Archiv für October 2007

Fortschritte beim Gefangenentausch

Piedad Cordoba & Luis Carlos RestrepoVom Gefangenenausstausch war lange nichts mehr zu hören. Zum Jahrestag von Che Guevaras Geburtstag wollte sich Chavez und ein Sprecher der FARC in Caracas treffen. Das Treffen blieb leider aus, und die Parteien beschudligten sich wieder einmal gegenseitig für das Scheitern gesorgt zu haben. Zwei Nachrichten brachten aber heute neues Leben in die Sache.

Zum einen ist Piedad Cordoba derzeit in Washington. Dort besuchte sie, den in die USA ausgelieferten ehemaligen FARC Offizier Simon Trinidad. Nach dem Gespräch mit Piedad Cordoba stellte sich Simon Trinidad bereit bei einem Gefangenenaustausch mitzumachen, sollte die FARC dies wünschen und die USA ein solchen Anliegen unterstützen.

Gleichzeitig ließ der ehemalige FARC Sprecher Rodrigo Granda verlauten, dass er sich in Caracas befindet um die Gespräche zwichen Chavez und der FARC weiter vorzubereiten. Rodrigo Granda wurde auf Wunsch des französischen Präsidenten vor einem halben Jahr frei gelassen.

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Gustavo Moncayo in Berlin

nicole-und-gustavo.jpgEndlich ist Gustavo auf seiner bereits 38-tägigen Auslandsreise auch in Deutschland angekommen. Leider ist in der deutschen Prese kein Bericht zu finden. Dabei hiess es in der “Welt” doch vor Kurzem noch, dass Kolumbiens Image sich in Europa gerade ändert. Hat sichdies nur auf den Tourismus bezogen?

Das Interesse am Land und seinen Problemen scheint nicht gewachsen zu sein, wenn über diesen Mann, der einen so schwierigen Weg auf sich genommen hat (ohne bisher Resultate für sich ganz persönlich erzielt zu haben - die Befreiung von seinem Sohn) nicht berichtet wird!?

Auch die Artikel in der kolumbianischen Presse sind eher oberflächlich. Mit wem sich Gustavo in Berlin getroffen hat oder über welche Themen er gesprochen hat - läßt sich nicht herausfinden.

In ganz Europa wurden Gustavo und seine Tochter Yuri mit offenen armen empfangen und erfuhren große Gastfreundschaft und Solidarität. Der Vater von Pablo möchte nun aber endlich zurück nach Kolumbien. Der Schmerz sitz tief - Gustavos Sohn ist seit 10 Jahren und einem langen Marsch seines Vaters (nun schon 4 Monate) immer noch in den Händen der Farc. Weder sein Herz noch seine Gedanken kommen zur Ruhe - sagt Gustavo.
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Regionalwahlen Kolumbien

Mit regionalen Überraschungen gingen die gestrigen Regionalwahlen in Kolumbien aus. Vergleichbar mit Landtagswahlen in Deutschland wurden die neuen Gouverneure der einzelnen Departamentos (Länder) und die lokalen Bürgermeister gewählt.

Die wichtigsten Ergebnisse dieser Wahlen dürften sein:

- Sieg des Kandidaten des Polo Democratico für das Oberbürgermeisteramt Bogotas
- Landesweit konnten sich Uribe-freundliche Kandidaten durchsetzen
- Unabhängige Kandidaten verändern politische Landkarte
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Millonarios im Halbfinale der Copa Suramericana

200708180004.JPGEs war ein historischer Abend gestern im legendaeren “El Campin” in Bogotá vor ca. 40.000 begeisterten Zuschauern. Millonarios bezwang verdient das Team aus Sao Paulo mit 2:0 und steht nach dem ueberraschenden Hinspielerfolg vor 2 Wochen nun im Halbfinale der “Copa Suramericana”, welche ungefaehr mit dem UEFA-Cup zu vergleichen ist. War vor 2 Wochen noch Eduardo Blandon, Millonarios recht unbekannter Ersatztorwart der grosse Held von Sao Paulo beim 1:0 Sieg, war es dieses Mal dem Kapitaen der Manschaft, Ricardo Ciciliano, ueberlassen, die Hauptrolle zu spielen. Beide Tore gehen auf sein Konto. Das erste in der 77. Minute mit einem fulminanten Volleyschuss nach toller Flanke von Estrada, das zweite in der 82. Minute, als er alleine auf den brasilianischen Torwart Ceni zulief. Das begeisterte Publikum war nicht mehr zu halten, was verstaendlich ist, konnten die beiden grossen Teams aus Bogota, Millonarios und Santafe, in der bisherigen Meisterschaft absolut nicht ueberzeugen. Im Halbfinale wartet nun der Sieger des Spiels Defensor Sporting de Uruguay und River Plate aus Buenos Aires.

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Kolumbiens Weg zurueck auf die touristische Landkarte

Armenia aus “La Linea” kommendGerade eben habe ich einen interessanten Artikel in der Welt online gelesen. Es war ein netter Bericht ueber Kolumbiens Weg zurueck in das Gedaechtnis der Touristen, die sich langsam aber sicher wieder dem Land naehern. Hier koennt Ihr ihn lesen. Das Land hat natuerlich viel mehr zu bieten, als aus dem Text herauskommt. Ich denke jedoch, es ist wieder ein Schritt in die richtige Richtung, wenn internationale Medien positiv ueber das Land berichten.

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Sicherheit der Politiker einer Woche vor den Lokalwahlen

Nur noch eine Woche bis zu den regionalen und lokalen Wahlen in Kolumbien, und bereits jetzt sind 27 Kandidaten verschiedener polititschen Parteien und Bewegungen ermordet. Mit Entführungen, Erpressung und Anschlägen werden sowohl Parteien und Kandidaten, als auch die Bevölkerung von bewaffneten Gruppen und traditionelle Politiker bedroht.

Die Guerillagruppen FARC und ELN aber auch neuentstehende bewaffnete Gruppen, wie die „Aguilas Negras“ (Schwarze Adlern) und die „Rastrojos“ (Stoppeln), Hybride, die aus demobilizierten paramilitärischen Gruppen, der Drogenmafia und einfachen kriminellen Banden gebildet sind, werden von der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) und Nichtregierungsorganisationen angezeigt die politische Szene vor den Wahlen zu unterminieren. Nach Angaben der International Crisis Group sind es ungefähr 84 neue bewaffnete Gruppen entstanden, die kleiner als die vorherige paramilitärische Gruppen sind, aber viel Einfluss in mehrere Orten ausüben.
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Liebe in Zeiten der Cholera - der Film

Vor ein paar Tagen war es soweit: “Liebe in Zeiten der Cholera” hatte seine Welturaufführung beim “Festival do Rio” in Rio de Janeiro. Bis der Film in Deutschland landen wird, müssen wir allerdings noch eine Weile warten, der Start ist für den 18.02.2007 vorgesehen. Wann der Film in Kolumbien in die Kinos kommt ist noch unklar. Es ist eine Verfilmung des gleichnamigen Buches von Gabriel Garcia-Márquez aus dem Jahr 1985. Der Film spielt um die Jahrhundertwende. Florentino Ariza (gespielt von Javier Bardem) ist als junger Mann in Fermina Daza (Giovanna Mezzogiorno) verliebt, eine Liebe die er lange nicht vergessen wird.

Gedreht wurde der Film vor allem in Cartagena in Kolumbien. Nachfolgend der Trailor (auf englisch) und ein kurzer Bericht zu den Dreharbeiten vor Ort.

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Gelungener Start in die WM-Qualifikation 2010

200708180004.JPGKolumbiens Start in der Qualifikationsrunde fuer die Fussballweltmeisterschaft 2010 in Suedafrika ist geglueckt. Wie auch in Europa - nur da war es fuer die Europameisterschaft - gab es in Suedamerika vergangenen Sonntag und Mittwoch zwei Qualifikationsspiele. Im Gegensatz zur Runde vor vier Jahren hat sich Kolumbien dieses Mal entschieden, die Heimspiele in der Hauptstadt Bogota, im Stadion El Campin (Fassungsvermoegen ca. 45.000 Zuschauer), auszutragen. Man erhofft sich damit vor allem einen Vorteil aus der Hoehe Bogotas, das ja auf 2.600 m liegt. Letzten Sonntag war Brasilien zu Gast. Da es den ganzen Tag vor dem Spiel geregnet hat, stand das Spiel kurz vor einer Verschiebung. Letzlich hat der Schiedsrichter das Spiel dann doch ca. 45 Minuten verspaetet angepfiffen. 0:0 hiess es nach 90 sehr starken Minuten aus kolumbianischer Sicht. Kolumbien haette ohne Zweifel den Sieg verdient gehabt. Am heutigen Mittwoch stand das zweite Gruppenspiel (Modus: jeder gegen jeden) in La Paz auf 3.600 m auf dem Programm. Nach einem recht kurzweiligen Spiel stand es nach Minuten wieder torlos 0:0. Kolumbien ist also gut in die Qualifikation gestartet. 2 Punkte aus dem Heimspiel gegen den grossen Favoriten Brasilien und auf der Hoehe Boliviens, mehr konnte nicht erwartet werden. Vor allem, wenn man bedenkt, das vor vier Jahren die ersten beiden Spiele gegen die genau gleichen Gegner verloren gingen. Wir bleiben am Ball und informieren Sie weiter am 17. November, wenn Venezuela hier zu Gast ist.

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Nahrungssicherheit indianischer Völker in Gefahr

Kinder vom MaisDie Nahrungssicherheit der dezimierten indianischen Völker und der Kleinbauern Kolumbiens werden von der Regierung ignoriert. Sie hat die Freisetzung von genetisch verändertem Mais in vier Departamenten des Landes genehmigt, obwohl das Umweltministerium das Genehmigungsverfahren für unzureichend erklärte. Weder die ökologischen noch die sozioökonomischen Aspekte, die im Cartagena Protokoll für biologische Sicherheit (auch von Kolumbien ratifiziert) geregelt werden, waren berücksichtigt.

Die Indianische Völker wie die Zenu (etwa 5.360 Familien), die sich als „Kinder vom Mais“ verstehen und im „Resguardo San Andres de Sotavento“ im nordwesten Kolumbiens leben, haben vor zwei Jahren ihr Land frei von genetisch verändertem Organismen erklärt. Aber die genehmigte Freisetzung von drei in Labors entwickelten Maissorten der Grosskonzernen Monsanto und Dupont werden auch gerade in der Nähe dieser indianischen Gebieten angebaut.
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Gustavo Moncayo bittet Papst um Hilfe

Bei einer persönlichen Audienz gestern hatte Gustavo Moncayo die Gelegenheit mit Papst Benedikt XVI über das Schicksal seines Sohnes und damit über vieler anderer Geiseln zu sprechen.

Um Papst Benedikt einen Eindruck über ihre “Arbeit” der letzten Monate zu geben, brachten Gustavo und seine Tochter Yuri ihm ein Video und Fotos mit. Wenn ich daran zurückdenke, wie alles vor 4 Monaten Begann (ein Mann, der 1000 km laufen wollte, und zunächst von niemandem beachtet wurde) - kann ich Gustavo und seine Kraft nur bewundern.

Seit er in Europa ist, hat er auch hier hochrangige Politiker getroffen - eine Audienz beim Papst ist für ihn sicherlich der Höhepunkt seiner Reise.

Gustavo bat Benedikt XVI zur Freilassung nicht nur seines Sohnes, sondern aller Geiseln in Kolumbien, aufzurufen.

Leider sind die Berichte über Gustavo und seine Familie in Deutschland immer noch selten.Wenn Ihr Artikel in der europäischen Presse seht, würden wir uns über einen kurzen Komentar mit link sehr freuen.

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