wenige Male durch Konter in Gefahr. Mit viel Glueck wurde das Unentschieden ueber die Zeit gerettet. Kolumbien steht nun mit 10 Punkten aus 5 Spielen auf einem hervorragenden 3. Platz noch vor Brasilien, das beim souveraen fuehrenden Paraguay mit 2:0 verlor. Diesen Mittwoch steht das zweite schwere Auswaertsspiel auf dem Programm, wenn das kolumbianische Team in der ekuatorianischen Hauptstadt Quito auf 2800m Hoehe gegen Ekuador antritt.

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Kolumbien Nachrichtensplitter

Der letzte Nachrichtensplitter ist schon einige Zeit her, von daher hat sich einiges angesammelt:

Farc will Betancourt freilassen?
Laut Regierung ist durch den Tod von Marulanda die Möglichkeit geschaffen, dass Betancourt freigelassen wird, die tagesschau.de nimmt das Thema auf.

Piedad Cordoba wehrt sich per Youtube
Die umstrittene Piedad Cordoba ist letzte Woche wieder in die Schlagzeilen geraten. Nach der “Parapolitica” ermittelt nun die kolumbianische Staatsanwaltschaft auch über die Verbindungen von FARC zu Politikern. Promintestes Opfer: Piedad Cordoba. Sie wehrt sich per Videobotschaft auf youtube. Interessanterweise nennt sie das ganze eine “Cortina de humo”, das Vokubaler kenne ich bislang nur von einer anderen Gruppierung. (spanisch)
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Tirofijo - Manuel Marulanda ist tot

Soeben (um 17:30 Ortszeit) hat die kolumbianische Regierung den Tod von Manuel Marulanda, besser bekannt als Tirfijo, bekannt gegeben. Manuel Marulanda ist der Gründer der FARC und nach wie vor der Führer der Guerilla Organisation. Nachdem letzte Woche erst die Kommandateurin der 47. Front - Karina - aufgeben hatte und die Nummer zwei der FARC, Raúl Reyes am 01. März gefallen war ist der Tod Tirofijos ein weiterer Schlag für die Guerilla Organisation. Laut der Regierung ist Tirofijo am 26. März 2008 gestorben, zur Todesursache wurden keine Angaben gemacht, zuvor gab es Gerüchte, dass Tirofijo unter Krebs leidet. Eine Reaktion oder Bestätigung von Seiten der Guerilla gab es noch nicht.

Weiteres unter semana.com:

tirofijo

Update: Die Farc hat mittlerweile den Tod ihres Gründers bestätigt:

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Merkel sieht Uribes Politik positiv

Die Bundeskanzlerin erfüllte sich ihre eigene Erwartung, Kolumbiens Realität nicht über Schlagzeilen und distanzierten diplomatischen Berichten sondern aus erster Hand näher zu kommen. Die Bilanz ihrer vielen Treffen mit kolumbianischen Gesprächspartnern stellt die von der Regierung Uribe erzielten Fortschritte hervor.
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Reyes Computer nicht manipuliert

Zur Zeit überreicht der Generalsekretär des Interpol die Ergebnisse der Untersuchung der Computer, die Besitzt des gefallenen FARC-Führer Raul Reyes gewesen sein sollen. Nach einer längeren Erklärung, wie es dazu kam, dass Interpol den Auftrag zur Analyse der Geräte übernommen habe und wie sicher gestellt wurde, dass die Interpol-Prüfer die Inhalte der Dokumente nicht bewerten konnten und daher auch nicht beeinflussen werden würden, erklärte er, dass die einzige Aufgabe der Interpol darin bestanden habe, fest zu stellen, ob die Computer manipuliert wurden. Diese Manipulation könnte durch nachträgliche Entfernung oder Hinzufügung (nach dem 01.03.08) von Dokumente oder Veränderung der Dokumente gegeben sein. Es war nicht Aufgabe des Interpol den Inhalt der Dokumente zu bewerten.

Das Ergebnis der Untersuchung stellt fest, dass der Inhalt der Speicher nicht manipuliert wurde. Einzige Manipulation am Computer fand statt, als die kolumbianischen Behörden den Inhalt der Computer herunter luden.
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Justicia y Paz: Gescheitert oder Neu-Orientierung?

Nach der Auslieferung des Para-Führers “Macaco” an die Justiz der USA, folgten gestern (13.05.08) in den frühen Morgenstunden weitere 14 Chefs der ehemaligen rechten Terrorgruppe AUC in die Vereinigten Staaten von Amerika. Damit überraschte die kolumbianische Regierung nicht nur die Öffentlichkeit, sondern die Ausgelieferten selbst, die in der Nacht aus ihrem Schlaf gerissen und benachrichtigt wurden, dass ihre Ausreise in USA bestimmt worden sei und sie nach einem kurzen Anruf bei ihren Familien auf zu brechen hätten. Damit ist fast die gesamte Führung der AUCs in den USA.

Seit dem fragt sich Kolumbien: Ist Justicia y Paz gescheitert? Was wird aus der Reparation der Opfer? Wie geht es mit der Para-Politik weiter?

Gestern gab Alvaro Uribe eine Erklärung (spanisch) seiner Entscheidung ab.
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