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	<title>Kolumbien Blog &#187; Wirtschaft</title>
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	<description>Aktuelle Kolumbien Nachrichten, Reportagen, Fotos und Reiseberichte aus Kolumbien!</description>
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		<title>Wissenschaft und Forschung im kolumbianischen Staatshaushalt</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Sep 2008 13:33:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nora</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumbien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Zurzeit befindet sich ein neuer Gesetzesvorschlag zu Wissenschaft und Forschung in den Mühlen der kolumbianischen Legislative. Der Entwurf sieht vor, die Rolle von Wissenschaft, Forschung und Technologie zu stärken, im einzelnen sollen Geldmittel erhöht und die Entscheidungsgewalt des Kolumbianischen Instituts Francisco José de Caldas für wissenschaftliche und technologische Entwicklung (Colciencias) ausgeweitet werden. Die Entwurfsautoren wünschen [...]<p>a</p>
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			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Zurzeit befindet sich ein neuer Gesetzesvorschlag zu Wissenschaft und Forschung in den Mühlen der kolumbianischen Legislative. Der Entwurf sieht vor, die Rolle von Wissenschaft, Forschung und Technologie zu stärken, im einzelnen sollen Geldmittel erhöht und die Entscheidungsgewalt des Kolumbianischen Instituts Francisco José de Caldas für wissenschaftliche und technologische Entwicklung (<em>Colciencias</em>) ausgeweitet werden. Die Entwurfsautoren wünschen sich für <em>Colciencias</em>, einer öffentlichen Einrichtung, die dem nationalen Planungsbüro untersteht und ein wichtiger Akteur auf dem Gebiet Wissenschaft und Forschung ist, die Hochstufung zur leitenden Institution auf nationaler Ebene. Dies würde bedeuten, dass das Institut die Bereiche Wissenschaft, Technologie und Innovation nicht nur politisch leitet, sondern auch seine finanzielle Ressourcen eigenständig verwaltet und fast, wenn nicht vollkommen, unabhängig von anderen Institutionen desselben Sektors agiert. Weiterhin fordert der Gesetzesvorschlag, dass das Budget für Wissenschaft, Technologie und Innovation bis zum Jahr 2010 von 0,37 % auf 1 % des Bruttoinlands- produkts Kolumbiens angehoben wird.</span></p>

<p class="MsoNormal"><span id="more-561"></span></p>

<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"> </span></p>

<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Es ist fraglich, ob der Entwurf es durch die gesetzgebenden Instanzen schaffen wird. </span><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Zwar wurde er kürzlich (19.08.08) von der Repräsentanten- kammer des kolumbianischen Kongresses bestätigt, dies jedoch stellt erst den ersten Schritt auf dem Weg zur Rechtskräftigkeit dar. Nun muss der Vorschlag dem Senat vorgestellt und, wenn dieser annimmt, vom Präsidenten unterzeichnet werden. Die Gesetzesautoren erhoffen sich die erfolgreiche Bewältigung des Prozesses noch bis zum Dezember diesen Jahres; angesichts der bisherigen Anstrengungen der betreffenden Entscheidungsträger lassen sich die Erfolgsaussichten jedoch kritisch beurteilen. Laut dem Privaten Wettbewerbsrat (<a title="Website Consejo Privado de Competitividad" href="http://www.compite.ws" target="_blank"><em>Consejo Privado de Competitividad</em></a>), einer Organisation bestehend aus kolumbianischen Unternehmen und Universitäten, investiert Kolumbien trotz gegenteiliger Vorsätze der Regierung noch immer zu wenig Geldmittel in die Wissenschaft, Forschung und Technologieentwicklung (Quelle: <a title="Nationaler Wettbewerbsfähigkeitsbericht 2007 des Consejo Privado de Competitividad " href="http://www.compite.ws/spccompite/content/page.aspx?ID=114" target="_blank">Nationaler Wettbewerbsfähigkeitsbericht 2007 des Privaten Wettbewerbsrat</a>). </span></p>

<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"> </span></p>

<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Was meint ihr: Wird das Gesetz von Senat und Präsident angenommen und erfolgreich in Kraft gesetzt werden? Und wenn ja, wird das, was geschrieben steht (fast eine Verdreifachung des Budgets für Wissenschaft, Technologie und Innovation schon in 2010) tatsächlich umgesetzt werden? Oder kommen die hohen Ambitionen gegen die aktuell am Hebel sitzenden, anderweitig interessierten Politikmacher nicht an? </span></p>
<p>a</p>
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		<title>Nahrungssicherheit  in einem Tresor?</title>
		<link>http://www.kolumbien-blog.com/reisen/nahrungssicherheit-kolumbien</link>
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		<pubDate>Fri, 08 Feb 2008 17:54:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria Angela</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumbien Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[indianische Völker]]></category>
		<category><![CDATA[Nahrungssicherheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Mehr als die Hälfte der Samen, die in den letzten 40 Jahren im Internationalen Zentrum für tropische Landwirtschaft (CIAT) in Palmira, Kolumbien, aufbewahrt waren, werden demnächst nach Longyearbyen, einer Insel des Archipels Svalbard in Norwegen geschickt. Sie entsprechen einem Teil des Sicherheitsvorrats für zukünftige Generationen, der in einem Tresor für die Menschheit aufbewahrt wird. Maniok, [...]<p>a</p>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.kolumbien-blog.com/wp-content/uploads/2008/02/14.jpg" rel="lightbox[pics433]" title="Die Vielfalt von Maiskolben, indianische Kinder im Norden Kolumbiens"><img src="http://www.kolumbien-blog.com/wp-content/uploads/2008/02/14.thumbnail.jpg" width="150" height="96" alt="Die Vielfalt von Maiskolben, indianische Kinder im Norden Kolumbiens" class="imageframe" align="right" /></a>Mehr als die Hälfte der Samen, die in den letzten 40 Jahren im Internationalen Zentrum für tropische Landwirtschaft (CIAT) in Palmira, Kolumbien, aufbewahrt waren, werden demnächst nach Longyearbyen, einer Insel des Archipels Svalbard in Norwegen geschickt. Sie entsprechen einem Teil des Sicherheitsvorrats für zukünftige Generationen,  der in einem Tresor für die Menschheit aufbewahrt wird. </p>

<p>Maniok, rote Bohnen und Gräser  werden  10 Meter unter der Erde bei einer Temperatur von -18°C zusammen mit mehr als 200.000 verschiedenen tropischen Samen aus Afrika, Asien und Lateinamerika aufbewahrt, was die Nahrungsmittelproduktion der  Menschheit sicher stellen soll.<span id="more-433"></span><br />
Der Wert solcher aufbewahrten Samen  ist schon mehrmals  bewiesen worden, wie im Fall des Orkan Mitch, der 1998 die Bohnenproduktion in Honduras und Nicaragua vollständig ausrottete.  Den Bauern dieser Ländern wurden Samen aus Palmira geschickt.</p>

<p>Eine solche Maßnahme ist zweifellos wichtig angesichts der  immer häufiger auftretenden,  globalen,  negativen Folgen des Klimawandels, meiner Meinung nach jedoch ebenso widersprüchlich, wenn nicht lückenhaft.  </p>

<p>Einerseits, weil die Verbreitung von hybriden und genmanipulierten Samen fortgesetzt wird, andererseits, weil  nativen Völkern, die noch  eine Vielfalt von Samen benutzen und ihre natürliche Bewahrung  bzw. Mutationen sichern,  zum Verbrauch hybrider Samen durch globale Märkte und Agrarpolitik gezwungen werden bzw. ihre (und unsere?) <a href="http://www.kolumbien-blog.com/soziales/nahrungssicherheit-indianischer-voelker-in-gefahr">Nahrungssicherheit</a> und –selbstständigkeit gefährdet wird.<br />
Die Frage wäre dann, welche Lage wird erwartet, um die in Norwegen aufbewahrte Samen zu benutzen?</p>
<p>a</p>
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		<title>Der Mindestlohn, nur ein Armutsindikator</title>
		<link>http://www.kolumbien-blog.com/wirtschaft/mindestlohn-2008-kolumbien</link>
		<comments>http://www.kolumbien-blog.com/wirtschaft/mindestlohn-2008-kolumbien#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 02 Jan 2008 17:10:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria Angela</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitslosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumbien]]></category>
		<category><![CDATA[Mindestlohn]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Sicherheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Ab Jahr 2008 werden ungefähr 1,6 Millionen Kolumbianer ein monatliches Mindestlohn von $ 461.000 kolumbianische Pesos verdienen, das heisst US$ 242.6 (Wechselkurs U$ 1 = COL$ 1.900). Ein Mindestlohn, der von der Regierung zum zweiten mal für den privaten Sektor festgelegt wird, da sich Unternehmer und Gewerkschaftler für die Erhöhung desselben nicht einigen konnten. Der [...]<p>a</p>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ab Jahr 2008 werden ungefähr 1,6 Millionen Kolumbianer ein monatliches Mindestlohn von $ 461.000 kolumbianische Pesos verdienen, das heisst US$ 242.6 (Wechselkurs U$ 1 =  COL$ 1.900). Ein Mindestlohn, der von der Regierung zum zweiten mal für den privaten Sektor festgelegt wird, da sich  Unternehmer und Gewerkschaftler für die Erhöhung desselben nicht einigen konnten. Der Mindestlohn für den offiziellen Sektor wird spáter festgelegt;es richtet sich deutlich nach dem ersten.</p>

<p>Das Paradox dabei ist dass dieser Mindestlohn nie einmal für die Hälfte der „Canasta Familiar“ zu erwerben reicht, eine Liste von Gütern und Dienstleistungen, die nach offiziellen Rechnungen von einer Familie monatlich nachgefragt werden können und im Jahr 2007 U$ 484,21  entsprach.  Also, wenn in der Familie nicht mindestens zwei Personen arbeiten, liegen die Mitglieder zweifellos in Armut.<br />
<span id="more-405"></span>
Daher ist der festgelegte Mindestlohn nicht gerade eine Lösung gegen die Armut. Aber man muss zugeben, dass die Lage sich in den letzten Jahren verbessert hat und ein gewisses Gleichgewicht zwischen Mindestlohn und Inflation stattfindet. Die jetzige Erhöhung  von 6,4% soll wenigstens die projizierte Inflation für das Jahr 2008 entsprechen, was nach dem Staatsbank (Banco de la República) höchstens 4,5% sein wird.</p>

<p>1989 musste sich jeder Arbeiter damit abfinden, dass der neue Mindestlohn für die ersten drei Monate reichen würde. Die ungesprochene Norm war auf Kredit zu kaufen und sich auf die Prämie von Juni halten. Ende der 80er Jahren fand der Inflationsrekord in Kolumbien statt: 32,4%, während der Mindestlohn nur 26% erhöht wurde.</p>

<p>Seit dem findet eine allmähliche Reduzierung der Inflationsrate statt, die vor zehn Jahren zu 17,7%  erlangte, fast die Hälfte der vom Jahr 1989. Gleichzeitig war die Erhöhung des Mindestlohns mehr oder weniger grösser als die Inflation. Die Lage hatte sich zumindest in runden Zahlen geändert.</p>

<p>Aber andere Aspekte machen die ökomische Lage von einem grossenTeil der Kolumbianer deutlicher. Mehr als 5 Millionen Kolumbianer, etwa 56.6% der Arbeiter in den 13 wichtigsten Städten, sind im informellen Sektor tätig: Die Allesmacher vom „Rebusque“. Ihre soziale Sicherheit ist daher &#8220;unsicher&#8221;: Nicht einmal 15% von ihnen hat Recht auf Pension und ein wenig mehr als eine Million hat keine Gesundheitsversicherung. Besorgniserregend ist aber das 16,8% dieser informellen Arbeiter, ein Studium haben.</p>

<p>Offizielle Angaben zur Arbeitslosigkeit zeigen eine deutliche Verbesserung: nicht lange her hatte Kolumbien zwischen 18% und 21% Arbeitsloser; heute sind es nur ungefähr 9.4%. Dies darf aber nicht überschätzt werden, weil hier nicht die Arbeiter vom informellen Sektor gezählt werden.   Daher die Überraschung des Vorsitzenden vom Gewerkschaftsbund CGT, Julio Roberto Gómez: „Die Regierung lebt in einer garciamarquianischen Realität oder im Wunderland“, sagte er und berichtete wie grosse Unternehmen des Textiliensektors und der Blumenindustrie, neulich die Genehmigung für die Einstellung von mehr als 700 Arbeiter an die Regierung beeintragt hatten.</p>

<p>Angaben u.a. bei http://www.polodemocratico.net/Indigencia-y-salario-minimo?var_recherche=Salario%20Minimo</p>
<p>a</p>
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		<title>Nahrungssicherheit indianischer Völker in Gefahr</title>
		<link>http://www.kolumbien-blog.com/wirtschaft/nahrungssicherheit-indianischer-voelker-in-gefahr</link>
		<comments>http://www.kolumbien-blog.com/wirtschaft/nahrungssicherheit-indianischer-voelker-in-gefahr#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 15 Oct 2007 03:55:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria Angela</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Karibikkste & San Andres]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Nahrungssicherheit der dezimierten indianischen Völker und der Kleinbauern Kolumbiens werden von der Regierung ignoriert. Sie hat die Freisetzung von genetisch verändertem Mais in vier Departamenten des Landes genehmigt, obwohl das Umweltministerium das Genehmigungsverfahren für unzureichend erklärte. Weder die ökologischen noch die sozioökonomischen Aspekte, die im Cartagena Protokoll für biologische Sicherheit (auch von Kolumbien ratifiziert) [...]<p>a</p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.kolumbien-blog.com/wp-content/uploads/2007/10/21-copy_edited1.jpg" rel="lightbox[pics345]" title="Kinder vom Mais"><img src="http://www.kolumbien-blog.com/wp-content/uploads/2007/10/21-copy_edited1.jpg" width="98" height="128" alt="Kinder vom Mais" class="imageframe" align="right" /></a>Die Nahrungssicherheit der dezimierten indianischen Völker und der Kleinbauern Kolumbiens werden von der Regierung ignoriert. Sie hat die Freisetzung von genetisch verändertem Mais in vier Departamenten des Landes genehmigt, obwohl das Umweltministerium das Genehmigungsverfahren für unzureichend erklärte.  Weder die ökologischen noch die sozioökonomischen Aspekte, die im Cartagena Protokoll für biologische Sicherheit (auch von Kolumbien ratifiziert) geregelt werden, waren berücksichtigt.</p>

<p>Die Indianische Völker wie die Zenu (etwa 5.360 Familien), die sich als „Kinder vom Mais“ verstehen und im „Resguardo San Andres de Sotavento“  im nordwesten Kolumbiens leben, haben vor zwei Jahren ihr Land frei von genetisch verändertem Organismen erklärt.  Aber die  genehmigte Freisetzung von drei in Labors entwickelten Maissorten der Grosskonzernen Monsanto und Dupont werden auch gerade in der Nähe dieser indianischen Gebieten angebaut. 
<span id="more-345"></span>
Die karibische Region Kolumbiens ist einer der reichsten an Maissorten des Landes.
Nach Angaben der kolumbianischen Nichtregierungsorganisation „Semillas“, die die Regierungsentscheidung ohne Erfolg verklagte,  bauen die Zenu etwa 30 Maissorten an, die sie von ihren Vorfahren noch erhalten, als Strategie zur Nahrungssicherheit.   Das Problem ist, dass die Maissamen einen hohen Prozent an Hybridisierung haben, d.h. sich leicht  wilde mit angebauten Sorten vermischen, was auch mit den genetisch manipulierten Sorten passieren konnte. In einem solchen Fall ist die Nahrungssicherheit dieser Völker und der Kleinbauern unvermeidlich gefährdet.</p>
<p>a</p>
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		<title>Korruption: Kolumbien im internationalen Vergleich</title>
		<link>http://www.kolumbien-blog.com/politik/korruption-kolumbien</link>
		<comments>http://www.kolumbien-blog.com/politik/korruption-kolumbien#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 30 Sep 2007 19:02:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andre</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumbien]]></category>
		<category><![CDATA[Korruption]]></category>
		<category><![CDATA[Transparency International]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Organisation Transparency International gibt einmal im Jahr eine Liste mit einer Einstufung nach Korruption alle Länder heraus. Wo liegt Kolumbien im internationalen Vergleich? Der Index betrachtet den Grad der staatlichen Korruption in 180 Ländern und Gebieten. Bewertet werden die Länder auf einer Skala von 0 bis 10. 10 bedeutet sehr wenig Korruption, 0 sehr [...]<p>a</p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.kolumbien-blog.com/wp-content/uploads/2007/09/transperancy-international.jpg" rel="lightbox[pics-1191178143]" title="Transparency International"><img src="http://www.kolumbien-blog.com/wp-content/uploads/2007/09/transperancy-international.thumbnail.jpg" width="150" height="31" alt="Transparency International" class="imageframe" align="right" /></a>Die Organisation <a href="http://www.transparency.org/">Transparency International</a> gibt einmal im Jahr eine <a href="http://www.kolumbien-blog.com/wp-content/uploads/2007/09/transparency-international-2007.pdf" title="Transparency International">Liste mit einer Einstufung nach Korruption alle Länder</a> heraus. Wo liegt Kolumbien im internationalen Vergleich?</p>

<p>Der Index betrachtet den Grad der staatlichen Korruption in 180 Ländern und Gebieten. Bewertet werden die Länder auf einer Skala von 0 bis 10. 10 bedeutet sehr wenig Korruption, 0 sehr ausgeprägte Korruption. Spitzenreiter der Liste der korruptionsfreisten Länder sind Neuseeland, Dänemark und Finnland mit 9,4 Punkten. Deutschland liegt auf dem 16. Platz. Kolumbien befindet sich auf Platz 68, dicht hinter Kroatien und gefolgt von China und Mexiko.</p>

<p>Wie schneidet Kolumbien im südamerikanischen Vergleich ab?</p>

<ol>
<li>Chile</li>
<li>Uruguay</li>
<li>Kolumbien</li>
<li>Brasilien</li>
<li>Peru</li>
<li>Argentinien</li>
<li>Bolivien</li>
<li>Paraguay</li>
<li>Ecuador</li>
<li>Venezuela</li>
</ol>
<p>a</p>
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		<item>
		<title>Hat Bogota die modernste Deponie Lateinamerikas?</title>
		<link>http://www.kolumbien-blog.com/wirtschaft/muell-bogota</link>
		<comments>http://www.kolumbien-blog.com/wirtschaft/muell-bogota#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 29 Sep 2007 00:38:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria Angela</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bogota]]></category>
		<category><![CDATA[Deponie]]></category>
		<category><![CDATA[Doña Juana]]></category>
		<category><![CDATA[Konsumverhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltkatastrophe]]></category>

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		<description><![CDATA[Genau vor zehn Jahren sind etwa 800.000 Tonnen Müll und Sickerwasser aus der einzigen Deponie Bogotás, Doña Juana, im Süden dieser Stadt ausgelaufen. Die grösste Umweltkatastrophe der Hauptstadt Kolumbiens, wie es noch bezeichnet wird. Nur wenige Meter entfernt von der 450 ha grosse Deponie sind arme Vierteln der Stadt zu finden, die unregelmässig und ununterbrochen [...]<p>a</p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Genau vor zehn  Jahren sind etwa  800.000 Tonnen Müll und Sickerwasser  aus der einzigen Deponie Bogotás,  Doña Juana,  im Süden dieser Stadt  ausgelaufen.  Die grösste Umweltkatastrophe der Hauptstadt Kolumbiens, wie es noch bezeichnet wird.</p>

<p>Nur wenige Meter entfernt von der 450 ha grosse Deponie sind arme Vierteln der Stadt zu finden, die unregelmässig und ununterbrochen gebaut werden.  Dort hatten sich die Menschen  an die unangenehme aber angeblich noch umweltverträgliche Gerüche der Deponiegasen gewöhnt.  Nach dem Vorfall,  den sie am Anfang nicht verstanden, mussten sie ihre Häuser verlassen.  In den nächsten Tagen und Monaten war der unangenehme Geruch in grossen Teilen der Stadt unvermeidlich spürbar, dennoch sind die Bewohner des Stadtteils zurück zu ihren Häuser gekehrt und verlangten beim Bürgermeisteramt  Entschädigung wegen ihr Wohnsitz und der Beeinträchtigung ihrer Gesundheit.<br />
Heute,  zehn Jahre nach dem Ereignis haben sie noch kein Schadenersatz bekommen, obwohl  das Verwaltungsgericht von Cundinamarca (Departament wo Bogota liegt) ihr Antrag auf Entschädigung neulich akzeptierte. Der Stadtsamt hat ihm unmittelbar bestritten. 
<span id="more-331"></span></p>

<p>Nach 1997 hat die Stadt in der Deponie viel investiert. Daher wird sie jetzt  als die modernste Deponie Lateinamerikas bezeichnet.  Acht Firmen sammeln der Müll  und eine spanische Firma verwaltet das Geschäft, das  jährlich etwa  € 125 Millionen finanzieller Nutzen erträgt (Angaben von 2005).  Das Geschäft läuft so gut, dass die Stadt die  Ausweitung von 500 ha in der Deponie vorhat. Die Bewohner der Nachbarvierteln haben eine permanente Versammlung einberufen, um sich dagegen zu wehren.</p>

<p>Die Bedeutung der modernen Deponietechnologie muss aber relativiert werden:  sie  kann  für Sonderabfällen gut helfen,  aber  für die tägliche 8.500 Ton Müll der Stadt, besonders Hausmüll, ist sie fast unnützlich. In Bogota wird nicht in der Quelle der Müll systematisch getrennt.  Eine Vielzahl von armen Menschen, die sogenannten Recicladores (Recycler) laufen  in der Nacht durch die Strassen der Stadt und sammeln  Papier und Glass aus den Mülltütten, wo die fast siebenmillonen Einwohner alles mögliche werfen.  Diese ist noch die traditionelle Mülltrennungsmethode der Stadt.</p>

<p>Anzeichen einer Änderung gibt es schon, aber die Stadt hat Probleme bei der Suche nach geeigneten Orte für zwei Hausmüllsortieranlagen.  Die Bewohner von den möglichen Nachbarstadtvierteln protestieren  gegen ihre Niederlassung. Ein Missverstand, dass noch nicht richtig erklärt wird, weil die Sortieranlagen sich nur für wiederverwertbares Material (etwa 30% des täglichen Mülls der Stadt) kümmern wird.  Die Leute verbinden die Anlage unter anderem mit dem Fall Doña Juana und die Unsicherheit des Ortes wegen den &#8220;Recyclers&#8221;, die Armen, die praktisch vom Müll leben. Am Ende hat sich der jetzige Bürgermeisteramt Bogotas entschieden, diese Aufgabe den nächsten Bürgermeister zurück zu lassen.</p>

<p>Obwohl in den Entwicklungsländern komparativ weniger Müll produziert wird als in den hochentwickelten Ländern, ist auch ohne Zweifel an die Änderung des Konsumsverhaltens der Menschen hier zu arbeiten, wo ständig  das Bild der kapitalistischen Kultur nachgeahmt wird.</p>
<p>a</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Unternehmerreise nach Kolumbien</title>
		<link>http://www.kolumbien-blog.com/wirtschaft/unternehmerreise-nach-kolumbien</link>
		<comments>http://www.kolumbien-blog.com/wirtschaft/unternehmerreise-nach-kolumbien#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 13 Sep 2007 19:37:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andre</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[DEinternational]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmensreise]]></category>

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		<description><![CDATA[DEinternational Ltda., Tochtergesellschaft der Deutsch-Kolumbianischen Industrie- und Handelskammer hat gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung des Rhein-Kreis Neuss eine Unternehmerreise nach Kolumbien ausgearbeitet. Diese soll deutschen Unternehmen eine direkte und persönliche Kontaktplattform in Kolumbien bieten. Die neuntägige Reise macht Station in Bogota, Medellin und Cartagena. Die Reise ist für den 24.11 bis zum 03.12.2007 ausgeschrieben. Neben dem [...]<p>a</p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.kolumbien-blog.com/wp-content/uploads/2007/09/ahk.jpg" rel="lightbox[pics-1189711128]" title="AHK Logo"><img src="http://www.kolumbien-blog.com/wp-content/uploads/2007/09/ahk.thumbnail.jpg" width="150" height="35" alt="AHK Logo" class="imageframe" align="right" /></a>DEinternational Ltda., Tochtergesellschaft der Deutsch-Kolumbianischen Industrie- und Handelskammer hat gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung des Rhein-Kreis Neuss eine Unternehmerreise nach Kolumbien ausgearbeitet. Diese soll deutschen Unternehmen eine direkte und persönliche Kontaktplattform in 
Kolumbien bieten.</p>

<p>Die neuntägige Reise macht Station in Bogota, Medellin und Cartagena. Die Reise ist für den 24.11 bis zum 03.12.2007 ausgeschrieben. Neben dem eigentlichen Programm können je nach entsprechenden Interessendsfeldern eines Teilnehmers die Besuchsinhalte und Kontaktmöglichkeiten angepasst werden. Der Reisepreis beträgt 2100 bis 2400 Euro (je nach Anzahl der Teilnehmer).</p>

<p>Alle Details zur Reise und zum genauen Programm gibt es als <a href="http://www.ahk-colombia.com/fileadmin/user_upload/Dokumente/Flugangebot_Bogota.pdf">PDF-Download</a>.</p>

<p>Bei Interesse meldet euch bitte bei <a href="mailto:consultoria.alemania@deinternational.com.co">Conny Zech</a> und <a href="mailto:Benjamin.Josephs@rhein-kreis-neuss.de">Benjamin Josephs</a>.</p>
<p>a</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Koka- oder Ölpalmen anbauen &#8211; einer Frage der Ökologie</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Aug 2007 00:17:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria Angela</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ölpalmen]]></category>
		<category><![CDATA[Biosprit]]></category>
		<category><![CDATA[Koka]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus Kolumbien das “Südarabien des Biodiesels” im Jahr 2020 zu machen ist weder aus ökologischer noch aus nachhaltiger oder sozialer Sicht verträglich. Das rasche Wachstum von Ölpalmfelder in Kolumbien, von 188.000 Hektar in 2003 bis mehr als 270.000 im Jahr 2007, zeichnet den Pragmatismus in der Landwirtschaftspolitik von Uribe, die u.a. Argumente der Ersatz von [...]<p>a</p>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus Kolumbien  das “Südarabien des Biodiesels” im Jahr 2020 zu machen ist weder aus ökologischer noch aus nachhaltiger oder sozialer Sicht verträglich. Das rasche Wachstum von Ölpalmfelder in Kolumbien, von 188.000 Hektar in 2003 bis mehr als 270.000 im Jahr 2007, zeichnet den Pragmatismus in der Landwirtschaftspolitik von Uribe, die u.a. Argumente der Ersatz von Kokaanbaugebiete und Arbeitsmöglichkeiten für die “Reinsertados” darlegt.</p>

<p>Kolumbien ist das erste Produzent von Palmöl in Südamerika und der vierte in der Welt. Viele glauben die Herstellung von Biodiesel aus Palmöl ist die zukunftsträchtige  Wachstumsalternative des Sektors. Inzwischen ist sie zur Zeit subventioniert und durch Begünstigungen gegenüber das Benzin gefördert. Die Paradoxe für die ich noch keine zufriedenstellende Antwort gefunden habe, ist das beide, Koka- und  Ölpalmanbau  Monokulturen sind, die wegen ihrer Industrialisierung –legal oder nicht- breite Gebiete auslaugt.  Daher ist das Etikett von “Bio” bedenklich, wie kolumbianische Umweltexperte argumentieren, weil auch andere ökologisch bedeutende Gebiete  der tropischen Wälder an der Pazifikküste (der Hot Spot Chocó Biogeográfico), der Karibikküste, und den östlichen Savannen von dieser Entwicklung betroffen sind oder werden.</p>

<p>Internationale Organisationen sind über die versprechende Zukunft des Biodiesels gelockt: sie bieten finanzielle Unterstützung an, wie am Beispiel eines Megaprojekts in den östlichen Savannen im Departament Meta, die 3 Millionen Hektar mit Ölpalmfelder und einer Art karibischen Nadelbäume vorsieht. Zusätzlich  steht die andere  charakteristische Dimension der Nachhaltigkeitsproblematik, die in Kolumbien und andere Entwicklungsländern  grosse Bedeutung findet: die soziale Dimension, die nicht unmittelbar von  Akzeptanz und technischen Risikos handelt, sondern  von sozialer Gerechtigkeit, Nahrungssicherheit und Menschenrechte.</p>
<p>a</p>
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		<title>TLC – Baustein für die Gesamtamerikanische Freihandelszone</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Jun 2007 17:31:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erik</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[In den vergangenen Wochen sind die Wellen zum Thema TLC im Zusammenhang mit den massiven Studentenprotesten noch einmal besonders in die Höhe geschlagen. Miguel hat uns bereits über den Inhalt des Vertrags aufgeklärt. Ich möchte in meinen nächsten Beiträgen versuchen politischen und wirtschaftlichen Interessen und langfristigen Auswirkungen zu beleuchten, dazu muss ich jedoch etwas weiter [...]<p>a</p>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a TITLE="ALCA" REL="lightbox" HREF="http://www.kolumbien-blog.com/wp-content/uploads/2007/06/alca-logo.jpg"><img STYLE="float: right" CLASS="imageframe" ALT="ALCA" WIDTH="100" SRC="http://www.kolumbien-blog.com/wp-content/uploads/2007/06/alca-logo.jpg" /></a> In den vergangenen Wochen sind die Wellen zum Thema TLC im Zusammenhang mit den massiven Studentenprotesten noch einmal besonders in die Höhe geschlagen. Miguel hat uns bereits über den <a HREF="http://www.kolumbien-blog.com/2007/politik/freihandel-abkommen-tlc-usa-kolumbien" TARGET="_blank">Inhalt des Vertrags</a> aufgeklärt. Ich möchte in meinen nächsten Beiträgen versuchen politischen und wirtschaftlichen Interessen und langfristigen Auswirkungen zu beleuchten, dazu muss ich jedoch etwas weiter ausholen.</p>

<p>Es wäre nicht richtig den Vertrag TLC isoliert zu betrachten, denn er ist eben nicht nur ein wirtschaftliches bilaterales Abkommen zwischen Kolumbien und den USA, er ist Teil eines gesamtamerikanischen Prozesses. Der schwierige Spagat zwischen den verschiedenen nationalen politischen und ökonomischen Interessen stellt den Kontinent auf eine harte Probe. Einig sind sich die Länder zumindest darin, dass eine interkontinentale Vernetzung notwendig ist um zukünftig auf dem Weltmarkt bestehen zu können. Je nach politischer Ausrichtung der Regierungen geht dabei jedoch die Angst vor den wirtschaftlich übermächtigen USA um.</p>

<p><span id="more-202"></span><!--more-->Im Kalten Krieg war Latein- und Südamerika der Hinterhof der USA, doch auch nach dem Zusammenbruch des Sowjetreiches hat die Region ihre Bedeutung für die USA nicht verloren. In den Zeiten der Globalisierung ist es für die USA von besonderer Wichtigkeit hier ihre Macht zu sichern um langfristig der Konkurrenz aus China, Indien und Europa die Stirn bieten zu können. Bereits 1991 initiierte der damalige US-Präsindent George W. Bush Senior den Prozess zur Schaffung einer gesamtamerikanischen Freihandelszone ALCA (Área de Libre Comercio de las Américas), die auf Englisch auch FTAA (Free Trade Area of the Americas) genannt wird.</p>

<p>ALCA ist ein Freihandelsabkommen, zur grenzüberschreitenden Liberalisierung des Handels, öffentlicher Ausschreibungen, Investitionen und Patentrechten. Diese Zone würde beim Inkrafttreten 34 demokratische Staaten Nord- und Südamerikas umfassen, was Kuba nicht mit einschließt. Der Wirtschaftsblock würde mit einem Bruttoinlandsprodukt von 13 Billionen US-Dollar 40% des Weltanteils stellen und einen Markt mit 820 Millionen Konsumenten umfassen.</p>

<p>Die Bemühungen der USA die Staaten Südamerikas von den Chancen der ALCA zu überzeugen sind jedoch in den letzten Jahren zunehmend im Sande verlaufen, denn die Befürchtung, dass es gerade die USA sind, die mit einem Wirtschaftsanteil von zwei Dritteln das Bündnis dominieren, ist zu groß. Von US-Amerikanischer Seite wird zwar von freiem Wahrenverkehr gesprochen, doch gleichzeitig sind sie nicht bereit ihre massiven Subventionen für ihre Stahl- und Agraprodukte abzubauen. Wie beim Beitritt Mexikos zur Nordamerikanischen Freihandelszone droht die Gefahr, dass die einheimischen Märkte von den stark subventionierten US-Produkten  überschwämmt werden und eigene Unternehmen Bankrott gehen.</p>

<p>Wie der UN-Sonderberichterstatter Jean Ziegler sagt „hat Freihandel mit Freiheit überhaupt nichts zu tun. Es ist die Freiheit des Raubtiers im Dschungel“. Freihandel zwischen zwei so unterschiedlichen Akteuren wie den USA und einem durchschnittlichen südamerikanischen Land führt zwangläufig zum Sieg des Stärkeren wenn dem schwächeren Land keine ausreichenden Sicherungsmassnahmen zugestanden werden.</p>

<p>Ausserdem wollen sich die Staaten Lateinamerikas auch nicht in eine solche Abhängigkeit zu den USA begeben, wie es beispielsweise Mexiko seit seinem Eintritt in die NAFTA ist. Die Mexikanische Wirtschaft währe inzwischen ohne die US-Importe und Exporte nicht mehr lebensfähig, was auch zu einer enormen politischen Abhängigkeit geführt hat. Diesen Fehler wollen die meisten Länder südlich von Mexiko nicht nachmachen, ausserdem sind z.B. Länder wie Argentinien und Brasilien traditionell wirtschaftlich und kulturell eher nach Europa ausgerichtet.</p>

<p>Es kommt hinzu, dass Länder wie Brasilien und Venezuela in den letzten Jahren auch größere wirtschaftliche Erfolge aufzuweisen haben und deswegen inzwischen eigene globale Ambitionen hegen. Brasilien richtet seine Politik vermehrt nach Afrika um dort mit den portugisischsprachigen Ländern wie Angola oder aber auch Südafrika intensive Handelsbeziehungen aufzunehmen.</p>

<p>Der massive Linksruck der vergangenen Wahlperioden auf fast dem gesamten Kontinent hat sein Übriges zur Stagnation der Verhandlungen beigetragen, denn linke Parteien sind in Südamerika traditionell besonders kritisch gegenüber den USA eingestellt. Vor allem einer der wichtigsten Öllieferanten der USA, Venezuela, ist seit dem Amtsantritt von Hugo Chavez zu einem unkalkulierbaren Risiko geworden, denn er bezeichnet ALCA als „Werkzeug des Imperialismus“ und will die Integration der Lateinamerikanischen Länder nach dem Modell der Europäischen Union. Vermutlich wurde im Orinoko-Becken Venezuelas jetzt auch eines der größten Erdölvorkommen der Welt entdeckt, dass die Interessen Chinas weckt, das seine Investitionen in Südamerika zwischen 2003 und 2005 bereits verdoppelt hat.</p>

<p>Da das große Projekt ALCA nun vorerst eingefroren zu sein scheint, haben die USA eine neue Taktik eingeschlagen und versuchen mit den ihnen momentan nicht ganz so ablehnend gegenüberstehenden Ländern wie Kolumbien oder Costa Rica kleinere Freihandelsabkommen zu schließen und mit den anderen weiterhin zu verhandeln, um so vielleicht auf lange Sicht eine „Patchwork-ALCA zu erschaffen.</p>

<p><strong>Weiterführende Links:</strong></p>

<p><a HREF="http://www.ftaa-alca.org/" TARGET="_blank">www.ftaa-alca.org</a>
<a HREF="http://www.oew.org/de/plattformartikel.php?id=307" TARGET="_blank">www.oew.org</a>
<a HREF="http://www1.uni-hamburg.de/IIK/alca-planspiel/hintergrund.html" TARGET="_blank">www.uni-hamburg.de</a></p>
<p>a</p>
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		<title>Juan Valdez kooperiert mit Coca Cola</title>
		<link>http://www.kolumbien-blog.com/wirtschaft/juan-valdez-kooperiert-mit-coca-cola</link>
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		<pubDate>Sat, 26 May 2007 18:59:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andre</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Coca Cola]]></category>
		<category><![CDATA[Juan Valdez]]></category>
		<category><![CDATA[Kaffee]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumbien]]></category>

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		<description><![CDATA[Juan Valdez ist auf den Spuren von Starbucks. Juan Valdez ist die Marke der Vereinigung der kolumbianischen Kaffeeanbauer. Das Logo von Juan Valdez: der Kaffeeanbauer neben seinem Esel ist auch in Deutschland sehr bekannt. Für Nordamerika konnte die Vereinigung nun 11.000 neue Vertriebsstellen melden. Dies wurde durch eine Einigung mit Coca Cola möglich. Diese Restaurants [...]<p>a</p>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.kolumbien-blog.com/wp-content/uploads/2007/05/juan-valdez.jpg" rel="lightbox" title="Juan Valdez"><img src="http://www.kolumbien-blog.com/wp-content/uploads/2007/05/juan-valdez.thumbnail.jpg" width="150" height="83" alt="Juan Valdez" class="imageframe" style="float:right;" /></a>Juan Valdez ist auf den Spuren von Starbucks. Juan Valdez ist die Marke der Vereinigung der kolumbianischen Kaffeeanbauer. Das Logo von Juan Valdez: der Kaffeeanbauer neben seinem Esel ist auch in Deutschland sehr bekannt.</p>

<p>Für Nordamerika konnte die Vereinigung nun 11.000 neue Vertriebsstellen melden. Dies wurde durch eine Einigung mit Coca Cola möglich. Diese Restaurants werden von Coca Cola beliefert und sollen nun auch kolumbianischen Kaffee verkaufen. Gabriel Silva, Chef bei Juan Valdez verspricht sich davon den Verkauf von zusätzlichen 45.000 Kaffeesäcken nach Nordamerika.</p>

<p>Sollte die Kooperation erfolgreich verlaufen, so erhoffen sich die Kolumbianer nach und nach Zugang zu den insgesamt 450.000 Restaurants, die von Coca Cola beliefert werden.</p>
<p>a</p>
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