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	<title>Comments on: Universitäten bis auf weiteres geschlossen</title>
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	<description>Aktuelle Kolumbien Nachrichten, Reportagen, Fotos und Reiseberichte aus Kolumbien!</description>
	<pubDate>Sat, 11 Oct 2008 23:49:20 +0000</pubDate>
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		<title>By: Miguel</title>
		<link>http://www.kolumbien-blog.com/kultur/universitaeten-auf-unbestimmte-zeit-geschlossen#comment-1322</link>
		<dc:creator>Miguel</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 May 2007 15:38:55 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Erik, hallo Diana,

erst einmal danke Erik für diesen Insider Bericht. Es ist wichtig die Situation mit den Augen der betroffenen zu sehen. 

Ich denke wir sind uns alle einig, Erziehung und die Mittel dafür zu priorätisieren. Kolumbien hat da eine große Bringschuld, schon seit Jahren. Mein Vater war Profesor an der Universidad Nacional und der Pedagogica und obwohl jemand der auch für die Max-Plank-Gesellschaft in Deutschland geforscht hat, nicht in der Lage von den Professoren Gehälter alleine zu leben. Dies war in den 60er und 70er Jahren, Zeiten in denen die Unis noch relativ gut standen. Die Gehälter waren nicht besonders, aber wurden pünktlich ausgezahlt. Mein Vater erzählte mir auch von seinem Leben als Student der Universidad Nacional und dass er ein Zimmer in den Studentenwohnheimen hatte. Damals hatten sie sogar einen "Butler", der die Zimmer und das Frühstück machte. Das war in den 50er Jahren.

Ich erzähle Euch das, um eine Perspektive in die Sache zu bringen. Die finanzielle Lage der Schulen und Unis hat sich über die Jahre verschlechtert. Heute müssen viele Lehrer und Professoren auf ihre Gehälter warten oder um ihre Rente Schlange stehen. Das alles sind Probleme, die u.a. durch falsche Planung vor Jahrzehnten zu verantworten sind. Ein Staat wie Kolumbien, dessen Haushalte nicht groß sind und vor einem riesigen Berg an Aufgaben im Bereich Erziehung, Soziales, Gesundheit und Sicherheit zu bewältigen hat, kann keine Traumschlösser bauen. Dass macht die Regierung Uribes klar, manchmal zu klar für meinen Geschmack. 

Ich verstehe die Befürchtungen der Studenten, aber ich weiß auch nicht woher die gewünschten Mittel kommen sollen. Wenn ein "reicher Sozialstaat" wie Deutschland, sich nicht in der Lage sieht, freien Zugang zu den Unis zu garantieren, kann ich einen armen Staat wie Kolumbien nicht vorwerfen, dass er versucht mit knappen Mitteln Einrichtungen wie die Universidades Nacionales aufrecht zu halten und auf Eigenverantwortung der Uni-Verwaltungen setzt, auch wenn es nur 3 Prozent sind.

Die Uni-Atlantico war schon vor in Kraft treten dieses Gesetzes Pleite. Dies ist ein Teil des Problems. Dem Gesetz wird die Schuld gegeben für das, was lange zurück und nun offen vor Augen liegt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Erik, hallo Diana,</p>
<p>erst einmal danke Erik für diesen Insider Bericht. Es ist wichtig die Situation mit den Augen der betroffenen zu sehen. </p>
<p>Ich denke wir sind uns alle einig, Erziehung und die Mittel dafür zu priorätisieren. Kolumbien hat da eine große Bringschuld, schon seit Jahren. Mein Vater war Profesor an der Universidad Nacional und der Pedagogica und obwohl jemand der auch für die Max-Plank-Gesellschaft in Deutschland geforscht hat, nicht in der Lage von den Professoren Gehälter alleine zu leben. Dies war in den 60er und 70er Jahren, Zeiten in denen die Unis noch relativ gut standen. Die Gehälter waren nicht besonders, aber wurden pünktlich ausgezahlt. Mein Vater erzählte mir auch von seinem Leben als Student der Universidad Nacional und dass er ein Zimmer in den Studentenwohnheimen hatte. Damals hatten sie sogar einen &#8220;Butler&#8221;, der die Zimmer und das Frühstück machte. Das war in den 50er Jahren.</p>
<p>Ich erzähle Euch das, um eine Perspektive in die Sache zu bringen. Die finanzielle Lage der Schulen und Unis hat sich über die Jahre verschlechtert. Heute müssen viele Lehrer und Professoren auf ihre Gehälter warten oder um ihre Rente Schlange stehen. Das alles sind Probleme, die u.a. durch falsche Planung vor Jahrzehnten zu verantworten sind. Ein Staat wie Kolumbien, dessen Haushalte nicht groß sind und vor einem riesigen Berg an Aufgaben im Bereich Erziehung, Soziales, Gesundheit und Sicherheit zu bewältigen hat, kann keine Traumschlösser bauen. Dass macht die Regierung Uribes klar, manchmal zu klar für meinen Geschmack. </p>
<p>Ich verstehe die Befürchtungen der Studenten, aber ich weiß auch nicht woher die gewünschten Mittel kommen sollen. Wenn ein &#8220;reicher Sozialstaat&#8221; wie Deutschland, sich nicht in der Lage sieht, freien Zugang zu den Unis zu garantieren, kann ich einen armen Staat wie Kolumbien nicht vorwerfen, dass er versucht mit knappen Mitteln Einrichtungen wie die Universidades Nacionales aufrecht zu halten und auf Eigenverantwortung der Uni-Verwaltungen setzt, auch wenn es nur 3 Prozent sind.</p>
<p>Die Uni-Atlantico war schon vor in Kraft treten dieses Gesetzes Pleite. Dies ist ein Teil des Problems. Dem Gesetz wird die Schuld gegeben für das, was lange zurück und nun offen vor Augen liegt.</p>
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		<title>By: Diana Engel</title>
		<link>http://www.kolumbien-blog.com/kultur/universitaeten-auf-unbestimmte-zeit-geschlossen#comment-1236</link>
		<dc:creator>Diana Engel</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 May 2007 02:26:26 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Erik,

schön soetwas im Netz gefunden zu haben, was mich sofort animiert auch meinen Senf dazuzugeben...
Ist eigentlich nur eine kleine Präzisierung:
Die Studierenden der Nationaluni bezahlen auch jetzt schon Immatrikulationsgebühren bzw. Semesterbeiträge und zwar abhängig vom Einkommen/Besitztümern ihrer Eltern. Das heißt die armen der Ärmsten können schon für wenige tausend Pesos im Semster studieren und die besser Betuchten müssen auch schon mal mehrere Milionen auf den Tisch legen. (Habe leider keine konkreten Zahlen, das nur so im Laufe der Zeit am Rande mitgekriegt). GErade deswegen ist die Nationaluni eine der wenigen Orte, wo sich junge Menschen der ärmeren Bevölkerngskreise ein Studium (zur Zeit noch) leisten können. Finde ich eine ganz soziale Idee, die sicher auch Pate zur Lösung der deutschen Studienbegührenstreitigkeiten stehen könnte. 
Was den P.N.D. betrifft, müssten u.a. diese bisher anfallenden Gebühren dann bis um das dreifache angehoben werden, damit die Uni nicht pleite geht, so wie es an der Uni Atlantico schon geschehen ist. DAvor haben vor allem die Studies Angst und ziehen damit am selben Strang wie Leitung, Lehrpersonal und Angestellte.

Viele Grüße aus der Deutschabteilung,
Diana</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Erik,</p>
<p>schön soetwas im Netz gefunden zu haben, was mich sofort animiert auch meinen Senf dazuzugeben&#8230;<br />
Ist eigentlich nur eine kleine Präzisierung:<br />
Die Studierenden der Nationaluni bezahlen auch jetzt schon Immatrikulationsgebühren bzw. Semesterbeiträge und zwar abhängig vom Einkommen/Besitztümern ihrer Eltern. Das heißt die armen der Ärmsten können schon für wenige tausend Pesos im Semster studieren und die besser Betuchten müssen auch schon mal mehrere Milionen auf den Tisch legen. (Habe leider keine konkreten Zahlen, das nur so im Laufe der Zeit am Rande mitgekriegt). GErade deswegen ist die Nationaluni eine der wenigen Orte, wo sich junge Menschen der ärmeren Bevölkerngskreise ein Studium (zur Zeit noch) leisten können. Finde ich eine ganz soziale Idee, die sicher auch Pate zur Lösung der deutschen Studienbegührenstreitigkeiten stehen könnte.<br />
Was den P.N.D. betrifft, müssten u.a. diese bisher anfallenden Gebühren dann bis um das dreifache angehoben werden, damit die Uni nicht pleite geht, so wie es an der Uni Atlantico schon geschehen ist. DAvor haben vor allem die Studies Angst und ziehen damit am selben Strang wie Leitung, Lehrpersonal und Angestellte.</p>
<p>Viele Grüße aus der Deutschabteilung,<br />
Diana</p>
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