<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	>
<channel>
	<title>Comments on: Farc - keine Terrororganisation?</title>
	<atom:link href="http://www.kolumbien-blog.com/bewaffneter-konflikt/farc-keine-terrororganisation/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.kolumbien-blog.com/bewaffneter-konflikt/farc-keine-terrororganisation</link>
	<description>Aktuelle Kolumbien Nachrichten, Reportagen, Fotos und Reiseberichte aus Kolumbien!</description>
	<pubDate>Sat, 11 Oct 2008 23:26:46 +0000</pubDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.5.1</generator>
		<item>
		<title>By: Salvo</title>
		<link>http://www.kolumbien-blog.com/bewaffneter-konflikt/farc-keine-terrororganisation#comment-5374</link>
		<dc:creator>Salvo</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Jun 2008 10:36:18 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.kolumbien-blog.com/kolumbien-heute/farc-keine-terrororganisation#comment-5374</guid>
		<description>Der Link kam irgenwie nicht mit :o)). Hier nochmal

http://www.books.ch/shop/action/productDetails?aUrl=90007790&#38;artiId=1486833</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der Link kam irgenwie nicht mit :o)). Hier nochmal</p>
<p><a href="http://www.books.ch/shop/action/productDetails?aUrl=90007790&amp;artiId=1486833" rel="nofollow">http://www.books.ch/shop/action/productDetails?aUrl=90007790&amp;artiId=1486833</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Salvo</title>
		<link>http://www.kolumbien-blog.com/bewaffneter-konflikt/farc-keine-terrororganisation#comment-5373</link>
		<dc:creator>Salvo</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Jun 2008 10:33:09 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.kolumbien-blog.com/kolumbien-heute/farc-keine-terrororganisation#comment-5373</guid>
		<description>Hallo 

Lest mal dieses Buch von Raul Zelik mit dem Namen Kolumbien. Hat mich echt zum Nachdenken gebracht. ( Siehe Link sofern er funktioniert )

Mein Kommentar zu FARC- Keine Terrororganisation? folgt noch.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo </p>
<p>Lest mal dieses Buch von Raul Zelik mit dem Namen Kolumbien. Hat mich echt zum Nachdenken gebracht. ( Siehe Link sofern er funktioniert )</p>
<p>Mein Kommentar zu FARC- Keine Terrororganisation? folgt noch.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Pedro</title>
		<link>http://www.kolumbien-blog.com/bewaffneter-konflikt/farc-keine-terrororganisation#comment-4833</link>
		<dc:creator>Pedro</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Mar 2008 18:28:09 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.kolumbien-blog.com/kolumbien-heute/farc-keine-terrororganisation#comment-4833</guid>
		<description>auch wenn ich es alles im nachhinein lese, super spannend und interesannt. super wie viele so viele zusammenhänge kennen und sie auch bildlich darstellen vermögen. 
der letzte eintrag ist vom 4. feb. und seither tat sich doch so einiges rund um die farc. 

ich versuche und zusammen mit den andern artikeln etwas blauäugig neue impulse in diesen artikel einfliessen zu lassen. es sind nicht meine ansichten oder standpunkte welche ihr mir dann aus meinem schädel hämmern müsst. nur ein bisschen andere anschauungsweisen, aus welchen sich vielleicht neue schlüsse ziehen lassen !!!!

immer wieder und fast überall wird die farc als terrorgruppe welche sich aus dem anbau von drogen finanziert, von allen seiten verurteilt. was die drogen und deren nutzen  als solches betrifft, für die eigenerhaltung und finanzierung auch stimmt.

wenn andere das gleiche tun, dann ist es also nie das gleiche weil sie nicht der farc angehören. 

oder brutal böse ausgedruckt:
sie sind heute: aus der farc abgesprungene edelleute. dürfen das selbe tun (drogen anbauen, morden, vertreiben, usw.) sind aber, da sie sich in der gesellschaft eingegliedert haben (und das entnehme ich auch aus den obigen darstellungen: eher schlecht als recht) gesetzlich eher unantastbar. (so lange sie sich nicht erwischen lassen) und dürfen sich in der gesellschaft teilweise auch politisch engagieren.

wiederum von irgend einem eintrag und dieser auffassung bin auch ich:
was gewinnen die farc, wenn sie ihre waffen ablegen? grundsätzlich nichts ausser ländereien welche sich zum anbau von drogen eignen. (was sie danach aber nicht tun dürfen) 

hmm, das geht doch nie und nimmer auf !!!!

was gewinnen sie wenn sie weiter machen? 
politische wieranerkennung? wenn Hugo sagt ich erkenne sie als politische organisation an. schreien danach alle: nein unmöglich, die sind NUR terroristen. die dürfen NIE MEHR eine politische Macht darstellen. und auch keine politischen Ziele verfolgen. (sprich: vielleicht gleich rote anschaungsweise wie die meisten andern südamerikanischen länder. anti USA). 

FARC keine Terrororganisation? hiess der titel.

teile des korrupten militärs, aufgelöste oder doch nicht aufgelöste gruppierungen wie paras sind also keine Terrororganisationen. 
ach nein, dass darf ich so nicht schreiben, denn sonst trete ich irgend jemandem auf die füsse.

aber was ist FARC letztendlich, was waren ihre ursprünglichen Motive? hatten diese einen politischen Hintergrund? was tut Farc heute? ich glaube selbsterhaltung um vielleicht später wieder diese ziele verfolgen zu können was sie einst begannen.
hier und auf andern seiten wird gerne mit andern ländern verglichen. ich würde es lieber sehen wenn mit andern Völkern aus vergangenen Zeiten verglichen würde, denn dann kommt man dem springenden Punkt vielleicht näher: Unterordnung. letztendlich ist es nämlich das, was man mit der Farc machen will. unterordnen, keine weiteren Rechte geben, als sich ohne waffen selbst ernähren zu können. so wie es man mit den Indianern tut. dritt und viertklassiger boden. das ist gerade gut genung für die indios. mehr gesteht ihnen die regierung nicht zu. und den paras überlassener boden kriegen sie ja eh NIE wieder zurück. dazu wurde ja justiz und paz gemacht...

warum also sich ergeben wollen. warum nicht mit dem was sie haben versuchen wieder politischen druck ausüben. politische wiederanerkennung anstreben ehe sie sich ergeben. erst eine politische anerkennung und danach vielleicht frieden. denn durch eine politische anerkennung wird ihnen (mehr oder weniger) gewährt, dass sie ihre ursprünglichen ziele wieder verfolgen dürfen. durch eingliederung und unterordnung sind ihnen sonst zukünftig die hände gebunden. und durch eingliederung und unterordnung verlieren sie das was sie sind: eine organisation welche in den bergen agiert und welche (so lange sie sich gut maskieren) auch nicht erkannt werden. 

aber heute ist farc in aller auge nur noch das was es heute ist: eine terrorgroppe. 

wenn ein stier in eine stierkampfarena kommt ist er in erster linie ein stier und nichts anderes. er wird aber zur bestie wenn ringsherum alle auf ihn einstechen. und das volk jubelt wenn er niedergestreckt ist. 

wow, so soll es also mit der farc enden? keine Freiheitskämpfer mehr mit eigenen politischen zielen. 

in diese richtung habt ihr nie disskutiert. nur das heute angesehen. irgendwie bedauere ich das. 
jaja, ich weiss: was gewinnt die farc, was gewinnen alle. frieden, glück und eierkuchen. 
hier bin ich nicht ganz dieser ansicht. ich glaube, dass die farc nur verliert aber alle andern gewinnen. und ich denke, dass ist auch die ansicht der farc selbst!
die antworten dazu geben ja alle: die farc ist NUR eine terroreinheit und als solche zu vernichten wie die 4-beinige bestie in der arena.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>auch wenn ich es alles im nachhinein lese, super spannend und interesannt. super wie viele so viele zusammenhänge kennen und sie auch bildlich darstellen vermögen.<br />
der letzte eintrag ist vom 4. feb. und seither tat sich doch so einiges rund um die farc. </p>
<p>ich versuche und zusammen mit den andern artikeln etwas blauäugig neue impulse in diesen artikel einfliessen zu lassen. es sind nicht meine ansichten oder standpunkte welche ihr mir dann aus meinem schädel hämmern müsst. nur ein bisschen andere anschauungsweisen, aus welchen sich vielleicht neue schlüsse ziehen lassen !!!!</p>
<p>immer wieder und fast überall wird die farc als terrorgruppe welche sich aus dem anbau von drogen finanziert, von allen seiten verurteilt. was die drogen und deren nutzen  als solches betrifft, für die eigenerhaltung und finanzierung auch stimmt.</p>
<p>wenn andere das gleiche tun, dann ist es also nie das gleiche weil sie nicht der farc angehören. </p>
<p>oder brutal böse ausgedruckt:<br />
sie sind heute: aus der farc abgesprungene edelleute. dürfen das selbe tun (drogen anbauen, morden, vertreiben, usw.) sind aber, da sie sich in der gesellschaft eingegliedert haben (und das entnehme ich auch aus den obigen darstellungen: eher schlecht als recht) gesetzlich eher unantastbar. (so lange sie sich nicht erwischen lassen) und dürfen sich in der gesellschaft teilweise auch politisch engagieren.</p>
<p>wiederum von irgend einem eintrag und dieser auffassung bin auch ich:<br />
was gewinnen die farc, wenn sie ihre waffen ablegen? grundsätzlich nichts ausser ländereien welche sich zum anbau von drogen eignen. (was sie danach aber nicht tun dürfen) </p>
<p>hmm, das geht doch nie und nimmer auf !!!!</p>
<p>was gewinnen sie wenn sie weiter machen?<br />
politische wieranerkennung? wenn Hugo sagt ich erkenne sie als politische organisation an. schreien danach alle: nein unmöglich, die sind NUR terroristen. die dürfen NIE MEHR eine politische Macht darstellen. und auch keine politischen Ziele verfolgen. (sprich: vielleicht gleich rote anschaungsweise wie die meisten andern südamerikanischen länder. anti USA). </p>
<p>FARC keine Terrororganisation? hiess der titel.</p>
<p>teile des korrupten militärs, aufgelöste oder doch nicht aufgelöste gruppierungen wie paras sind also keine Terrororganisationen.<br />
ach nein, dass darf ich so nicht schreiben, denn sonst trete ich irgend jemandem auf die füsse.</p>
<p>aber was ist FARC letztendlich, was waren ihre ursprünglichen Motive? hatten diese einen politischen Hintergrund? was tut Farc heute? ich glaube selbsterhaltung um vielleicht später wieder diese ziele verfolgen zu können was sie einst begannen.<br />
hier und auf andern seiten wird gerne mit andern ländern verglichen. ich würde es lieber sehen wenn mit andern Völkern aus vergangenen Zeiten verglichen würde, denn dann kommt man dem springenden Punkt vielleicht näher: Unterordnung. letztendlich ist es nämlich das, was man mit der Farc machen will. unterordnen, keine weiteren Rechte geben, als sich ohne waffen selbst ernähren zu können. so wie es man mit den Indianern tut. dritt und viertklassiger boden. das ist gerade gut genung für die indios. mehr gesteht ihnen die regierung nicht zu. und den paras überlassener boden kriegen sie ja eh NIE wieder zurück. dazu wurde ja justiz und paz gemacht&#8230;</p>
<p>warum also sich ergeben wollen. warum nicht mit dem was sie haben versuchen wieder politischen druck ausüben. politische wiederanerkennung anstreben ehe sie sich ergeben. erst eine politische anerkennung und danach vielleicht frieden. denn durch eine politische anerkennung wird ihnen (mehr oder weniger) gewährt, dass sie ihre ursprünglichen ziele wieder verfolgen dürfen. durch eingliederung und unterordnung sind ihnen sonst zukünftig die hände gebunden. und durch eingliederung und unterordnung verlieren sie das was sie sind: eine organisation welche in den bergen agiert und welche (so lange sie sich gut maskieren) auch nicht erkannt werden. </p>
<p>aber heute ist farc in aller auge nur noch das was es heute ist: eine terrorgroppe. </p>
<p>wenn ein stier in eine stierkampfarena kommt ist er in erster linie ein stier und nichts anderes. er wird aber zur bestie wenn ringsherum alle auf ihn einstechen. und das volk jubelt wenn er niedergestreckt ist. </p>
<p>wow, so soll es also mit der farc enden? keine Freiheitskämpfer mehr mit eigenen politischen zielen. </p>
<p>in diese richtung habt ihr nie disskutiert. nur das heute angesehen. irgendwie bedauere ich das.<br />
jaja, ich weiss: was gewinnt die farc, was gewinnen alle. frieden, glück und eierkuchen.<br />
hier bin ich nicht ganz dieser ansicht. ich glaube, dass die farc nur verliert aber alle andern gewinnen. und ich denke, dass ist auch die ansicht der farc selbst!<br />
die antworten dazu geben ja alle: die farc ist NUR eine terroreinheit und als solche zu vernichten wie die 4-beinige bestie in der arena.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Alfonso</title>
		<link>http://www.kolumbien-blog.com/bewaffneter-konflikt/farc-keine-terrororganisation#comment-3508</link>
		<dc:creator>Alfonso</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Feb 2008 12:00:53 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.kolumbien-blog.com/kolumbien-heute/farc-keine-terrororganisation#comment-3508</guid>
		<description>Das ist auch auf Spanisch, jedoch passt es zum Thema. Es ist zwar sarkastisch angehaucht, beinhaltet jedoch Fakten und ist ernst zu nehmen.

Señor Hugo Chávez Frías 
República Bolivariana de Venezuela Te escribo, apreciado Hugo, desde este país liberado pornuestro compatriota Simón Bolívar (aquel visionario que dijoque Venezuela era un cuartel, Ecuador un convento y Colombiauna universidad) para agradecerte los innumerables favores quele has prestado al pueblo colombiano. Y es que desde que se la montaste a Álvaro Uribe, sólo cosasbuenas nos han ocurrido. Para empezar, sin tu colaboraciónhubiera sido muy difícil que nuestro Presidente alcanzara elrespaldo del 81% de los colombianos, apoyo que no tieneantecedentes en un país en el que a los gobernantes les suelecaer el sol en las espaldas de forma prematura. Si algo has logrado con tus salidas de ropa es que loscolombianos agradezcamos no ser venezolanos y padecer unpresidente como tú. Entre más te conocemos, más queremos aUribe. También lograste que, en un país en el que todo el mundojala para su lado, todos nos unamos y sepamos muy bien quiénesson nuestros amigos y nuestros enemigos. Tus coqueteos descarados con las Farc nos han prestado un dobleservicio. Primero, el 76% de los colombianos no te quiere nipoquito. Y, segundo, el 96% de nuestros compatriotas ya tieneclaro que nuestra peor peste son las Farc. Además, eseamancebamiento que mantienes con nuestra guerrilla ha sido elmayor aliciente de la gigantesca marcha que medio mundo hará el4 de febrero para rechazar, con nombre propio, a los muchachosde tu admirado 'Marulanda'. Gracias por encartarte con un ser tan detestable como PiedadCórdoba. Ya que la quieres tanto, llévatela del todo, al fin yal cabo, ella parece más de allá que de acá. Eso sí, tencuidado. La ambición de esa mujer no tiene límites y parasaciar sus ansias de poder de pronto hasta se te mete en lascobijas. Lo que debe resultarte muy incómodo si, como aseguraD'artagnan, en materia sexual eres vegetariano. Gracias a tus patanerías, el mundo nos está parando más bolasque nunca. Y a Uribe le han dado recibimiento de héroe en suvisita por Europa. No tanto por la lucha que ha adelantadocontra el terrorismo sino por tener que soportar a un vecinocomo tú. Gracias a tus trasnochados insultos al 'Imperio', en una semanahemos tenido la visita del militar de mayor graduación de esepaís, del Jefe de la DEA y de la Secretaria de Estado. ¡Porfavor, no te calles y dedícanos otros dos 'Aló Presidente',para que nos aprueben a pupitrazo el TLC! Gracias a las deferencias que tienes con tus socios de lasFarc, nuestro país ha dejado de ser el principal exportador dedroga del mundo. Ahora la coca y la heroína se envían desde tusaeropuertos bolivarianos. ¡Gracias por quitarnos ese estigma,gentil coronel! Y no podría terminar estas letras sin agradecerte por gastarlos petrodólares que sudan tus compatriotas para pagarles a lasFarc porque liberen a nuestros compatriotas. ¡Eso sí esgenerosidad! Sólo me resta pedirte que sigas con tus diatribas dominicales,porque ellas son el mejor estímulo para que los colombianosreelijamos a Álvaro Uribe en el 2010. Compatriota y admirador.  Cordial saludo.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist auch auf Spanisch, jedoch passt es zum Thema. Es ist zwar sarkastisch angehaucht, beinhaltet jedoch Fakten und ist ernst zu nehmen.</p>
<p>Señor Hugo Chávez Frías<br />
República Bolivariana de Venezuela Te escribo, apreciado Hugo, desde este país liberado pornuestro compatriota Simón Bolívar (aquel visionario que dijoque Venezuela era un cuartel, Ecuador un convento y Colombiauna universidad) para agradecerte los innumerables favores quele has prestado al pueblo colombiano. Y es que desde que se la montaste a Álvaro <a href="http://www.kolumbien-blog.com/lexikon/alvaro-uribe">Uribe</a>, sólo cosasbuenas nos han ocurrido. Para empezar, sin tu colaboraciónhubiera sido muy difícil que nuestro Presidente alcanzara elrespaldo del 81% de los colombianos, apoyo que no tieneantecedentes en un país en el que a los gobernantes les suelecaer el sol en las espaldas de forma prematura. Si algo has logrado con tus salidas de ropa es que loscolombianos agradezcamos no ser venezolanos y padecer unpresidente como tú. Entre más te conocemos, más queremos aUribe. También lograste que, en un país en el que todo el mundojala para su lado, todos nos unamos y sepamos muy bien quiénesson nuestros amigos y nuestros enemigos. Tus coqueteos descarados con las Farc nos han prestado un dobleservicio. Primero, el 76% de los colombianos no te quiere nipoquito. Y, segundo, el 96% de nuestros compatriotas ya tieneclaro que nuestra peor peste son las Farc. Además, eseamancebamiento que mantienes con nuestra guerrilla ha sido elmayor aliciente de la gigantesca marcha que medio mundo hará el4 de febrero para rechazar, con nombre propio, a los muchachosde tu admirado &#8216;Marulanda&#8217;. Gracias por encartarte con un ser tan detestable como PiedadCórdoba. Ya que la quieres tanto, llévatela del todo, al fin yal cabo, ella parece más de allá que de acá. Eso sí, tencuidado. La ambición de esa mujer no tiene límites y parasaciar sus ansias de poder de pronto hasta se te mete en lascobijas. Lo que debe resultarte muy incómodo si, como aseguraD&#8217;artagnan, en materia sexual eres vegetariano. Gracias a tus patanerías, el mundo nos está parando más bolasque nunca. Y a <a href="http://www.kolumbien-blog.com/lexikon/alvaro-uribe">Uribe</a> le han dado recibimiento de héroe en suvisita por Europa. No tanto por la lucha que ha adelantadocontra el terrorismo sino por tener que soportar a un vecinocomo tú. Gracias a tus trasnochados insultos al &#8216;Imperio&#8217;, en una semanahemos tenido la visita del militar de mayor graduación de esepaís, del Jefe de la DEA y de la Secretaria de Estado. ¡Porfavor, no te calles y dedícanos otros dos &#8216;Aló Presidente&#8217;,para que nos aprueben a pupitrazo el <a href="http://www.kolumbien-blog.com/lexikon/tlc">TLC</a>! Gracias a las deferencias que tienes con tus socios de lasFarc, nuestro país ha dejado de ser el principal exportador dedroga del mundo. Ahora la coca y la heroína se envían desde tusaeropuertos bolivarianos. ¡Gracias por quitarnos ese estigma,gentil coronel! Y no podría terminar estas letras sin agradecerte por gastarlos petrodólares que sudan tus compatriotas para pagarles a lasFarc porque liberen a nuestros compatriotas. ¡Eso sí esgenerosidad! Sólo me resta pedirte que sigas con tus diatribas dominicales,porque ellas son el mejor estímulo para que los colombianosreelijamos a Álvaro <a href="http://www.kolumbien-blog.com/lexikon/alvaro-uribe">Uribe</a> en el 2010. Compatriota y admirador.  Cordial saludo.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: André</title>
		<link>http://www.kolumbien-blog.com/bewaffneter-konflikt/farc-keine-terrororganisation#comment-3489</link>
		<dc:creator>André</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Jan 2008 01:38:02 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.kolumbien-blog.com/kolumbien-heute/farc-keine-terrororganisation#comment-3489</guid>
		<description>Nachfolgendes ist zwar auf spanisch, aber passt zum Thema, es ist eine E-Mail die sich per E-Mail durch das Land verbreitet...

Señor presidente Chávez,

En nombre de la gente de Colombia, no del gobierno ni de ninguna entidad gubernamental, quisiéramos darle las mas sinceras gracias por sus oficios como mediador en la liberación de las dos secuestradas Clara Rojas y Consuelo González.

Son de todos muy conocidas, por sus recientes acciones y declaraciones, las grandes razones humanitarias que lo han motivado a ser el gran intermediario en el conflicto que vive nuestra bella Colombia desde hace tantos años.

Por eso, estamos todos seguros que usted, Presidente Chávez, es capaz de lograr la liberación de los restantes 698 secuestrados por las FARC.

A cambio de eso, Presidente Chávez, y a nombre de la gran mayoría de Colombianos, le extiendo una mano con nuestros mejores deseos para usted y una lista de regalos.

Le damos las FARC y al ELN, todas para usted. No nos las merecemos, nuestro egoísmo hace que rechacemos a estas personas tan humanitarias, llévenselas usted y disfrútenlas.

Le damos toda la droga que esta en los territorios donde se esconden las FARC, haga lo que le plazca con ella. Regálensela a los jóvenes europeos que constantemente hacen colectas para ayudar a las guerrillas, creo que se lo merecen.

Le damos todas las minas quiebra patas que han puesto las FARC en nuestra tierra, le damos los burros-bombas, le damos los cilindros explosivos con lo que se han destruido humildes pueblos.

Le damos a todos los que odian a Colombia, le damos a Piedad Córdoba, úsela a su antojo, disfrútela.

Le damos a todos los violentos, los delincuentes, los políticos corruptos. Le damos el gobierno de transición que Piedad Córdoba le prometió a Simón Trinidad.

Le damos a Simón Trinidad, cuando cumpla su condena en los Estados Unidos, se lo puede llevar también. Le damos el terrorismo que asola nuestra nación, cójaselo para usted. Cuando ya lo tenga, llámelo como quiera 'beligerancia', 'humanismo', 'altruismo', 'proyecto Bolivariano'.

Le damos a los paramilitares, triste consecuencia de las acciones 'humanitarias' de las guerrillas. Le damos nuestras lagrimas, nuestros miedos, nuestros temores, nuestras pesadillas, nuestro dolor, nuestros más funestos recuerdos.

Le damos todo eso, presidente, si disfrútelo y compártalo con todos los que lo aplauden, con todos los que alientan su proyecto Bolivariano.

Por favor, no lo devuelva, es todo suyo. Se lo damos de
todo corazón.

Respetuosamente,

UN COLOMBIANO MAS.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nachfolgendes ist zwar auf spanisch, aber passt zum Thema, es ist eine E-Mail die sich per E-Mail durch das Land verbreitet&#8230;</p>
<p>Señor presidente Chávez,</p>
<p>En nombre de la gente de Colombia, no del gobierno ni de ninguna entidad gubernamental, quisiéramos darle las mas sinceras gracias por sus oficios como mediador en la liberación de las dos secuestradas Clara Rojas y Consuelo González.</p>
<p>Son de todos muy conocidas, por sus recientes acciones y declaraciones, las grandes razones humanitarias que lo han motivado a ser el gran intermediario en el conflicto que vive nuestra bella Colombia desde hace tantos años.</p>
<p>Por eso, estamos todos seguros que usted, Presidente Chávez, es capaz de lograr la liberación de los restantes 698 secuestrados por las FARC.</p>
<p>A cambio de eso, Presidente Chávez, y a nombre de la gran mayoría de Colombianos, le extiendo una mano con nuestros mejores deseos para usted y una lista de regalos.</p>
<p>Le damos las FARC y al ELN, todas para usted. No nos las merecemos, nuestro egoísmo hace que rechacemos a estas personas tan humanitarias, llévenselas usted y disfrútenlas.</p>
<p>Le damos toda la droga que esta en los territorios donde se esconden las FARC, haga lo que le plazca con ella. Regálensela a los jóvenes europeos que constantemente hacen colectas para ayudar a las guerrillas, creo que se lo merecen.</p>
<p>Le damos todas las minas quiebra patas que han puesto las FARC en nuestra tierra, le damos los burros-bombas, le damos los cilindros explosivos con lo que se han destruido humildes pueblos.</p>
<p>Le damos a todos los que odian a Colombia, le damos a Piedad Córdoba, úsela a su antojo, disfrútela.</p>
<p>Le damos a todos los violentos, los delincuentes, los políticos corruptos. Le damos el gobierno de transición que Piedad Córdoba le prometió a Simón Trinidad.</p>
<p>Le damos a Simón Trinidad, cuando cumpla su condena en los Estados Unidos, se lo puede llevar también. Le damos el terrorismo que asola nuestra nación, cójaselo para usted. Cuando ya lo tenga, llámelo como quiera &#8216;beligerancia&#8217;, &#8216;humanismo&#8217;, &#8216;altruismo&#8217;, &#8216;proyecto Bolivariano&#8217;.</p>
<p>Le damos a los paramilitares, triste consecuencia de las acciones &#8216;humanitarias&#8217; de las guerrillas. Le damos nuestras lagrimas, nuestros miedos, nuestros temores, nuestras pesadillas, nuestro dolor, nuestros más funestos recuerdos.</p>
<p>Le damos todo eso, presidente, si disfrútelo y compártalo con todos los que lo aplauden, con todos los que alientan su proyecto Bolivariano.</p>
<p>Por favor, no lo devuelva, es todo suyo. Se lo damos de<br />
todo corazón.</p>
<p>Respetuosamente,</p>
<p>UN COLOMBIANO MAS.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Marco</title>
		<link>http://www.kolumbien-blog.com/bewaffneter-konflikt/farc-keine-terrororganisation#comment-3488</link>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Jan 2008 12:49:47 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.kolumbien-blog.com/kolumbien-heute/farc-keine-terrororganisation#comment-3488</guid>
		<description>Hallo zusammen,

danke für die antworten. und ich freue mich über deine sehr ausführliche Miguel aber ich glaube ich habe das thema schon zu oft diskutiert. 
also, vorneweg, die farc gilt auch in europa als terroristische organisation. das sie ihre politischen ziele verloren hat ist wohl bei den meisten bekannt. ich denke genauso wie du das sie diese nur noch als vorwand vorschiebt und zwischenzeitlich lediglich profitorientiert handelt. 

Jens hat vollkommen recht wenn er meint das man gewalt nicht gegeneinander aufrechnen kann. aber das problem ist in meinen augen dass nur die verbrechen der einen seite angeprangert werden und die der anderen, der paras verharmlost und politisch nahezu legitimiert werden.

sie sind im parlament vertreten, im DAS und auch die armee arbeitet mit ihnen zusammen. Das paras keine menschen entführt haben stimmt nicht. siehe http://www.derechoshumanos.gov.co/observatorio/04_publicaciones/04_02_temas/autoespa/cap1.htm
und das sich die paras vollständig aufgelöst haben glaubst du doch nicht im ernst oder? sicher sind viele demobilisiert worden aber bei weitem nicht alle. und selbst die, die demobilisiert wurden machen danach einfach unter anderem namen weiter. zusätzlich wurden nach eigenen aussagen leute für die demobilisierung angeheuert um diese vorzutäuschen.

justicia y paz... bei aller liebe, aber das gesetz ist eine katastrophe und verstößt gegen geltendes menschenrecht. die rechte auf strafverfolgung und wiedergutmachung von millionen von vertriebenen werden missachtet. die strafe von 8 jahren ist lediglich die maximalstrafe. in den meisten fällen bekommen sie nicht mal das wenn ihnen nicht gerade ein massenmord nachgewiesen wird. die wahrheitsfindungskomision hat nur einen kurzen zeitraum um die angaben der demobilisierungs willigen zu prüfen. das dies zur nachvollziehung von jahrzehntelangen verbrechen unzureichend ist ist imho offensichtlich. die opfer müssen entschädigt werden? meines wissens legitimiert justicia y paz den besitz erbeuteter landgüter, sprich paras können nach ihrer demobilisierung das land der von ihnen vertriebenen behalten. was paras gegenüber guerilleros sicherlich entgegenkommt.

nun zu uribe und seinen verbindungen zu paramilitärs. ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. verzeih mir wenn ich hier jetzt nicht anfange punkte aufzuzählen. sonst sitze ich hier stunden. hier ein link wo einige aufgezählt werden. http://216.239.59.104/search?q=cache:Ka2ghAWc73UJ:www.polodemocratico.net/IMG/doc/Uribe_jefe_del_ocultamiento_Aleman.doc convivir uribe vertriebene&#38;hl=de&#38;ct=clnk&#38;cd=1&#38;gl=de. ok ist vom polo aber die punkte stimmen ja trotzdem. 
zusätzlich gibt es quellen dass er selbst in den drogenhandel involviert war. hierzu selbst vom amerikanischen geheimdienst berichte auf die er sogar öffentlich stellung genommen hat. du hast aber recht, juristisch belegbar ist das nicht, trotzdem frage ich dich , wie kann man so jemanden wählen?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo zusammen,</p>
<p>danke für die antworten. und ich freue mich über deine sehr ausführliche Miguel aber ich glaube ich habe das thema schon zu oft diskutiert.<br />
also, vorneweg, die farc gilt auch in europa als terroristische organisation. das sie ihre politischen ziele verloren hat ist wohl bei den meisten bekannt. ich denke genauso wie du das sie diese nur noch als vorwand vorschiebt und zwischenzeitlich lediglich profitorientiert handelt. </p>
<p>Jens hat vollkommen recht wenn er meint das man gewalt nicht gegeneinander aufrechnen kann. aber das problem ist in meinen augen dass nur die verbrechen der einen seite angeprangert werden und die der anderen, der paras verharmlost und politisch nahezu legitimiert werden.</p>
<p>sie sind im parlament vertreten, im DAS und auch die armee arbeitet mit ihnen zusammen. Das paras keine menschen entführt haben stimmt nicht. siehe <a href="http://www.derechoshumanos.gov.co/observatorio/04_publicaciones/04_02_temas/autoespa/cap1.htm">http://www.derechoshumanos.gov.co/observatorio/04_publicaciones/04_02_temas/autoespa/cap1.htm</a><br />
und das sich die paras vollständig aufgelöst haben glaubst du doch nicht im ernst oder? sicher sind viele demobilisiert worden aber bei weitem nicht alle. und selbst die, die demobilisiert wurden machen danach einfach unter anderem namen weiter. zusätzlich wurden nach eigenen aussagen leute für die demobilisierung angeheuert um diese vorzutäuschen.</p>
<p>justicia y paz&#8230; bei aller liebe, aber das gesetz ist eine katastrophe und verstößt gegen geltendes menschenrecht. die rechte auf strafverfolgung und wiedergutmachung von millionen von vertriebenen werden missachtet. die strafe von 8 jahren ist lediglich die maximalstrafe. in den meisten fällen bekommen sie nicht mal das wenn ihnen nicht gerade ein massenmord nachgewiesen wird. die wahrheitsfindungskomision hat nur einen kurzen zeitraum um die angaben der demobilisierungs willigen zu prüfen. das dies zur nachvollziehung von jahrzehntelangen verbrechen unzureichend ist ist imho offensichtlich. die opfer müssen entschädigt werden? meines wissens legitimiert justicia y paz den besitz erbeuteter landgüter, sprich paras können nach ihrer demobilisierung das land der von ihnen vertriebenen behalten. was paras gegenüber guerilleros sicherlich entgegenkommt.</p>
<p>nun zu <a href="http://www.kolumbien-blog.com/lexikon/alvaro-uribe">Uribe</a> und seinen verbindungen zu paramilitärs. ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. verzeih mir wenn ich hier jetzt nicht anfange punkte aufzuzählen. sonst sitze ich hier stunden. hier ein link wo einige aufgezählt werden. <a href="http://216.239.59.104/search?q=cache:Ka2ghAWc73UJ:www.polodemocratico.net/IMG/doc/Uribe_jefe_del_ocultamiento_Aleman.doc">http://216.239.59.104/search?q=cache:Ka2ghAWc73UJ:www.polodemocratico.net/IMG/doc/Uribe_jefe_del_ocultamiento_Aleman.doc</a> convivir <a href="http://www.kolumbien-blog.com/lexikon/alvaro-uribe">Uribe</a> vertriebene&amp;hl=de&amp;ct=clnk&amp;cd=1&amp;gl=de. ok ist vom polo aber die punkte stimmen ja trotzdem.<br />
zusätzlich gibt es quellen dass er selbst in den drogenhandel involviert war. hierzu selbst vom amerikanischen geheimdienst berichte auf die er sogar öffentlich stellung genommen hat. du hast aber recht, juristisch belegbar ist das nicht, trotzdem frage ich dich , wie kann man so jemanden wählen?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Jens</title>
		<link>http://www.kolumbien-blog.com/bewaffneter-konflikt/farc-keine-terrororganisation#comment-3479</link>
		<dc:creator>Jens</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Jan 2008 12:56:40 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.kolumbien-blog.com/kolumbien-heute/farc-keine-terrororganisation#comment-3479</guid>
		<description>Hallo Sepp Steffen,

ich war noch nicht dazu gekommen, Dir auf Deine Fragen zu antworten.
Zum ersten Teil Deinees Kommentars: Justicia y Paz ist weder eine "quasi-Legitimierung" noch eine wie auch sonst geartete "Legalisierung" von kriminellen Gruppen oder von ihnen begangenen Gewalt- und Greueltaten. Es sieht ja auch nicht eine Straffreiheit für diese Taten vor. Das Gesetz ist lediglich ein Instrument, um überhaupt einen Waffenstillstand zu erreichen:
Wenn ihr aufhört zu morden und zu entführen, dann werden wir euch nicht weiter bekämpfen und wir bieten ein reduziertes Strafmass für die begangenen Verbrechen an (allerdings nicht für alle). Damit ist nicht gemeint, dass die Gruppen (Paras oder FARC) keine terroristischen Vereinigungen sind.
Meiner Meinung nach ist das auch der einzige Weg, auf dem ein Frieden verhandelt werden kann. Letztendlich würden beide Seiten von so einem Vorgehen profitieren.
Zum anderen Teil Deines Kommentars fällt mir erst einmal eine ganz banale Antwort ein: Wer verhandelt über den Frieden und wer profitiert von einer Demobilisierung?
In allen Gruppen sind es die Kommandeure. Bei den Paras kam die Kommandoebene häufig aus dem Mittelstand, sie hatten neben ihrer Tätigkeit auch häufig noch ein ziviles Leben und sie hatten auch in den Zeiten ihrer "Kampfaktionen" die Möglichkeit, ein Vermögen aufzubauen. Das wären also die Ersten, die ein Interesse an einem Leben ohne staatliche Verfolgung hätten. Zu ihren Kämpfern, zu ihren Truppen habe ich mich in meinem letzten Kommentar geäußert, das Problem ist meiner Meinung nach nicht wirklich gelöst.
Kommen wir zur FARC. Was haben die Chefs der Guerrilla nach z.T. 50 jährigem Kampf in den Bergen überhaupt für eine Zukunft im zivilen Leben? Was haben sie denn für Berufe? Was können sie ausser kämpfen, wovon wollen sie nachher leben. Soll der Staat für sie aufkommen? Sollen sie in die Politik gehen? Es wird ja kaum möglich sein, dass Tirofijo oder Reyes von einem Vermögen aus Drogengeschäften oder Entführungen leben.
Andererseits haben sie immer noch vor Augen, was in den 80er Jahren mit ihrem politischen Ableger, der Unión Patriótica, passiert ist und verhalten sich verständlicherweise besonders misstrauisch (damals sind Hunderte, vielleicht auch Tausende ihrer Anhänger rechtsorientierten Mordbanden zum Opfer gefallen).
Also ich wüsste nicht, was die FARC überhaupt nach Niederlegung der Waffen machen sollte, wie sich ihre Kämpfer in ein geordnetes ziviles Leben reintegrieren sollen und die wissen das wahrscheinlich auch nicht.

Grüße,

Jens</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Sepp Steffen,</p>
<p>ich war noch nicht dazu gekommen, Dir auf Deine Fragen zu antworten.<br />
Zum ersten Teil Deinees Kommentars: Justicia y Paz ist weder eine &#8220;quasi-Legitimierung&#8221; noch eine wie auch sonst geartete &#8220;Legalisierung&#8221; von kriminellen Gruppen oder von ihnen begangenen Gewalt- und Greueltaten. Es sieht ja auch nicht eine Straffreiheit für diese Taten vor. Das Gesetz ist lediglich ein Instrument, um überhaupt einen Waffenstillstand zu erreichen:<br />
Wenn ihr aufhört zu morden und zu entführen, dann werden wir euch nicht weiter bekämpfen und wir bieten ein reduziertes Strafmass für die begangenen Verbrechen an (allerdings nicht für alle). Damit ist nicht gemeint, dass die Gruppen (Paras oder FARC) keine terroristischen Vereinigungen sind.<br />
Meiner Meinung nach ist das auch der einzige Weg, auf dem ein Frieden verhandelt werden kann. Letztendlich würden beide Seiten von so einem Vorgehen profitieren.<br />
Zum anderen Teil Deines Kommentars fällt mir erst einmal eine ganz banale Antwort ein: Wer verhandelt über den Frieden und wer profitiert von einer Demobilisierung?<br />
In allen Gruppen sind es die Kommandeure. Bei den Paras kam die Kommandoebene häufig aus dem Mittelstand, sie hatten neben ihrer Tätigkeit auch häufig noch ein ziviles Leben und sie hatten auch in den Zeiten ihrer &#8220;Kampfaktionen&#8221; die Möglichkeit, ein Vermögen aufzubauen. Das wären also die Ersten, die ein Interesse an einem Leben ohne staatliche Verfolgung hätten. Zu ihren Kämpfern, zu ihren Truppen habe ich mich in meinem letzten Kommentar geäußert, das Problem ist meiner Meinung nach nicht wirklich gelöst.<br />
Kommen wir zur FARC. Was haben die Chefs der Guerrilla nach z.T. 50 jährigem Kampf in den Bergen überhaupt für eine Zukunft im zivilen Leben? Was haben sie denn für Berufe? Was können sie ausser kämpfen, wovon wollen sie nachher leben. Soll der Staat für sie aufkommen? Sollen sie in die Politik gehen? Es wird ja kaum möglich sein, dass Tirofijo oder Reyes von einem Vermögen aus Drogengeschäften oder <a href="http://www.kolumbien-blog.com/kolumbien-heute/entfuehrungen-kolumbien">Entführungen</a> leben.<br />
Andererseits haben sie immer noch vor Augen, was in den 80er Jahren mit ihrem politischen Ableger, der Unión Patriótica, passiert ist und verhalten sich verständlicherweise besonders misstrauisch (damals sind Hunderte, vielleicht auch Tausende ihrer Anhänger rechtsorientierten Mordbanden zum Opfer gefallen).<br />
Also ich wüsste nicht, was die FARC überhaupt nach Niederlegung der Waffen machen sollte, wie sich ihre Kämpfer in ein geordnetes ziviles Leben reintegrieren sollen und die wissen das wahrscheinlich auch nicht.</p>
<p>Grüße,</p>
<p>Jens</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Steffen</title>
		<link>http://www.kolumbien-blog.com/bewaffneter-konflikt/farc-keine-terrororganisation#comment-3478</link>
		<dc:creator>Steffen</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Jan 2008 20:16:12 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.kolumbien-blog.com/kolumbien-heute/farc-keine-terrororganisation#comment-3478</guid>
		<description>Hab zwei Vornamen und kann mich nie entscheiden ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hab zwei Vornamen und kann mich nie entscheiden <img src='http://www.kolumbien-blog.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Steffen</title>
		<link>http://www.kolumbien-blog.com/bewaffneter-konflikt/farc-keine-terrororganisation#comment-3477</link>
		<dc:creator>Steffen</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Jan 2008 20:09:45 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.kolumbien-blog.com/kolumbien-heute/farc-keine-terrororganisation#comment-3477</guid>
		<description>@ Miguel &#38; Jens:

super interessant.

Ich dachte, dass ich schon relativ viel über die Lage in Kolumbien weiss, aber bei Euren Beiträgen habe ich doch nochmal ein paar interessante und vor allem mir neue Gedanken und Informationen entnehmen können.

Mich würde interessieren, ob sich die Paras wirklich aufgelöst haben. Bisher habe ich dem Justicia y Paz - Gesetz sehr ablehnend gegenüber gestanden. 

Ich möchte Euch mal schildern, wie ich hier aus Deutschland aus z.B. das Justicia y Paz-Gesetz verstanden habe. 

In verschiedenen Artikeln (z.B. in Le Monde Diplomatique vom Mai 2007) wurde die "Demobilisierung" als eine quasi-Legitimierung der Paras dargestellt: sie stellen sich, kommen mit sehr milden Strafen davon (die von ihnen begangenen Taten müssen ja auch erstmal nachgewiesen werden), können im Besten Fall ihre illegal erworbenen Besitzstände erhalten (das zielt mehr auf die Führungseben ab) und sich außerdem in den "legalen" Bereich des kolumbianischen Staates integrieren (sofern sie das noch nicht sind). 

Die Legalisierung sei vor allem deshalb notwendig, weil die AUC 2001 (glaub ich) in die Liste der terroristischen Organisationen des State Dapartment aufgenommen wurden. Die USA finanzieren wiederum die Aufrüstung des kolumbianischen Sicherheitsapparates im Rahmen des Plan Colombia (und der Andean Regional Initiative) seit 1999 mit jährlich um die 600-800 Mio. US$ (80% des US-amerikanischen Zuwendungen gehen in diesen Bereich). Die Aufrüstung dient aber in erster Linie der Bekämpfung der Guerilla ("push to the south", Plan Patriota), welche als Drogenbekämpfung verkauft wird (was natürlich Quatsch ist). 

Die Paramilitärs (die für rund 70% der Massengräber und 60% der politischen Morde verantwortlich sind) wurden aber von solchen militärischen Offensiven verschont. Warum? Erklärt wird dies damit, dass die Paramilitärs traditionell eher auf der Seite der Regierung standen (Schutz von Großgrundbesitzern, Industrieanlagen, v.a. Zurückdrängen der Guerilla aus dem Drogengeschäft und nicht zuletzt auch bei der Jagd auf Escobar). Es gibt mehrere Berichte über Zusammenarbeit von Paras und kolombianischen Streitkräften. Und dann auch die Verbindungen von Paras und Politikern. Mazure (Le Monde Diplo) schreibt hierzu: 
"Para-Politik ist ein System strategischer Bündnisse zwischen der politischen Führungsschicht, bestimmten Wirtschaftskonzernen und den paramilitärischen Gruppen, mit dem die Paramilitärs und ihre Partner in zahlreichen Regionen ohne Furcht vor Strafverfolgung nach Belieben schalten und walten können. Sie haben den Staatsapparat auf allen Ebenen infiltriert."

Das alles erschien mir sehr einleuchtend. Die Paras mussten "entkriminalisiert" werden, sonst hätten die USA und im Endeffekt auch der kolumbianische Staat ein großes Problem. 

Das die Gurillagruppen den gleichen Schutz des Justicia y Paz- Gesetz in Anspruch nehmen könnten weiss ich. Aber warum meint ihr, nehmen sie es nicht an? Weil sie (im Gegensatz zu den Paras) Spaß an Ihrer Sache gefunden haben? Oder vielleicht weil sie im Gegensatz zu den Paramilitärs nur verlieren würden: sie haben keine finanzielle oder Machtgrundlage außerhalb der von ihnen kontrollierten Gebiete. Ganz im Gegensatz zu den Paramilitärs (behaupte ich jetzt mal). 

Also, das ist meine bisherige Sicht. Finde ich sehr schlüssig. Aber wie gesagt, das ist die Sicht, die mir Teile der Medien aus dem weit entfernten Deutschland (und auch z.T. aus den USA) geben. ihr kennt Kolumbien besser. 

Diskutiert mit mir. Ich find das hochspannend.

Gruß

Sepp</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Miguel &amp; Jens:</p>
<p>super interessant.</p>
<p>Ich dachte, dass ich schon relativ viel über die Lage in Kolumbien weiss, aber bei Euren Beiträgen habe ich doch nochmal ein paar interessante und vor allem mir neue Gedanken und Informationen entnehmen können.</p>
<p>Mich würde interessieren, ob sich die Paras wirklich aufgelöst haben. Bisher habe ich dem Justicia y Paz - Gesetz sehr ablehnend gegenüber gestanden. </p>
<p>Ich möchte Euch mal schildern, wie ich hier aus Deutschland aus z.B. das Justicia y Paz-Gesetz verstanden habe. </p>
<p>In verschiedenen Artikeln (z.B. in Le Monde Diplomatique vom Mai 2007) wurde die &#8220;Demobilisierung&#8221; als eine quasi-Legitimierung der Paras dargestellt: sie stellen sich, kommen mit sehr milden Strafen davon (die von ihnen begangenen Taten müssen ja auch erstmal nachgewiesen werden), können im Besten Fall ihre illegal erworbenen Besitzstände erhalten (das zielt mehr auf die Führungseben ab) und sich außerdem in den &#8220;legalen&#8221; Bereich des kolumbianischen Staates integrieren (sofern sie das noch nicht sind). </p>
<p>Die Legalisierung sei vor allem deshalb notwendig, weil die AUC 2001 (glaub ich) in die Liste der terroristischen Organisationen des State Dapartment aufgenommen wurden. Die USA finanzieren wiederum die Aufrüstung des kolumbianischen Sicherheitsapparates im Rahmen des Plan Colombia (und der Andean Regional Initiative) seit 1999 mit jährlich um die 600-800 Mio. US$ (80% des US-amerikanischen Zuwendungen gehen in diesen Bereich). Die Aufrüstung dient aber in erster Linie der Bekämpfung der Guerilla (&#8221;push to the south&#8221;, Plan Patriota), welche als Drogenbekämpfung verkauft wird (was natürlich Quatsch ist). </p>
<p>Die Paramilitärs (die für rund 70% der Massengräber und 60% der politischen Morde verantwortlich sind) wurden aber von solchen militärischen Offensiven verschont. Warum? Erklärt wird dies damit, dass die Paramilitärs traditionell eher auf der Seite der Regierung standen (Schutz von Großgrundbesitzern, Industrieanlagen, v.a. Zurückdrängen der Guerilla aus dem Drogengeschäft und nicht zuletzt auch bei der Jagd auf Escobar). Es gibt mehrere Berichte über Zusammenarbeit von Paras und kolombianischen Streitkräften. Und dann auch die Verbindungen von Paras und Politikern. Mazure (Le Monde Diplo) schreibt hierzu:<br />
&#8220;Para-Politik ist ein System strategischer Bündnisse zwischen der politischen Führungsschicht, bestimmten Wirtschaftskonzernen und den paramilitärischen Gruppen, mit dem die Paramilitärs und ihre Partner in zahlreichen Regionen ohne Furcht vor Strafverfolgung nach Belieben schalten und walten können. Sie haben den Staatsapparat auf allen Ebenen infiltriert.&#8221;</p>
<p>Das alles erschien mir sehr einleuchtend. Die Paras mussten &#8220;entkriminalisiert&#8221; werden, sonst hätten die USA und im Endeffekt auch der kolumbianische Staat ein großes Problem. </p>
<p>Das die Gurillagruppen den gleichen Schutz des Justicia y Paz- Gesetz in Anspruch nehmen könnten weiss ich. Aber warum meint ihr, nehmen sie es nicht an? Weil sie (im Gegensatz zu den Paras) Spaß an Ihrer Sache gefunden haben? Oder vielleicht weil sie im Gegensatz zu den Paramilitärs nur verlieren würden: sie haben keine finanzielle oder Machtgrundlage außerhalb der von ihnen kontrollierten Gebiete. Ganz im Gegensatz zu den Paramilitärs (behaupte ich jetzt mal). </p>
<p>Also, das ist meine bisherige Sicht. Finde ich sehr schlüssig. Aber wie gesagt, das ist die Sicht, die mir Teile der Medien aus dem weit entfernten Deutschland (und auch z.T. aus den USA) geben. ihr kennt Kolumbien besser. </p>
<p>Diskutiert mit mir. Ich find das hochspannend.</p>
<p>Gruß</p>
<p>Sepp</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Jens</title>
		<link>http://www.kolumbien-blog.com/bewaffneter-konflikt/farc-keine-terrororganisation#comment-3475</link>
		<dc:creator>Jens</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Jan 2008 08:59:30 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.kolumbien-blog.com/kolumbien-heute/farc-keine-terrororganisation#comment-3475</guid>
		<description>Hola Miguel,

sehr schön dargestellt. 
Selbst diejenigen die Kolumbien kennen, erhalten - angesichts der Nachrichten über Gewalt von Guerrilla, Paramilitär, Militär, Drogenhändlern und anderen Kriminellen - den Eindruck, dass Kolumbien eine Bananenrepublik ist.
Eine Bemerkung zu Justicia y Paz. Hier tut sich mit den desmovilizados ein neues Problem auf. In einem Land, in dem das Bildungssystem noch nicht so weit ist, allen seinen Bürgern eine Berufsbildung anzubieten, haben sich Gruppen gebildet, die nur ein Handwerk gelernt haben: andere Menschen zu quälen, zu erpressen und zu töten.
Während meines Studiums in Kolumbien Ende der 70er und Anfang der 80er zeichnete sich bereits ab, dass in der jugendlichen Bevölkerung der großen Städte, vergessen vom Staat und ohne Lebensperspektive, ein riesiges Gewaltpotential gärte. Die Drogenbarone und deren erste paramilitärische Organisation MAS haben sich dieser Bevölkerung angenommen und ihnen einen gut bezahlten "Beruf" angeboten. Sie haben sie "ausgebildet", sie haben sich um ihr Wohl gekümmert und sie haben sie gut bezahlt. Paras und Guerrilla gingen in der Folge und bis heute auch nicht anders vor.
Nun passiert aber folgendes: die desmovilizados der Paras oder der FARC geben ihre Waffen auf und dürfen in Freiheit leben. Und wer nimmt sich dieser Menschen an? Wer bringt ihnen bei, in Frieden zu leben? Ich höre mittlerweile von vielen Bekannten, die sich aus dem einen oder anderen Grund um die Betreuung von desmovilizados beschäftigen, dass es sich extrem schwierig gestaltet, diese Menschen in ein normales Leben ohne Gewalt zu integrieren, ihnen klarzumachen, dass sie Konflikte nicht lösen indem sie ihr Gegenüber erpressen oder ihm die Kehle durchschneiden. Ein Beispiel hierfür kannst Du in der heutigen Presse sehen (Killerbande in Soacha).
Insofern habe ich den Eindruck, dass justicia y paz kein wirklich durchdachtes Projekt ist. Das kenne ich aus Kolumbien schon seit vielen Jahren: im formulieren von Projekten sind wir schon immer Weltmeister gewesen (siehe kolumbianisches Gesundheitssystem der 80er Jahre), in der Umsetzung sind wir aber sehr oft gescheitert. Justicia y paz kann zwar momentan bestimmte Gruppen dazu bewegen, ihre Waffen niederzulegen. Und was dann? Entweder bilden sich "grupos disidentes" die einfach unter anderem Namen weiter machen, oder sie machen einfach als Kriminelle weiter. Somit wird ein großer Teil des Problems einfach nur verlagert.
So muss ich gestehen, dass auch ich von dem in Kolumbien ziemlich verbreiteten Fatalismus befallen bin, was die Lösung des Gewaltproblems in Kolumbien angeht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hola Miguel,</p>
<p>sehr schön dargestellt.<br />
Selbst diejenigen die Kolumbien kennen, erhalten - angesichts der Nachrichten über Gewalt von Guerrilla, Paramilitär, Militär, Drogenhändlern und anderen Kriminellen - den Eindruck, dass Kolumbien eine Bananenrepublik ist.<br />
Eine Bemerkung zu Justicia y Paz. Hier tut sich mit den desmovilizados ein neues Problem auf. In einem Land, in dem das Bildungssystem noch nicht so weit ist, allen seinen Bürgern eine Berufsbildung anzubieten, haben sich Gruppen gebildet, die nur ein Handwerk gelernt haben: andere Menschen zu quälen, zu erpressen und zu töten.<br />
Während meines Studiums in Kolumbien Ende der 70er und Anfang der 80er zeichnete sich bereits ab, dass in der jugendlichen Bevölkerung der großen Städte, vergessen vom Staat und ohne Lebensperspektive, ein riesiges Gewaltpotential gärte. Die Drogenbarone und deren erste paramilitärische Organisation MAS haben sich dieser Bevölkerung angenommen und ihnen einen gut bezahlten &#8220;Beruf&#8221; angeboten. Sie haben sie &#8220;ausgebildet&#8221;, sie haben sich um ihr Wohl gekümmert und sie haben sie gut bezahlt. Paras und Guerrilla gingen in der Folge und bis heute auch nicht anders vor.<br />
Nun passiert aber folgendes: die desmovilizados der Paras oder der FARC geben ihre Waffen auf und dürfen in Freiheit leben. Und wer nimmt sich dieser Menschen an? Wer bringt ihnen bei, in Frieden zu leben? Ich höre mittlerweile von vielen Bekannten, die sich aus dem einen oder anderen Grund um die Betreuung von desmovilizados beschäftigen, dass es sich extrem schwierig gestaltet, diese Menschen in ein normales Leben ohne Gewalt zu integrieren, ihnen klarzumachen, dass sie Konflikte nicht lösen indem sie ihr Gegenüber erpressen oder ihm die Kehle durchschneiden. Ein Beispiel hierfür kannst Du in der heutigen Presse sehen (Killerbande in Soacha).<br />
Insofern habe ich den Eindruck, dass justicia y paz kein wirklich durchdachtes Projekt ist. Das kenne ich aus Kolumbien schon seit vielen Jahren: im formulieren von Projekten sind wir schon immer Weltmeister gewesen (siehe kolumbianisches Gesundheitssystem der 80er Jahre), in der Umsetzung sind wir aber sehr oft gescheitert. Justicia y paz kann zwar momentan bestimmte Gruppen dazu bewegen, ihre Waffen niederzulegen. Und was dann? Entweder bilden sich &#8220;grupos disidentes&#8221; die einfach unter anderem Namen weiter machen, oder sie machen einfach als Kriminelle weiter. Somit wird ein großer Teil des Problems einfach nur verlagert.<br />
So muss ich gestehen, dass auch ich von dem in Kolumbien ziemlich verbreiteten Fatalismus befallen bin, was die Lösung des Gewaltproblems in Kolumbien angeht.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>

<!-- Dynamic Page Served (once) in 0.910 seconds -->
