Am gestrigen Sonntag, dem 13.01.08 Entführten die FARC sechs Touristen (ein Norweger und 5 Kolumbianer) in der Bucht von Utria. Die Gruppe von 19 Menschen, von denen die FARC 13 laufen ließ, befand sich in der Nähe von Morromico, das als ein ideales Tauchgebiet gilt. Leider ist in dieser Gegend, im Gegensatz zum ca. 80 km weiter südlich liegendem Nuqui, kaum oder nur wenig Militär präsent. Zudem hatte die Gruppe sich nicht beim Militär gemeldet und ist damit nicht ihren Anweisungen gefolgt (sich in nicht-sicherem Gebiet ohne Anmeldung zu bewegen).
Da das Gebiet um Nutria wenig bekannt ist, wird das sich südlich davon befindliche und weit aus bekanntere Nuqui oftmals als geografische Referenz genannt.
Nach der riesigen Freude um die Freilassung zweier langjähriger Geiseln durch die FARC letzte Woche und die Hoffnung auf ein Wandel in der Haltung der FARC ist dies für alle Kolumbianer ein katastrophaler Rückschlag.
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Mit einer Gruppe war ich im letzten Sommer in Kolumbien und kann den Leichtsinn der Gruppe nicht verstehen. Es ist im ganzen Land mehr oder minder gefährlich, so dass man immer bedenken muss wo kann ich hingehen. Wir waren auch in Santa Fé de Antioquia und Leticia immer unter Polizeischutz, konnten uns aber dennoch gut bewegen.
Hallo Hajo, Kolumbien hat seine Gebiete, in die man eigentlich nicht hinreisen sollte bzw. man sich sehr gut vorher informieren muss. Generell zu sagen, dass es im ganzen Land mehr oder minder gefaehrlich ist, halte ich fuer falsch. Bestimmte Gebiete, das meiste in touristisch interessanten Zonen, ist nicht gefaehrlicher als anderen Gebiete und Staedte Suedamerikas. Im Gegenteil, einige Grossstaedte wie Mexico-City, Caracas oder Sao Paula gelten mittlerweile als weit “gefaehrlicher” als Bogota.
Torsten
Hallo Torsten,
natürlich ist eine Pauschalierung immer ein zweischneidiges Schwert. Es ist schon ein Unterschied sich in Bogotá- St. Barbara oder in Soacha zu bewegen. Aber in die Guerilla Gebiete sollte man nich gehen. Oder warum fliegt man von Bogotá nach Medellin und nimmt nicht für die kurze Strecke das Auto. Wenn Auto dann nur im Konvoi. Möchte Dir auch meinen Reisebericht empfehlen den Du auf http://www.dienstagsmaler.com Kolumbien eisehen kannst.
Gruß
Hajo.
Hallo Hajo,
ich lebe seit einem Jahr in Kolumbien und bin schön öfter mit Überlandbussen gefahren z.B. Bogota - Santa Marta oder Bogota - Pereira, Neiva - Bogota etc… Es gab werder einen Konvoi noch habe ich mich unsicher gefühlt. Ich habe nun schon 5 Rundreisen als Reiseleiterin in verschiedenste Gebiete Kolumbiens geführt und war immer sicher und gut aufgehoben. Ich stimme Dir absolut zu, dass man sich immer informieren sollte (auch in anderen Ländern) und dass man nicht in Guerilla-Gebiete reisen sollte - dennoch: die Meisten touristischen Orte in Kolumbien sind sicher. Durch die Militärpräsenz hat an diesen Orten die Guerilla keine Chance. Auch nach Nuqui gehen wir mit unseren Gruppen ruhigen Gewissens genauso wie wir auch schon Gäste in einer Lodge nahe Leticia hatten. Natürlich hat mich die Nachricht von heute geschockt und nachdenklich gemacht, aber ich bin nach meinen Erfahrungen immer noch überzeugt davon, dass Kolumbien nicht gefährlicher ist, als andere lateinamerikanischen Länder. Das Wichtigste ist immer, dass man sich richtig zu verhalten weiss - überall auf der Welt!
Liebe Grüße aus Bogota
Nicole
Hallo Nicole
Ich lese jetzt schon eine Weile in Euren Blogs - lebe in Europa, bin auch hier geboren, habe aber kolumbianisches Blut und gehe regelmässig nach Kolumbien (ursprünglich war dies Wurzelsuche und nun ist es Wurzeln besuchen ;o)).
Ich möchte Dir beipflichten - Kolumbien scheint mir nicht gefährlicher als andere Länder, man muss sich halt informieren, aber die Infos fliegen einem ja zu und sich entsprechend verhalten.
Ich beneide Dich ein bisschen für die Möglichkeit, dort zu leben und zu arbeiten - ich bin schon seit einer Weile auf der Suche nach einem Job in Kolumbien..
Liebe Grüsse aus der Schweiz
Delita
Hallo Hajo,
Sicherheit ist eh was relatives und viel gefuehlssache. Trotzdem wird hier wieder weit mehr ueberland gereist, als Du denkst. Bogota-Mededellin, Bogota-Kueste oder Bogota-San Agustin sind wieder alltaeglich Ueberlandstrecken fuer Kolumbianer wie auch Touristen. Ich konnte Deinen Reisebericht nicht oeffnen, versuch´s aber gleich nochmals.
Gruss/Torsten
Sitze derzeit in Medellin-bin bisher drei Wochen nur mit Bus unterwegs und hatte NOCH NIE das Gefuehl in Gefahr zu sein!!!
Bin seit Jahren Alleinreisender:
In SA: Brasilien,Venezuela,Argentinien(nur 1 Woche-Schande!)Curacao,Bonaire.
Immer 5-6 Wochen und mit oeffentlichem Bus.
Hier in Columbien fuehle ich mich sicherer als in Venezuela,wo ich vor Jahren ueberfallen,bewusstlos geschlagen und ausgeraubt wurde-am hellichten Tag-kann passieren!Aber ich fuhr wieder nach Venezuela!
Lasst Euch Columbien nicht vermiesen-natuerliche Vorsicht ist UEBERALL auf der Welt angebracht.
Morgen gehts weiter in kleinen Etappen Richtung Cali.
Es ist schoen hier-kommt!
ximix7