FARC lassen vier weitere Geiseln frei

Überraschend und ohne Ankündigungen oder dem Einschalten eines prominenten Unterhändlers wie Chavez oder Correa (der sich selber nach dem Anschlag der kolumbianischen Streitkräfte überraschend in´s Spiel brachte) ließen heute die FARC vier der sechs im Golf von Utria (80 km nördlich Nuquis) Entführten Geiseln frei. Diese sechs Geiseln wurden am 14.01.08, von der 57. Front der FARC entführt.

Noch ist nicht bekannt, aus welchen Grund die Geiseln frei gelassen wurden. In Gewalt der FARC befinden sich noch ein Professor der Universität Los Andes und ein Student. Der Professor ist gleichzeitig der Ehemann einer der Freigelassenen.

Die Freilassung kommt zu einem Zeitpunkt in dem die Frage diskutiert wird, wie sich die FARC nach dem Tot von Raul Reyes mit den Geisel und im Thema der Freilassung verhalten wird. Die Palette der Theorien reicht von Rache und Vergeltung an den Geiseln, einem Ende jeglicher Freilassungen bis hin zu höherer und baldiger Freilassung aller. Für letztere Theorie wird als Argument genutzt, dass dem Hardliner Reyes ein Gemäßigterer nachrücken könnte, der den Austausch der Geiseln befürworten würde. Es könnte auch sein, dass Teile der FARC sich von der Vereinigung abzusetzen beginnen, die Geiseln freilassen und sich mit den gesammelten und versteckten Geldern aus dem Drogengeschäft aus dem Staub machen.

Die Deuter haben jetzt das Wort.

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2 Kommentare zu “FARC lassen vier weitere Geiseln frei”


  1. 1 Jorge

    Die Wirkung von Menschlichkeit wird durch positive Kräfte beeinflusst und getragen! Senden wir weiterhin positive Energie, dass die menschlichen Qualitäten aller hier involvierten Akteure wach werden und uns mit positiven Handlungen überraschen (… und FARC Kämpfer waren auch mal Kinder und tragen hoffentlich noch Nuancen von menschlichen Werten in sich)!

  2. 2 HECTOR

    Glücklicherweise hat die FARC wenigstens bisher als möglichen und den ihr zugetrauten Racheakt, infolge des Militärschlages, weder Geiseln noch andere unschuldige Kolumbianer, nicht einmal Militärs oder Politiker umgebracht!
    Ganz im Gegenteil: es wurden vier weitere Geiseln dem Roten Kreuz übergeben. Zumindest und insbesondere hinsichtlich der momentanen Situation zweifelfrei doch ein positives Zeichen, denn JEDES GERETTETE LEBEN ist ein ERFOLG, JEDER getötete Mensch hingegen ist für eine funktionierende zivilisierte und demokratische Kultur ein VERSAGEN und EINER ZUVIEL.

    Auch das gestern um 23 Uhr über RCN ausgestrahlte Interview mit Präsident Sarkozy war recht interessant und aufschlussreich.

    Vielleicht ist doch ein Mini-Silberstreif am Horizont in der politischen Entwicklung Kolumbiens in Sicht, wenn auch wohl in sehr weiter Ferne, dass ALLE verantwortlichen Kolumbiens an den Verhandlungstisch zurückfinden werden, und sich EHRLICH und UNEIGENNÜTZIG für eine BESSERE und LEBENSWERTERE ZUKUNFT zum WOHL ALLER KOLUMBIANER einsetzen werden und, längstüberfällig, KORRUPTION und MISSWIRTSCHAFT als WURZEL des Ünbels hierzulande, eine ABFUHR erteilen.

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