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	<title>Comments on: Vier weitere Geiseln frei</title>
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	<description>Aktuelle Kolumbien Nachrichten, Reportagen, Fotos und Reiseberichte aus Kolumbien!</description>
	<pubDate>Fri, 21 Nov 2008 05:00:19 +0000</pubDate>
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		<title>By: André</title>
		<link>http://www.kolumbien-blog.com/bewaffneter-konflikt/geiseln-frei-kolumbien#comment-4687</link>
		<dc:creator>André</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Mar 2008 20:15:20 +0000</pubDate>
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		<description>Mit der Tagesschau sehe ich genauso, ich denke es war nur ein dummer Fehler. Ich wollte damit nur beispielhaft zeigen, dass wir auch in Deutschland uns nicht unbedingt auf die Nachrichtenquellen verlassen können.

Vielen Dank für das Feedback bzgl. der beiden Beiträge!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der Tagesschau sehe ich genauso, ich denke es war nur ein dummer Fehler. Ich wollte damit nur beispielhaft zeigen, dass wir auch in Deutschland uns nicht unbedingt auf die Nachrichtenquellen verlassen können.</p>
<p>Vielen Dank für das Feedback bzgl. der beiden Beiträge!</p>
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	</item>
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		<title>By: CARLO</title>
		<link>http://www.kolumbien-blog.com/bewaffneter-konflikt/geiseln-frei-kolumbien#comment-4685</link>
		<dc:creator>CARLO</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Mar 2008 19:48:17 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo André,

danke für die schnelle, gute und auch sachliche Erklärung! 
Allerdings hatte ich aber auch nur den Verdacht einer Zensur geäußert. Diese Art der "Moderation" war mir absolut neu, aber nun hast Du mich ja hinreichend aufgeklärt.
Der 1.Link(redblog) ist mir bereits bekannt. Abber ich denke, mal das ist ABSOLUTE Dummheit der ARD und keine böse Absicht gewesen. Ist aber meine meine persönliche Auslegung. Einen ähnlichen Fall hatte ich letztens übrigens in "Die Welt-online": dort wurde in einem aktuellen Artikel zum Tibet/China-Problem von 26(!)CHINESISCHEN Nobelpreisträgern berichtet, die eine Resolution für mehr Demokratie unterzeichnet hätten. Auf meinen Einwand hin in einem Kommentar, wurde dieser kurzfristig gelöscht(finde ich NICHT OK) und der Bericht aber entsprechend geändert... es waren nun 26 Nobelpreisträger...wenigstens wurde der Sachverhalt RICHTIG gestellt!

Danke auch für die (für mich) sehr interessanten Links,insbesondere für die beiden zu Berichten im Kolumbien-blog, auch wenn diese nicht weiter kommentiert wurden,für mich gut geignet zur Bildung von(erforderlichem) Hintergrundwissen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo André,</p>
<p>danke für die schnelle, gute und auch sachliche Erklärung!<br />
Allerdings hatte ich aber auch nur den Verdacht einer Zensur geäußert. Diese Art der &#8220;Moderation&#8221; war mir absolut neu, aber nun hast Du mich ja hinreichend aufgeklärt.<br />
Der 1.Link(redblog) ist mir bereits bekannt. Abber ich denke, mal das ist ABSOLUTE Dummheit der ARD und keine böse Absicht gewesen. Ist aber meine meine persönliche Auslegung. Einen ähnlichen Fall hatte ich letztens übrigens in &#8220;Die Welt-online&#8221;: dort wurde in einem aktuellen Artikel zum Tibet/China-Problem von 26(!)CHINESISCHEN Nobelpreisträgern berichtet, die eine Resolution für mehr Demokratie unterzeichnet hätten. Auf meinen Einwand hin in einem Kommentar, wurde dieser kurzfristig gelöscht(finde ich NICHT OK) und der Bericht aber entsprechend geändert&#8230; es waren nun 26 Nobelpreisträger&#8230;wenigstens wurde der Sachverhalt RICHTIG gestellt!</p>
<p>Danke auch für die (für mich) sehr interessanten Links,insbesondere für die beiden zu Berichten im Kolumbien-blog, auch wenn diese nicht weiter kommentiert wurden,für mich gut geignet zur Bildung von(erforderlichem) Hintergrundwissen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: André</title>
		<link>http://www.kolumbien-blog.com/bewaffneter-konflikt/geiseln-frei-kolumbien#comment-4683</link>
		<dc:creator>André</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Mar 2008 18:05:35 +0000</pubDate>
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		<description>@Carlo: das mit der Moderation kann ich klar stellen :-) Leider gibt es viele Spammer im Internet daher wird jeder Beitrag im Kolumbien-Blog, der mehr als zwei externe Links enthält nicht automatisch veröffentlicht. Das war in deinem Beitrag der Fall. Ich denke es hätte ausgereicht zu Fragen, was es mit der "Moderation" auf sich hat, bevor du uns der Zensur beschuldigst ;-) Ich glaube von Journalisten verlangst du ja auch, dass sie erstmal nachfragen, bevor sie Behauptungen aufsetzen ;-)

&lt;embed&gt;Ich glaube, wenn du eingeloggt bist - Registrierung unter http://www.kolumbien-blog.com/wp-register.php - fällt diese Moderation auch weg&lt;/embed&gt;

Ich habe mich bei den Kommentaren zu diesem Beitrag zurückgehalten, da ich letzte Woche unterwegs war, mir fallen zum Thema Journalismus in Kolumbien &#038; Europa zwei Dinge ein:

a) ich denke man kann schon sagen, dass wir eine hohe journalistische Qualität in Deutschland haben. Aber dennoch wird einem ab und an echt Angst und Bange, wenn über Themen berichtet wird, bei denen wir uns - wie im Fall Kolumbien - selbst gut auskennen. Redblog hat dazu was nettes gefunden:
http://redblog.twoday.net/stories/4762191/
Stell dir mal vor solch ein Fehler würde dem kolumbianischen Fernsehen passieren, es wäre der perfekte Beweis für die These, dass wir in Kolumbien einer Propaganda unterworfen werden

b) und dann bin ich letzte Woche über ein interessantes Interview gestolpert ... Wenn wir schon unsere Nachrichtenquellen aufführen, dann muss ich bei mir vor allem das Radio nennen. Caracol und wradio bieten alle Interviews als Podcast an. Das finde ich sehr angenehm, da ich so die Originalaussagen hören kann und nicht die Interpretationen daraus in den verwertenden Medien angewiesen bin. Und vor ein paar Tagen gab es ein Interview, wo Julio - der Interviewer - ziemlich aus den Reserven gelockt wurde, als es darum geht, dass die FARC nicht direkt im Drogengeschäft arbeiten würde
http://www.wradio.com.co/envivo.asp?id=564772
(ach ja, auch interessant, welche Statistiken es so gibt, die von Brittain:
http://www.wpunj.edu/newpol/issue40/Brittain40.htm#r16
... und die von den NGOs Pais Libre und Couljuristas:
http://www.kolumbien-blog.com/bewaffneter-konflikt/statistik-politische-morde-kolumbien
http://www.kolumbien-blog.com/kolumbien-heute/entfuehrungen-kolumbien</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Carlo: das mit der Moderation kann ich klar stellen <img src='http://www.kolumbien-blog.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> Leider gibt es viele Spammer im Internet daher wird jeder Beitrag im Kolumbien-Blog, der mehr als zwei externe Links enthält nicht automatisch veröffentlicht. Das war in deinem Beitrag der Fall. Ich denke es hätte ausgereicht zu Fragen, was es mit der &#8220;Moderation&#8221; auf sich hat, bevor du uns der Zensur beschuldigst <img src='http://www.kolumbien-blog.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> Ich glaube von Journalisten verlangst du ja auch, dass sie erstmal nachfragen, bevor sie Behauptungen aufsetzen <img src='http://www.kolumbien-blog.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /><br />
<embed>Ich glaube, wenn du eingeloggt bist - Registrierung unter <a href="http://www.kolumbien-blog.com/wp-register.php">http://www.kolumbien-blog.com/wp-register.php</a> - fällt diese Moderation auch weg</embed></p>
<p>Ich habe mich bei den Kommentaren zu diesem Beitrag zurückgehalten, da ich letzte Woche unterwegs war, mir fallen zum Thema Journalismus in Kolumbien &#038; Europa zwei Dinge ein:</p>
<p>a) ich denke man kann schon sagen, dass wir eine hohe journalistische Qualität in Deutschland haben. Aber dennoch wird einem ab und an echt Angst und Bange, wenn über Themen berichtet wird, bei denen wir uns - wie im Fall Kolumbien - selbst gut auskennen. Redblog hat dazu was nettes gefunden:<br />
<a href="http://redblog.twoday.net/stories/4762191/">http://redblog.twoday.net/stories/4762191/</a><br />
Stell dir mal vor solch ein Fehler würde dem kolumbianischen Fernsehen passieren, es wäre der perfekte Beweis für die These, dass wir in Kolumbien einer Propaganda unterworfen werden</p>
<p>b) und dann bin ich letzte Woche über ein interessantes Interview gestolpert &#8230; Wenn wir schon unsere Nachrichtenquellen aufführen, dann muss ich bei mir vor allem das Radio nennen. Caracol und wradio bieten alle Interviews als Podcast an. Das finde ich sehr angenehm, da ich so die Originalaussagen hören kann und nicht die Interpretationen daraus in den verwertenden Medien angewiesen bin. Und vor ein paar Tagen gab es ein Interview, wo Julio - der Interviewer - ziemlich aus den Reserven gelockt wurde, als es darum geht, dass die FARC nicht direkt im Drogengeschäft arbeiten würde<br />
<a href="http://www.wradio.com.co/envivo.asp?id=564772">http://www.wradio.com.co/envivo.asp?id=564772</a><br />
(ach ja, auch interessant, welche Statistiken es so gibt, die von Brittain:<br />
<a href="http://www.wpunj.edu/newpol/issue40/Brittain40.htm#r16">http://www.wpunj.edu/newpol/issue40/Brittain40.htm#r16</a><br />
&#8230; und die von den NGOs Pais Libre und Couljuristas:<br />
<a href="http://www.kolumbien-blog.com/bewaffneter-konflikt/statistik-politische-morde-kolumbien">http://www.kolumbien-blog.com/bewaffneter-konflikt/statistik-politische-morde-kolumbien</a><br />
<a href="http://www.kolumbien-blog.com/kolumbien-heute/entfuehrungen-kolumbien">http://www.kolumbien-blog.com/kolumbien-heute/entfuehrungen-kolumbien</a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: CARLO</title>
		<link>http://www.kolumbien-blog.com/bewaffneter-konflikt/geiseln-frei-kolumbien#comment-4681</link>
		<dc:creator>CARLO</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Mar 2008 17:05:42 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.kolumbien-blog.com/kolumbien-heute/geiseln-frei-kolumbien#comment-4681</guid>
		<description>Hallo Miguel,
es tut, mir leid, aber ich kann da nun beim besten Willen  wirklich keinerlei  substantielle Gemeinsamkeiten entdecken, genau das Gegenteil ist vielmehr der Fall! NIE setze und werde ich auf Gewalt als erstes Mittel setzen, aber GENAU das tut Uribe. Für mich ist immer zuerst eine politische Lösung erforderlich. Der Staat hat das Gewaltmonopol im Notfall und nur als LETZTES mögliches Mittel anzuwenden. Ich denke meine abermalige Erklärung ist deutlich!. Habe mich jetzt aber noch einmmal schlau gemacht:(s.Link): 


http://www.weltpolitik.net/Regionen/Nord- und Lateinamerika/Gesamtregion/Grundlagen/Kolumbien unter der Präsidentschaft Alvaro Uribes - Innenpolitik.html


Was die PARA  &#38; CO. betrifft,  gehen wir grundsätzlich eh konform, denke ich und es bedarf da keinerlei weiterer Erklärungen. Das GROSSE Problem, das sich uns auftut, ist doch deren VERNÜNFTIGE und DAUERHAFTE Kaltstellung. Auf jeden Fall wird diese m.E. nur schrittweise erfolgen können und sie wird auch nicht eben mal ein "Sonntagmorgenspaziergang" sein...

Ich möchte Dich doch aber bitten, noch kurz zu meiner Frage zu  "DEIN KOMMENTAR MUSS NOCH MODERIERT WERDEN" Stellung zu nehmen.
Danke</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Miguel,<br />
es tut, mir leid, aber ich kann da nun beim besten Willen  wirklich keinerlei  substantielle Gemeinsamkeiten entdecken, genau das Gegenteil ist vielmehr der Fall! NIE setze und werde ich auf Gewalt als erstes Mittel setzen, aber GENAU das tut <a href="http://www.kolumbien-blog.com/lexikon/alvaro-uribe">Uribe</a>. Für mich ist immer zuerst eine politische Lösung erforderlich. Der Staat hat das Gewaltmonopol im Notfall und nur als LETZTES mögliches Mittel anzuwenden. Ich denke meine abermalige Erklärung ist deutlich!. Habe mich jetzt aber noch einmmal schlau gemacht:(s.Link): </p>
<p><a href="http://www.weltpolitik.net/Regionen/Nord-">http://www.weltpolitik.net/Regionen/Nord-</a> und Lateinamerika/Gesamtregion/Grundlagen/Kolumbien unter der Präsidentschaft Alvaro Uribes - Innenpolitik.html</p>
<p>Was die PARA  &amp; CO. betrifft,  gehen wir grundsätzlich eh konform, denke ich und es bedarf da keinerlei weiterer Erklärungen. Das GROSSE Problem, das sich uns auftut, ist doch deren VERNÜNFTIGE und DAUERHAFTE Kaltstellung. Auf jeden Fall wird diese m.E. nur schrittweise erfolgen können und sie wird auch nicht eben mal ein &#8220;Sonntagmorgenspaziergang&#8221; sein&#8230;</p>
<p>Ich möchte Dich doch aber bitten, noch kurz zu meiner Frage zu  &#8220;DEIN KOMMENTAR MUSS NOCH MODERIERT WERDEN&#8221; Stellung zu nehmen.<br />
Danke</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: CARLO</title>
		<link>http://www.kolumbien-blog.com/bewaffneter-konflikt/geiseln-frei-kolumbien#comment-4680</link>
		<dc:creator>CARLO</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Mar 2008 16:29:02 +0000</pubDate>
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		<description>DEIN KOMMENTAR MUSS NOCH MODERIERT WERDEN.
==========================================

Was soll DAS denn nun heissen??? 
Sollte aber  mein Kommentar, von WEM auch immer und OHNE meine ausdrückliche Zustimmung VERÄNDERT(sprich verfäscht!)  veröffentlicht werden müssen, dann bitte ich meinen Kommentar NICHT ZU VERÖFFENTLICHEN. Ich möchte und brauche KEINE ZENSUR. Ja, so etwas ist mir als mündigem Europäer völlig neu und ich finde derartige "Zensur"Massnahmen ABSOLUT undemokratisch und absurd!

Ich bitte um eine entsprechende Erklärung!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>DEIN KOMMENTAR MUSS NOCH MODERIERT WERDEN.<br />
==========================================</p>
<p>Was soll DAS denn nun heissen???<br />
Sollte aber  mein Kommentar, von WEM auch immer und OHNE meine ausdrückliche Zustimmung VERÄNDERT(sprich verfäscht!)  veröffentlicht werden müssen, dann bitte ich meinen Kommentar NICHT ZU VERÖFFENTLICHEN. Ich möchte und brauche KEINE ZENSUR. Ja, so etwas ist mir als mündigem Europäer völlig neu und ich finde derartige &#8220;Zensur&#8221;Massnahmen ABSOLUT undemokratisch und absurd!</p>
<p>Ich bitte um eine entsprechende Erklärung!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Miguel</title>
		<link>http://www.kolumbien-blog.com/bewaffneter-konflikt/geiseln-frei-kolumbien#comment-4679</link>
		<dc:creator>Miguel</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Mar 2008 16:21:47 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.kolumbien-blog.com/kolumbien-heute/geiseln-frei-kolumbien#comment-4679</guid>
		<description>Hallo Carlo, im Plan Seguridad Democrática steht das was Du geschrieben hast. Mehr oder weniger, weil es natürlich nicht Wort für Wort da steht, und natürlich auch ausführlicher weil es ein Regierungsplan ist.

Die von Dir geäußerten Gedanken: 

"eine politische Aufarbeitung, ev. mit einem anschließenden Neuanfang ist unerlässlich und längst überfällig! Den vorgenannten Gruppen muss UNBEDINGT die NAHRUNG entzogen werden, aber zuerst auf politischem Wege, mit landesweit besserer Erziehung und besseren Bildungschancen, und NUR als letztes Mittel sollte, wie auch sonst in Demokratien üblich, das Gewaltmonopol des Staates eingesetzt werden. ALLE GESETZESBRECHER aber, die großen wie die kleinen, gehören natürlich dann hinter Gitter. Ein dauerhafter Frieden in Kolumbien ist nur duch die Schaffung und unbedingte Einhaltung eines wirklich souveränen Rechtsstaates mit Gewaltenteilung(Legislative, Exekutive, und Judikative) möglich." 

ist die Zusammenfassung dessen, was Seguridad Democrática als Ziel hat. Und weil Du es so deutlich formuliert hast, gehe ich auch nicht weiter auf den Plan ein. Wenn Du Uribe diese Wort vorlegst, wird er begeistert sagen, dass Du ihn voll und ganz verstanden hast. Nun weiß der gute Mann nicht, dass Du seinen Plan gar nicht gelesen hast und wahrscheinlich seine Reden auch nicht im Zusammenhang sondern als Zitate. Und diese erwecken bei Dir den Eindruck, dass Du mit Uribe aber rein gar nichts gemein hast.

Würde ich jetzt aus Deinen Worten folgendes raus picken würde: "Den vorgenannten Gruppen muss UNBEDINGT die NAHRUNG entzogen werden ...als (letztes) Mittel sollte, wie auch sonst in Demokratien üblich, das Gewaltmonopol des Staates eingesetzt werden" würde ich Interpretationen Tür und Tor öffnen. Der Schwerpunkt ließe sich ganz schnell auf eine autoritäre Rede verlegen. Insbesondere wenn ich das Wörtchen "letztes" vor dem Mittel weg lasse, kann dem Leser schnell sugeriert werden, hier will ein kleiner Militarist sich eine Rechtfertigung für die Gewalt durch den Staat ausstellen.

Aber weder Du noch Uribe haben das, was ich hier unzulässig und missverständlich zitiere, geschrieben oder gesagt, sondern Euch beide wiederholt in dem Zusammenhang Deines kompletten Zitats geäußert. Das macht Euer Denken nicht deckungsgleich, aber es ist Interessant die gleichen Ansätze zu sehen. Du kannst natürlich gerne sagen, dass Du was Du geschrieben hast nicht so gemeint hast. Uribe hat aber über die Jahre bewiesen, dass er an das was er sagt glaubt und es ist in Deinen Worten sehr schön zusammen gefasst.

Die Aguilas Negras sind eine kriminelle Mörder-Gruppe. Da macht es keinen Unterschied ob sie zu den Paras zählen, eine Guerilla-Gruppe wären oder einfach eine neue Bande. Da sind wir alle gleicher Meinung. Wenn sie für Dich PARAS sein, kein Problem. Wichtig ist doch, dass wir uns nicht in Gezänke aufhalten, ob es von Rechts oder Links legitimer ist, denn es ist es nicht. Und in einem Land wie Kolumbien noch weniger, da es nicht um politische Positionen geht. Weder hat die heutige FARC politisch eine Aufgabe noch haben die ehemaligen Paras sie gehabt.

Danke für die Links</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Carlo, im Plan Seguridad Democrática steht das was Du geschrieben hast. Mehr oder weniger, weil es natürlich nicht Wort für Wort da steht, und natürlich auch ausführlicher weil es ein Regierungsplan ist.</p>
<p>Die von Dir geäußerten Gedanken: </p>
<p>&#8220;eine politische Aufarbeitung, ev. mit einem anschließenden Neuanfang ist unerlässlich und längst überfällig! Den vorgenannten Gruppen muss UNBEDINGT die NAHRUNG entzogen werden, aber zuerst auf politischem Wege, mit landesweit besserer Erziehung und besseren Bildungschancen, und NUR als letztes Mittel sollte, wie auch sonst in Demokratien üblich, das Gewaltmonopol des Staates eingesetzt werden. ALLE GESETZESBRECHER aber, die großen wie die kleinen, gehören natürlich dann hinter Gitter. Ein dauerhafter Frieden in Kolumbien ist nur duch die Schaffung und unbedingte Einhaltung eines wirklich souveränen Rechtsstaates mit Gewaltenteilung(Legislative, Exekutive, und Judikative) möglich.&#8221; </p>
<p>ist die Zusammenfassung dessen, was Seguridad Democrática als Ziel hat. Und weil Du es so deutlich formuliert hast, gehe ich auch nicht weiter auf den Plan ein. Wenn Du <a href="http://www.kolumbien-blog.com/lexikon/alvaro-uribe">Uribe</a> diese Wort vorlegst, wird er begeistert sagen, dass Du ihn voll und ganz verstanden hast. Nun weiß der gute Mann nicht, dass Du seinen Plan gar nicht gelesen hast und wahrscheinlich seine Reden auch nicht im Zusammenhang sondern als Zitate. Und diese erwecken bei Dir den Eindruck, dass Du mit <a href="http://www.kolumbien-blog.com/lexikon/alvaro-uribe">Uribe</a> aber rein gar nichts gemein hast.</p>
<p>Würde ich jetzt aus Deinen Worten folgendes raus picken würde: &#8220;Den vorgenannten Gruppen muss UNBEDINGT die NAHRUNG entzogen werden &#8230;als (letztes) Mittel sollte, wie auch sonst in Demokratien üblich, das Gewaltmonopol des Staates eingesetzt werden&#8221; würde ich Interpretationen Tür und Tor öffnen. Der Schwerpunkt ließe sich ganz schnell auf eine autoritäre Rede verlegen. Insbesondere wenn ich das Wörtchen &#8220;letztes&#8221; vor dem Mittel weg lasse, kann dem Leser schnell sugeriert werden, hier will ein kleiner Militarist sich eine Rechtfertigung für die Gewalt durch den Staat ausstellen.</p>
<p>Aber weder Du noch <a href="http://www.kolumbien-blog.com/lexikon/alvaro-uribe">Uribe</a> haben das, was ich hier unzulässig und missverständlich zitiere, geschrieben oder gesagt, sondern Euch beide wiederholt in dem Zusammenhang Deines kompletten Zitats geäußert. Das macht Euer Denken nicht deckungsgleich, aber es ist Interessant die gleichen Ansätze zu sehen. Du kannst natürlich gerne sagen, dass Du was Du geschrieben hast nicht so gemeint hast. <a href="http://www.kolumbien-blog.com/lexikon/alvaro-uribe">Uribe</a> hat aber über die Jahre bewiesen, dass er an das was er sagt glaubt und es ist in Deinen Worten sehr schön zusammen gefasst.</p>
<p>Die Aguilas Negras sind eine kriminelle Mörder-Gruppe. Da macht es keinen Unterschied ob sie zu den Paras zählen, eine Guerilla-Gruppe wären oder einfach eine neue Bande. Da sind wir alle gleicher Meinung. Wenn sie für Dich PARAS sein, kein Problem. Wichtig ist doch, dass wir uns nicht in Gezänke aufhalten, ob es von Rechts oder Links legitimer ist, denn es ist es nicht. Und in einem Land wie Kolumbien noch weniger, da es nicht um politische Positionen geht. Weder hat die heutige FARC politisch eine Aufgabe noch haben die ehemaligen Paras sie gehabt.</p>
<p>Danke für die Links</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: CARLO</title>
		<link>http://www.kolumbien-blog.com/bewaffneter-konflikt/geiseln-frei-kolumbien#comment-4675</link>
		<dc:creator>CARLO</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Mar 2008 15:03:55 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.kolumbien-blog.com/kolumbien-heute/geiseln-frei-kolumbien#comment-4675</guid>
		<description>Hallo Miguel,
vorweg,  Deine  mich betreffenden Äußerungen zu Anfang Deines Kommentars sind mir total unverständlich und für mich keinesfalls nachvollziehbar. Ich denke nicht, dass ich Uribe etwa  kopiere oder dass es sonst  igendwelche Übereinstimmungen mit Uribe und meinem vorhergegangenen Kommentar gibt! Für mich gibt es da  KEINERLEI Gemeinsamkeiten, auch nicht annäherungsweise, die Deinen Vergleich zulassen und rechtfertigen würden. Ich bitte Dich daher, dies(e Unterstellung) genau zu präzisieren! Außerdem dann im gleichen Atemzug  DEIN "mehr oder weniger" WAS soll das eigentlich heißen? Für MICH ... und das einmal klar ausgedrückt: schlichtweg NICHTS!! Tut mir leid, aber nimm das bitte so zur Kenntnis, es musste einfach von mir einmal klargestellt werden! 

Auch mir ist selbstverständlich der Name der PARAS, bzw. dessen Herkunft bekannt. In Punkto Kolumbien ist die ausführliche Namenserklärung  m.E. aber doch völlig irrelevant(VIEL wichtiger das PROBLEM!), da diese gewaltbereiten Gruppen (zumindest für mich), genauso oder vermutlich noch schlimmer als  zuvor die AUC,  außerhalb der Gesetze agieren. Das ist nun leider einmal Fakt, ob das nun in die eigene persönliche (Wunsch-)Denkungsweise passt oder nicht, da gibt es wirklich nichts zu beschönigen, zu entschuldigen oder zu verharmlosen. Dass sich angeblich die Interessen dieser bewaffneten Banden geändert haben, entschuldigt doch auch nichts, denn sie morden und plündern nicht minder. Eine Tolerierung, ja eine ZUSAMMENARBEIT(bei gemeinsamer Interessenlage)der einzelnen(normalerweise verfeindeten)Gruppen, wie auch mitunter mit Polizei &#38; Militär ist mir bekannt. Das Ganze ist mit einem fein gesponnenem aber gut funktionierendem  Netzwerk zu vergleichen, das alle Bevökerungsschichten und alle Politikerebenen einbindet. Daher nur schwer zu zerschlagen. Natürlich ist es AUGENWISCHEREI, weil die offizielle Demobilisierung der PARAS vielfach nur zum Schein erfolgte, bzw. die PARAS sich häufig nur vermeintlich  demobilisieren ließen,  aber es in Wahrheit gar keine PARAS, sondern z. B. Bauern waren. So bestehen die PARAS unter anderem Namen,  im großen und ganzen fort auch wenn sich im Lauf der Jahre deren Betätigungsfeld geändert haben mag. Alle haben nachweislich geraubt und gemordet und das hat sich doch bis zum heutigen Tage defacto NICHT GEÄNDERT! Konkrete Informationen sind auch vielerlei Gründen, eher rar und dürftig. Aber ich bin halt davon ausgegangen,dass Dir dies behannt sei.
Weiter schreibst Du wörtlich "Das in der Realität noch Militärs sehr nahe an diesen neuen Organisationen stehen, ist ein großes Problem, dem sich das Militär selbst und die kolumbianische Justiz stellen müssen". Das sehe ich genauso.

Hier noch einige relativ neuere Links zur Information zu diesem Thema:

http://www.bpb.de/themen/HJSE5F,0,0,Kolumbien.html

http://de.indymedia.org/2008/03/210963.shtml

http://www.peacebrigades.ch/cop_news.htm

http://www.kas.de/proj/home/pub/56/1/year-2007/dokument_id-10353/index.html

http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004851.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Miguel,<br />
vorweg,  Deine  mich betreffenden Äußerungen zu Anfang Deines Kommentars sind mir total unverständlich und für mich keinesfalls nachvollziehbar. Ich denke nicht, dass ich <a href="http://www.kolumbien-blog.com/lexikon/alvaro-uribe">Uribe</a> etwa  kopiere oder dass es sonst  igendwelche Übereinstimmungen mit <a href="http://www.kolumbien-blog.com/lexikon/alvaro-uribe">Uribe</a> und meinem vorhergegangenen Kommentar gibt! Für mich gibt es da  KEINERLEI Gemeinsamkeiten, auch nicht annäherungsweise, die Deinen Vergleich zulassen und rechtfertigen würden. Ich bitte Dich daher, dies(e Unterstellung) genau zu präzisieren! Außerdem dann im gleichen Atemzug  DEIN &#8220;mehr oder weniger&#8221; WAS soll das eigentlich heißen? Für MICH &#8230; und das einmal klar ausgedrückt: schlichtweg NICHTS!! Tut mir leid, aber nimm das bitte so zur Kenntnis, es musste einfach von mir einmal klargestellt werden! </p>
<p>Auch mir ist selbstverständlich der Name der PARAS, bzw. dessen Herkunft bekannt. In Punkto Kolumbien ist die ausführliche Namenserklärung  m.E. aber doch völlig irrelevant(VIEL wichtiger das PROBLEM!), da diese gewaltbereiten Gruppen (zumindest für mich), genauso oder vermutlich noch schlimmer als  zuvor die AUC,  außerhalb der Gesetze agieren. Das ist nun leider einmal Fakt, ob das nun in die eigene persönliche (Wunsch-)Denkungsweise passt oder nicht, da gibt es wirklich nichts zu beschönigen, zu entschuldigen oder zu verharmlosen. Dass sich angeblich die Interessen dieser bewaffneten Banden geändert haben, entschuldigt doch auch nichts, denn sie morden und plündern nicht minder. Eine Tolerierung, ja eine ZUSAMMENARBEIT(bei gemeinsamer Interessenlage)der einzelnen(normalerweise verfeindeten)Gruppen, wie auch mitunter mit Polizei &amp; Militär ist mir bekannt. Das Ganze ist mit einem fein gesponnenem aber gut funktionierendem  Netzwerk zu vergleichen, das alle Bevökerungsschichten und alle Politikerebenen einbindet. Daher nur schwer zu zerschlagen. Natürlich ist es AUGENWISCHEREI, weil die offizielle Demobilisierung der PARAS vielfach nur zum Schein erfolgte, bzw. die PARAS sich häufig nur vermeintlich  demobilisieren ließen,  aber es in Wahrheit gar keine PARAS, sondern z. B. Bauern waren. So bestehen die PARAS unter anderem Namen,  im großen und ganzen fort auch wenn sich im Lauf der Jahre deren Betätigungsfeld geändert haben mag. Alle haben nachweislich geraubt und gemordet und das hat sich doch bis zum heutigen Tage defacto NICHT GEÄNDERT! Konkrete Informationen sind auch vielerlei Gründen, eher rar und dürftig. Aber ich bin halt davon ausgegangen,dass Dir dies behannt sei.<br />
Weiter schreibst Du wörtlich &#8220;Das in der Realität noch Militärs sehr nahe an diesen neuen Organisationen stehen, ist ein großes Problem, dem sich das Militär selbst und die kolumbianische Justiz stellen müssen&#8221;. Das sehe ich genauso.</p>
<p>Hier noch einige relativ neuere Links zur Information zu diesem Thema:</p>
<p><a href="http://www.bpb.de/themen/HJSE5F,0,0,Kolumbien.html">http://www.bpb.de/themen/HJSE5F,0,0,Kolumbien.html</a></p>
<p><a href="http://de.indymedia.org/2008/03/210963.shtml">http://de.indymedia.org/2008/03/210963.shtml</a></p>
<p><a href="http://www.peacebrigades.ch/cop_news.htm">http://www.peacebrigades.ch/cop_news.htm</a></p>
<p><a href="http://www.kas.de/proj/home/pub/56/1/year-2007/dokument_id-10353/index.html">http://www.kas.de/proj/home/pub/56/1/year-2007/dokument_id-10353/index.html</a></p>
<p><a href="http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004851.html">http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004851.html</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Miguel</title>
		<link>http://www.kolumbien-blog.com/bewaffneter-konflikt/geiseln-frei-kolumbien#comment-4663</link>
		<dc:creator>Miguel</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Mar 2008 02:44:47 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.kolumbien-blog.com/kolumbien-heute/geiseln-frei-kolumbien#comment-4663</guid>
		<description>Carlo: Du sprichst Wahres gelassen aus. So mehr oder weniger redet Uribe die ganze Zeit wenn er sich über seine Seguridad Democrática auslässt.

Wegen der Bezeichnung PARAS, Aguilas Negras usw.: Die AUCs wurden mehr oder weniger offen von den offiziellen Streitkräften in den 90er Jahren unterstützt, zumindest toleriert. Daher der Name PARA (kommt aus dem Griechischen, viele haben es vielleicht aus dem Chemie-Unterricht noch in Erinnerung, die Ortho- und Parastellung der Atome). Während Ortho u.a. die Vorsilbe für richtig, streng ist, benennt Para etwas was neben dem eigentlichen steht, manchmal auch entgegen (daher die Stellungen der Atome in manchen Molekülen). Die Bezeichnung Paramilitär bezieht sich auf Organisationen die sich neben den offiziellen militärischen Einheiten um Aufgabe bemühen, die die offiziellen -und damit der Staat- nicht erfüllen können und/oder wollen. 

Das war in den 90er mit den AUCs der Fall, denn sie verstanden sich als die Einheiten gegen die Guerillas (ELN und FARC) in einem Kampf in dem sich die offiziellen Militärs -in den Augen der AUCs- nur wenig einsetzten.

Dies trifft nicht auf die Aguilas Negras oder den aufkommenden Banden zu. Sie erwachsen in Gebieten, die von den demobilisierten Paras verlassen wurden. Manchmal, vielleicht oftmals sind ehemalige Paras bei diesen aufkommenden Gruppen, manchmal können sie auch als Platzhalter der inhaftierten Paras gesehen werden. Der große Unterschied ist, dass sie nicht den Staat ersetzen wollen, wo dieser seine Aufgaben nicht wahrnimmt und was einst die AUCs vor hatten, sondern dass sie ganz gezielt um das von den AUCs hinterlassene Macht-Vakuum im Drogengeschäft kämpfen. Das macht sie zu Gegnern anderer im Drogengeschäft verwickelten wie die FARC. Kurioserweise gibt es Gegenden in denen über eine Zusammenarbeit zwischen Aguilas Negras und FARC oder Aguilas Negras und ELN berichtet wird.

Für die Benennung ist aber entscheidend, dass die heutigen Banden nicht vom Staat toleriert, von diesem auf der Liste der Terrororganisationen geführt werden und sie auch nicht in Abwesenheit des Staates dessen Gewaltmonopol ausüben, ist der Grund dafür, dass sie nicht PARAS genannt werden. Daher ist die Unterscheidung keine Augenwischerei, sondern stellt das Verhältnis von Staat zu den Aguilas dar: Keine Toleranz!

Das in der Realität noch Militärs sehr nahe an diesen neuen Organisationen stehen, ist ein großes Problem, dem sich das Militär selbst und die kolumbianische Justiz stellen müssen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Carlo: Du sprichst Wahres gelassen aus. So mehr oder weniger redet <a href="http://www.kolumbien-blog.com/lexikon/alvaro-uribe">Uribe</a> die ganze Zeit wenn er sich über seine Seguridad Democrática auslässt.</p>
<p>Wegen der Bezeichnung PARAS, Aguilas Negras usw.: Die AUCs wurden mehr oder weniger offen von den offiziellen Streitkräften in den 90er Jahren unterstützt, zumindest toleriert. Daher der Name PARA (kommt aus dem Griechischen, viele haben es vielleicht aus dem Chemie-Unterricht noch in Erinnerung, die Ortho- und Parastellung der Atome). Während Ortho u.a. die Vorsilbe für richtig, streng ist, benennt Para etwas was neben dem eigentlichen steht, manchmal auch entgegen (daher die Stellungen der Atome in manchen Molekülen). Die Bezeichnung Paramilitär bezieht sich auf Organisationen die sich neben den offiziellen militärischen Einheiten um Aufgabe bemühen, die die offiziellen -und damit der Staat- nicht erfüllen können und/oder wollen. </p>
<p>Das war in den 90er mit den AUCs der Fall, denn sie verstanden sich als die Einheiten gegen die Guerillas (ELN und FARC) in einem Kampf in dem sich die offiziellen Militärs -in den Augen der AUCs- nur wenig einsetzten.</p>
<p>Dies trifft nicht auf die Aguilas Negras oder den aufkommenden Banden zu. Sie erwachsen in Gebieten, die von den demobilisierten Paras verlassen wurden. Manchmal, vielleicht oftmals sind ehemalige Paras bei diesen aufkommenden Gruppen, manchmal können sie auch als Platzhalter der inhaftierten Paras gesehen werden. Der große Unterschied ist, dass sie nicht den Staat ersetzen wollen, wo dieser seine Aufgaben nicht wahrnimmt und was einst die AUCs vor hatten, sondern dass sie ganz gezielt um das von den AUCs hinterlassene Macht-Vakuum im Drogengeschäft kämpfen. Das macht sie zu Gegnern anderer im Drogengeschäft verwickelten wie die FARC. Kurioserweise gibt es Gegenden in denen über eine Zusammenarbeit zwischen Aguilas Negras und FARC oder Aguilas Negras und ELN berichtet wird.</p>
<p>Für die Benennung ist aber entscheidend, dass die heutigen Banden nicht vom Staat toleriert, von diesem auf der Liste der Terrororganisationen geführt werden und sie auch nicht in Abwesenheit des Staates dessen Gewaltmonopol ausüben, ist der Grund dafür, dass sie nicht PARAS genannt werden. Daher ist die Unterscheidung keine Augenwischerei, sondern stellt das Verhältnis von Staat zu den Aguilas dar: Keine Toleranz!</p>
<p>Das in der Realität noch Militärs sehr nahe an diesen neuen Organisationen stehen, ist ein großes Problem, dem sich das Militär selbst und die kolumbianische Justiz stellen müssen.</p>
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		<title>By: CARLO</title>
		<link>http://www.kolumbien-blog.com/bewaffneter-konflikt/geiseln-frei-kolumbien#comment-4658</link>
		<dc:creator>CARLO</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Mar 2008 23:20:57 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.kolumbien-blog.com/kolumbien-heute/geiseln-frei-kolumbien#comment-4658</guid>
		<description>@DAVID:
Ein mutiger wie auch interessanter Beitrag! 
Ich hätte mich allerdings, da Du ja, wie Du schreibst, an der internationalen Untersuchung der Vorfälle in  Angostura/Ecuador  teilgenommen hast, schon über etwas  an Information über die Ergebnisse  Neuigkeiten anlässlich der Untersuchungen gefreut. Oder gab es etwa vielleicht  keine? Ich denke, das wäre in jedem Fall von allgemeinem Interesse, da m.E. noch detaillierte Fragen offen sind und einer alles klärenden Aufarbeitung bedürfen Aber vielleicht berichtest Du ja noch in diesem Blog einmal darüber.  Denn ganz  aktuell erhebt  Ecuadors Präsident Correa gerade wieder schwere Anschuldigungen gegen Kolumbien in dieser(für mich) unrühmlichen und völkerrechtswidrigen, noch längst nicht aufgeklärten  Angelegenheit. 
 
Es ist schwierig eine fundierte Meinung in der existenziellen sozialpolitischen Frage Kolumbiens zu haben bzw. sich diese bilden und sie dann auch vertreten zu können. Eine für eine faire Meinungsbildung stets  erforderliche objektive Information ist(mir), speziell in Kolumbien, aufgrund mangelhafter oder wenn, dann doch meist nur mittels frisiert zugänglicher Sachkenntnis, kaum möglich.  Das ist SO aber unzureichend und von daher tendenziös. Eine Meinung basiert stets auf Fakten, hingegen ein Glauben, Denken aber nicht!
Die FARC(ich bin ein GEGNER der FARC, wie natürlich auch jeglicher anderer, nicht legitimer Gewalt und Kriminalität), z.B. ist m.E. mit all ihren negativen Seiten, nur EIN Teil des sozialen Gesamtproblems in Kolumbien. Zu einer längst überfälligen sozialen Umstrukturierung gehören ebenso die Beseitigung von ELN und PARAS(deren "Änderung" in “Aguilas Negras” und “Reinacer”, ist allenfalls als hirnrissige Augenwischerei zu bezeichnen), und vor allem aber die der Korruption. Außerdem muß dem  „Verschwinden vieler“ endlich der Kampf angesagt werden, die irgenwelchen Leuten, politischen Gruppierungen „nicht ins Bild passen“ und einfach so "aus dem Verkehr gezogen", ohne jemals wieder aufzutauchen bzw. das den Tätern der Prozeß gemacht wird. Ja, die Anzahl(tausende innerhalb der  letzten Jahre) der Verschwundenen wird behördlicherseits geschätzt und ist nur vage bekannt(für mich unerklärlich und nicht nachvollziehbar. WARUM? KANN man etwa oder WILL man das hierzulande nicht GENAU feststellen???). 

Es ist nicht meine Meinung, aber ich DENKE, eine politische Aufarbeitung, ev. mit einem anschließenden Neuanfang ist unerlässlich und längst überfällig! Den vorgenannten Gruppen muss UNBEDINGT die NAHRUNG entzogen werden, aber zuerst auf politischem Wege, mit landesweit besserer Erziehung und besseren Bildungschancen, und NUR als letztes Mittel sollte, wie auch sonst in Demokratien üblich, das Gewaltmonopol des Staates eingesetzt werden. ALLE GESETZESBRECHER aber, die großen wie die kleinen, gehören natürlich dann hinter Gitter. Ein dauerhafter Frieden in Kolumbien ist nur duch die Schaffung  und unbedingte Einhaltung eines wirklich souveränen Rechtsstaates mit Gewaltenteilung(Legislative, Exekutive, und Judikative) möglich.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@DAVID:<br />
Ein mutiger wie auch interessanter Beitrag!<br />
Ich hätte mich allerdings, da Du ja, wie Du schreibst, an der internationalen Untersuchung der Vorfälle in  Angostura/Ecuador  teilgenommen hast, schon über etwas  an Information über die Ergebnisse  Neuigkeiten anlässlich der Untersuchungen gefreut. Oder gab es etwa vielleicht  keine? Ich denke, das wäre in jedem Fall von allgemeinem Interesse, da m.E. noch detaillierte Fragen offen sind und einer alles klärenden Aufarbeitung bedürfen Aber vielleicht berichtest Du ja noch in diesem Blog einmal darüber.  Denn ganz  aktuell erhebt  Ecuadors Präsident Correa gerade wieder schwere Anschuldigungen gegen Kolumbien in dieser(für mich) unrühmlichen und völkerrechtswidrigen, noch längst nicht aufgeklärten  Angelegenheit. </p>
<p>Es ist schwierig eine fundierte Meinung in der existenziellen sozialpolitischen Frage Kolumbiens zu haben bzw. sich diese bilden und sie dann auch vertreten zu können. Eine für eine faire Meinungsbildung stets  erforderliche objektive Information ist(mir), speziell in Kolumbien, aufgrund mangelhafter oder wenn, dann doch meist nur mittels frisiert zugänglicher Sachkenntnis, kaum möglich.  Das ist SO aber unzureichend und von daher tendenziös. Eine Meinung basiert stets auf Fakten, hingegen ein Glauben, Denken aber nicht!<br />
Die FARC(ich bin ein GEGNER der FARC, wie natürlich auch jeglicher anderer, nicht legitimer Gewalt und Kriminalität), z.B. ist m.E. mit all ihren negativen Seiten, nur EIN Teil des sozialen Gesamtproblems in Kolumbien. Zu einer längst überfälligen sozialen Umstrukturierung gehören ebenso die Beseitigung von ELN und PARAS(deren &#8220;Änderung&#8221; in “Aguilas Negras” und “Reinacer”, ist allenfalls als hirnrissige Augenwischerei zu bezeichnen), und vor allem aber die der Korruption. Außerdem muß dem  „Verschwinden vieler“ endlich der Kampf angesagt werden, die irgenwelchen Leuten, politischen Gruppierungen „nicht ins Bild passen“ und einfach so &#8220;aus dem Verkehr gezogen&#8221;, ohne jemals wieder aufzutauchen bzw. das den Tätern der Prozeß gemacht wird. Ja, die Anzahl(tausende innerhalb der  letzten Jahre) der Verschwundenen wird behördlicherseits geschätzt und ist nur vage bekannt(für mich unerklärlich und nicht nachvollziehbar. WARUM? KANN man etwa oder WILL man das hierzulande nicht GENAU feststellen???). </p>
<p>Es ist nicht meine Meinung, aber ich DENKE, eine politische Aufarbeitung, ev. mit einem anschließenden Neuanfang ist unerlässlich und längst überfällig! Den vorgenannten Gruppen muss UNBEDINGT die NAHRUNG entzogen werden, aber zuerst auf politischem Wege, mit landesweit besserer Erziehung und besseren Bildungschancen, und NUR als letztes Mittel sollte, wie auch sonst in Demokratien üblich, das Gewaltmonopol des Staates eingesetzt werden. ALLE GESETZESBRECHER aber, die großen wie die kleinen, gehören natürlich dann hinter Gitter. Ein dauerhafter Frieden in Kolumbien ist nur duch die Schaffung  und unbedingte Einhaltung eines wirklich souveränen Rechtsstaates mit Gewaltenteilung(Legislative, Exekutive, und Judikative) möglich.</p>
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		<title>By: Miguel</title>
		<link>http://www.kolumbien-blog.com/bewaffneter-konflikt/geiseln-frei-kolumbien#comment-4633</link>
		<dc:creator>Miguel</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Mar 2008 19:30:49 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.kolumbien-blog.com/kolumbien-heute/geiseln-frei-kolumbien#comment-4633</guid>
		<description>Hallo David,

Du hast Recht, wenn Du die ehemaligen AUC als Verbrecher benennst. Da sind wir alle die hier im Blog schreiben ganz Deiner Meinung. Auch die Kolumbianer wissen es und sind Deiner Meinung. Allerdings wenn man ihnen dann im gleichen Atemzug die FARC nennt, fangen sie an zu relativieren. Es gibt Gründe dafür, die vor allem darin zu suchen sind, dass nun einmal die Paras die Antwort auf die FARC waren.

Aber so zu denken ist ein schlimmer Fehler. Ich kann die AUC nicht legitimieren, weil sie eine Antwort auf die FARC sein wollten. Ich kann die Verbrechen der FARC nicht legitimieren weil sie als Gegner die AUC oder das kolumbianische Militär haben. Ich kann Verbrechen des kolumbianischen Militärs nicht legitimieren, weil sie im Kampf gegen die FARC oder ELN gemacht werden. Man darf einfach nicht versuchen die Verbrechen der einen mit denen der anderen zu recht fertigen.

Deine Aussage, die FARC sei die einzige Organisation die den Kampf gegen die Kriegsverbrecher aufnehme, widerspricht der Realität. Erstens kämpft die FARC nicht gegen die PARAS. Ihr Feind ist der kolumbianische Staat. Zweitens gibt es seit der Aufgabe der AUC immer wieder Zusammenarbeit zwischen der FARC und den Nachfolgern der PARAS in Gebieten, in denen die AUC den Drogenhandel beherrschten. Genauso gibt es Kämpfe zwischen der ELN und der FARC um solche Gebiete, wie es sie auch zwischen der FARC und den neuen Banden oder alten Drogenbanden gibt. Die These, die FARC hätte es sich als Aufgabe gemacht, die Kriegsverbrecher der PARAS und ihre Nachfolger zu bekämpfen halte ich für falsch.

Aber selbts wenn sie dies wirklich machen würden - es wäre keine Rechtfertigung, die Zivilbevölkerung zu terrorisieren, entführen, gewählte Abgeordnete zu ermorden usw. . Das macht sie doch genau wie alle anderen Täter zu der gleichen Art Kriminellen.

Auch was das Schicksal der Gefangenen und der Geiseln angeht, kenne ich eine andere Realität: zuletzt wissen wir von elf Abgeordneten die in Geiselhaft erschossen wurden. Wir wissen dies, weil die FARC selber ihr Ableben mitteilte. Sie lehnt die Verantwortung ab, aber diese Menschen sind in der Geiselhaft umgekommen. 

In kolumbianischen Gefägnissen sitzen mehrer Hunderte Guerilleros. Sie alle leben noch, wurden wegen begangener Verbrechen verurteilt, nach der geltenden Rechtssprechung. Sie erhalten Besuche wie andere Gefangene auch und werden wie diese medizinisch Versorgt. Sie wissen, wann ihre Strafzeit abgesessen ist. Das sind große Unterschiede zu der Gefangenschaft durch die FARC. Es haben sich auch viele FARC und ELN- Leute gestellt. Wenn ihnen keine Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen werden, nehmen sie ohne Haftstrafe an Wiedereingliederungsprogammen teil. Diese Möglichkeit resultiert aus dem Gesetzt Justicia y Paz, von dem viele fälschlicherweise denken, dass es nur für die PARAs gelte. Etwa 600 der noch inhaftierten FARC-Kämpfer haben erklärt, dass sie unter keinen Umständen von der FARC freigetauscht werden wollen. 

Kannst Du belegen, welcher inhaftierte FARC-Kämpfer im Gefägnis umgekommen ist? Wenn Du einen Name hast, dann nenne ihn, die kolumbianische Staatsanwaltschaft nimmt den Fall auf. Anders ist es mit den Geiseln, die unter der Verantwortung der FARC sterben. Im besten Fall erhalten deren Angehörigen die sterblichen Überreste nach Wochen mit einer nicht zu verifizierenden Erklärung über die Todesursache. Da geht es diesen Angehörigen aber sogar noch besser als den Familien der FARC-Kämpfer, die von ihren Vorgesetzten wegen irgendwelcher Vergehen zu Tode verurteilt werden. Diese Familien erfahren nie, was aus ihren Angehörigen geworden ist oder wo und ob sie verscharrt wurden.

Mit den Aguilas Negras und den anderen Nachfolgern der AUCs hast Du vollkommen recht. Sie sind eine riesige Gefahr. Daher werden sie auch vom Staat bekämpft. In den letzten Tagen und Wochen ist es gelungen einige ihrer Führer gefangen zu nehmen oder zu töten. Aber gerade heute las ich in El Tiempo, dass Verbände der Aguilas Negras auch schon in Bogota sein sollen.

Daher ist die Politik Uribes der Seguridad Democratica für die meisten Kolumbianer so wichtig. Durch die Entwaffnung der AUCs ist die Gefahr von "Rechts" noch lange nicht weg. Vor allem da es sich bei den neuen nicht um politische Gruppen zu handeln scheint, sondern um Organisationen die im Drogengeschäft ihre Zukunft behaupten wollen. Oft gegen die FARC auch manchmal mit der FARC, eben wie es ihnen die Geschäfte und die Intelligenz ihrer Führer es am besten erscheinen lassen.

Ich denke ich kann für alle Blog-Leser und - Schreiber reden, wenn ich sage, dass wir Dir sehr dankbar wären, wenn Du uns etwas über die Ergebnisse der Untersuchung in Angostura erzählen könntest oder wo wir über diese mehr lesen könnten. Ich habe bisher nur diplomatisch getunte Erklärungen lesen können.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo David,</p>
<p>Du hast Recht, wenn Du die ehemaligen AUC als Verbrecher benennst. Da sind wir alle die hier im Blog schreiben ganz Deiner Meinung. Auch die Kolumbianer wissen es und sind Deiner Meinung. Allerdings wenn man ihnen dann im gleichen Atemzug die FARC nennt, fangen sie an zu relativieren. Es gibt Gründe dafür, die vor allem darin zu suchen sind, dass nun einmal die Paras die Antwort auf die FARC waren.</p>
<p>Aber so zu denken ist ein schlimmer Fehler. Ich kann die AUC nicht legitimieren, weil sie eine Antwort auf die FARC sein wollten. Ich kann die Verbrechen der FARC nicht legitimieren weil sie als Gegner die AUC oder das kolumbianische Militär haben. Ich kann Verbrechen des kolumbianischen Militärs nicht legitimieren, weil sie im Kampf gegen die FARC oder ELN gemacht werden. Man darf einfach nicht versuchen die Verbrechen der einen mit denen der anderen zu recht fertigen.</p>
<p>Deine Aussage, die FARC sei die einzige Organisation die den Kampf gegen die Kriegsverbrecher aufnehme, widerspricht der Realität. Erstens kämpft die FARC nicht gegen die PARAS. Ihr Feind ist der kolumbianische Staat. Zweitens gibt es seit der Aufgabe der AUC immer wieder Zusammenarbeit zwischen der FARC und den Nachfolgern der PARAS in Gebieten, in denen die AUC den Drogenhandel beherrschten. Genauso gibt es Kämpfe zwischen der ELN und der FARC um solche Gebiete, wie es sie auch zwischen der FARC und den neuen Banden oder alten Drogenbanden gibt. Die These, die FARC hätte es sich als Aufgabe gemacht, die Kriegsverbrecher der PARAS und ihre Nachfolger zu bekämpfen halte ich für falsch.</p>
<p>Aber selbts wenn sie dies wirklich machen würden - es wäre keine Rechtfertigung, die Zivilbevölkerung zu terrorisieren, entführen, gewählte Abgeordnete zu ermorden usw. . Das macht sie doch genau wie alle anderen Täter zu der gleichen Art Kriminellen.</p>
<p>Auch was das Schicksal der Gefangenen und der <a href="http://www.kolumbien-blog.com/bewaffneter-konflikt/entfuehrungen-kolumbien">Geiseln</a> angeht, kenne ich eine andere Realität: zuletzt wissen wir von elf Abgeordneten die in Geiselhaft erschossen wurden. Wir wissen dies, weil die FARC selber ihr Ableben mitteilte. Sie lehnt die Verantwortung ab, aber diese Menschen sind in der Geiselhaft umgekommen. </p>
<p>In kolumbianischen Gefägnissen sitzen mehrer Hunderte Guerilleros. Sie alle leben noch, wurden wegen begangener Verbrechen verurteilt, nach der geltenden Rechtssprechung. Sie erhalten Besuche wie andere Gefangene auch und werden wie diese medizinisch Versorgt. Sie wissen, wann ihre Strafzeit abgesessen ist. Das sind große Unterschiede zu der Gefangenschaft durch die FARC. Es haben sich auch viele FARC und ELN- Leute gestellt. Wenn ihnen keine Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen werden, nehmen sie ohne Haftstrafe an Wiedereingliederungsprogammen teil. Diese Möglichkeit resultiert aus dem Gesetzt Justicia y Paz, von dem viele fälschlicherweise denken, dass es nur für die PARAs gelte. Etwa 600 der noch inhaftierten FARC-Kämpfer haben erklärt, dass sie unter keinen Umständen von der FARC freigetauscht werden wollen. </p>
<p>Kannst Du belegen, welcher inhaftierte FARC-Kämpfer im Gefägnis umgekommen ist? Wenn Du einen Name hast, dann nenne ihn, die kolumbianische Staatsanwaltschaft nimmt den Fall auf. Anders ist es mit den <a href="http://www.kolumbien-blog.com/bewaffneter-konflikt/entfuehrungen-kolumbien">Geiseln</a>, die unter der Verantwortung der FARC sterben. Im besten Fall erhalten deren Angehörigen die sterblichen Überreste nach Wochen mit einer nicht zu verifizierenden Erklärung über die Todesursache. Da geht es diesen Angehörigen aber sogar noch besser als den Familien der FARC-Kämpfer, die von ihren Vorgesetzten wegen irgendwelcher Vergehen zu Tode verurteilt werden. Diese Familien erfahren nie, was aus ihren Angehörigen geworden ist oder wo und ob sie verscharrt wurden.</p>
<p>Mit den Aguilas Negras und den anderen Nachfolgern der AUCs hast Du vollkommen recht. Sie sind eine riesige Gefahr. Daher werden sie auch vom Staat bekämpft. In den letzten Tagen und Wochen ist es gelungen einige ihrer Führer gefangen zu nehmen oder zu töten. Aber gerade heute las ich in El Tiempo, dass Verbände der Aguilas Negras auch schon in Bogota sein sollen.</p>
<p>Daher ist die Politik Uribes der Seguridad Democratica für die meisten Kolumbianer so wichtig. Durch die Entwaffnung der AUCs ist die Gefahr von &#8220;Rechts&#8221; noch lange nicht weg. Vor allem da es sich bei den neuen nicht um politische Gruppen zu handeln scheint, sondern um Organisationen die im Drogengeschäft ihre Zukunft behaupten wollen. Oft gegen die FARC auch manchmal mit der FARC, eben wie es ihnen die Geschäfte und die Intelligenz ihrer Führer es am besten erscheinen lassen.</p>
<p>Ich denke ich kann für alle Blog-Leser und - Schreiber reden, wenn ich sage, dass wir Dir sehr dankbar wären, wenn Du uns etwas über die Ergebnisse der Untersuchung in Angostura erzählen könntest oder wo wir über diese mehr lesen könnten. Ich habe bisher nur diplomatisch getunte Erklärungen lesen können.</p>
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